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Sterben ist leicht - Leben ist schwer

AwasteOfTime

Mitglied
Hallo,

lange nicht mehr hier geschrieben, einerseits weil ich mich schäme dafür anderseits weil ich einfach nicht meine Mitmenschen mit meinen problemen belasten möchte.

Das leben ist nicht immer leicht, und in den letzten Jahren ist es vorallem für mich immer schwerer geworden.
Manchmal sogar unerträglich.

Ihr braucht jetzt keine angst haben, ich weiß das klingt hier alles sehr negativ.
Aber ich bin nun mal wieder in einer phase in der alles blöd und dunkel ist.

Vll kennen einige von euch dieses furchtbare gefühl, allein zu sein, das sich die ganze Welt gegen einen stellt ...

Ich hasse dieses gefühl, es ist einfach so schwer, liegt auf meinem körper als ob es mich zerquetschen möchte.

Letzens war es wieder ganz schlimm, meine schwester hatte ihren geburtstag, was eigentlich ein grund zum feiern ist.
Die ganze Verwandtschaft war da, alle fröhlich. Aber bei mir war ab dem Zeitpunkt ab dem ich da war einfach alles vorbei.

Ich fühlte mich beschämt, hätte am liebsten geheult. Nicht weil ich was angestellt oder verbrochen hatte. Einfach nur so.! Es kommt und geht bei mir.

Klar waren dort auch Bekannte die ich nicht wirklich leiden kann, aber das war nicht der ausgebendepunkt.
Es ist als ob man plötzlich das gefühl hat, das alles schlecht ist. Und man kommt in diesem moment auch nicht mehr davon los.


Ganz klar, viele von euch werden jetzt kurzfristige schlüsse ziehen und mir schreiben, wenn ich das hier so poste, das ich eine therapie brauche und das ich depressionen habe.

In der tat, ich brauche hilfe. Aber ich weiß nicht wie. Ich war schon in einigen therapien, oft war die diagnose depressive phasen.

Allerdings glaub ich nicht wirklich daran, da ich aus erfahrung weiß das eine depression anders verläuft.

Ich weiß nicht was es ist .... manchmal wünsch ich mir einfach nur weg zu sein.


Aber das würde aufgeben bedeuten, und eigentlich will ich noch nicht aufgeben.


Denn ich hoffe, das es immer einen weg gibt.
 
vielleicht kuckst du mal nach dem Stichwort "Dissoziation"... ich kenne das Gefühl, dass man in einer Menge ist und sich abgrundtief abgetrennt fühlt und aus dieser negativen Spirale nicht mehr rauskommt... bei mir ist das ein Symptom meiner dissoziativen Störung...

Die müsste man dann natürlich auch ganz anders behandeln als eine Depression...

LG
Meli
 
sterben, das sterben an sich, ist nicht leicht, im gegenteil!! ich hab 2 menschen in den tod begleitet, es war eine qual für beide, unabhängig von einander! der kampf, das leiden, die schmerzen, die pein.... ich glaube, du hast keine ahnung!!das sterben, um dann in ein anderes leben eintreten zu dürfen, zu können, ist furchtbar!! lg,frara
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe AwasteOfTime,

ich kenne das was du beschreibst... mir ging es viele Jahre so... aber heute lebe ich und das Leben ist nicht mehr schwer, sondern oft sehr leicht. Ich habe ins Leben zurück gefunden, in dem ich gelernt habe, die kleinen Dinge im Alltag lieben und schätzen zu lernen...

Es gibt immer einen Weg, man darf nur die Hoffnung nicht aufgeben :blume: Alles Liebe für dich!

Sonnenkind
 
Entschuldige bitte, wenn ich ansonsten nichts zum Thema sage, aber die Überschrift ist wirklich unmöglich!
Sage jemandem, der unheilbar krank ist, dass sterben leicht ist.... das ist ein Schlag ins Gesicht! Der würde sich wünschen, nur Depressionen zu haben.
 
Ich muß meinen Vorschreibern Recht geben, das Sterben ist wirklich nicht leicht. Auch ich habe schon einen sehr guten Freund in den Tod begleitet. Es war grausam mit anzusehen, grausam mitzuerleben. Wie grausam war es dann für meinen Freund?? Ich bin froh für ihn das er letztendlich sterben durfte, dass seine Qual ein Ende hatte.

Sicher ist das Leben manchmal oder auch oft schwer. Aber irgendwie gibt es immer einen Weg.
Ich kann da mitreden glaube mir.
 
Also ok... hilft Dir ja auch nicht weiter, nur die Überschrift zu kritisieren (aber die musste ich erst mal sacken lassen)... ;-)

Ich habe festgestellt (zuerst bei mir und später auch bei anderen), dass es gar nicht förderlich ist, einem Depressiven das "Köpfle zu streicheln". Damit unterstützt man eigentlich nur das Selbstmitleid und macht es nur noch schlimmer.
Aus meiner Depression wurde ich quasi heraus gerissen, von meiner damaligen Chefin. Ich hatte 2 Wochen lang einen Krankenschein, wegen dieser Depression. Mir gings richtig doll schlecht!
Als die 2 Wochen zu Ende gingen, ging es mir kein Stück besser, und ich bekam langsam Panik... Ich dachte, "so kann ich nicht arbeiten gehen. Ich kann doch den Kunden keinen vor heulen!" (Einzelhandels-Lehre). Hab wirklich fast den ganzen Tag nur geheult.

Dann rief meine Chefin an und sagte mir, dass ich 1 Woche von meinem Urlaub, den ich 3 Wochen später haben sollte, anderswann nehmen müsse, da sie sonst nicht wüssten, wie sie zurecht kommen sollten.
Nach dem Telefonat war ich total fertig! "Wie soll ich das denn machen? Das kann ich nicht!" ... Ich hatte mich bis dahin an den Gedanken geklammert, dass ich nach den 3 Wochen ja Urlaub- und somit meine Ruhe habe. Das war so eine Art "Rettungsboje": bis dahin muss ich es schaffen, und dann kann ich erst mal wieder aufatmen.
Diese Rettungsboje war nun auch noch weg.

Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, "der Zug fährt ohne mich weiter, aber alle anderen sitzen drin" ...

Panik... Heulerei.... und irgendwie wusste ich nicht mal so recht, warum. Mir gings einfach nur total schlecht!
Dann passierte das beste, was mir in der Situation passieren konnte: die 2 Wochen Krankenschein waren vorbei, ich MUSSTE mich wieder aufrappeln. Kein Köpflestreicheln und Heulen mehr. Ich musste mich dem Leben wieder stellen.

Natürlich lief von da an nicht alles toll, und es schien auch nicht ständig die Sonne. Im Gegenteil: wenige Jahre später gings erst so richtig Berg ab. Da hätte ich Grund gehabt, zu heulen. Aber stattdessen habe ich kämpfen müssen, um nicht unter zu gehen, da ich ab dann ein paar Jahre lang echte, massive Probleme hatte.

Ich für mich habe feststellen müssen, dass es mir überhaupt nicht geholfen hat, mich mit Problemen und schlimmen Erfahrungen aus der Vergangenheit zu beschäftigen. Je mehr ich mich damit beschäftigt habe, je schlechter ging es mir.
Wirklich geholfen haben mir einfache Dinge:
- Beschäftigung. Sich selber Aufgaben/Pflichten zulegen.
- sich die vielen kleinen, schönen Dinge bewusst zu machen, und nicht immer nur an den negativen Sachen aufhalten.
- raus, an die Luft, egal ob alleine oder mit Leuten. Mittlerweile habe ich einen Hund mit dem ich 3-4x/Tag raus MUSS.

Mehr war dazu eigentlich gar nicht nötig. Aber ich MUSSTE mich selber "bewegen". Andere können da nicht helfen.

Genau die gleichen "Symptome" sind mir auch bei anderen Depressiven aufgefallen. Eine ältere Dame, nur als Beispiel.... Sie bekommt div. Medikamente, nur wegen der Depressionen. Davon hilft nichts. Aber sobald man mit ihr etwas unternimmt oder sie sonst irgendwie abgelenkt ist, gehts ihr richtig gut! Das müssen keine spaßigen Sachen sein! Hausputz, Gartenarbeit, o.ä. ...

Na, jedenfalls "fährt der Zug nicht ohne jemanden weiter", SOLANGE ER/SIE DAS NICHT WILL. Übrigens: notfalls, wenn man ihn wirklich verpasst hat, kommt er auch wieder vorbei...

Wenn mich jemand fragen würde, "bist Du glücklich?" ... nun ja... wieso bin ich wohl im HR gelandet. Bestimmt nicht, weil alles toll ist, mit Happy End.
Wirklich glücklich bin ich nicht unbedingt, vor allem deswegen, weil ich einige körperl. "Gebrechen" habe, die zum einen Teil das Leben etwas schwer machen, und zum anderen Teil das Leben ziemlich verkürzen (nein, kein HIV, o.ä. ... sondern orthopädische und organische Defekte).
ABER: ich bin nicht mehr depressiv. Klar, ich habe einige Probleme, die mich auch sehr belasten, aber mir könnte es auch noch viel schlechter gehen.
Heute sehe ich die vielen kleinen, schönen Dinge des Alltags. Ich kann wieder lachen und mich wieder freuen! Ich lache sogar ziemlich oft, denn es gibt viele Gründe zu lachen! Jeden Tag.
Man muss sich einfach nur nicht so sehr auf die Probleme konzentrieren.
Klingt einfach, ich weiß. Letztendlich ist es das auch. Zunächst ist es aber eine groooße Überwindung, für die man vor allem Wille braucht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Entschuldige bitte, wenn ich ansonsten nichts zum Thema sage, aber die Überschrift ist wirklich unmöglich!
Sage jemandem, der unheilbar krank ist, dass sterben leicht ist.... das ist ein Schlag ins Gesicht! Der würde sich wünschen, nur Depressionen zu haben.

sie hat es ja auch nicht verallgemeinert gemeint, sondern ihr geht es so 😉!
 
@Sonnenkind, das ist mir schon klar, dass sie das auf sich bezogen hat. Ich wollte ihr aber mal damit verdeutlichen, dass man mit so einer Aussage nicht leichtfertig umgehen sollte. Ich garantiere, dass sie sich ans Leben klammern würde, wenn man ihr die Diagnose "unheilbar krank" mitteilen würde. Dann würde ihr mit Sicherheit klar werden, dass ihre jetzigen Probleme, von denen sie ja nicht mal weiß, welche es überhaupt sind, ein Witz gegen ihr jetziges Problem (nahender Tod) sind. DANN fallen einem auch die vielen schönen Sachen ein, die man dann verpasst.
Mit solch einer Aussage (Überschrift) sollte man sehr vorsichtig sein.

Ganz klar, viele von euch werden jetzt kurzfristige schlüsse ziehen und mir schreiben, wenn ich das hier so poste, das ich eine therapie brauche und das ich depressionen habe.

In der tat, ich brauche hilfe. Aber ich weiß nicht wie. Ich war schon in einigen therapien, oft war die diagnose depressive phasen.

Ich weiß nicht was es ist .... manchmal wünsch ich mir einfach nur weg zu sein.

Nee, ist nicht ganz klar. Ich bin auch nicht der Meinung, dass Du unbedingt (therapeutische) Hilfe brauchst. Nimm Dir Sonnenkinds ersten Beitrag als Beispiel.
Klingt sicher etwas enttäuschend, aber wirklich helfen kannst Du Dir selbst am besten. Tue Dir mal was gutes, z.B. Aussehen aufpeppen (Friseur, Klamotten, o.ä., ... muss auch oft nicht viel kosten), suche Dir Beschäftigungen, die Spaß machen. Notfalls schaffe Dir ein Haustier an... Irgendwas, was Dir Freude macht. Sei viel beschäftigt. Nach z.B. einem Hausputz fühlt man sich auch richtig gut! Dann gibts noch ehrenamtliche Aufgaben (bei "Tafeln", Tierheimen, o.ä. helfen)... Gibt unzählige Möglichkeiten, sich gut zu fühlen! Nur muss man sich aufraffen. Wer soll Dir da sonst helfen? Vor allen: wie/womit?
Erstelle Dir am besten eine Liste mit realisierbaren Dingen, die Dir ein gutes Gefühl geben könnten. Und dann gehe diese Dinge an...
 
Hallo,
als ich das so gelesen habe dachte ich sofort:"ja muss mann eigentlich immer gut drauf sein"?
Braucht man sonst ne Therapie?
warum kann mann nicht einfach mal weinen wenn einem danach ist. Muss man da erst auf ner Beerdigung sein. Muss man immer einen Grund haben?
Die Welt wäre viel schöner, wenn wir alle unsere Gefühle zeigen würden und nicht immer diese Happy-alles super-Gesicht hätten.
Vielleicht ist das nicht dein Thema, aber das viel mir dazu direkt in den Sinn. Ich meine nur, dass es auch viel leichter wäre mit anderen umzugehen, wenn man sich nicht ständig rechtfertigen müsste über dieses oder jenes.Manchmal hat man eben keinen Grund gute Laune zu haben.Das muss doch mal hingenommen werden können. Wenn nicht ständig erwartet werden würde, dass man sich erklärt und eine Lösung sucht, dann würde die schlechte Laune und die blöden Gefühle sicher viel schneller verschwinden . man traut sich aber kaum auf die Straße ohne das typische "ich bin ja so zufrieden und habe alles im Griff-Gesicht.Wie soll es einem da besser werden, oder?
 

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