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Stelle im öffentlichen Dienst in der IT annehmen oder das Berufsfeld aufgeben?

Varus

Mitglied
Hallo zusammen,

ich habe mich hier neu registriert und suche nach Rat.

Zu mir, ich bin 42 frau und familienlos. Arbeite seit 15 Jahren in der IT mit gemischten Projekten in Kundenprojekten.

Aktuell im vierten Monat bei einer Firma in der Probezeit, das alles gefällt mir nicht.
Null Einarbeitung.

Seit zwei Jahren kriege ich keinen pack an mehr in meiner Branche, sprich ich schaffe die Projekte nicht mehr.
Ich gerate von einer Baustelle in die andere. Wir arbeiten NUR noch 100% im Home-Office.


Ich kriege die Herausforderungen:
- Druck
- Mangelnde Kommunikation
- Schlechtes betriebsklima

Nicht mehr in den Griff.

Ich habe jetzt die Möglichkeit eine Stelle im öffentlichen Dienst zu bekommen mit klar definierten Aufgabenfeld.
Weniger Bezahlung aber die Konditionen passen.

Ich stelle mir gerade nur eine Frage:

"Liegt es an mir? Passt die Branche nach den Jahren nicht mehr zu mir? Habe ich mich zu stark geändert?"


Was meint Ihr, ohne mich jetzt genau zu kennen?
 
Danke Ihr beiden.

Ich habe noch nie intern gearbeitet und habe jetzt ein tolles Angebot für November bekommen.

Meine Befürchtung ist nur das ich durch die vielen Jahre in der externen Kundenberatung ggfs. intern miene Schwierigkeiten haben werde in das Unterehmen mich einzuleben.

Die Misserfolge der letzten 2 Jahre kratzen an meinem Selbstvertrauen.

Dafür habe ich aber das Bewerbungsgespräch "gerockt" und einen Assement-Test sehr gut bestanden.

Ich hoffe ich pack das.
 
Das schaffst du schon, dort wird auch nur mit Wasser gekocht. Vielleicht kannst du denen noch was beibringen durch deine vielen Jahre Erfahrung ;-)
Ich hätte dir auch zu der Stelle geraten, wenn die Eckdaten stimmen, Entfernung, Bezahlung etc.
 
Wenn du nicht gerade ultimatives Pech hast (cholerische oder unfähige Leitung, mieses Team) würde ich in deiner Situation auch eine Stelle im öD als sinnvoll erachten. Meistens sind die Anforderungen nicht allzu hoch, und je nach dem kann man sich innerhalb der Institution auch sehr gut noch einmal umorientieren und Zeitdruck gibt es nur sehr selten, meiner Erfahrung nach.
 
@TE,

Was wäre den konkret dein neuer Aufgabenbereich im ÖD? Was war es denn zuvor in der freien Wirtschaft? Ich tippe ja hier auf top bezahlen, aber super stressigen Job als Consultant im IT-Bereich, da bsp. ewig unterwegs bei Kunden...Keine Zeit, das viele erwirtschafteze Geld auszugeben.😆
Stellt sich ja dann auch die Frage, ob es einem selbst gut tut, nun in ruhigerem Fahrwasser zu schiffen und ggf. mit unter auch an langweiligen Projekten im ÖD, dann wohl "unkündbar" seine Arbeitszeit "absitzten"will. Aber mit ü 40 kann man diese Frage durchaus für sich als positiv beantworten denk ich.
Ich weiß es nicht. Ich bin ewiger SW-Tester in einem Konzern, wo ein Projekt dadurch definiert ist, ein neues Release der Software, die wir entwickeln und vertreiben zu testen und an den Markt zu bringen. Ewig das Gleiche, ewig die Abhängigkeit von ein und denselben Organisatoren und Gesetzgebern ausgeliefert usw. Aber ich wechsel mit meinen 40 Lenzen wohl nicht mehr. Das flexible Arbeiten im HO (muss nur meine 40 std/Woche zusammenkriegen) reißt es raus, die Bezahlung stimmt halbwegs, usw. Wichtig, wenn man kleine Kinder und ein Haus abzubezahlen hat.
 
Ich habe ebenfalls viele Jahre als IT'ler bei einem Dienstleister "am Kunden" gearbeitet. Mit all dem Sch***, der dazu gehört und den man erst so richtig negativ sieht, wenn man mal eine andere Persepktive kennen lernt. Ich bin dann vor 10 Jahren in ein mittelständisches Unternehmen in die interne IT gewechselt und das hatte ein dermaßenes Plus an Lebens- und Arbeitsqualität mit sich gebracht, dass ich das jedem IT'ler nur empfehlen kann (und das, obwohl das Unternehmen alles Andere als ein Top-Arbeitgeber ist).
Leider habe ich es nie in den ÖD geschafft, habe aber zufällig viele Freunde/Bekannte dort. Angestellt und verbeamtet. Und es hat im Grunde nur Vorteile - Arbeitszeit, Arbeitsmodelle, Jobsicherheit usw. So richtig wirst Du es merken, wenn Du die 55 überschritten hast und in der freien Wirtschaft langsam zum Aussortiermaterial gehörst. Da wirst Du Dich nochmal doppelt über die Jobsicherheit im ÖD freuen.

Ich kann Dir nur dazu raten, zu wechseln.
 
Wenn Du eine mangelnde Einarbeitung beklagst und jetzt ziemliche Probleme mit dem Bewältigen Deiner Aufgaben hast, dann tust Du Dich damit auch nicht leichter, wenn Du den Druck noch erhöhst. IT-Projekte werden in den letzten Jahren in immer kleinere und kürzere Teilschritte aufgeteilt und dadurch wächst die Chance, dass Du raus fliegst, wenn etwas nicht funktioniert. Ich würde mir das mit dem öffentlichen Dienst auch überlegen, denn die nächsten 20 Jahre werden wohl kaum einfacher.
 

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