Hallo,
mit dem Tod habe ich mich angefreundet.
Wäre ich nie geboren worden, wäre ich ohne Leid geblieben und keiner Freude beraubt worden. Mir wäre nichts Schönes entgangen, denn erst mit meiner Geburt kam das Bedürfnis nach diesem Schönen auf.
Nicht geboren, nicht lebendig, tot, ist alles in Ordnung.
Davor habe ich keine Angst, ehrlich gesagt, ich würde mich darauf freuen.
Würde, weil es eine Hoffnung ist, weil dieses Szenario möglich ist, aber nicht feststeht.
Wir kennen nicht die erste Ursache allen Seins.
Von nichts kommt nichts.
Trotzdem gibt es die Welt.
Und vielleicht brächte eine Antwort, wie das also möglich wurde, trotzdem nichtmals die Erkenntnis, ob wir vor einer Reinkarnation sicher sind.
Ich rede hier nicht von religiösem oder esoterischem Kram, mir geht es um Physik.
Was, wenn irgendwelche Explosionen o. Ä. im Universum oder einem dieses einschließenden Etwas stattfinden, wodurch die Bestandteile unseres Körpers und damit Bewusstseins wieder zusammengesetzt werden, nachdem sie nach unserer Beerdigung zunächst u. a. von Würmern verzehrt wurden?
Möglicherweise ist das Universum bzw. das dieses einschließende/verursacht habende Etwas unendlich. Und wenn Unendlichkeit herrscht, dann auch unendliche Möglichkeiten, in denen das o. g. an für sich vielleicht extrem unwahrscheinliche Ereignis irgendwann zwangsläufig eintritt.
Wir würden dann nie endend unendlich viele verschiedene Leben durchlaufen, die sich auf Dauer gegenseitig in Gutheit u. Schlechtheit ausgleichen. Aber das ist für mich nicht zufriedenstellend. Auch wenn ich in Leben 13383 jeden Tag 10 Gänge im goldenen Palast esse, möchte ich nicht in Leben 47212 in einem KZ gefoltert werden.
Und dann gibt es noch eine dritte Möglichkeit neben Tod und unendlichen Daseinsvariationen: eine Wiederholung des immergleichen Lebens oder eines Teils davon oder eine Wiederholungskette von nicht unendlich verschiedenen, aber einigen verschiedenen Leben.
Was soll man dann machen, wenn das Leben schlecht verlaufen ist? Oder wenn sich die Lotterie einen schlechten Teil des Lebens herauspickt?
Mir ist klar, dass sich diese Gedanken kaum ein Mensch macht, schon ja nicht in der mich belastenden Intensität.
Ich würde mit dem größten Glück durchs Leben gehen, wenn ich wüsste, dass am Ende der Tod steht - auch das unterscheidet mich sicher von vielen - aber diese Gewissheit habe ich nicht und ich werde sie wohl nie finden.
Mir bleibt die Hoffnung auf den Tod, aber sie bringt mir nichts, solange ich gleichzeitig Angst vor den anderen Szenarien haben muss. Hoffnung ist keine Gewissheit. Aber vielleicht verlange ich auch zu viel, mit diesem Dilemma leben muss ich offenbar so oder so.
Trotzdem hiermit ein Hilferuf.
97er
mit dem Tod habe ich mich angefreundet.
Wäre ich nie geboren worden, wäre ich ohne Leid geblieben und keiner Freude beraubt worden. Mir wäre nichts Schönes entgangen, denn erst mit meiner Geburt kam das Bedürfnis nach diesem Schönen auf.
Nicht geboren, nicht lebendig, tot, ist alles in Ordnung.
Davor habe ich keine Angst, ehrlich gesagt, ich würde mich darauf freuen.
Würde, weil es eine Hoffnung ist, weil dieses Szenario möglich ist, aber nicht feststeht.
Wir kennen nicht die erste Ursache allen Seins.
Von nichts kommt nichts.
Trotzdem gibt es die Welt.
Und vielleicht brächte eine Antwort, wie das also möglich wurde, trotzdem nichtmals die Erkenntnis, ob wir vor einer Reinkarnation sicher sind.
Ich rede hier nicht von religiösem oder esoterischem Kram, mir geht es um Physik.
Was, wenn irgendwelche Explosionen o. Ä. im Universum oder einem dieses einschließenden Etwas stattfinden, wodurch die Bestandteile unseres Körpers und damit Bewusstseins wieder zusammengesetzt werden, nachdem sie nach unserer Beerdigung zunächst u. a. von Würmern verzehrt wurden?
Möglicherweise ist das Universum bzw. das dieses einschließende/verursacht habende Etwas unendlich. Und wenn Unendlichkeit herrscht, dann auch unendliche Möglichkeiten, in denen das o. g. an für sich vielleicht extrem unwahrscheinliche Ereignis irgendwann zwangsläufig eintritt.
Wir würden dann nie endend unendlich viele verschiedene Leben durchlaufen, die sich auf Dauer gegenseitig in Gutheit u. Schlechtheit ausgleichen. Aber das ist für mich nicht zufriedenstellend. Auch wenn ich in Leben 13383 jeden Tag 10 Gänge im goldenen Palast esse, möchte ich nicht in Leben 47212 in einem KZ gefoltert werden.
Und dann gibt es noch eine dritte Möglichkeit neben Tod und unendlichen Daseinsvariationen: eine Wiederholung des immergleichen Lebens oder eines Teils davon oder eine Wiederholungskette von nicht unendlich verschiedenen, aber einigen verschiedenen Leben.
Was soll man dann machen, wenn das Leben schlecht verlaufen ist? Oder wenn sich die Lotterie einen schlechten Teil des Lebens herauspickt?
Mir ist klar, dass sich diese Gedanken kaum ein Mensch macht, schon ja nicht in der mich belastenden Intensität.
Ich würde mit dem größten Glück durchs Leben gehen, wenn ich wüsste, dass am Ende der Tod steht - auch das unterscheidet mich sicher von vielen - aber diese Gewissheit habe ich nicht und ich werde sie wohl nie finden.
Mir bleibt die Hoffnung auf den Tod, aber sie bringt mir nichts, solange ich gleichzeitig Angst vor den anderen Szenarien haben muss. Hoffnung ist keine Gewissheit. Aber vielleicht verlange ich auch zu viel, mit diesem Dilemma leben muss ich offenbar so oder so.
Trotzdem hiermit ein Hilferuf.
97er