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Ständiges ausgegrenzt sein, Gefühl oder Fakt?

DerMoment

Neues Mitglied
Guten Tag liebe Gemeinde,
Entschuldigt mir den langen Text, wäre trotzdem nett ihn durchzulesen.
mein momentanes Problem, oder eines welches ich schon seit dem Kindergarten habe ist, dass ich früher oder später spontan diskriminiert und ausgegrenzt werde, bis hin zu Mobbing.
Ich habe einen IQ von mehr als 140, und falle durch mein etwas anderes Verhalten durchaus auf. Ich habe mich zwischen 2-3 Jahren mit dem menschlichen Gehirn beschäftigt, konnte lesen, sowie fließend vorlesen. Beschäftigte mich auch mit Astronomie, Anatomie, Psychologie, Technik, und Biologie, und tu' dies sogar heute noch mit voller Begeisterung bei einem Wissensdurst der nicht aufzuhalten ist, ich bin permanent darüber am nachdenken, was jetzt was soll, wo der Grund dafür liegt. Sogar kleinste physikalische Sachen oder Umstände bringen mich zum stundenlagen Überlegen und ausprobieren, woran das jetzt liegt.
Ich habe mich nie für Spielsachen interessiert, ich hatte normalerweise eher was mit Büchern oder Computern zu tun, Märchen oder Sachen für Kinder fand ich ständig langweilig, und war schnell unterfordert. All jene Umstände, sowie mehrere weitere Sachen bestimmen mein Leben, aber auch die Art und Weise wie mein Umfeld über mich urteilt.
Einerseits sind da diese Verhaltensmuster, die in meinem Fall ja nichts besonderes sein sollten, aber normtechnisch gesehen anscheinend schon, sowie, dass ich übergewichtig bin. Nicht sehr stark da ich 1,90m groß bin und 110Kg wiege, aber nicht weil ich zu viel esse oder sitze, es liegt an einem Gen, welches schon Generationen in der Familie väterlicherseits existiert, alle wurden früher oder später trotz Sport, gesunder Ernährung etc. übergewichtig, da plötzlich der Stoffwechsel langsam arbeitet.
Das sind zwei Auffälligkeiten an mir, wobei das erste welches meine Art und Weise wie ich bin und denke stark bestimmt. Nebenan bemerkt werde ich in ein paar Monaten 16, und bin männlich.

Jetzt zum eigentlichen Thema.
Es begann im Kindergarten, ich wollte nicht spielen, hab mir Bücher genommen und gelesen, war dem Wissensdurst komplett unterworfen. Die Erzieher wollten mich eher zur "Norm" lenken, anstatt sich individuell auf mich einzulassen, und sich mit mir zu beschäftigen. Die anderen Kinder grenzten mich aus, aber auch die Erzieher, da die mit mir komplett überfordert waren. Schalteten sogar das Jugendamt ein, da ein Verdacht auf Asperger/Autismus und ADHS vorlag. Meine Mutter ließ mich nicht testen aus dem Grund, dass sie Angst hat das ich eventuell mehr ausgegrenzt werde.
Jedenfalls, als ich 4 Jahre alt war, ließ sie mich testen, und Diagnose war Asperger/Autismus, und normaler IQ (War ein Test wo Märchen vorkamen, und irgendwelche Kindersachen. Aber mit meinem Hintergrund konnte ich damals jedoch nichts damit anfangen). Meine Mutter glaubte immer daran, dass ich definitiv hochbegabt bin. Da war erstmal länger Ruhe, ich war ich selbst, und Erzieher waren überfordert.

Mit 6 Jahren kam ich in die Grundschule, und bekam extrastoff. Da wurde auf mich eingegangen, sogar so sehr, dass ich mich nicht mehr langweilte, oder nur geringfügig. Leider sind wir nach einem Jahr umgezogen, und da fing mein "Lebenstheater" erst recht an. In der 2. Grundschule in der 2. Klasse war wieder jeder der Meinung, dass ich psychologische Hilfe bräuchte, da ich mich nicht normal verhalte, und ständig rumträume, zähle, rechne und philosophischen Fragen nachging. Ich kam mit den Schülern auch nicht klar, da ich mich nicht auf einer Wellenlänge mit denen bewegte. Während meine Mitschüler sich damals eher für Playmobil, Spielplätze oder Ähnliches interessierten, befasste ich mich mit vielen anderen Dingen. Damals war es überwiegend Astronomie.
Ich hatte auch ein vielfach höheres Hygieneverständnis. Wir hatten so eine Art Kakaoausgabe jeden Morgen in der Klasse. Als ich mit dem Abnehmen und dem Reinstellen der Flaschen dran war, weigerte ich mich immer die Strohhälme ohne Handschuhe da rauszuziehen, was natürlich ein Telefonat mit meiner Mutter zur Folge hatte wo es lautete, dass ich meine "Pflichten" verweigere. Beim Mittagessen wollte ich auch nie den Rosenkohl essen, und habe den übrig gelassen. Nur schwörten die Betreuer immer darauf, dass man alles aufisst. Was aber nie bedacht worden ist, ist, dass ich eine Unverträglichkeit gegenüber Rosenkohl habe, und mich meist danach übergeben musste, und danach mehrere Tage Durchfall hatte. Da fiel natürlich ich immer wieder durch meine etwas besondere Art auf, hatte keine Freunde, und die Lehrer meinten auch, sich nicht mit mir befassen zu müssen, sondern mich eher in die Norm zu pressen.
Beim "Grundschulabschluss" war mein Zeugnis von den normalen Noten her sehr gut, also alles auf 1-2. Religion zwar nicht so gut (5), da ich bis heute nicht an Gott glaube, und mich schon eher mit Darwin, und seiner Theorie beschäftigt hatte, und mir alles plausibler vorkam. Die Schule war/ist eine katholische Grundschule, und legten sehr viel Wert auf Religion.
Die Kopfnoten waren sehr schlecht, da ich mich häufig verweigerte Aufgaben die nicht in mein Verständnis passten, oder einfach unlogisch waren zu verweigern, sowie das ständige Gehirn abschalten, weil ich gnadenlos unterfordert war. Das Ergebnis von sehr guten Fachnoten addiert mit Inkompetenz von "Fachpersonal" war eine Hauptschulempfehlung.

Zwischen dem Wechsel von ner Grund auf eine Gesamtschule passierten einige Dinge, die mich bis heute schwerst beschäftigen, und mein Leben sowie die Art und Weise wie ich Menschen betrachte erheblich verändert hat.
Ich spreche hier von einem Trauma. Natürlich sage ich jetzt nicht genau, wie es verlief, aber die Sachen die passierten sind folgende: sexueller Missbrauch, Verleumdung, Diskriminierung, mehrfach versuchter Mord, schwere Körperverletzung in mehreren Fällen (wäre fast gestorben) usw.
Das Dumme an der Geschichte ist nur, dass die Täter damals noch unter 14 waren, und somit nicht strafmündig. Sie gaben bei der Polizei alles zu, aber nur, dass sie nicht bestraft worden sind, oder das die Eltern für Nachfolgebehandlungen im Krankenhaus und in der Psychiatrie und einem Internatsaufenthalt nicht aufkommen mussten. Seitdem betrachte ich mitunter die deutschen Gesetze bezüglich Straftaten von nicht stafmündigen Personen als sehr kritisch.
Nachdem die Krankenhausaufenthalte wegen der größtenteils kaputten Lunge und mehreren schwer verlaufenden Lungenentzündungen vorbei waren ging es auf eine Gesamtschule.
Da fing dann das Mobbing an, denn nach den ganzen Ereignissen war ich sehr still, und wurde introvertiert, und mein Selbstbewusstsein war natürlich auch am Boden zerstört. Das alles zusammen mit meiner sowieso existierenden besonderen Persönlichkeit wegen Hochbegabung führte zur Ausgrenzung und Diskriminierung, und Mobbing. Wurde als fett bezeichnet, geschlagen, getreten, und die Lehrer schauten kommentarlos zu.
Dann kams zum nächsten Ereignis. Da meine Klassenlehrerin natürlich wissen wollte weshalb ich im Krankenhaus war, erzählte ich ihr die gesamte Vorgeschichte, was sich im nächsten Teil als durchaus fatale Entscheidung erwies.
Den Eltern meiner Klassenkameraden ist beim Elterntag aufgefallen, dass ich mich auffällig still verhalte, und meinen Kameraden eher fern blieb. Als meine Mutter und ich weg waren, holte die Klassenlehrerin alle Eltern die noch da waren in dem Raum, und erzählte die Geschichte samt Einzelheiten den Eltern und den Klassenkameraden.
Am nächsten Tag wurde ich als Opfer beleidigt, die Geschichte erzählte sich überall herum, nun wussten die ganzen Städte um der Stadt davon, und in der Stadt wo ich wohne. Es war mir übelst peinlich, und hatte in dem Moment Selbstmordgedanken. Nun ja, ich war noch ein paar Tage in der Schule, und es endete im Sportunterricht. Wir mussten eine gewisse Rundenanzahl laufen, ohne zu gehen oder stehen zu bleiben. Da ich nunmal übergewichtig bin, war das schwer, und schaffte dies nicht. Also bei jedem stehenbleiben musste ich immer fünf Runden weiterlaufen. Bis ich mich irgendwann hinschmiss und mich verweigerte. Danach wurde ich aufgrund "Unbeschulbarkeit" von der Schule dauerhaft suspendiert.

Nun ging ich für 7 Monate auf eine Krankenhausschule für Behinderte, und schwer erziehbare Kinder. Die Zeit ging recht gut um. Ich musste da einen IQ-Test machen, und da sollte ich angeblich einen IQ von 87 gehabt haben.

Danach ging ich für ein Jahr auf ein Internat da es mir einfach zu viel wurde, nach all den Ergeignissen dort zu bleiben wo es schließlich passierte. Im Internat bin ich auch auf Mobbing und Ausgrenzung gestoßen. Die Lehrer handelten nicht individuell, und ich war schnell unterfordert. Auch da fühlte ich mich nicht wohl, und wurde als Belustigungsobjekt benutzt, da ich augenscheinlich zu einer "gesellschaftlichen Minder(/Besonder)heit" gehöre.

Während meinem Internatsaufenthalt wurden meine Halluzinationen extrem schwer, sah Leichen, grausame Dinge und hörte auch sowas. Ich ging freiwillig für ein paar Monate in die Psychiatrie, mitunter auch weil Selbstmordgedanken aufkamen weil ich in meinem Leben immer wieder auf die Schnauze fliege, und sehe wie andere mit fast nichts tun und nichts erleiden müssen einfach durchs Leben gleiten. Die Folgen meines posttraumatischen Traumas gingen nicht komplett weg, und leide bis heute an Halluzinationen, Verfolgungswahn und einer Art Schizophrenie.

Danach ging es in eine Hauptschule. Da gingen zwei meiner "Peiniger" auch hin, und erzählten Mitschülern meine Geschichte, und bis heute(!) noch existierende Videos über die Taten. Also kam es auch da zu Mobbing und Diskriminierung, und die ständige Erinnerung daran, was für einen Mist ich damals durchmachen musste. Zudem kam es noch dazu, dass ich von Lehrern gemobbt worden bin, und auch die Schulpsychologen der Meinung waren, dass alles meine Schuld ist, und das ich meine Lehrer besser behandeln soll, obwohl ich nur meinen Pflichten ala Hausaufgaben, Schulstoff, Unterricht nachging, und stets artig war. Nur da waren beispielsweise Aktionen wie mich Verleumden vor der ganzen Klasse, private Sachen weitergeben etc.
Nach ca. 2 Monaten auf dieser Schule kamen starke Magenkrämpfe, Durchfall und Kopfschmerzen dazu, teils auch Herzprobleme. Und nach einem Jahr Diagnose beim Arzt kam raus, dass alles tatsächlich psychosomatisch bedingt war. Mein Ziel war es auf eine Realschule zu gehen.

Daraufhin schrieb mich der Arzt für eine unabsehbare Zeit krank. Also war auch Freiraum für einen neuen IQ-Test, und einem Schulangsttest, und einem allgemeinen Test.
Der IQ-Test endete mit einem Ergebnis von mehr als 140 und Asperger/Autismus und ADHS fielen komplett aus meinem Profil.
Das Ergebis des Schulangsttests betrachtete die Psychologin als sehr kritisch.

Also letztes Jahr ging es mit den Ergebnissen davon auf die Bewerbungen für Realschulen woraufhin mich eine annahm, da gehe ich heute auch noch hin. Aber da habe ich momentan leider auch meine Zweifel. Da über mich gelästert wird, es mehrere Gruppen gibt die sich gegen mich stellen, und mich beleidigen und herumschubsen. Ich werde von Leuten wo ich von Beginn an nett war beleidigt oder sie lästern über mich, obwohl ich denen nichts angetan habe. Und da sind wir wieder am Anfang, es ist so ziemlich immer so, immer nach dem Muster. Ich tue keiner Fliege irgendwas zu Leide, oder tue sonst irgendwas schlimmes, und werde plötzlich von Menschen mit denen ich mich gut verstand gemobbt.

Ich weiß leider nicht wie ich aus diesem Teufelskreis raus soll. Immerhin leide ich bis heute an diesem Trauma, und werde es bestimmt mein Leben lang tun. Und das ich anders bin, erkennt man auch an meinen Verhaltensweisen die auch durch den höheren IQ entstehen. Und da muss ich euch fragen, wieso machen Menschen das? Wieso hintergehen die einen, und machen einen nieder obwohl jener Mensch denen nie was angetan hat? Wieso wird versucht, dass wenn jemand anders ist, einen in eine Norm zu pressen, anstatt zu versuchen sich mit dem abzufinden wie jener Mensch nunmal ist, und auch seine Persönlichkeit zu akzeptieren? Und wieso ist da so wenig Aufklärung bezüglich dieser Themen? Wieso wird man einfach in eine Schublade gesteckt, anstatt sich mehr mit dem Menschen zu beschäftigen?

Bezüglich allem anderen könnt ihr natürlich auch euren Senf dazugeben. Aber nach 1 3/4 Stunden Text schreiben bin ich erstmal fertig.
Ich hoffe auf gute Hilfestellungen.

Gruß,
DerMoment
 
Hallo.

Was Du durchgemacht hast ist ganz schön happig.
Und ein trauriges Bild das zeigt was Kindern in unserer Gesellschaft passieren kann.
Sei stolz auf Deine Begabung und Deine Talente.
Lass den Kopf nicht hängen wegen Menschen die Dich nicht verstehen.
Es ist ihr Problem wenn sie Dich nicht verstehen.
Nicht Deins.
Lass Dich nicht verunsichern weil andere oder die meisten besser klar kommen in der Gesellschaft als Du.
Manche gehen den geringsten Widerstand im Leben und benutzen den eigenen Kopf nicht.
Auch diese Leute werden irgendwann mal an irgendwas scheitern wo Du keine Probleme hättest.
Und Manche spielen auch einfach ein falsches Spiel und sind eigentlich auch nicht glücklich.

Ich habe auch einen hohen IQ.
Hat mir in jungen Jahren nicht viel gebracht. Je älter ich wurde desto leichter kann ich das nutzen. Lehrer sind damit oft überfordert und die meisten haben ja selber nur den durchschnittlichen IQ.
Sie denken begrenzt und benutzen den eigenen Kopf nicht. Theoretisches Wissen aus Büchern. Schwarzweißdenken.
Meine ganze Familie sind Pädagogen und glaub mir, sie glänzen im Job aber kommen im restlichen Leben nicht gut zurecht. Oder mit den eigenen Kindern nicht.
Nicht alle Pädagogen sind schlecht aber unter der Masse wird es für besondere Kindern nur wenige geben die nicht nur auf dem Papier qualifiziert sind.
Das Deine Lehrerin Deinen Mißbrauch erzählt hat zeigt wie dumm Menschen sein können.
Und wie wenig vorrausschauend und naiv.
Mann kann sich entsprechend an die Schulbehörde wenden. Dann muss sie sich äussern.
Sie wird sich allerdings rausreden.

Es wird Dir vielleicht besser gehen wenn Du Kontakt bekommst zu Menschen mit ebenfals hohem IQ.
Und gleichen Interessen. Dann fallen äusserlichkeiten und Probleme weg.
Such Dir Menschen die Dich mögen, so wie Du bist.
Die gibt es allerdings nicht an jeder Ecke.

Mein Mann hat mir früher mal gesagt:
Du bist nicht kompliziert, wenn man Dich versteht.

LG
 
es liegt an einem Gen, welches schon Generationen in der Familie väterlicherseits existiert, alle wurden früher oder später trotz Sport, gesunder Ernährung etc. übergewichtig, da plötzlich der Stoffwechsel langsam arbeitet.

welches Gen ist das denn, daß ALLE in der Generation der Familie übergewichtig darstellen läßt - früher oder später? Ich meine, daß dieses Gen nur phänotypisch zum Tragen kommt, wenn es homozygot ist, und deswegen beide Allele müßten dann gleich sein...oder verwechsel ich da etwas? Mich wundert, daß dies Gen nachgewiesen ist bei Euch in der Familie. Ist das üblich? Du bist zwar ein wenig übergewichtig, aber nicht adipös, so daß eine Indikation dafür vorliegen würde...oder waren Deine Vorfahren so extrem adipös? Wer hat das denn nachgewiesen und wann? Ist doch aufwendig so eine Methode und teuer, oder? Wird das von der Kasse bezahlt? In welcher Generation wurde das Gen nachgewiesen? Die PCR Methode gibt es seit Anfang der 80ziger Jahre. Dann mußte man ja irgendwie von dem Gen wissen, man braucht Restriktionsenzyme, Primer (?) die passen, um das Gen zu isolieren bzw. auch zu identifizieren und und und...Oder habe ich jetzt ein Denkfehler? Ein Brett vorm Kopf?

...bitte um Nachhilfeunterricht. Wie lange ist dieses Gen überhaupt bekannt? Doch nicht schon seit Generationen? Das kommt mir gerade alles recht komisch vor. Selbst wenn jmd Träger ist, so muß das Merkmal doch nicht bei JEDER Generation auftreten, oder? Mit klassischer Genetik kenne ich mich nicht mehr so gut aus....

w.
 
Fakt. Und lass dir nichts anderes einreden - das hat man mit mir auch lange genug versucht.

Nur wenn du die Wahrheit begreifst, kannst du etwas ändern. Du - denn die anderen, die dich ausgrenzen, werden es ganz sicher nicht tun....
 
@Lulum
Danke für deine Antwort 🙂
Ich kenne Menschen mit hohem IQ, die sind aber meist auf Gymnasien und haben kaum Zeit, sind allerdings Internetbekanntschaften die man mal hier und da kennengelernt hat.
Es wäre denke ich ein wesentlicher Vorteil, wenn man eine persönliche Bekanntschaft hat, die nicht am anderen Ende dieses Landes wohnt. Meine aktuellen Freunde (habe zwei) können mit den Themen wo ich mich grundsätzlich mit außeinandersetze nicht wirklich viel anfangen. Beispielsweise habe ich einen Ausbildungsplatz für Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung bekommen. Wo ich am August mit anfange. Da habe ich immerhin ein Umfeld welches sich auch mit einem meiner Interessen, dem Programmieren, auskennt, und auch mit dem was ich darüber sage was anfangen kann. Also noch mal zu meinen aktuellen Freunden. Die sind eher "normal", die Tage oder Stunden die wir mal zusammen verbringen sind grundsätzlich am PC für Spiele reserviert. Dies unterfordert mich manchmal sehr, weil ich Stoff zum Lernen und zum Denken brauch, aber sie verstehen es, und spielen mal ne Runde allein, damit ich meinem Drang nachgehen kann, und mal was entwickle oder nachlese. Ich hatte viel mehr Freunde, die gerieten aber leider immer auf die schiefe Bahn, fingen an Drogen zu nehmen und wurden zu totalen Megamachos die nix anderes als Partys oder Mädels im Kopf hatten, und dementsprechend die Schule vernachlässigten.
Zudem leben wir hier in einem totalen Kaff, und der größte Teil der Jugendlichen hier, hat nichts anderes im Kopf als Party etc. Leider bemerke ich dies auch in anderen Ortschaften oder Städten, und es wirkt gnadenlos schwer, jemanden meiner Sorte zu finden. Andere die ausgegrenzt werden beispielsweise kümmern sich nicht um sich selbst, oder legen es in meinen Augen wirklich hart darauf an, aber selbst die beneide ich im Prinzip einfach nur, weil die Leute um sich haben, die sie verstehen, die ihnen helfen, und die für sie da sind, während ich einfach nur alleine auf dem Schulhof herumlaufe, oder stehe. Mir mag es zwar Wissens und Denktechnisch durch den hohen IQ besser gehen in einer Art und Weise, wo ich weiß, dass ich das in meinem zukünftigen Beruf super einsetzen kann, aber andererseits kommt es ständig dazu, dass niemand mit einem was zu tun haben will, und mal ständig als Freak abgestempelt wird. Selbst die "Streber" (wo ich mich eigentlich selbst als einen bezeichne) denken, dass ich verrückt währe. Aber ich brauch mitunter einen eigenen Spielraum zum Denken, wo mir niemand ständig reinquatscht.

@Monarose
Hatte ich mal, sogar mehrere, es wurde aber meist nie was, weil es irgendwie ständig dazu kam, dass man mich irgendwann nicht mehr verstanden hatte, die Art und Weise wie ich denke, und vorgehe, wie ich Sachen versuche zu verstehen, und bei wirklich fast jeder Sache den Sinn zu ermitteln versuche, oder den Grund, warum was so ist, wie es ist. Vorallemdingen sind es meist Therapeuthen für Jugendliche gewesen, die mit der Art und Weise wie ich rede, bald nicht mehr klar kamen, und mir immer wieder Asperger/Autismus aufdrücken wollten, obwohl es nachgewiesen ist, dass ich das nicht habe. Und genau bei diesem Punkt hat meine Mutter mich da abgemeldet. Aufarbeiten konnte ich das irgendwie nie wirklich, da die Sachen die passiert sind, zu heftig waren. Viele Therapeuthen konnten mir bei den Geschehnissen auch nicht mehr weiterhelfen, und waren mit dem was mir passiert ist sichtlich überfordert. Klar, das was ich durchmachen musste ist nicht einfach zu hören, aber man muss bedenken, dass ich bis heute darunter leide, sogar sehr. Jede Nacht Albträume und der ständige Verfolgungswahn zusammen mit akustischen Halluzinationen. Deshalb habe ich ja auch immer einen meiner Hunde bei mir, wenn ich alleine bin, damit ich mir sicher sein kann, dass jenes Geräusch dieser Halluzination nicht echt sein kann, weil er sonst anschlagen würde. Ohne diese Sicherheit würde ich daran zerbrechen und schließlich ohnmächtig werden. Medikamente haben bisher noch nicht geholfen, und machten das alles doch teils noch schlimmer.

@winnie
Ich will jetzt darauf nicht wirklich näher eingehen, weil es nicht das Thema ist, und auch nicht das, womit ich persönlich ein Problem habe, es geht mir in dem Thema nur darum, wie andere Menschen auf mich reagieren und vorallemdingen wieso sie so reagieren. Und nicht wieso ich ein defektes Gen habe welches besterweise dominant ist, und warum es über Generationen weitervererbt wird. Um genau zu sein, ist es das Gen welches dafür bekannt ist, das Risiko von Übergewicht zu beeinflussen. Dies hat jedoch nichts mit meiner Fragestellung, dem Thema oder meinen Problemen zu tun. Fakt ist, ich bin übergewichtig, dies stört mich nicht wirklich, nur die Art und Weise wie die Gesellschaft damit umgeht, und da wären wir wieder beim Thema.
 
ein winzig kleiner Satz hätte mir gereicht.

Ansonsten kann ich Dich gut verstehen. Es hat weder mit Übergewicht noch mit einem hohen oder niedrigen IQ zu tun, sondern einfach damit, daß gewisse Leute immer irgendwie was zu meckern haben.

Ich bin auch ausgegrenzt worden, weil ich anders war, weil mein Elternhaus anders war, weil ich geschlagen worden bin und weil wir mit 4 Personen in einer 2 Zimmer Wohnung von ca. 55 qm lebten, ich mit meiner Schwester im elterl. Schlafzimmer waren, kein eigenes Zimmer und ich war eben komisch.

Eine Lösung habe ich nicht. Ich weiß ned wie alt Du bist. Es wird - jedenfalls bei mir - besser mit dem Erwachsenenalter. Allerdings habe ich Therapie gemacht, die mir dazu verholfen hat, mich selbst zu akzeptieren und gelernt habe, daß gaaaaaaaaaaaaanz viele solche Gefühle der Ausgrenzung haben. Seitdem kann ich besser auf Menschen zugehen, weil ich mir sage: Ich will, daß Menschen auf mich zugehen, ansprechen und mich meinen also tue ich das auch und irgendwie ist das damit dann auch besser geworden, da ich mehr "Verbündete" gefunden habe.

Also bei Deinem heftigen Trauma ist es schwer im Forum zu helfen.

Was ich stark finde:

Deshalb habe ich ja auch immer einen meiner Hunde bei mir, wenn ich alleine bin, damit ich mir sicher sein kann, dass jenes Geräusch dieser Halluzination nicht echt sein kann, weil er sonst anschlagen würde. Ohne diese Sicherheit würde ich daran zerbrechen und schließlich ohnmächtig werden.

Du hast Dir einen "Realitätsüberprüfungsindikator" gesucht. Echt stark. Viell. findest Du ja noch mehr Tools, die Dir helfen. Aber die Stütze mit dem Hund finde ich wirklich klasse und Tiere sind einfach nur toll.

Bist Du eigentlich auf der Realschule wegen all der Traumata? Ich frage, weil Gym viell. besser wäre? Ich weiß es ned. Aber Du hast ja eine Ausbildung, mit der Du im August anfängst.

Wie alt bist Du eigentlich?

Warst Du schon mal stationär? Mir hats geholfen. Ansonsten ist es echt schwer...

w.
 
Nochmal Hallo

Ich glaube Du bist auf einem ganz guten Weg. Dir sind die Schwierigkeiten bewusst und kannst klar deferenzieren was es Dir schwer macht im Leben. Manche schaffen das nicht bis sie 80 oder älter sind 🙂
Ja, Dorf ist schwierig in Deinem Alter. Wie soll man seine Vielfältigkeit ausleben wo kein Grundgerüst vorhanden ist.
Ist Dein Ausbildungsplatz in einer grösseren Stadt?
Ich bin auch erst in einer mittleren Großstadt glücklich geworden. Das Angebot an Beschäftigungsmöglichkeiten ist mehr und die Menschen sind offener, flexibler, moderner und vielfältiger.

Zu Deinen traumatischen Erlebnissen:
Mir hat es geholfen mir jeden Tag ein wenig Zeit zu nehmen mich intensiv mit meinen negativen Gedanken zu beschäftigten.
Vielleicht eine Stunde am Tag oder zwei. Wenn ich wütend war habe auf ein Sofakissen geboxt bis ich dachte es reicht.
Wenn ich traurig war habe es zugelassen und hab geheult, geheult und nochmal geheult.
Es muss raus aus Deinem Körper. Mit der Zeit haben meine Gefühle sich verändert und es wurde immer Sinnloser wütend zu sein oder traurig.
Ich habe Abstand dazu gewonnen und kann meine Vergangenheit nun sachlich betrachten.
Es dauert allerdings. Was Dich über Jahre schwer belastet hat braucht oft auch so lange bis man es verarbeitet hat.

Wenn ich so traurig wurde auf Arbeit oder im normalen Alltag habe ich die Gedanken weggeschoben.
So nach dem Motto " die Gedanken habe ich erst um 17 Uhr eingeplant also verschwindet. "
Das braucht zuerst etwas Übung aber nach ein paar Tagen viel es mir leicht.
Vielleicht hilft es Dir ein bißchen.

Mit den Freunden ist es so das man nie einen Menschen finden kann mit dem man alles gemeinsam hat.
Zum Reden habe ich eine Freundin. Zum austauschen über wichtige Dinge eine andere.
Musik hören und abtanzen mache ich wieder mit jemand anderem usw.
So hab ich alles abgedeckt und kann spontan entscheiden was ich jetzt grade brauche und wer grade zu mir passt. So ist es
leichter auch mal Leeflauf auszuhalten 🙂

Auf dem Schulhof alleine ist Mist. Kannst Du Dir vielleicht ein gutes Buch mit zur Pause nehmen und die Zeit Sinnvoll nutzen?
Irgendwas was Dich nicht so spühren lässt das Du alleine bist?
Betrachte es als Theaterstück was auf dem Schulhof passiert. Du bist der Zuschauer und vor Dir spielt ein Stück was das Leben heutzutage
widerspiegelt 🙂 Das kann sehr amüsant sein wenn man das betrachtet und unbeteiligt ist.

Im Leben macht man manchmal schlechte Erfahrungen und gute.
Mal mehr von denen, dann mehr von denen. Du hast gleich ein paar schlechte verbuchen müssen. Das ist nicht leicht aber Verbuch die schlechten Erfahrungen als schlechte Erfahrungen. Nicht mehr und nicht weniger.
Irgendwann kommt wieder eine gute und das Gefühl der Freude koste aus und erinnere Dich immer wieder dran.
So sind die schlechten nicht ganz so schlimm.

Was mir noch sehr geholfen hat sind Berichte vin Menschen die den 2. Weltkrieg überlebt haben.
Besonders überlebende der KZ. Man kann viel über Überlebensstrategien lernen und es hat mir immer klar vor Augen gehalten das manche Menschen leiden aber der Wahnsinn ganz woanders liegt.
Man begreift das man eigentlich unbeteiligt ist. Weisst was ich meine?

LG
 
Wow, mit so vielen Leuten auf so einem kleinen Raum, könnte ich mir nicht wirklich vorstellen, als Einzelkind.
Ich bin 15. Auf Leute zugehen ist für mich leider sehr schwer, weil entweder bemerke ich da ich sehr empathisch bin, dass jener Mensch kein Interesse an mir hat. Oder ich werde von diesen Menschen wo ich drauf zugegangen bin, wo ich mich auch anfangs gut mit verstehe, früher oder später gemobbt. Gruppenzwang sei dank, diese Systematik verstehe ich übrigens auch nicht. Wieso leben viele Menschen nicht ihr leben als Individuum, sondern eher als eine Art Klon und Nachäffarmee? Klar, es ist irgendwo in der menschlichen Natur verankert, aber der Mensch sollte doch so weit entwickelt sein, dass er selbst klar denken und entscheiden kann; das tun die meisten anscheinend leider nicht.

Also bei Deinem heftigen Trauma ist es schwer im Forum zu helfen.
Nicht nur im Forum, die Psychologen bei denen ich war, und auch welche in der Psychiatrie konnten mir da leider auch nicht weiterhelfen, da es wenige Fälle mit einem solch hohen Straftatspektrum gibt. Meist endeten die Therapien in Stillschweigen, und Ahnungslosigkeit. Die meisten Therapeuten waren der Meinung, dass ich ein "hoffnungsloser Fall" wäre. Da mitunter auch die Folgen, die ich auch schon aufgelistet hatte, ein weites Spektrum haben, und auch, dass sich meine Persönlichkeit von einem kleinen sehr aktiven wissenshungrigen Racker zu einem introvertieren eher von außen hin emotionslosen und innerlich pessimistischem "Langweiler" entwickelt hat. Auch die Therapien konnten es leider nicht ändern oder verbessern.

Klar, ich hätte auch auf ein Gymnasium gehen können, aber der Aufholbedarf des Stoffes wäre für den kleinen Zeitraum zu groß gewesen wo ja in ein paar Monaten eh der Abschluss ansteht. Am Freitag ist das 1. Halbjahr vorbei, und dann geht's ins Finale. Ich hab mich letztendlich selbst für Realschule entschieden, aber auch weil alle meine "Peiniger" auf die Gymnasien der Region gehen, und ich mir das Wiedersehen echt ersparen will, obwohl ich wenn ich sie mal auf ner Straße sehe schon starke Aggressionen und eine riesige Mordlust verspüre, dann gehe ich immer unverzüglich weg.

Habe mich übrigens vor ein paar Tagen beim weißen Ring gemeldet, da diese ganzen Kosten, die ja bis heute hinreichen bald nicht mehr zu tragen sind. Es ist ja auch nicht mein Verschulden, dass ich damals in diese Misere geraten bin. Deshalb werde ich noch mal zusammen mit meinen Eltern zusammen versuchen ein neues gerechtes Verfahren einzuleiten, wo die Täter oder deren Eltern für die ganzen Kosten aufkommen müssen + Schmerzensgeld (natürlich macht Geld nicht glücklicher, ist aber notwendig um ordentlich in der modernen Welt klarzukommen, dieses Mittel haben sich die Täter meiner Meinung nach nicht verdient)
Nebenbei bemerkt steht meine Familie fast vor dem finanziellen Aus durch die ganzen Kosten.
Ich finde es einfach beschämend in einem "Rechtsstaat" es einfach zugelassen wird, dass die Täter aufgrund ihres Alters namens Ende 13 einfach davonkommen können, wo niemand zu Rechenschaft gezogen wird, und dass das Opfer und seine Familie selbst für alles aufkommen muss. Nebenbei haben die mein Leben vollkommen auf den Kopf gestellt, meinen sozialen Status ruiniert, und die Unbeschwerlichkeit sowie die Gelassenheit die ich früher hatte. Ich lebe nun in ständiger Furcht, und den Folgen des Traumas, welches ich wohl bis zu meinem Tod mit mir rumtragen werde.
 

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