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ständige Angst um meinen Sohn

Sonne50

Mitglied
Hallo an alle Mütter,

ich habe einen 20 jährigen Sohn, ein Einzelkind, den ich mehr oder weniger alleine großgezogen habe. Und seitdem ich zurückdenken kann, habe ich Angst um ihn. Als er Baby war, hatte ich Angst, er stirbt am plötzlichen Kindstod, als er dann etwas größer wurde, hatte ich Angst, man klaut ihn. Jetzt geht er natürlcih aus und ich liege wach bis er dann endlich nach Hause kommt. Manchmal schaffe ich es jetzt schon, mich abzulenken, schlafe ein, werde wach und schau, ob die Schuhe da stehen.....für ihn ist das natürlich ätzend. Wer hat schon gerne eine überfürsorgliche Mutter.Es ist aber nicht so, dass ich ihn eingeschränkt habe. Ich habe ihn trotzdem alles machen lassen, es ist ja MEINE Angst. ich war schon jahrelang selbst wegen anderer Dinge in therapeutischer Behandlung, habe es meinem Therapeuten erzählt. Er meinte, ich würde zu viel Kraft in diese negative Phantasien stecken, ich sollte mir immer wieder sagen: es wird schon gut gehen und mir die Wahrscheinlichkeiten ausrechnen, was von diesen Phantasien wie wahrscheinlich eintreffen kann.....
Hört sich so leicht an, ich versuche es ja auch, aber trotzdem werde ich nicht gelassener.
Manchmal denke ich, es wird vielleicht besser, wenn er nach der Ausbildung auszieht. Dann weiß ich ja nicht, dass er weg ist. Und ich werde nicht zu den Müttern gehören, die dauernd anrufen, das weiß ich. Ich will ihn ja nicht vergraulen......
Wem geht es denn hier ein wenig ähnlich.........oder wie habt ihr euch dran gewöhnt, losgelassen...................
 
Hallo Sonne,

ich kann Dir gut nachempfinden...

Mein Sohn ist zwar erst 11, aber auch langersehntes, spätbekommenes Einzelkind, dass ich auch lange Zeit allein groß gezogen habe. Ich kann meine Sorge um den Jungen noch immer gut darin begründen, dass er das "Aspergersyndrom" hat. Zur kurzen Erklärung: Das ist eine Form des "Autismus", und so ist er was soziale Bindungen (Schulfreundschaften, Umgang mit Lehrern etc. ) manchmal nicht altersgerecht fähig, aber in anderen Dingen ein Fachgenie.


Und so wurde ich auch immer gerne mal von der Schule angerufen, wenn etwas nicht stimmte... Manchmal finde ich es schwer, ihn auf den Schulweg zu schicken.

Meinem Exmann, der einen guten Kontakt zum Kind hat, kann ich damit gar kommen. Dem fehlt einfach die Nähe, und die Verständnisebene.

Gefunden habe ich diese Ebene aber in meinem neuen Partner und mittlerweile Ehemann. Er hat selbst 3 Kinder, ein ganz großes Herz und einen gesunden Menschenverstand, der mich gerne immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt.

Ich bin Pädagogin und rate so oft den Eltern, ihre Kinder loszulassen...

Ich weiß, wie schwer das sein kann, wenn man eben so gestrickt ist.... Aber ich weiß auch, wie sehr ich die Freiheiten genossen habe, die meine supertollen Eltern mir geboten haben.
Und deshalb, lasse ich mir auch meinem Kind gegenüber (was es ja nur verunsichern würde) nichts anmerken.

Was umtreibt Dich noch sonst so in Deinem Leben? Hast Du eine Arbeit oder Hobbies, die Dir Spaß machen? Was machst Du, wenn Du Dich nicht um Deinen Sohn kümmerst? Wird Dein Leben leer, wenn Du ihn nicht mehr bei Dir hättest?

TU WAS! Mach Dinge, die Dich befriedigen, die Dir Spaß machen!
Mein Leben, war vor meinem Sohn ein anderes gutes Leben, und es ist es auch mit ihm!...Auch wenn sich Dinge ein wenig verlagert haben.

Jetzt ist mein Sohn gerade mit seinem Vater drei Wochen im Urlaub in Südfrankreich. Meine Angst ist gering, weil ich meinem Exmann vertraue. Und meinem Sohn eben auch.

Ganz schlimm war der letzte Freitag für mich.... Vielleicht hast Du es ja in den Medien mitbekommen....: Da ist ein supercoler 22jähriger mit seinem aufgemotzen Wagen in die Strassenbahnhaltestelle gerauscht, wo gerade mein Sohn nach der Zeugnisausgabe wartete... Zum Glück auf der anderen Seite....

Ja, ich weiß, liebe Sonne,
und es ist nicht leicht...

Aber unsere Kinder können wir nicht immer behüten, und unsere Ängste müssen wir kompensieren.

Liebe Grüße,
Heike🙂
 
Hallo Heike,
vielen Dank für deine lieben Worte. Mit dem Kopf verstehe ich auch alles und bitte denke auch nicht, dass ich meinen Sohn eingeschränkt habe oder dergleichen. Ich habe zumindest versucht, meine Angst zurückzuhalten. An dem Tag als er den Führerschein machte, bekam er meinen Ersatzschlüssel mit den Worten "Übung macht den Meister, wir müssen uns nur einigen, wer den Wagen wann braucht"...ich hab mich nicht daneben gesetzt. Sollte nur ein Beispiel sein.Mein Leben ist auch ausgefüllt durch Beruf, Freunde und auch einen liebevollen Lebensgefährten, der,wenn ich ihm sage ( persönlich oder am Telefon, da wir nicht zusammen wohnen), dass ich wieder so eine Angst habe, sehr hilft und mit mir spricht. Ich komme mir ja selbst übertrieben und schrecklich vor und denke immer, irgendwann muss es doch mal vorbei sein....Wenn ich dann höre, dass andee Mütter, wenn ihre Kinder auf der Rolle sind, einfach schlafen und morgens dann halt sehen,ob die Kinder da sind oder manchmal auch nicht, weil sie woanders, bei Freunden oder so spontan genächtigt haben.....also den Deal habe ich schon mit meinem, dass er mir dann eine SMS schreibt. Obwohl er es natürlich auch nicht toll findet.
Aber meine Angst muss irgendwie anders begründet sein. Mein Sohn hat mir noch nicht viele Anlässe dazu gegeben und ist auch nicht ernsthaft krank gewesen oder so.....
Ich kenne übrigens Asperger, da meine freundin eine Tochter hat , die auch Asperger hat. Allerdings ist diese schon 14 Jahre.
Danke noch mal. Ich muss vielleicht wirklich immer wieder die Sätze sagen: es wir schon gut.Kann ja doch nichts dran ändern.
 

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