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Ständig ist der Freund der Tochter zu Besuch

G

Gast

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Guten Tag alle.

Mich bewegt folgendes "Problem": Ich lebe in einer Partnerschaft, habe zwei Kinder - 18 und 16, Mädchen und Junge. Meine Tochter hat verg. ein Kind bekommen, auch das Kind lebt bei uns. Tochter und Baby teilen sich ein Zimmer. Wir wohnen recht beengt. Mein Partner hat im gleichen Haus eine eigene Wohnung, die Kinder und ich haben zusammen 70 m². Leider ist die Raumaufteilung etwas ungünstig: Sohn hat ein Zimmer, Tochter und Enkel haben ein Zimmer, ich habe ein (kleines) Zimmer, Küche, Bad und ein großer Flur, wo auch der Fernseher steht (auch wenn es den Kinder nie passte: ich wollte nicht, dass sie einen eigenen Apparat haben).

So, bevor meine Tochter sich im März diesen Jahres vom Vater ihres Kindes trennte, war der (seit der Geburt im Sept. 2011) jedes Wochenende von Freitagnachmittag bis Sonntagabend bei uns zu Besuch. Er wohnt knapp 20 km. weg von uns. Bevor die Kleine geboren wurde, besuchte er meine Tochter alle 14 Tage, und im Wechsel war sie alle 14 Tage am WE bei ihm. Das ging mir schon mächtig auf den Keks, weil ich mich oft fremd in meiner eigenen Wohnung fühlte. Alles war so selbstverständlich für meine Tochter und ihren Freund: Wenn sie Hunger hatten, wurde was gebrutzelt. Ich habe natürlich auch gekocht, aber z.B. überfiel die Beiden Abends der Heißhunger so um 22 Uhr, also wurden Eier in die Pfanne gehauen. Und irgendwie bewegten die Beiden sich in der Wohnung, als würde sie ihnen gehören.

So, im März diesen Jahres trennte meine Tochter sich vom Vater des Kindes. Ehrlich gesagt atmete ich insgeheim auf. Erhoffte ich mir doch auch mal ein Familienleben ohne jemand "Fremdes". Pustekuchen - meine Tochter hatte schnell einen neuen Freund. Der wohnt nur sechs km. von uns entfernt, er ist mobil und er ist jedes Wochenende Freitagabend-Sonntagabend bei uns. Er kommt jeden Nachmittag nach der Arbeit zu uns und bleibt bis ca. 21.15 Uhr. Ich habe schon einige Male gesagt, dass mir das zuviel wird. Aber das scheint weder das Töchterlein noch deren Freund zu interessieren.

Jetzt ist es so, dass mein Enkelkind schon 13 Mon. alt ist. Und sie und meine Tochter ja immer noch ein Zimmer teilen. Die Kleine wird im Schnitt einmal die Nacht wach. Ich habe jetzt überlegt, ob meine Tochter nicht zum Schlafen mein Zimmer nutzen könnte. Ich könnte mir vorstellen, dass das für Beide - Tochter und Kind - angenehmer ist. Aber mein Zimmer hat gerade mal eine Fläche von 8 m². Da steht ein kleiner Schrank, eine Kommode und Bücherregale nebst Einzelbett drin. Töchterchen sieht nicht ein, dass sie da reinziehen soll. Wäre zwar nur für die Nacht, aber sie findet das Bett unbequem und will ihre Schlafcouch (Doppelliege) da reinstellen. Das würde aber ein echtes Gewürge bedeuten, das Bett auseinader zu schrauben bzw. im Ganzen in das andere Zimmer zu tragen. Gestern hat sie mir dann zu Verstehen gegeben, dass sie das doof findet, weil ihr Freund dann ja nicht mit ihr zusammen im Bett schlafen könnte. Ich würde beim Zimmer abtreten, könnte dann bei meinem Partner schlafen. Aber genau das wollte ich nicht - ich wollte mein eigenes Zimmer behalten. Da stehen meine Bücher drin, da ziehe ich mich hin zurück zum Lesen, es ist halt mein eigenes Zimmer.

Ich weiß genau, wer gleich mit dem Auto auf unserem Hof parkt, wenn ich nach Hause komme. Und ich versuche dann immer, wenn der Freund da ist, zu vermeiden in der Wohnung oben zu sein. Ich halte mich bei meinem Partner auf oder am Wochenende hoffe ich auf gutes Wetter, um raus gehen zu können.

Ich weiß, dass das natürlich auch irgendwas mit mir und meiner Persönlichkeit zu tun hat. Und vielleicht sehe ich auch alles zu eng. Aber mir wird es einfach zu viel. Bedingt durch Schule, Ausbildung (Tochter) und meine Arbeit (Partner hat auch eine) haben wir eh schon wenig Zeit miteinander. Irgendwie kommen und gehen alle zu unterschiedlichen Zeiten. Und wenn dann Abends irgendwann oder am Wochenende doch mal alle zu Hause sind, ist der Besuch da. Das fühlt sich für mich so an, als würde plötzlich in einer WG jemand einen Mitbewohner anschleppen, ohne es mit den Anderen abzusprechen. Da wäre es ja auch so, dass alle mit dem Mitbewohner einverstanden sein müssten. Hier ist meint Tochter einverstanden, Sohnemann sieht es mal so und mal so und ich finde, was zuviel ist, ist zuviel.

Wie denkt Ihr darüber, wie würdet Ihr Euch verhalten?

Danke für Eure Antworten!!!
 
Guten Tag alle.

Mich bewegt folgendes "Problem": Ich lebe in einer Partnerschaft, habe zwei Kinder - 18 und 16, Mädchen und Junge. Meine Tochter hat verg. ein Kind bekommen, auch das Kind lebt bei uns. Tochter und Baby teilen sich ein Zimmer. Wir wohnen recht beengt. Mein Partner hat im gleichen Haus eine eigene Wohnung, die Kinder und ich haben zusammen 70 m². Leider ist die Raumaufteilung etwas ungünstig: Sohn hat ein Zimmer, Tochter und Enkel haben ein Zimmer, ich habe ein (kleines) Zimmer, Küche, Bad und ein großer Flur, wo auch der Fernseher steht (auch wenn es den Kinder nie passte: ich wollte nicht, dass sie einen eigenen Apparat haben).

So, bevor meine Tochter sich im März diesen Jahres vom Vater ihres Kindes trennte, war der (seit der Geburt im Sept. 2011) jedes Wochenende von Freitagnachmittag bis Sonntagabend bei uns zu Besuch. Er wohnt knapp 20 km. weg von uns. Bevor die Kleine geboren wurde, besuchte er meine Tochter alle 14 Tage, und im Wechsel war sie alle 14 Tage am WE bei ihm. Das ging mir schon mächtig auf den Keks, weil ich mich oft fremd in meiner eigenen Wohnung fühlte. Alles war so selbstverständlich für meine Tochter und ihren Freund: Wenn sie Hunger hatten, wurde was gebrutzelt. Ich habe natürlich auch gekocht, aber z.B. überfiel die Beiden Abends der Heißhunger so um 22 Uhr, also wurden Eier in die Pfanne gehauen. Und irgendwie bewegten die Beiden sich in der Wohnung, als würde sie ihnen gehören.

So, im März diesen Jahres trennte meine Tochter sich vom Vater des Kindes. Ehrlich gesagt atmete ich insgeheim auf. Erhoffte ich mir doch auch mal ein Familienleben ohne jemand "Fremdes". Pustekuchen - meine Tochter hatte schnell einen neuen Freund. Der wohnt nur sechs km. von uns entfernt, er ist mobil und er ist jedes Wochenende Freitagabend-Sonntagabend bei uns. Er kommt jeden Nachmittag nach der Arbeit zu uns und bleibt bis ca. 21.15 Uhr. Ich habe schon einige Male gesagt, dass mir das zuviel wird. Aber das scheint weder das Töchterlein noch deren Freund zu interessieren.

Jetzt ist es so, dass mein Enkelkind schon 13 Mon. alt ist. Und sie und meine Tochter ja immer noch ein Zimmer teilen. Die Kleine wird im Schnitt einmal die Nacht wach. Ich habe jetzt überlegt, ob meine Tochter nicht zum Schlafen mein Zimmer nutzen könnte. Ich könnte mir vorstellen, dass das für Beide - Tochter und Kind - angenehmer ist. Aber mein Zimmer hat gerade mal eine Fläche von 8 m². Da steht ein kleiner Schrank, eine Kommode und Bücherregale nebst Einzelbett drin. Töchterchen sieht nicht ein, dass sie da reinziehen soll. Wäre zwar nur für die Nacht, aber sie findet das Bett unbequem und will ihre Schlafcouch (Doppelliege) da reinstellen. Das würde aber ein echtes Gewürge bedeuten, das Bett auseinader zu schrauben bzw. im Ganzen in das andere Zimmer zu tragen. Gestern hat sie mir dann zu Verstehen gegeben, dass sie das doof findet, weil ihr Freund dann ja nicht mit ihr zusammen im Bett schlafen könnte. Ich würde beim Zimmer abtreten, könnte dann bei meinem Partner schlafen. Aber genau das wollte ich nicht - ich wollte mein eigenes Zimmer behalten. Da stehen meine Bücher drin, da ziehe ich mich hin zurück zum Lesen, es ist halt mein eigenes Zimmer.

Ich weiß genau, wer gleich mit dem Auto auf unserem Hof parkt, wenn ich nach Hause komme. Und ich versuche dann immer, wenn der Freund da ist, zu vermeiden in der Wohnung oben zu sein. Ich halte mich bei meinem Partner auf oder am Wochenende hoffe ich auf gutes Wetter, um raus gehen zu können.

Ich weiß, dass das natürlich auch irgendwas mit mir und meiner Persönlichkeit zu tun hat. Und vielleicht sehe ich auch alles zu eng. Aber mir wird es einfach zu viel. Bedingt durch Schule, Ausbildung (Tochter) und meine Arbeit (Partner hat auch eine) haben wir eh schon wenig Zeit miteinander. Irgendwie kommen und gehen alle zu unterschiedlichen Zeiten. Und wenn dann Abends irgendwann oder am Wochenende doch mal alle zu Hause sind, ist der Besuch da. Das fühlt sich für mich so an, als würde plötzlich in einer WG jemand einen Mitbewohner anschleppen, ohne es mit den Anderen abzusprechen. Da wäre es ja auch so, dass alle mit dem Mitbewohner einverstanden sein müssten. Hier ist meint Tochter einverstanden, Sohnemann sieht es mal so und mal so und ich finde, was zuviel ist, ist zuviel.

Wie denkt Ihr darüber, wie würdet Ihr Euch verhalten?

Danke für Eure Antworten!!!

Hallo Gästin,

um mir mal eine Frage zu genehmigen:

Gehört deinem Partner das Haus? Oder was ist der Grund, weshalb dein Partner eine ganze Wohnung für sich hat und du, deine Kinder und dein Enkelkind nur 70m² zusammen?

Auf Dauer kann es so sowieso nicht bleiben, das Enkelkind wird auch irgendann ein eigenes Zimmer/Bett brauchen.

Hat deine Tochter denn keine Ambitionen auszuziehen?

Für mich klingt es, als wärst du mit der Gesamtsituation unzufrieden und der Freund der Tochter wäre eher der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen zu bringen droht. Im Grunde ist er doch nicht das Problem, sondern die engen Verhältnisse, oder?


Gruß
M-m
 
Da hilft nur ein ausführliches Gespräch mit allen beteiligten. Du wohnst da, Du zahlst (vermutlich) die Miete, also hast Du erstmal das Sagen.
Ich kann Deine Tochter allerdings schon gut verstehen, dass sie oft mit ihrem Freund zusammen sein will. Und das mit dem abends noch was kochen, kenne ich auch. Ich war das damals von meinem Vater (der Schicht arbeitet) gewohnt, spät abends zu essen, mein Freund fand das auch nicht schlimm, wenn er am WE da war, nur seine Eltern haben oftmals was dagegen gehabt, wenn wir abends zu ihm Heim kamen und noch gekocht haben (wobei ich von 20 Uhr spreche, um 22 Uhr gabs auch nur noch was Kaltes). Konnte ich nie nachvollziehen, solange die Küche danach aussieht wie vorher, sehe ich da kein Problem, aber es ist hier Deine Sache.

Kannst Du nicht zu Deinem Partner ziehen? Ich finde die Situation etwas seltsam, dass Du Dich über zu wenig Platz beschwerst und quasi über Dir Deein Freund in einer Wohnung wohnt. Reicht die nicht für zwei Leute?

Ich denke Deine Tochter würde argumentieren, nur weil Du das Glück hast, dass Dein Freund über Dir wohnt und sie das nicht, wäre es unfair, ihr den Kontakt zu verbieten oder einzuschränken.

Andererseits: Kann sie nicht auch mal zu ihrem Freund? Zahlt er Dir einen kleinen Obulus, wenn er ständig bei Euch mitisst? Das wäre auf jeden Fall zu verlangen.

Und ich habe nicht ganz verstanden, ob Deine Tochter jetzt 18 ist oder Dein Sohn? Wenn sie 18 ist, käme eine eigene Wohnung für sie ja auch in Frage, dann wäre das Problem gelöst. Eure Wohnung ist auf Dauer ohnehin zu klein. Sie bekommt dafür finanzielle Unterstützung.

Grundsätzlich verstehe ich nicht, warum Du das nicht offen ansprichst. Du scheinst ein wenig zu weich zu sein bzw. selbst nicht so ganz zu wissen, was Du denn möchtest. Sage was Dich stört, z.B. knntet ihr auch Regeln vereinbaren wie:
- Kochen nur bis zu einer gewissen Uhrzeit
- Der Freund soll abends nicht allein in der Wohnung umhergehen, Du kannst ja auch signalisieren, dass Du z.B. jetzt ins Bad gehst oder den Schlafanzug anhast und Deine Tochter sollte dann dafür sorgen, dass er sich diskret verhält.
- Wenn es Dir zu viel ist, dann stelle die Regel auf, dass sie auch zu ihm gehen soll oder er eben nur am Wochenende da ist (oder eben so, wie Du Dich wohl fühlst damit)
- Beteiligung am Haushalt ist natürlich bei Nutzung aller Räume Voraussetzung, Du hast kein Hotel
- Er sollte auch mal den Einkauf übernehmen
- etc.

Liebe Grüße und sprich mit allen, das wird schon 🙂
 

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