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Soziale Phobie und trotzdem ein sozialer Beruf???

MySunshine

Mitglied
Hallo,

ich bräuchte mal eure Meinung.
Meint ihr, dass es möglich ist unter einer Sozialphobie zu leiden und trotzdem einen sozialen Beruf (in dem Fall Altenpflegerin) zu haben?
Geht sowas?
 
Kommt wohl drauf an, wie ausgeprägt deine soz. Phobie ist. Ansonsten sollte man generell in sozialen Berufen zumindest halbwegs psychisch stabil sein - sonst geht man schnell vor die Hunde.
 
Danke für deine Antwort 🙂

Also die Phobie ist schon recht ausgeprägt. Ich habe keine richtigen Freunde (nur Kollegen mit denen ich ab und zu rede) und bin auch so extrem schüchtern.
In meinem privaten Leben würde ich nie auf einen Menschen zugehen.

In meinem Beruf sieht es da schon ganz anders aus. Da habe ich absolut keine Probleme mit den Bewohnern zu reden, Angehörige zu beraten, ja selbst zu meinen Kollegen gehe ich problemlos, wenn ich Hilfe brauche.

Ich verstehe nur nicht, wieso es privat so anders ist 😕
 
Ich verstehe nur nicht, wieso es privat so anders ist 😕

Weil es leichter ist beruflich "sozial" zu sein, als privat. Privat hängen ja auch Emotionen etc dahinter - beruflich nicht so.

Ich bin im Beruf (arbeite auch in der Pflege) auch ganz anders als privat. 😉
 
Hallo Sunshine,

also es kommt darauf an- woher Deine soziale Phobie her rührt.

Vielleicht ja auch, aus schlechten Erfahrungen heraus.

In einem sozialen Beruf -
wenn man Menschen gerne hilft etc.-
macht man - denke ich mal- auch genügend positive Erfahrungen und der Tag kann einem mitunter auch erfüllen...

...es ist mehr die Frage, wie belastbar Du bist-
wenn Du auch negative Erfahrungen machst...

lg. Sissy
 
Also ich selbst war damals sehr sozialphobisch, war deswegen auch länger in Therapie. Mittlerweile habe ich mein Leben fast 180 Grad gewendet und arbeite auch selbst im sozialen Bereich.
Man darf nicht vergessen, letzendlich ist es nur eine Persönlichkeitsstörung, eine Angststörung, um genau zu sein. Da kann was für tun, damit die Ängste weniger werden und dann kann man auch in einem sozialen Berufsfeld arbeiten.
Ich z.B. bin zwar immer noch ein eher ruhiger Vertreter und nicht der beste Redner, aber das gehört nunnmal zu meiner Wesensart und deshalb ist das auch nicht weiter das Problem, es sei denn, man macht sich das zum Problem.
Letzendlich kommt es auch viel mehr darauf an, wie man mit den Menschen, mit denen man arbeitet, umgeht, und zwar auf seine ganz eigene Weise. Ich glaube, gerade wenn man solche sozialphobischen Gedanken mal hatte, weiß man umso besser, was es heißt, jemanden mit Respekt zu behandeln, egal wie er ist oder was für Schwächen jemand hat. Schließlich wünscht man sich das ja auch umgekehrt.

Gerade im sozialen Berufsfeld bin ich immer übrigens auf unglaublich viel Akzeptanz und Respekt gestoßen.

Also, nur Mut, arbeite an dir (falls es um dich geht) und dann ist das auch alles kein wirkliches Problem.

Beschde Grüße
Empathy 🙂
 
Also mir persönlich hat dieser Schritt sehr gut getan.

Bei mir wurde auch eine Sozial Phobie diagnostiziert...am Anfang noch wirklich sehr stark, traute mich nicht rauszugehen, Panikattacken etc. Dies wurde dann aber therapiert...leider muss ich sagen, dass ich bis heute nicht 100% davon befreit bin 🙁

Es kommt darauf an, wie schon gesagt, wie sich deine Soziale Phobie äussert und wie dein Wesen ohne diese Angstzustände etc. ist.

Ich persönlich habe die Grundeinstellung dem Menschen nichts böses tun zu wollen, wohlgleich mir viele schon böses antaten... Aber gerade aus der Erfahrung heraus weiß ich wie es sich anfühlt wie Dreck behandelt zu werden.

Mir macht es Spaß, grade mit älteren Patienten zu arbeiten. Sie haben meist so eine ehrliche Dankbarkeit auf ihren Lippen. Und ich komme mir auch nicht nutzlos vor in meinem Job.
Der Witz an der Sache ist, dass grade Patientenkommunikation und Empathie bei mir sehr, sehr oft gelobt wird...und das mit einer Sozial Phobie 😀 Weiss auch nicht wie ich das mache...

Liebe TE, ich empfehle dir ein Praktikum! Da wirst du ein Gespühr dafür bekommen ob du mit Menschen so "eng" zusammenarbeiten kannst oder nicht. Vielleicht macht es dir ja Spaß?
 
Hi Du,

bei mir war es wohl so ähnlich wie bei Wolfsong (bin mittlerweile berentet). Solange ich mit Menschen gearbeitet habe, die selber Hilfe benötigen (bei mir war das auch im Altenheim und mit psychisch Kranken und Suchtkranken), denen ich mich vielleicht nahe fühlte, bin ich aufgeblüht. Aber wenn ich in meinen ursprünglichen wirtschaftlichen Beruf war, ging gar nichts mehr, weil ich viel zu sehr Angst vor diesen knallharten, selbstbewußten Geschäftstypen hatte, die mir so gar nicht lagen.

Aber vielleicht habe ich einfach auch mehr Sinn im sozialen Feld gefunden und konnte auch besser eigene Erfahrungen einbringen.
Nur muss man auch ganz ehrlich sagen, dass gerade sozial arbeitende Menschen nicht immer sozial im Umgang mit ihren Kollegen sind. Es ist ja bekannt, dass dieser Bereich aufreibt und gerade dort Konflikte entstehen.

Und wenn Deine Problematik sehr krass ist, dann kann es natürlich auch sein, dass DU selber in Not kommst, weil Du auch mit eigenen Ängsten konfrontiert wirst.

Aber...versuchen würde ich es schon, außer Du strebst etwas mit Psychologiestudium oder Ähnlichem an, denn das geht bestimmt nach hinten los. Da musst Du gefestigt sein.
Ich glaube aber, es kann gut gehen und wünsche Dir Erfolg!
Liebe Grüße🙂!
 

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