Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

sollte man große Lücken im Lebenslauf wegen Krankheit umformulieren?

G

Gast

Gast
Hallo,

ich hab mal eine Frage zu dem wunderbaren Thema Lebenslauf. Ist das ja eine heikle Sache.
Da ich wegen etlicher Jahre Krankheit viele Löcher im Lebenslauf habe, also genauer gesagt ist es ein großer bunter Flickenteppich, frag ich mich nun wie ich das kaschieren bzw. formulieren könnte. Die einen sagen krank erwähnen, die anderen eine Reise. Hab kein Plan!
Krank klingt etwas unzuverlässig, Reise stimmt ja nicht. Einfach Lücken lassen ... und das ohne Berufserfahrung?
Bis jetzt klappte nix um in das Gelernte zurückzugehen.
Ich krieg einen halben Nervenzusammenbruch, wenn ich dieses Ding, diesen Lebenslauf sehe und weiß, das des so wichtig ist...

grüße euch.
 
Hallo Gast,
ja so ein Lebenslauf kann einen schon zur Verzweiflung treiben in dem Fall. Lügen würde ich nicht, Reise, stimmt ja nicht, wie Du schon sagtest.
Es gibt extra so Volkshochschulkurse oder Kurse die das Amt sponsert manchmal wo genau solche Fragen geklärt werden, vielleicht mal nachforschen obs sowas bei euch auch gibt?
Mir wurde mal gesagt man solle das ganze halt umschreiben, so in etwa: Familienzeit, familiäre Auszeit, Betreung Angehöriger, Zeit persönliche Weiterentwicklung, Umorientierung...
Je nach dem was so bei Dir passen könnte halt, hast Du mal die Oma im Altenheim besucht (Ehrenamt, oder eben Betreuung)...

Wäre sicher leichter wenn jemand der sich echt auskennt Dich mal beraten würde s.o.

Oder Du schreibst halt Initiativbewerbung oder machst nen Bewerbungsflyer, dort schreibst Du nur das wichtigste rein (passt eh nich so viel drauf) und schreibst dann dass Du großes Interesse an der Firma/dem Job hast und alles andere in nem persönlichen Gespräch klären würdest. Dort kannst Du ja dann zu den Auszeiten sagen dass Du eben Probleme hattest und die jetzt eben überwunden hast und gern in Firma xy arbeiten möchtest weil...

LG
 
Personaler sind auch nicht blöd und erkennen Umschreibungen.

Aus Reisen erwachsen Fremdsprachenkenntnisse, wenn man die nicht hat, sollte man höchstens nach Österreich oder so gereist sein. Dann sollte man begründen können, was man andauernd in Österreich gemacht hat und wie man das finanziert hat. Geht den Entscheider zwar nichts an, aber wenn er Lunte gerochen hat, fragt er.

Lügen haben einfach kurze Beine und ein Vorstellungsgespräch ist eine aufregende Sache. Wenn man da noch lügen muss, hat man echt Stress.

Lücken wegen häufiger Krankheit sind kein Indiz für Unzuverlässigkeit, eher für mangelnde Belastbarkeit. War das immer wegen derselben Krankheit oder jedes Mal was anderes?

Lücken an sich finde ich nicht so schlimm, eher häufig wechselnde und noch dazu kurze Arbeitsverhältnisse. Das sollte man gut erklären können, ergibt sich das nicht aus Branche und Arbeitsmarkt.

Insgesamt ist Ehrlichkeit besser.
 
Sehe ich genauso wie weidebirke.

Es ist ja auch die Frage, ob es eine physische oder psychische Krankheit war und inwieweit das "Problem" inzwischen behoben ist.

Wenn du das glaubwürdig machen kannst und ehrlich und engagiert auftrittst, musst du darüber eigentlich nicht viele Worte verlieren und ich würde das auch nicht so sehr betonen in der Bewerbung, sondern mehr auf meine Fähigkeiten etc. eingehen.
 
Ich würde das auch von der Art der Erkrankung abhängig machen. Wie schon gefragt wurde: War es eine lange, schlimme Krankheit mit Rückfall oder mehrere verschiedene? Waren sie körperlicher oder psychosomatischer Natur?

Wenn ich jetzt nur von mir ausgehe, würde ich wohl bei einer langanhaltenden, körperlichen Krankheit die Wahrheit sagen. Wäre es jetzt etwas psychosomatisches, wie Burnout, würde ich eventuell eine Reise bevorzugen, vorrangig in ein asiatisches Land mit sehr schwieriger Sprache (ich war z. B. ein Jahr in Japan und kann trotzdem nur ein paar Brocken auf Kindergartenniveau). Die Pflege Angehöriger ... ich weiß nicht ... für mich wäre das (abergläubischerweise) irgendwie mit einem zu negativen Karma belastet, weshalb ich das nicht könnte.

Überlege dir was halbwegs Plausibles mit dem du leben kannst und sprich es im Vorstellungsgespräch nicht von dir aus an. Falls gefragt wird, dann versuche dein Glück. Wenn die Sympathie da ist und du dich bis dahin gut verkauft hast, dann ist das vielleicht sowieso ein nebensächlicher Aspekt. Meine Seele würde ich durch ein zu großes Lügenkonstrukt allerdings nicht für einen Job verkaufen ...
 
... da muss ich vanDark irgendwie zustimmen!

Ich selber bin zwar nicht krank oder körperlich eingeschränkt, aber ich habe ein behindertes Kind! Ich habe über 4 Jahre rumgewuselt, immer mit offenen Karten gespielt, bis ich heute einen Arbeitgeber gefunden habe - der mich so genommen hat wie ich bin bzw. wie mein privates Umfeld es zulässt! Es nützt niemandem etwas, mit falschen Karten zu spielen... es kommt raus, irgendwann, irgendwie. Und für mich stand fest: die Dinge sind so wie sie sind. Falle ich heute arbeitstechnisch aus, WEIL mein Kind krank ist (durch einen Anfall, besondere Untersuchungen im KH o.ä.) dann ist das so - zur Not opfere ich meinen Urlaub dafür!

Einen Spagat zu machen ist nicht einfach... aber ich könnte nicht leben mit einer Lüge im Lebenslauf oder meinem Arbeitgeber gegenüber. Wer das kann und abgebrüht dafür ist, hat mich Sicherheit einen anfänglichen Vorteil - für mich wäre das nix.

Grüße
 
Es nützt niemandem etwas, mit falschen Karten zu spielen... es kommt raus, irgendwann, irgendwie.

natürlich hat es einen nutzen man bekommt den job leichter wenn eben keine lücken im lebenslauf sind. Und was soll denn rauskommen wenn man anstatt arbeitslos eine beschäftigung im ausland angibt? Prüft sowieso niemand nach, und falls doch wovon ich aber nicht ausgehe, kann man immer noch sagen dass es die firma mittlerweile nicht mehr gibt... also manchmal macht ihr euch nur unnötig den kopf verrückt. Wir leben hier und heute was interessiert es den arbeitgeber was du vor jahren gemacht hast? Glaubt ihr etwa ein Personaler nimmt sich die zeit und hinterfragt jede station in eurem lebenslauf? Man muss ja nicht gleich schreiben dass man manager einer bank in las vegas war... lol ... das würde ja auffallen aber doof wäre es wenn man in seinen lebenslauf alle lücken angeben würde.
 
Dem Fragesteller anzuraten er möge doch einfach betrügen ist schon ganz schön dreist, zumal die Folgen in solch einem Fall von der außerordentlichen Kündigung bis hin zu einer Klage reichen können.

Hallo,

ich hab mal eine Frage zu dem wunderbaren Thema Lebenslauf. Ist das ja eine heikle Sache.
Da ich wegen etlicher Jahre Krankheit viele Löcher im Lebenslauf habe, also genauer gesagt ist es ein großer bunter Flickenteppich, frag ich mich nun wie ich das kaschieren bzw. formulieren könnte. Die einen sagen krank erwähnen, die anderen eine Reise. Hab kein Plan!
Krank klingt etwas unzuverlässig, Reise stimmt ja nicht. Einfach Lücken lassen ... und das ohne Berufserfahrung?
Bis jetzt klappte nix um in das Gelernte zurückzugehen.
Ich krieg einen halben Nervenzusammenbruch, wenn ich dieses Ding, diesen Lebenslauf sehe und weiß, das des so wichtig ist...

grüße euch.

Hallo,

da du den Zeitraum bzw. die Zeiträume nicht wahrheitsgemäß mit einer anderen Angabe bezeichnen kannst, wirst du kaum darum herum kommen sie mit krank zu benennen. Je nach Art und Verlauf der Krankheit musst du entscheiden ob du auch weiter darauf eingehst. Am Ende sollte idealerweise von der vollständigen Rekonvaleszenz gesprochen werden.

Vielleicht möchtest du deinen CV-Entwurf ja einmal zur Beurteilung einstellen, entweder hier oder in einem auf solche Faragen spezialisierten Forum wie Arbeits-abc.
 
Hallo und Danke für dir vielen unterschiedlichen Antworten.

Es geht mir nicht darum zu lügen, weshalb ich die Frage auch gestellt hatte. Manchmal kann man die "Wahrheit" eben etwas anders verpacken, dass dieser fahle Beigeschmack nicht ist... War so eine Idee.
Wie der andere Gast auch meinte, man würde ja nicht repräsentative Jobs angeben (sich für solche grandiosen Jobs bewerben) oder mit sonstigen Erlebnissen prahlen. Weil - angenommen man war Imbiss-Aushilfe im Hinterland der Ukraine (?!?), wie "vorteilhaft" wäre das? Naja, aber ich würde es nicht angeben.
So in der Art wie bluemoonrising es meinte mit Formulierungen wie 'Zeit für persönliche Weiterentwicklung, Umorientierung' ect. das schwebt mir vor. Ich werde mich da mal informieren, was es so alles an „Seminaren“ gibt.
Danke Leute!
 
Aber ihr seid auch ehrliche Häute. So arg schummeln kann ich leider auch nicht. Ich wäre da gern cooler, Wahrheitspflicht hin oder her.
Es ist glaube ich etwas anderes Krankheiten, Psyche oder Körper, offenzulegen, wenn man schon eine Weile in dem Job ist, das Umfeld kennt usw. Oder wie bei 'ale' mit ihrem Kind.
aber so als Unbekannter das als sein Merkmal für den "Lauf des Lebens" anzugeben... weiß nicht. Aber ob verträumter Sinnsuchender besser wäre, ist auch fraglich.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 2) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben