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Soll ich mit meinem Lehrer weiter über meine Probleme reden?

Hey Leute 🙂
also ich habe ein paar Probleme (Schule, Familie, psychisch) und rede mit meinem Lehrer darüber. Er ist wirklich total nett, hilft mir und gibt mir Ratschläge so gut er kann. Ich bin ihn sehr dankbar deswegen, weil ich sonst niemanden zum Reden habe. Natürlich weiß ich, dass er nicht extra dafür ausgebildet wurde und es nicht selbstverständlich ist, dass er mit mir darüber redet.
Ich soll jetzt mit der Beratungslehrerin reden (habe ich vorher auch, aber nur über die Schule) und sie soll mir weiter helfen und Kontakte geben an die ich mich wenden kann.
Nur würde ich auch gerne weiter mit meinem Lehrer reden. Es beruhigt mich irgendwie jedesmal wenn wir geredet haben. Bei meinen Psychologen und anderen Leuten war ich sonst immer sehr aufgewühlt. (Wenn das jetzt so klingen sollte, ich bin nicht in ihn verliebt.)
Denkt ihr ich sollte weiter mit ihm reden?
Und sollte ich mal fragen, ob er es eigentlich in Ordnung findet wenn ich mit ihm rede? Er sagt zwar immer, dass ich immer zu ihm kommen kann, weiß aber nicht, ob er überfordert ist, es ihm egal ist oder ob ihn mein Gesagtes selber "runter zieht". Er hat irgendwie immer ein neutrales Gesicht und manchmal dann ein besorgtes.

Danke schon mal für eure Hilfe 🙂
 
Wissenssuchende,

es ist ja nicht ungewöhnlich, dass Lehrer/innen Einblick in die persönlichen Probleme ihrer Schüler bekommen.
Sie sind über Stunden täglich zusammen und so gewinnt man Einblicke in die persönliche Situation des jeweils anderen.

Wenn Du Vertrauen zu ihm hast, dann spricht nichts dagegen. Allerdings würde ich dir schon empfehlen, dir zu überlegen, wie weit Du dich öffnen willst. Es kann nämlich schon hinderlich sein, wenn man jemanden private Dinge erzählt, ihm Probleme aus dem persönlichen Bereich schildert, weil man so etwas hinterher nicht mehr zurücknehmen kann.

Und da Lehrer und Schüler auch weiterhin eine Arbeitsbeziehung miteinander haben, kann das dann durchaus später belastend sein.

Vielleicht kannst Du ihn ja auch fragen, wo Du dir weitere Hilfe suchen kannst. In den Schulen kennt man solche Adressen in der Regel und dein Lehrer könnte dir so etwa einen Termin mit dem schulpsychologischen Dienst vermitteln.

Ich wünsche dir ein gutes Gespräch!

Burbacher
 
Wenn du mal ein Problem hast und zu einem Menschen gehst, mit dem du reden möchtest ist es okay, doch stelle dir dir Frage, warum? Was erhoffst du dir? Willst du nur seine Aufmerksamkeit? Sein Mittleid? Seine Führsorge um dich... oder könnte es dir helfen, dein Problem zu lösen. Denn das kann man nur alleine. Immer wieder neue Probleme zu haben und immer wieder damit ankommen, belastet auch den Leher. Darum ist es auch sinnvoll zu einem Beratungslehrer zu gehen.
Man sollte selber aufpassen nicht zum Psychovampir zu werden. Denn die einem entgegengebrachte Aufmerksamkeit kann auch ein Arial in deinem Gehirn anregen und dann wird es zur Sucht.

Jedes Problemchen wird dann aufgeputscht und man neigt dazu, andere Personen mit einzuziehen. Aber damit ziehst du die Kraft der Personen ab. Jeder hat irgendwie seine eigenen Probleme. Andere mehr oder weniger. Die wirklich schlimm Leiden, tragen das nur nie so nach außen. Und wenn man vielleicht selber gerade Sorgen hat, ist die aufgebrummte Sorge eines andern oft doppelt belastend. Oder wenn es vielleicht einen Kammeraden in deiner Klasse gibt, der vielleicht gerade akut Hilfe braucht, aber es niemanden sagen kann, geht er unter, weil du die ganze Aufmerksamkeit an dich reißt und auch die Kraft des Lehers. Darum solltest du überlegen, ob du ihn wirklich dauernd mit deinen Problemen zutexten musst. Aus diesem Grund ist auch der Beratungsleher da. Der sieht das ganze mit Abstand und kann auch mal sagen, dass du dir auch ein bisschen selber in den Hinter treten musst. Denn Probleme hat man im Leben immer. Man muss daher früh genug anfangen, die zu verarbeiten zu lernen. Das geht schon, in dem man mit Leuten darüber redet. Aber nicht nur. Manchmal muss man sich einfach das Problem ansehen und selber überlegen, wie man es ändern kann.
Da helfen auch mal selbstgespräche oder Tipps. Aber nicht immer das dauernde Ausschütten von Herzen. Das überfordert andere Leute und hällt dich davon ab, selber nach einer Lösung zu suchen.


Die Steine sind hinten links. Jeder nur einen STein bitte. 😛
 
So ziemlich jeder Mensch möchte Aufmerksamkeit und das ist in einem gewissen Maße auch gesund.
Sie versteht sich ja scheinbar gut mit ihrem Lehrer und dann ist das auch sehr verständlich, dass sie weiter mit ihm reden möchte.


Ich habe auch vorher mit meiner Lehrerin in der Schule gesprochen und muss bis heute sagen,
dass mir das weitaus lieber war als mit meiner Therapeutin oder jedem Arzt.
Nicht weil meine Therapeutin ein schlechter Mensch ist, sondern weil ich die Lehrerin
einfach sehr gern hatte, auch auf menschlicher Ebene und schon vorher mich gerne mit ihr Unterhielt.

Ich an deiner Stelle würde eben die Beratungsstelle annehmen und wie schonmal geschrieben wurde,
einfach mich dann weiterhin an diesen Lehrer bei Fortschritten melden oder wenn es wirklich dringend ist.
Dir hat der Lehrer ja die Gespräche angeboten, vielleicht kommt er sogar nochmal selber auf dich zu
nach einiger Zeit.
 
Wieso sollte ich so etwas wie Aufmerksamkeit brauchen? Es ist das erste Mal, dass ich überhaupt mit irgendwem über meine Probleme rede. Mit jemand anderen würde ich es auch nicht machen, weil ich Menschen nicht wirklich vertrauen kann.
Und meine Probleme sind schon etwas anders als diese 08/15-Probleme die nicht ernst zu nehmen sind.
Ich werde bald in Therapie gehen, und wollte nur wissen ob es ok ist wenn ich weiter mit ihm rede. Anscheinend ist das hier falsch rüber gekommen. Sorry.
Naja, ich hatte Freitag noch ein Gespräch mit ihm und er hat mir mehrmals seine weitere Hilfe angeboten. Unter anderem bei dem Gespräch mit der Beratungslehrerin mit anwesend zu sein und weiterhin mit ihm zu reden.
 
Ich habe mich auch schon Lehrern anvertraut. Natürlich wollen nicht alle Lehrer was vom Privatleben ihrer Schüler mitkriegen, manche bleiben immer sehr auf Distanz, aber es gibt welche, die wirklich gerne im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen und den Schülern beistehen.

Wenn ein Lehrer freiwillig anietet, dass man mit Problemen zu ihm kommen kann, dann ist es auch okay, dieses Angebot zu nutzen. Wichtig ist aber schon, sich bei ernsten Problemen auch andere Ansprechpartner zu suchen, die eine psychotherapeutische oder psychologische Ausildung absolviert haben - doch das tust du ja gerade ohnehin.

Wichtig ist auch, dass man vielleicht nicht mit jeder kleinen Sache zum Lehrer geht, sondern nur in Abständen und ihm/ihr auch mal etwas Zeit lässt. Das Ganze sollte ja nicht "ausarten".

Aber wie gesagt, ich selbst habe mich auch schon Lehrern in Problemsituationen anvertraut und einige dieser Gespräche haben mir wirklich weitergeholfen. Normalerweise zeigt ein Lehrer einem auch, ob er solche Gespräche zu führen bereit ist oder ihm das zu weit geht bzw. seine Kompetenzen überschreitet. Ich glaube, dein Lehrer wird sich freuen, wenn du ihn auf dem Laufenden hältst, aber auch andere Angebote nutzt.
 

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