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Sohn will probeweise zum Vater

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Wilde Rose

Gast
Hallo!

bin hin und her gerissen. Mein Sohn(13 Jahre) würde gerne mal für längere Zeit beim Vater leben und gucken, ob es ihm dort gefällt und danach entscheiden, wo er leben möchte. Wenn er beim Papa leben würde, dann könnte er ja mal am Wochende zu mir- so seine Vorstellungen.

Alles kein Problem? In dem Alter ist das doch ganz normal - ein Junge braucht die männliche Identifikationsfigur- den Vater ! Ist doch prima, dann ist doch mehr Zeit da für das eigene Leben ohne Kind ? Loslassen und das Kind neue Erfahrungen machen lassen, neue Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen.....

Alles kein Problem! Für mich schon, denn ich habe bisher mein Leben(beruflich usw.) stark an dem Kind ausgerichtet, auch oder weil der Vater keine Stütze ist.
Hintergrund ist, dass wir seit 10 Jahren getrennt leben und kein gutes Verhältnis zueinander haben. Ich selbst habe starkes Misstrauen gegenüber dem Kindsvater,traue ihm keinen Millimeter über den Weg und habe schon diverse schlechte Erfahrungen gemacht. Im Laufe der Jahre hat er mich immer wieder schlecht gemacht, teilweise direkt in Gegenwart des Kindes oder meine Erziehung angezweifelt. Der Vater lebt mit seiner neuen Lebepartnerein und deren Sohn zusammen. Der Sohn der Partnerin ist mit meinem Sohn befreundet. Als sie vor ein par Jahren zusammengezogen sind, gab es schon mal eine ähnliche Situation. Der Vater wollte seinen eigenen Sohn gerne mit in die neue Familie nehmen. Er ging sogar zum Jugendamt und hat mich dort übelst diffamiert. Für ihn wäre das eine prima Sache gewesen und es hätte sich vor allem auch finanziell gelohnt (Keinen Unterhalt mehr zahlen, dafür Unterhaltsgeld bekommen etc.) Seitdem ist unser eh schon zerrüttetes Verhältnis noch schlechter geworden. Ich habe starkes Misstrauen und sehe, dass er mir Schaden will. Außerdem nimmt er es mir übel, dass ich das alleinige Sorgerecht habe. Wenn schon das Recht- dann auch die Sorge, so sein Motto.

Vor einem Jahr hat mein Sohn den Kontakt zu seinem Vater abgebrochen, weil er es dort nicht mehr ausgehalten hat (Es gab dort immer Streit und Druck) Ich konnte dann mal wieder die Aufbauarbeit leisten. Seit Sommer läuft der Kontakt wieder. Jetzt möchte er halt bei seinem Vater längere Zeit oder nach der Probephase ganz beim Vater leben.
Außerdem habe ich den Verdacht, dass der Vater wieder nach einer Chance sucht, seinen Sohn in seine Familie zu holen und das auch aus finanziellen Gründen.
Ich habe jetzt endgültig die Nase voll, bin nicht als Voll-Pension buchbar, keine Sponsorin für Sohnemanns Wünsche und auch nicht das emotionale Auffangbecken, wenn´s dann doch nicht geklappt hat. Das überschreitet meine Grenzen. Dieses habe ich auch meinem Sohn gesagt.

Dummerweise habe ich mich in der Phase, als kein Vaterkontakt bestand auch perspektivisch darauf eingestellt, dass mein Sohn wohl bis zu seinem Auszug bei mir wohnen wird. Also weiterhin nur halbe, schlecht bezahlte Stellen, dafür aber zeitlich flexibel. An eine Rente von der ich leben könnte, brauche ich erst garnicht denken. Und: ich habe ein Reihenhaus erworben, dass alleine zu groß und für eine weitere Person, mit der ich nicht in Partnerschaft lebe, zu klein ist. Das stellt mich nun wieder vor starke existentielle Probleme.

Das ist echt die "Arschkarte" und ich bin wütend und traurig zugleich. liebe meinen Sohn und möchte auch mit ihm zusammen leben, möchte, dass es ihm gut geht, das er einen guten Vaterkontakt hat, das Leben meistern kann und zufrieden leben kann.
Ich möchte auch mein Leben leben und mich nicht nach den Sohn- und Vaterbedürfnisse ausrichten. Tendiere stark nach einem entweder oder.
D.h.:
Wenn schon längere Zeit zum Vater, dann auch ganz, aber ohne Rückfahrt-Ticket und ohne Anspruch auf .. dann gehe ich halt wieder zurück ins Hotel Mama...Ich habe einfach nach so langer Zeit wieder das Bedürfnis egoistisch zu sein und z.B. zu vereinbaren, dass der Kindsvater nun ganz für das Kind sorgen kann- auch finnziell, da ich ja über 13 Jahre hin weg (und auch in Zukunft) finanzielle Einbußen gehat habe.
Emotional fällt mir diese Vorstellung schwer.
Ich habe aber meinem Sohn gesagt, dass er gehen kann, wenn es ihm bei mir nicht mehr gefällt oder wenn er sich bei mir nicht mehr wohl fühlt. Die Konsequenzen, dass ich dann auch mein Leben leben werde und das Leben nicht mehr an ihm ausrichten werde,habe ich ihm auch gesagt.
Ich hadere mit mir, ob das richtig war. Dennoch, mir reicht´s und ich komme stark an meine Grenzen.
Dabei ist mir echt zum Heulen zumute und ich fühl mich mies.

Das musste ich mal loswerden.
 
Hallo,

ich habe eben Deine Geschichte gelesen und in mir kommen ein paar fragen auf.
Wie kommt es das Dein Sohn von jetzt auf gleich bei seinem vater leben möchte?
Gab es streit oder ähnliches?
Wie hat Dein Sohn auf deine ansagen reagiert?

Klar bist Du kein hotel wo man ein udn ausziehen kann wie amn will, aber bedenke immer es ist dein Sohn und wenn es beim vater doch nicht auf Dauer klappt und r zurück wollen wird, denke ich nicht das Du ihn einfach auf der strasse stehen lassen können wirst oder?
Sage Deinen Sohn ruhig wie es Dir mit der Situation geht, das Du ihn lieb hast und das er seinen vater so oft sehen kann wie er will, nur eben nicht bei ihm wohnen.
wenn Du das Sorgerecht hast hast Du auch das Recht zu sagen wie der Hase läuft.

lg kücken
 
Liebe Rose,

eine wirklich schwierige Situation, aber eine endgültige Entscheidung auszuziehen kann er mit 13 einfach noch nicht treffen. Ich bin mir sicher, dass er sich der Tragweite der Konsequenzen nicht bewusst wäre. Sooo ganz sicher kann er sich ja auch nicht sein, wenn er selber schon eine Probezeit möchte. Ich denke das Mäuschen will nur mal schnuppern gehen, ob er da nicht mehr darf und mehr bekommt. Dass Du nun Dein Leben darauf ausgerichtet hast, dass er bei Dir ist, solltest Du wirklich nicht so schnell über den Haufen werfen. Zumal Du Dir nichts vorwerfen müsstest, wenn Du ihm das Ausziehen zur Zeit verbietest, immerhin war das Verhältnis zum Vater vor einem Jahr noch so schlecht, dass es keinen Kontakt mehr gab.
Also ich persönlich würde ihm das jetzt so adhoc nicht erlauben, auch wenn ich sonst stets die Meinung vertrete, dass man auch Kinder ziehen lassen können muss. Mir scheint hier der wirkliche Wunsch beim Vater zu sein nicht fundiert genug zu sein, sondern wie bereits gesagt eher zweitrangige Dinge von Wichtigkeit zu sein.. z.B. auch die Sache mit seinem Freund beim Vater.
Wenn der Vater nicht weit weg wohnt, könnt ihr vielleicht erstmal einen Kompromiss finden. Woche bei Dir, Wochenende beim Vater oder sogar noch krasser, Tag beim Vater, schlafen bei Dir. Denn schon dabei wird der Vater ihn nur eine gewisse Zeit für sich gewinnen können, indem er ihn hofiert und pampert, auf einen längeren Zeitraum gesehen, wird er das nicht schaffen.

Gel06
 
Hallo Wilde Rose,

vor diesem Problem stand ich auch schon mal. War ganz schön hart, da ich ja auch mein Leben völlig auf die Bedürfnisse meines Kindes ausgerichtet hatte. Aber das darf im Endeffekt nicht eine Entscheidung beeinflussen, denn es geht einzig und alleine um das Wohl des Kindes, auch wenn man dabei tierische Bauchschmerzen bekommt, weil wir den Vater ja besser kennen.

Da hilft nur ein bisschen Diplomatie. Egal, welche Beweggründe seitens des Vaters bestehen, welche miesen Dinger er dir gedreht hat, da hilft nur Verhandlungsgeschick.

Wir haben das damals so gemacht, dass ich einem kompletten Umzug zuerst nicht zugestimmt habe. Dafür durfte mein Sohn die ganzen Oster- und Sommerferien bei seinem Vater verbringen. Da es im Vorfeld schon ähnliche Reibereien, wie bei euch, gegeben hat, z.B. Sohn mit Vater knapp 2 Jahre nicht gesprochen etc., war ich mir sicher, dass mein Sohn sowie der Vater und die neue Ehefrau nach einer gewissen Zeit, nicht mehr miteinander auskommen würden. Und es kam, wie es kommen musste. Mein Sohn stand nach vier Wochen Sommerferien wieder vor meiner Türe und wollte nun absolut nicht mehr zu seinem Vater.

Vielleicht kannst du das ja genauso machen. Bei uns war es so, dass mein Sohn aufgrund vieler Versprechungen, die sein Vater ihm machte, natürlich von der Umzugsidee total begeistert war. Allerdings ist dem Vater nach kurzer Zeit die Versprechungsluft ausgegangen. So hat mein Sohn den Alltag voll miterlebt und war darüber überhaupt nicht glücklich.

Ich hoffe für dich, dass sich alles zum Guten wendet.
 
Hallo,

habe Deinen Hilferuf gelesen und kann Deine Ängste und Bedenken sehr gut verstehen. Ich bin seit knapp einem Jahr in der gleichen Situation. Mein Sohn wird im Sommer 14 Jahre alt. Sein Vater hat uns sitzen lassen als er 4 Jahre alt war. Sie hatten wenig teilweise gar keinen Kontakt, mit einer Regelung des Umgangs gab es ständig Probleme. Sein Vater hat immer nur versucht seinen Willen durchzusetzen ohne Rücksicht auf das Kind. Hat er seinen Willen nicht bekommen hat er den Kontakt teilweise Monatelang abgebrochen. Auch wenn er gerade mal wieder eine neue Partnerin hatte, war mein Sohn abgeschrieben. Mein Sohn wollte dann auch keinen Kontakt mehr als sein Vater mit einer dieser Partnerinnen ein Kind bekommen hat und er ständig in die zweite Reihe gestellt wurde. Diese Beziehung ist jetzt seit ca. 1 Jahr gescheitert. Seitdem hat mein Ex vermert Kontakt zu seinem Sohn aufgenommen und wir haben eine 14 tägige Regelung für die Wochenenden vereinbart. Leider hat sich mein Sohn nach diesem regelmäßigen Kontakt sehr verändert. Er ist nicht mehr wieder zu erkennen. Er vernachlässigt die Schule, fälscht Unterschriften, verheimlicht 5 und 6 die mittlerweile an der Tagesordnung stehen, ist aggressiv und wiederspricht immer. Sein Vater ist der Beste und bei ihm ist alls schön und deshalb will er jetzt auch dort wohnen, weil dort hat er alle Freiheiten die er bei mir nicht hat. Er muß nicht lernen und sich auch an keine Regeln halten. Sein Vater unterstützt das und wirft mir vor selbst Schuld zu haben weil ich zu streng bin. Mein Sohn hat alles was mir möglich war bekommen (Fußballverein, Ferienlager, PSP, PC und so weiter) der Vater hat nie etwas dazu beigetragen. Er zahlt seit 10 Jahren den gleichen Unterhalt, vielleicht hat es auch damit etwas zu tun, denn wir haben im Moment einen Unterhaltsstreit der sich leider ohne Anwalt nicht regeln ließ. Er hat mich immer wieder vertröstet und belogen und dann hat es mir gereicht. Es ist sehr schwierig weil er selbstständig ist und nartürlich nichts verdient ( hat 3 große Autos, baut gerade ein Haus usw.).
In meiner Verzweiflung habe ich mich an das Jugendamt gewendet, dort hatten wir ein Gespräch bei dem er wieder nur gelogen hat, er ruft meinen Sohn ständig hinter meinem Rücken an und stachelt ihn auf, er hat ihm sogar diktiert was er beim Jugendamt sagen soll damit er auch bald zu ihm kann.
Das Schlimme ist nur das ich versucht habe meinen Sohn zu halten aber er will nur noch weg, weil er es dort viel besser hat und freier ist...

Liebe Grüße und Kopf hoch

Moni
 
AW: Tochter will zu ihrem Erzeuger

Hallo, ich habe gerade dasselbe Problem mit meiner Tochter, sie ist 14, all die Jahre hat sie bekommen, was sie wollte und wurde mit viel Liebe von Ihren Grosseltern, also meinen Eltern, und mir aufgezogen. sie hat jetzt auf eigenen Wunsch ihren Erzeuger kennengelernt und will nun zu ihm ziehen. Er lebt in Muenchen, wir in Dublin. Ich habe vor 1,5 Jahren geheiratet und das nur mit ihrem Einverstaendnis. Sie hat zwei Zimmer fuer sich und wir versuchen immer Ruecksicht auf ihre Wuensche zu nehmen. Nun kommt er daher und macht nach 2 Mal sehen alles kaputt durch seine boesen Luegen, und faehrt mit seinem dicken Auto vor und gibt an mit Konzertkarten fuer ihre Superstars. Sie ist so geblendet und findet ihn toll. Bevor er aufkreuzte waren wir eine glueckliche Familie. Aber nun ist alles aus, sie will zu ihm ziehen + begruendet ihren Wunsch ganz kuehl mit den Worten, dass sie was neues erleben will. Meinen Mann hat sie arg gekraenkt, dass sie findet wir passen nicht zusammen und sie hat einen Vater, sie brauche ihn nicht...und das nachdem er so viel fuer sie getan hat. Auch meine Eltern stoesst sie vor den Kopf. Sie interessiert auch nicht, dass er sie nie wollte und sich 14 Jahre nicht gekuemmert hat. Wir sind so fertig. Vielleicht hat jemand einen Rat fuer mich. Danke, LG Chris
 
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