Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Social Media - regulieren, löschen, oder akzeptieren?

  • Starter*in Starter*in astarius
  • Datum Start Datum Start
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
A

astarius

Gast
Möchte hier mal rein aus Interesse eine Diskussion starten wie ihr mit Social Media umgeht, und was ihr davon haltet. Ich erörtere das ganze mal kurz zu Beginn des Threads:

+ Kontakt zu alten Bekanntschaften pflegen
+ Menschen aus seinem Leben nicht aus den Augen verlieren
+ Neue Bekanntschaften schließen
+ Glücksgefühl durch Likes, angeschrieben werden und "Anerkennung"

- Datenkrake: Du weißt nicht was mit deinen Daten geschieht.
- Ständiger Vergleich mit anderen: Auf diesen Plattformen werden (meist) nur die schönen Momente geteilt. Das eigene Leben wirkt daher schnell sehr langweilig, es entwickelt sich Unzufriedenheit und Neid.
- Zeitaufwand: Wie viel Zeit wohl heut zu Tage am Handy verloren geht, man will es oft nicht wissen.
- Vernachlässigung echter Freunde & Bekanntschaften

Ich belasse es vorerst mal bei 4 zu 4 um das ganze noch so neutral wie möglich zu halten. Nun zu meinem persönlichen Anliegen, weshalb ich das nun starte:

Ich bin niemand der sich extrem viel damit befasst, aber ich habe doch schon einiges in Verwendung. Ich frage mich, ob eine komplette Löschung von z.B: Instagram, Snapchat etc... mich nicht noch weiter isoliert, anstatt mir zu helfen. Ich meine, diese Plattformen haben sich schon so etabliert, und ich glaube, dass ich einige Leute die ich aus meiner Schulzeit noch kannte dadurch komplett aus den Augen verliere. Andererseits werden einige sagen, wenn diese Menschen eh nichts mehr machen möchten mit einem weil sie ja keine Zeit haben, dann sollte man von diesen Zwecksfreundschaften loslassen, und sich auch nicht mehr mit deren Social Media Leben befassen.

Ehrlich gesagt hänge ich schon auch noch ein bisschen an Lovoo, weil ich irgendwie schon noch Hoffnung habe dadurch vielleicht jemand zu finden, aber sollte ich wirklich weiter daran hängen?

Ich habe nun vor, den Hintergrunddienst dieser Apps abzuschalten (Insta,SC,Lovoo), und zu versuchen wirklich nur z.B. 2x am Tag rein zu schauen, und das ganze vielleicht noch weiter reduzieren. Ich möchte mich eigentlich nicht mehr unterbewusst mit anderen Vergleichen, aber ich will auch nicht komplett verschwinden, auch wenn ich das Gefühl habe, dass von alleine eh niemand mehr auf mich zu kommt.

Ich lass das jetzt mal so stehen und schau was sich in den Antworten entwickelt. 😉
 

- Datenkrake: Du weißt nicht was mit deinen Daten geschieht.
- Ständiger Vergleich mit anderen: Auf diesen Plattformen werden (meist) nur die schönen Momente geteilt. Das eigene Leben wirkt daher schnell sehr langweilig, es entwickelt sich Unzufriedenheit und Neid.
- Zeitaufwand: Wie viel Zeit wohl heut zu Tage am Handy verloren geht, man will es oft nicht wissen.
- Vernachlässigung echter Freunde & Bekanntschaften
Die + Punkte finde ich plausibel und richtig! Das sind auch so ziemlich die einzigen Gründe, warum es Social Network gibt.

Zu den negativen Punkten muss ich noch meinen Senf abgeben.

- Datenkrake: es ist doch eigentlich egal, wo man sich anmeldet. Google kommt immer an deine Daten. Schon, wenn du dir die App nur herunterlädst, musst du bestimmte Funktionen erlauben. Die meisten vermeintlich kostenlosen Apps werden eben mit Daten gezahlt.

- Ständiger Vergleich: naja, Neid und Unzufriedenheit gab es auch schon vor dem Digitalen Zeitalter. Dieses Argument finde ich etwas schwach. Und auf Instagram und Facebook werden auch viele negative Dinge wie Krankheiten, Lebensgeschichten etc. breitgetreten; also nur Positives ist nicht richtig. Da du schreibst "meist", sehe ich das nicht als Pauschalisierung, nur als Ergänzung.

- Zeitaufwand: Das ist ein gutes Argument. Man verbringt viel zu viel Zeit da drin.

- Vernachlässigung echter Freunde/Bekanntschaften: das finde ich immer ganz lustig, weil der Witz ist ja, dass die Freunde ja auch auf Social Network sind. Man chattet praktisch mit seinen Freunden auf Instagram. Wer soll da wen vernachlässigen, wenn die alle online sind?
 
Zuletzt bearbeitet:
+ Kontakt zu alten Bekanntschaften pflegen
+ Menschen aus seinem Leben nicht aus den Augen verlieren

- Datenkrake: Du weißt nicht was mit deinen Daten geschieht.
😉

Ich habe mal aufgelistet, was mich betrifft. Die Datenkrake mag ich nicht, wobei ich nichts bis wenig poste, aber sehe, was Andere machen. Das reicht mir. Ich vergleiche mich nicht, ich investiere nicht so viel Zeit.

Es ist einfach top, mit Menschen weltweit in Kontakt zu bleiben. Dass mich die Datenkrake erwischt gefällt mir nicht, es ist aber halt ein notwendiges Übel.

Sich dort abzumelden würde mich ein Stück weit isolieren von einigen Freunden. Ich sehe das auch nicht als Konkurrenz, ein gesundes Verhältnis zwischem virtuellen und echten Kontakt ist am Besten!
 
Social Media kann Fluch und Segen zu gleich sein. ich trauere bis heute Wer-Kennt-Wen nach. War ne coole Plattform. Bei Facebook bin ich schon seit Jahren raus. Whatsapp ist so mein Medium. Bei Twitter hab ich nen Account den ich nicht nutze und allgemein versuche ich so viel wie möglich offline Kontakt zu halten. In der heutigen Zeit von Social Media Produkten gar nicht so einfach. Es gibt so vieles.

Ist halt die Frage welcher Typ du bist und wie viel Social Media dein Leben und du selbst verträgst. Wenn du viele Freunde hast und du dich mit denen regelmäßig unterhalten/chatten/treffen willst, wirst nicht ohne Whatsapp oder Facebook auskommen. Whatsapp hat irgendwo jeder und ist Standard. Bei Facebook irgendwo auch.

Hast du kein Whatsapp findet quasi dein sozialleben nicht statt, es sei denn du hast Freunde mit denen du auch telefoniert und die du regelmäßig persönlich siehst.

Generell ist es gut einen gewissen Abstand zu den Kanälen zu haben und allgemein sich auch nicht von Social Media abhängig zu machen (Suchtfaktor).

Ich bin in der Regel täglich 1 Stunde bei Whatsapp Online. Das reicht mir. (über den ganzen Tag verteilt).
 
Ich bin in der Regel täglich 1 Stunde bei Whatsapp Online. Das reicht mir. (über den ganzen Tag verteilt).

Ich kommuniziere mit einer Handvoll Leuten über Whatsapp. Für mich ist es quasi der Nachfolger der SMS, das heißt, ich bin kurz online, wenn ich eine Nachricht lesen oder beantworten will.

Andere Social Media wie Facebook habe ich noch nie genutzt, deswegen kann ich nichts dazu aus eigener Erfahrung sagen.
 
Ich habe alles gelöscht.

Es fing schon bei Studi-Gedöns an und ging bei Facebook weiter.
Die Menschen wollten Anerkennung und dadurch wurden sie immer Aroganter.
Sie posteten "hübsche" Fotos von sich, Party Party und was sie essen.
Und jeder soll wissen, wo sie Urlaub machen.

Im grunde, wollte man damit sagen "schau wie viel besser ich bin, wie du". Und das kam Schleichend, nicht das jemand das absichtlich machte, sondern das kam nach und nach, weil man ja mithalten wollte.

Spätestens als ich merkte, das meine erste Handlung am Morgen, der Griff zum Handy war und Facebook alles mithörte was ich in der Wohnung erzählte und dann als "Werbung" erschien, sagte ich mir, ich bin nie von etwas Abhänig gewesen, also lösche ich das, es tut meiner Freizeit nicht gut.

Ebenso habe ich es mit Whatsapp Gruppen gehandhabt, da lief nur Müll auf, jeder Postet was vermeindliche "witziges" und ständig klingelt das Handy. Ausgetreten und gut ist. Einfach mal hart sein und das wirklich wichtige im Leben sehen - Leben.
 
Habe auch nichts. Whatsapp benutze ich seit Jahren nicht mehr, Snapchat & co. hatte ich nie.
Bei meinen 18 Jahren ist es evtl. verwunderlich, da ich genau zur Zielgruppe gehöre. Es war aber die beste Entscheidung meines Lebens und bereue es auf keinen Fall. Ich war schon in den Zeiten, während ich mein Handy noch benutzte, jemand, der mal am Tag draufschaut, aber nicht so besessen wie jeder andere.

Als ich Whatsapp löschte, merkte ich erst, wer wirklich mit mir befreundet war und wer nicht. Leute, die ich den ganzen Tag in der Schule sah, verlor man aus den Augen (bzw. sie verloren das Interesse an mir). Ich fand es nicht bedauernswert, aber schon bemerkenswert, da man sie ja immer noch sah und einfach nur nicht mehr seine überflüssigen, inhaltsleeren Nachrichten schrieb.

Schaute ab und zu über die Schulter, was die anderen da so am Handy machen - und war entsetzt. Ist es nicht absoluter Unsinn, sich gegenseitig zu senden, was man grade zum Frühstück isst, dass man grade aufgestanden ist, dass man jetzt Sport treibt, dass man grade 3 Meter entfernt gleichen Klassenraum hockt etc.? Mir unbegreiflich. Mit Menschen schreibt, mit denen man sonst eigentlich nichts zu tun hat bzw. will? Dann kommen noch diese ganzen selbstinszenierenden Selfies & co. dazu, schrecklich.

Ich gehe nicht mehr zur Schule, aber es war jedes Mal ein bestärkender Moment, wenn in den 5min-Pausen alle ihre Handy rausholten, um Fotos zu schießen oder sonst irgendeinen sinnbefreiten Kram zu machen und ich als einzige mein Handy ausgeschaltet ließ (bzw. oft gar nicht dabei hatte). Ich fühlte mich gar nicht ausgeschlossen, da ich zu solchen Leuten nicht dazu gehören wollte.

Dann kommt noch hinzu, dass jeder bei Treffen x-mal sein Handy rausholt und mit 10 Leuten gleichzeitig kommuniziert... Nervig.

Das Einzige, was ich noch nutze, ist eine Plattform, auf der man seine Kurzgeschichten veröffentlichen kann (da man dort auch Likes usw. kriegen kann, ist mir das manchmal auch schon zu viel) und WeHeartIt als Inspiration zum Zeichnen. Nun, und seit kurzem auch diese Seite um Tipps zu bekommen, Youtube für Musik (ich will jetzt nicht noch anfangen, mich über Youtuber und sogenannte ''Influencer'' aufzuregen). Um mit meiner Familie zu schreiben, wenn ich unterwegs bin, habe ich eine SMS-Flat (ist ja fast schon wieder retro 😉).

Klar, es hängt immer davon ab, was man mit Social Media & den sich bietenden Möglichkeiten anstellt... aber ich finde vor allem junge Leute nutzen diese komplett falsch. Wird sich das ändern? Meiner Meinung nach niemals.

Kennt jemand zufällig die Folge ''Nose Dive'' von Black Mirror? Für mich ein extrem realistisches Szenario (zumal es in China schon ein ähnliches Projekt gibt).

LG
topas
 
Zuletzt bearbeitet:
Als ich Whatsapp löschte, merkte ich erst, wer wirklich mit mir befreundet war und wer nicht. Leute, die ich den ganzen Tag in der Schule sah, verlor man aus den Augen (bzw. sie verloren das Interesse an mir). Ich fand es nicht bedauernswert, aber schon bemerkenswert, da man sie ja immer noch sah und einfach nur nicht mehr seine überflüssigen, inhaltsleeren Nachrichten schrieb.

topas

WhatsApp ist eigentlich nur ein Dienst der die SMS abgelöst hat. Ich finde WhatsApp nicht schlimm, weswegen ich es in meinem Startpost nicht ewrähnt habe.

Das mit den Schulfreundschaften habe ich auch bewusst als Zweckfreundschaften beschrieben. Man ist nur befreundet weil man so lange im selben Klassenzimmer gesessen ist. Der Zweck war gut durch die Schule zu gelangen, als der Zweck verschwunden war, sind die Leute genau so verschwunden. Leider habe ich bisher noch keine Freundschaft gehabt die nicht durch diesen Zweck entstanden ist, daher finde ich es beachtlich, dass du in deinem Alter überhaupt noch soziale Kontakte hast ohne WhatsApp und dergleichen.
 
WhatsApp ist eigentlich nur ein Dienst der die SMS abgelöst hat. Ich finde WhatsApp nicht schlimm, weswegen ich es in meinem Startpost nicht ewrähnt habe.

Das mit den Schulfreundschaften habe ich auch bewusst als Zweckfreundschaften beschrieben. Man ist nur befreundet weil man so lange im selben Klassenzimmer gesessen ist. Der Zweck war gut durch die Schule zu gelangen, als der Zweck verschwunden war, sind die Leute genau so verschwunden. Leider habe ich bisher noch keine Freundschaft gehabt die nicht durch diesen Zweck entstanden ist, daher finde ich es beachtlich, dass du in deinem Alter überhaupt noch soziale Kontakte hast ohne WhatsApp und dergleichen.

Ich sehe es an sich genau so: es hängt natürlich immer davon ab, was man mit sozialen Medien anstellt. Whatsapp an sich ist nicht schlimm, ich finde es nur schade, wie es (zumindest bei Leuten in meinem Alter, aber sicher nicht ausnahmslos jeder) dafür benutzt wird, Kontakte aufrechtzuerhalten, an denen vielen anscheinend gar nichts liegt.
Ich war fast schon geschockt, wie viele Leute einen auf einmal anders behandeln, wenn man keine sozialen Medien nutzt. Ich habe mich an sich ja nicht verändert. (Anders klingt evtl. etwas hart. Ich meine, dass mich andere distanzierter behandelten als die anderen Schulkollegen, obwohl ich in der Schule sogar mehr mit den betroffenen Personen zu tun hatte. Und wenn ich mal geguckt habe, was die sich so schrieben, waren es eben nur inhaltslose Bilder, Texte, usw).

Es ist schon schade, dass es seltener geworden ist, Freundschaften ohne soziale Medien zu halten bzw. entstehen zu lassen. Klar, meine besten Freunde habe ich immer noch, aber ich möchte es nicht einsehen, dass ich mein Smartphone brauche, um mit neuen Leuten Freundschaften zu schließen. War doch früher auch nicht nötig.
 
Naja, ohne Soziale Kontakte macht Social Network ja auch kaum Sinn, würde ich mal sagen.

Wenn es niemanden gibt, mit dem ihr eure Bilder teilen könnt, dann sieht man dahinter auch keinen Sinn.

WhatsApp macht auch keinen Sinn, wenn man keinen hat, mit dem man schreiben kann. Demzufolge braucht man sich das auch gar nicht runterzuladen oder es schlecht zu machen..

Jetzt fragt mal die, die viele Freunde haben, die auch online sind. Die sehen das vielleicht bisschen anders.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben