Hallo ihr da draußen!
Dann möchte auch ich mich hier mal verewigen und euch umeuern Rat fragen und ich freue mich über ehrliche Kritik, auch wenn sieschmerzt.
Ich habe keine Ahnung, ob man das was ich derzeit durchlebeeine Lebenskrise nennt. Wie beschreibe ich es am besten? Also eigentlich (!)stehe ich mit beiden Beinen im Leben. Zeit Lebens stehe ich auf eigenen Beinen,musste viel dafür tun, habe aber mit viel Fleiß alle meine Ziele erreicht.
Das Verhältnis zu meinen Eltern ist kühl, interessenlos aberokay. Wir haben quasi keine Connection, hören und sehen und aber pflichtgemäßhin und wieder. Beide sind recht empathielos. Muddi hat meiner Meinung nachDepressionen von ihrem Leben (lästert viel, macht Menschen schlecht, jederwendet sich ab von ihr, ist unzufrieden, neidisch, missgünstig… aber „eigentlich“trägt sie ihr Herz am rechten Fleck. Sie hat eigentlich ein weiches Herz, nurist es „verschüttet“). Mein Vaddi ist ein komischer Kauz. Sehr ehrgeizig,kleinkariert, stur, perfektionistisch, zu hart zu sich selbst, egoistisch…
Mir wurde als Kind immer wieder gesagt wie froh man ist,wenn ich ausziehe, alle meine Wünsche wurden an Leistungen geknüpft und ichhabe nie den Stand erreicht, geliebt zu werden. O-Ton meiner Muddi „wie kannman denn jemanden lieben der so ist wie du bist“?
Ich bin recht früh ausgezogen und seitdem stehe ich aufeigenen Beinen. Das ist nun schon 23 Jahre her (mich schaudert es grad bei derZahl *lach*).
Nun ist es so. Ich glaube, egal was ich mache, es ist niegenug. 10 Jahre lebte ich mit meiner großen Liebe zusammen. Zeitgleich hatteich mein Pferd, zu dem die Beziehung über das normale Maß weit hinaus ging. Mitihm habe ich alles kompensiert und er hat mich so unendlich Vieles gelehrt. Erhat aus mir einen besseren Menschen gemacht und war der Spiegel meiner Seele. Ichhabe zu mir selbst gefunden… Wir waren ein Team, beste Freunde, er war mein „Therapeut“,mein Familienersatz, mein Baby… Ich habe keine Kinder, der Wunsch war auch niewirklich da, weil ich ja mein Pferd hatte… Mein damaliger Partner war jedochder Meinung ich würde ihm zu liebe (er wollte keine Kids mehr) auf den KiWuverzichten… Dann kann der November 2017. Innerhalb einer Woche habe ich michvon meinem Partner getrennt und mein Pferd verloren. Ich stand plötzlich völligentwurzelt da und musste erst mal wieder meinen Platz im Leben finden.
Es war eine sehr schwere Zeit und ich habe in vielen, vielenMonaten das Laufen neu gelernt, die „Einsamkeit“ (ich habe sehr viele Bekannteund auch ein paar sehr gute Freunde) zu meinem Freund gemacht, zurück ins Lebengefunden, sehr, sehr viel Sport gemacht und endlich wieder komplett Fußgefasst, mehr sogar noch, ich war wieder glücklich und Zufrieden mit mirselbst. Bis auf die Trauer mein altes Leben verloren zu haben. Die kam immerund immer wieder. Aber ich lernte damit umzugehen.
Dann habe ich meinen neuen Partner kennengelernt. Er sprach mich irgendwanndarauf an, eine Familie zu gründen. Zunächst völlig überfordert freute ich michirgendwann und wir starteten das Großprojekt „Kinder“. Leider lies der Erfolgauf sich warten, obwohl wir das ganz große Geschütz aufgefahren haben.Erschwerend kommt hinzu, dass wir über 3 Standorte hinweg pendeln, was mitenormer Fahrerei verbunden ist und ich schon sehr viel zurückstecken musste, dadie Zeit hinten und vorn fehlte. Aber er war immer so verletzt, bzw. hat es alsWertung gesehen, wenn ich auch mal was für mich getan habe und so habe ichmeine Bedürfnisse immer mehr hinten angestellt. Natürlich habe ich immer draufgeachtet, dass ich nicht zu kurz komme aber es ist die Leichtigkeit gegangenund eine Unzufriedenheit entstanden.
Nicht zuletzt, weil der KiWu ja auch nicht erfüllt wurde,trotz, dass ich alle meine Energie dort hineingesteckt habe.
Nun ist es so, dass mir immer klarer wird, dass das alles sonicht funktionieren kann. Ich bin hier verwurzelt, er in seiner Heimat (Distanz180 KM one way). Er hockt fast jedes We dort (wegen seiner Tochter + Eltern)und ich bin nicht mehr bereit fast jedes Wochenende dort hin zu pendeln. Daswiederrum bedeutet, dass wir uns an sehr vielen We´s nicht sehen. Ich kann malein We alleine abpuffern, bin ein sehr selbstständiger Mensch, mache sehr, sehrviel Sport und gehe gern mit Freunden aus und bin auch einfach gern allein.Aber ein Singleleben mit Familienanschluss ist nicht mein Ding. Und es zeichnetsich ab, dass dies die kommenden 3-4 Jahre so weitergehen wird, weil seine Tochtererst 11 ist.
Nun stecken wir in einer tiefen Krise, oder besser ich. Ichhabe einen Rückzieher vom KiWu gemacht, weil mir das alles zu heiß ist, ich nun40 Jahre lang mein eigenes Leben gelebt habe, verdammte Angst vor Anhängigkeithabe und mich das Leben gelehrt hat, dass nur ich auf mich aufpassen kann.
Natürlich hatten wir alles toll geplant und es passt eigentlichauch (finanziell, Background, Gefühle etc.). Aber: ich habe das Gefühl einen zuhohen Preis zahlen zu müssen bzw. mich selbst zu verlieren, weil ich mit Babynicht mehr so kann wie ich will. Ein Leben in meiner Stadt können wir uns nurleisten, wenn ich arbeiten gehe. Daher ist seine Idee, dass ich in die Stadt ziehewo er arbeitet. Das ist noch mal ein komplett anderer Ort als die beiden obenbeschriebenen.
Tatsächlich hatten wir ein tolles Wohnungsangebot (zum Kauf)wo ich zunächst mit einsteigen wollte, dann aber doch einen Rückzieher gemachthabe. Sein Wunsch/Idee war es, dass wir mit Kind(ern) zunächst dort für einigeJahre leben und dann sehen wie es weitergeht. Aber: Ich habe dort nichts! Alleswas ich mir hier aufgebaut habe wäre weg, alle meine Freunde, mein Sport undnicht zuletzt, das letzte, was mich an mein altes Leben erinnert wäre weg… Ichwürde wieder mal von vorn anfangen. Dazu habe ich keine Kraft mehr. Und dieWochenenden wären geprägt davon, in seine Heimat zu fahren. Ich wäre vollkommenentwurzelt.
All diese Umstände führten dazu, dass ich ihm mitteilte,dass ich unseren KiWu auf Eis legen möchte – mehr noch, es hat unsere Beziehungin eine ganz tiefe Krise gestürzt, da ich ihm sage, dass ich nicht glaube dieFrau zu sein, die er wirklich sucht/braucht. Er braucht eine Frau, die sichseinem Leben anpasst. Die ihm den Rücken frei hält, 2-3 Kinder großzieht, inseinen Arbeitsort zieht und an dem We´s sich seiner anderen Familie widmet.
Aber ich bin eine eigenständige Frau und habe einen sehrstarken Willen… Und ich weiß was ich nicht will. Vom Wohnungskauf bin ichabgesprungen. Und auch vom KiWu Thema bin ich zurückgetreten. Für ihn ist eineWelt zusammengebrochen. Aber mein Leben ist hier. Das hab eich ihm sogar beiunserem allerersten Date damals gesagt und ich bin mit treu geblieben. Ich willhier nicht weg.
Und auch mir geht es hundselend. Es schmerzt mich sounendlich, den Kinderwunsch wieder zu begraben…. bin unzählige KM in die KiWuKlinik gefahren, habe Medikamente geschluckt, habe mich sogar operieren lassen.Habe Termine mit Freunden verschoben/abgesagt, wenn sie in die „heiße Phase“fielen, habe sehr viel Geld hingelegt… Und jetzt plötzlich mache ich einen Rückzieher– schlimmer noch: Ich stelle plötzlich die ganze Beziehung in Frage und binkurz davor, mich zu trennen.
Von der zufriedenen in sich ruhenden Frau, die sich so sehr gefreuthat, endlich ihren Menschen gefunden zu haben, wo es das Universum mit 40Jahren dann doch plötzlich noch gut meint, ist nichts mehr geblieben. Ich binunzufrieden, hilflos, stecke tief in meiner Trauer um mein verstorbenes Pferd, vermissemein altes Leben, habe unendlich Schuldgefühle und wahnsinnige Angst einefalsche Entscheidung für´s Leben zu treffen.
Es hatte alles gepasst und wir haben uns so sehr aufgemeinsame Kinder gefreut und es schien so, als wären wir beide endlichangekommen. Mein Partner liebt mich sehr, ist so ein unglaublich toller Menschund mein gesamtes Umfeld sagt, dass ich endlich „den“ Menschen habe, der zu mirpasst und mir gut tut und alle wünschen sich, dass wir eine Familie gründen undich auch endlich Glück haben darf.
Und was ist mit mir? Ich kann nicht mehr schlafen, nicht mehressen, heule nur noch und habe das Gefühl in eine handfeste Depressiongerutscht zu sein. Bin total verzweifelt und es schmerzt mich so sehr, nach alldem Invest wieder Abschied zu nehmen (vom KiWu + der Partnerschaft).
Mein Partner ist so hilflos und er hat so Angst mich zu verlieren,versucht Kompromisse zu finden und Lösungen zu schaffen. Aber diese sind allemit so einem wahnsinnigen Invest meinerseits verbunden, dass ich denke, eswürde und beiden besser gehen, wenn ich mich trenne… Es würde erst mal weh tunaber dann würde es gut werden….
Aber es sind Schmerzen, die langsam unerträglich werden weilich keine Lösung finde. Ich möchte keine Trennung, ich möchte auch gern eineFamilie gründen. Aber unter unseren Voraussetzungen und Aussichten in denkommenden 3-4 Jahren ist das einfach unmöglich. Der Preis wäre viel zu hoch,die Liebe würde sterben. Und dann stehe ich wieder allein da und müsste alleinevon vorn beginnen…
Puh… allein beim Schreiben wird mir wieder schlecht…
Danke an alle, die durchgehalten haben, diesenenergieraubenden, völlig negativen Post zu lesen.
Tat gut, sich mal alles von der Seele zu schrieben.
Dann möchte auch ich mich hier mal verewigen und euch umeuern Rat fragen und ich freue mich über ehrliche Kritik, auch wenn sieschmerzt.
Ich habe keine Ahnung, ob man das was ich derzeit durchlebeeine Lebenskrise nennt. Wie beschreibe ich es am besten? Also eigentlich (!)stehe ich mit beiden Beinen im Leben. Zeit Lebens stehe ich auf eigenen Beinen,musste viel dafür tun, habe aber mit viel Fleiß alle meine Ziele erreicht.
Das Verhältnis zu meinen Eltern ist kühl, interessenlos aberokay. Wir haben quasi keine Connection, hören und sehen und aber pflichtgemäßhin und wieder. Beide sind recht empathielos. Muddi hat meiner Meinung nachDepressionen von ihrem Leben (lästert viel, macht Menschen schlecht, jederwendet sich ab von ihr, ist unzufrieden, neidisch, missgünstig… aber „eigentlich“trägt sie ihr Herz am rechten Fleck. Sie hat eigentlich ein weiches Herz, nurist es „verschüttet“). Mein Vaddi ist ein komischer Kauz. Sehr ehrgeizig,kleinkariert, stur, perfektionistisch, zu hart zu sich selbst, egoistisch…
Mir wurde als Kind immer wieder gesagt wie froh man ist,wenn ich ausziehe, alle meine Wünsche wurden an Leistungen geknüpft und ichhabe nie den Stand erreicht, geliebt zu werden. O-Ton meiner Muddi „wie kannman denn jemanden lieben der so ist wie du bist“?
Ich bin recht früh ausgezogen und seitdem stehe ich aufeigenen Beinen. Das ist nun schon 23 Jahre her (mich schaudert es grad bei derZahl *lach*).
Nun ist es so. Ich glaube, egal was ich mache, es ist niegenug. 10 Jahre lebte ich mit meiner großen Liebe zusammen. Zeitgleich hatteich mein Pferd, zu dem die Beziehung über das normale Maß weit hinaus ging. Mitihm habe ich alles kompensiert und er hat mich so unendlich Vieles gelehrt. Erhat aus mir einen besseren Menschen gemacht und war der Spiegel meiner Seele. Ichhabe zu mir selbst gefunden… Wir waren ein Team, beste Freunde, er war mein „Therapeut“,mein Familienersatz, mein Baby… Ich habe keine Kinder, der Wunsch war auch niewirklich da, weil ich ja mein Pferd hatte… Mein damaliger Partner war jedochder Meinung ich würde ihm zu liebe (er wollte keine Kids mehr) auf den KiWuverzichten… Dann kann der November 2017. Innerhalb einer Woche habe ich michvon meinem Partner getrennt und mein Pferd verloren. Ich stand plötzlich völligentwurzelt da und musste erst mal wieder meinen Platz im Leben finden.
Es war eine sehr schwere Zeit und ich habe in vielen, vielenMonaten das Laufen neu gelernt, die „Einsamkeit“ (ich habe sehr viele Bekannteund auch ein paar sehr gute Freunde) zu meinem Freund gemacht, zurück ins Lebengefunden, sehr, sehr viel Sport gemacht und endlich wieder komplett Fußgefasst, mehr sogar noch, ich war wieder glücklich und Zufrieden mit mirselbst. Bis auf die Trauer mein altes Leben verloren zu haben. Die kam immerund immer wieder. Aber ich lernte damit umzugehen.
Dann habe ich meinen neuen Partner kennengelernt. Er sprach mich irgendwanndarauf an, eine Familie zu gründen. Zunächst völlig überfordert freute ich michirgendwann und wir starteten das Großprojekt „Kinder“. Leider lies der Erfolgauf sich warten, obwohl wir das ganz große Geschütz aufgefahren haben.Erschwerend kommt hinzu, dass wir über 3 Standorte hinweg pendeln, was mitenormer Fahrerei verbunden ist und ich schon sehr viel zurückstecken musste, dadie Zeit hinten und vorn fehlte. Aber er war immer so verletzt, bzw. hat es alsWertung gesehen, wenn ich auch mal was für mich getan habe und so habe ichmeine Bedürfnisse immer mehr hinten angestellt. Natürlich habe ich immer draufgeachtet, dass ich nicht zu kurz komme aber es ist die Leichtigkeit gegangenund eine Unzufriedenheit entstanden.
Nicht zuletzt, weil der KiWu ja auch nicht erfüllt wurde,trotz, dass ich alle meine Energie dort hineingesteckt habe.
Nun ist es so, dass mir immer klarer wird, dass das alles sonicht funktionieren kann. Ich bin hier verwurzelt, er in seiner Heimat (Distanz180 KM one way). Er hockt fast jedes We dort (wegen seiner Tochter + Eltern)und ich bin nicht mehr bereit fast jedes Wochenende dort hin zu pendeln. Daswiederrum bedeutet, dass wir uns an sehr vielen We´s nicht sehen. Ich kann malein We alleine abpuffern, bin ein sehr selbstständiger Mensch, mache sehr, sehrviel Sport und gehe gern mit Freunden aus und bin auch einfach gern allein.Aber ein Singleleben mit Familienanschluss ist nicht mein Ding. Und es zeichnetsich ab, dass dies die kommenden 3-4 Jahre so weitergehen wird, weil seine Tochtererst 11 ist.
Nun stecken wir in einer tiefen Krise, oder besser ich. Ichhabe einen Rückzieher vom KiWu gemacht, weil mir das alles zu heiß ist, ich nun40 Jahre lang mein eigenes Leben gelebt habe, verdammte Angst vor Anhängigkeithabe und mich das Leben gelehrt hat, dass nur ich auf mich aufpassen kann.
Natürlich hatten wir alles toll geplant und es passt eigentlichauch (finanziell, Background, Gefühle etc.). Aber: ich habe das Gefühl einen zuhohen Preis zahlen zu müssen bzw. mich selbst zu verlieren, weil ich mit Babynicht mehr so kann wie ich will. Ein Leben in meiner Stadt können wir uns nurleisten, wenn ich arbeiten gehe. Daher ist seine Idee, dass ich in die Stadt ziehewo er arbeitet. Das ist noch mal ein komplett anderer Ort als die beiden obenbeschriebenen.
Tatsächlich hatten wir ein tolles Wohnungsangebot (zum Kauf)wo ich zunächst mit einsteigen wollte, dann aber doch einen Rückzieher gemachthabe. Sein Wunsch/Idee war es, dass wir mit Kind(ern) zunächst dort für einigeJahre leben und dann sehen wie es weitergeht. Aber: Ich habe dort nichts! Alleswas ich mir hier aufgebaut habe wäre weg, alle meine Freunde, mein Sport undnicht zuletzt, das letzte, was mich an mein altes Leben erinnert wäre weg… Ichwürde wieder mal von vorn anfangen. Dazu habe ich keine Kraft mehr. Und dieWochenenden wären geprägt davon, in seine Heimat zu fahren. Ich wäre vollkommenentwurzelt.
All diese Umstände führten dazu, dass ich ihm mitteilte,dass ich unseren KiWu auf Eis legen möchte – mehr noch, es hat unsere Beziehungin eine ganz tiefe Krise gestürzt, da ich ihm sage, dass ich nicht glaube dieFrau zu sein, die er wirklich sucht/braucht. Er braucht eine Frau, die sichseinem Leben anpasst. Die ihm den Rücken frei hält, 2-3 Kinder großzieht, inseinen Arbeitsort zieht und an dem We´s sich seiner anderen Familie widmet.
Aber ich bin eine eigenständige Frau und habe einen sehrstarken Willen… Und ich weiß was ich nicht will. Vom Wohnungskauf bin ichabgesprungen. Und auch vom KiWu Thema bin ich zurückgetreten. Für ihn ist eineWelt zusammengebrochen. Aber mein Leben ist hier. Das hab eich ihm sogar beiunserem allerersten Date damals gesagt und ich bin mit treu geblieben. Ich willhier nicht weg.
Und auch mir geht es hundselend. Es schmerzt mich sounendlich, den Kinderwunsch wieder zu begraben…. bin unzählige KM in die KiWuKlinik gefahren, habe Medikamente geschluckt, habe mich sogar operieren lassen.Habe Termine mit Freunden verschoben/abgesagt, wenn sie in die „heiße Phase“fielen, habe sehr viel Geld hingelegt… Und jetzt plötzlich mache ich einen Rückzieher– schlimmer noch: Ich stelle plötzlich die ganze Beziehung in Frage und binkurz davor, mich zu trennen.
Von der zufriedenen in sich ruhenden Frau, die sich so sehr gefreuthat, endlich ihren Menschen gefunden zu haben, wo es das Universum mit 40Jahren dann doch plötzlich noch gut meint, ist nichts mehr geblieben. Ich binunzufrieden, hilflos, stecke tief in meiner Trauer um mein verstorbenes Pferd, vermissemein altes Leben, habe unendlich Schuldgefühle und wahnsinnige Angst einefalsche Entscheidung für´s Leben zu treffen.
Es hatte alles gepasst und wir haben uns so sehr aufgemeinsame Kinder gefreut und es schien so, als wären wir beide endlichangekommen. Mein Partner liebt mich sehr, ist so ein unglaublich toller Menschund mein gesamtes Umfeld sagt, dass ich endlich „den“ Menschen habe, der zu mirpasst und mir gut tut und alle wünschen sich, dass wir eine Familie gründen undich auch endlich Glück haben darf.
Und was ist mit mir? Ich kann nicht mehr schlafen, nicht mehressen, heule nur noch und habe das Gefühl in eine handfeste Depressiongerutscht zu sein. Bin total verzweifelt und es schmerzt mich so sehr, nach alldem Invest wieder Abschied zu nehmen (vom KiWu + der Partnerschaft).
Mein Partner ist so hilflos und er hat so Angst mich zu verlieren,versucht Kompromisse zu finden und Lösungen zu schaffen. Aber diese sind allemit so einem wahnsinnigen Invest meinerseits verbunden, dass ich denke, eswürde und beiden besser gehen, wenn ich mich trenne… Es würde erst mal weh tunaber dann würde es gut werden….
Aber es sind Schmerzen, die langsam unerträglich werden weilich keine Lösung finde. Ich möchte keine Trennung, ich möchte auch gern eineFamilie gründen. Aber unter unseren Voraussetzungen und Aussichten in denkommenden 3-4 Jahren ist das einfach unmöglich. Der Preis wäre viel zu hoch,die Liebe würde sterben. Und dann stehe ich wieder allein da und müsste alleinevon vorn beginnen…
Puh… allein beim Schreiben wird mir wieder schlecht…
Danke an alle, die durchgehalten haben, diesenenergieraubenden, völlig negativen Post zu lesen.
Tat gut, sich mal alles von der Seele zu schrieben.