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Sind Einzelkinder weniger neidisch?

Simmi

Neues Mitglied
Hallo,
bin auf der Arbeit gerade mit einer Neidproblematik konfrontiert und denke deshalb grad viel über diese Kollegen nach. Zudem interessiere ich mich sehr für Psychologie allgemein bzw. wie andere so ticken.
Nach meiner Erfahrung sind nur sehr wenige Menschen echte Teamplayer weil immer wieder Wettbewerbs/Konkurrenzdenken das verhindert. Ich selbst schätze mich in dieser Frage als ziemlich integer ein und bin immer wieder enttäuscht, wie wenig andere Zeitgenossen das meiner Meinung nach auch sind. Schätze so maximal 2 von 10.
Zur Frage....meine These ist, dass Einzelkinder weniger Konkurrenzdenken an den Tag legen, einfach aus dem Grund ihrer familiären Sozialisierung und Prägung. Nie Vergleiche/Konkurrenz mit Geschwistern, uneingeschränkte/ungeteilte Aufmerksamkeit der Eltern usw. Wie denkt ihr darüber bzw. welche Erfahrungen habt ihr gemacht.
Bin Einzelkind gewesen und bereits 55 und kann behaupten, mein Leben lang nie mich groß verglichen zu haben mit anderen und wenn mal ein Anflug von "Konkurrenzdenken" aufkam dann schwenkte das oft eher zeitnah in Bewunderung oder Anerkennung um aber nicht in böse Worte oder Taten oder Lästereien.
Ich kenne in meinem Umfeld auch kaum Geschwisterkonstellationen, in denen nie diese "Konkurrenzstimmung" in der Luft liegt, wenn auch nur subtil und nur wahrnehmbar mit feinen Antennen für sowas.
Manchmal reflektiere ich auch, dass ich vielleicht durch meine "Abgeklärtheit" dahingehend bei anderen als arrogant rüberkommen könnte. Auch typische Lästereien und Getratsche sind mir ein Graus und ich halte mich lieber total raus. Sage gar nichts zu sowas. Auch das stinkt anderen, hab ich oft den Eindruck.
Habe selbst zwei erwachsene Söhne und inwieweit diese zwei in Wirklichkeit "konkurrieren" sehe ich vielleicht nicht objektiv genug, denke aber, dass es nicht groß ein Thema ist. Zumal sie aber auch grundverschieden sind und es kaum Ansatzpunkte für Vergleiche/Neid/Konkurrenz gibt.
Seid ihr auch Einzelkinder die gönnen können sozusagen 😉...oder welche Erfahrungen habt ihr so gemacht?
VG
Simmi
 
Ich denke nicht, dass deine These zutrifft.

Spätestens ab dem Kindergarten haben Kinder mit Gleichaltrigen zu tun und sind u. a. auch Vergleich ausgesetzt.

Wie Neid entsteht, weiß ich letztendlich nicht. Mich persönlich betreffend, denke ich, dass das etwas ausgeprägter war, als ich jünger war. Das waren nicht unbedingt materielle Dinge. Ich hätte mir beispielsweise als Kind gewünscht, dass meine Mutter...hm.....zugewandter gewesen wäre, so wie die Mütter mancher Freundinnen.

Mit meinem Bruder bin ich in keinster Weise in Konkurrenz.
 
Nach meiner Erfahrung sind nur sehr wenige Menschen echte Teamplayer weil immer wieder Wettbewerbs/Konkurrenzdenken das verhindert. Ich selbst schätze mich in dieser Frage als ziemlich integer ein

Ich wette viele Menschen, denen du das absprichst, würden diesen Satz von sich selber auch sagen.

Und ich finde, dass in diesem Thread, auch wenn du sagst, dass dir Vergleiche mit anderen Menschen fernliegen, schon ein gewisses Vergleichen mit anderen liegt nach dem Motto: 2 von 10 Menschen haben es in dem Bereich drauf - und ich bin einer von ihnen.
Schon alleine dadurch wertest du dich quasi auf, indem du andere entgegensetzt, die sich da deiner Meinung nach nicht so integer verhalten.
Nehmen viele sicher nicht so war, aber ich denke schon, dass Menschen an sich gern mal andere negativ bewerten, um sich damit selber nen kleinen Egobooster zu geben - zumindest im Unterbewusstsein.

Deiner Einzelkind-These würde ich entgegenhalten, dass es auch sein kann, dass Einzelkinder besonders verwöhnt und dadurch auch neidanfällig sein können, weil sie nie lernen mussten zu teilen und immer Mamas/Papas einziger Liebling waren.. Wie du sagst, sie hatten immer die uneingeschränkte Aufmerksamkeit und wenn sie das als Erwachsene dann mal anders erleben, kann das ne ziemlich kalte Dusche für die sein und sie wissen dann eventuell nicht damit umzugehen, dass man jetzt auch mal auf andere achtgeben muss und deren Interessen mitberücksichtigen. Und dafür selber eventuell auch kürzer treten muss.
Aber wie bei allem gibt es solche und solche. Vielleicht gibts statistisch eine Tendenz, wer da jetzt mehr social skills hat, Einzelkinder oder Leute mit Geschwistern.
Aber es gibt bei sowas ja immer auch weitere Faktoren wie Wesen des Menschen, Erziehungsstil der Eltern usw...Da müsste man dann auch drauf schauen, was davon jetzt welchen Impact hat.
 
Hallo,
bin auf der Arbeit gerade mit einer Neidproblematik konfrontiert und denke deshalb grad viel über diese Kollegen nach. Zudem interessiere ich mich sehr für Psychologie allgemein bzw. wie andere so ticken.
Nach meiner Erfahrung sind nur sehr wenige Menschen echte Teamplayer weil immer wieder Wettbewerbs/Konkurrenzdenken das verhindert. Ich selbst schätze mich in dieser Frage als ziemlich integer ein und bin immer wieder enttäuscht, wie wenig andere Zeitgenossen das meiner Meinung nach auch sind. Schätze so maximal 2 von 10.
Zur Frage....meine These ist, dass Einzelkinder weniger Konkurrenzdenken an den Tag legen, einfach aus dem Grund ihrer familiären Sozialisierung und Prägung. Nie Vergleiche/Konkurrenz mit Geschwistern, uneingeschränkte/ungeteilte Aufmerksamkeit der Eltern usw. Wie denkt ihr darüber bzw. welche Erfahrungen habt ihr gemacht.
Bin Einzelkind gewesen und bereits 55 und kann behaupten, mein Leben lang nie mich groß verglichen zu haben mit anderen und wenn mal ein Anflug von "Konkurrenzdenken" aufkam dann schwenkte das oft eher zeitnah in Bewunderung oder Anerkennung um aber nicht in böse Worte oder Taten oder Lästereien.
Ich kenne in meinem Umfeld auch kaum Geschwisterkonstellationen, in denen nie diese "Konkurrenzstimmung" in der Luft liegt, wenn auch nur subtil und nur wahrnehmbar mit feinen Antennen für sowas.
Manchmal reflektiere ich auch, dass ich vielleicht durch meine "Abgeklärtheit" dahingehend bei anderen als arrogant rüberkommen könnte. Auch typische Lästereien und Getratsche sind mir ein Graus und ich halte mich lieber total raus. Sage gar nichts zu sowas. Auch das stinkt anderen, hab ich oft den Eindruck.
Habe selbst zwei erwachsene Söhne und inwieweit diese zwei in Wirklichkeit "konkurrieren" sehe ich vielleicht nicht objektiv genug, denke aber, dass es nicht groß ein Thema ist. Zumal sie aber auch grundverschieden sind und es kaum Ansatzpunkte für Vergleiche/Neid/Konkurrenz gibt.
Seid ihr auch Einzelkinder die gönnen können sozusagen 😉...oder welche Erfahrungen habt ihr so gemacht?
VG
Simmi
Ich denke, es gibt überall solche und solche. Das kann man sicher nicht verallgemeinern.
Es nützt Dir ja auch nichts.
Im Endeffekt musst Du mit denen zurecht kommen, mit denen Du arbeitest.
Egal warum sie wie sind.
 
Ich denke auch, dass man das so allgemein nicht sagen kann. Auch Einzelkinder werden von den Eltern mit anderen Kindern verglichen und in Konkurrenz gesetzt.

Auch Einzelkinder sehen bei Altersgenossen, dass die etwas haben, was sie selber nicht haben und können entsprechend Neid entwickeln.

Einzelkinder müssen zwar zu Hause nicht teilen, sind aber dafür einem größeren Druck ausgesetzt, weil alle Erwartungen der Eltern alleine auf ihnen liegen.

Es hat Vor- und Nachteile, ein Einzelkind zu sein, aber mit Pauschalurteilen muss man vorsichtig sein.
 
Einzelkinder müssen zwar zu Hause nicht teilen, sind aber dafür einem größeren Druck ausgesetzt, weil alle Erwartungen der Eltern alleine auf ihnen liegen.
Selbst das lässt sich nicht verallgemeinern. Wir haben ja solch ein Einzelkind. Da ich selber (kein Einzelkind übrigens) zu Hause großem Druck ausgesetzt war, habe ich das ganz bewusst bei meinem Kind anders machen und den Druck von ihm fernhalten wollen. Vergleiche ich ihre Situation mit meiner als Kind hab ich definitiv mehr Druck aushalten müssen.
 
Simmi, es nutzt dir nichts, wenn du Kollegen, mit denen du Schwierigkeiten hast, Neid unterstellst. In deinem anderen Faden klingt es, als wollest du diesen "Neidern" die Verantwortung für die missliche Lage im neuen Job zuschreiben.
Es ist egal, ob ein Kollege 2, 5 oder 0 Geschwister hat. Es ist egal, ob Einzelkind, Zwilling oder Drilling. Es sind alles Menschen und man muss einen Umgang mit ihnen finden.
 

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