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Sich unwohl fühlen

L

LonelY

Gast
Hallo!
Ich hoffe hier einen Rat zu finden.
Zu meiner Situation:
Ich bin 20 Jahre alt und Mama einer süßen Tochter (3 Monate alt). Ich bin ungeplant schwanger geworden und habe mich für meine Tochter entschieden, der Kindsvater hat mir allein die Entscheidung überlassen und mich nicht zu einer Abtreibung gedrängt. Ich habe ihn damals über das Internet kennengelernt, er hat mir eine Wohnung zur Verfügung gestellt, da ich nicht mehr bei meinen Eltern wohnen konnte und wollte. Er war nett, es ging aber nur um Sex (auch von meiner Seite aus).
In der Schwangerschaft ging es mir nicht besonders gut (psychisch und es gab auch Komplikationen , sodass meine Tochter per Kaiserschnitt 6 Wochen zu früh zur Welt kam) Nach ihrer Geburt ging es mir besser und ich bekam viel Unterstützung von meiner Mutter, da wir uns wieder vertragen haben (waren lange zerstritten). Mit dem KV (Kindsvater) habe ich die ganze Zeit geschrieben und ihn quasi via WhatsApp „kennengelernt“. Zumindest hat er mir viel von sich erzählt. Wir haben uns gut verstanden, persönlich gesehen haben wir uns jedoch kaum, da er es nicht konnte oder wollte (angeblich nie Zeit gehabt). Er hat uns weder im Krankenhaus noch in der Zeit danach besucht. Das erste Mal gesehen hat er sie vor 1 Woche, er war für eine halbe Stunde zu Besuch. Er zahlt verlässlich Unterhalt und hat mir eine Wohnung besorgt, die er aktuell zahlt, sodass ich mietfrei lebe und insgesamt 1500€ pro Monat zur Verfügung habe (1000€ Unterhalt plus 300€ Elterngeld und 200€ Kindergeld). Die Wohnung befindet sich in einer schönen Gegend und kostet 1400€ warm pro Monat. Er kauft unserer Tochter auch zusätzlich Dinge z.B Spielzeug.

Ich fühle mich extrem unwohl damit und habe das Gefühl ihm auf der Tasche zu liegen. Zudem habe ich mit meiner Entscheidung meine Tochter zu behalten sein Leben massiv verändert und habe das Gefühl mich in sein Leben eingemischt zu haben. Er wollte schließlich nur Sex und keine Familie mit mir gründen. Er hat sich nie darüber beschwert, wirklich nie. Redet nur nett über seine Tochter (dass sie lieb und süß ist) und bereut auch nichts. Als ich zu ihm gesagt habe, dass ich froh darüber bin sie behalten zu haben, hat er gesagt dass er auch froh darüber ist dass ich nicht abgetrieben habe. Er ist auch überhaupt nicht arrogant, obwohl er vermögend ist. Sehr bodenständig (kommt aus der Mittelschicht und hat sich alles selbst erarbeitet) Ich fühle mich schlecht, da ich in meinem Leben noch nichts erreicht habe und einfach nicht so toll bin wie er. Ich kann gar nicht mit ihm mithalten. Heute habe ich z.B im Stress den teuren Laminatboden vergessen und bin mit dem KiWa mit nassen Rädern drüber gefahren, sodass der Boden nun kaputt ist.. Ich ärgere mich so darüber und bekomme einfach nichts hin.
Ich fühle mich ziemlich einsam und habe außer dem KV keine sozialen Kontakte hier. Bei meinen Eltern möchte ich nicht leben (wohnen in einem Kaff, nächster Supermarkt zu Fuß mehr als 1h entfernt und bin nicht mobil) Der KV kommt aber höchstens 1x pro Woche kurz vorbei. Meine Eltern wohnen mit Zug 4h entfernt. Ich habe das Gefühl, dass mir die Decke auf den Kopf fällt. Aktuell mache ich jeden Tag das gleiche. Kochen und Haushalt machen ist immer anstrengend, da meine Tochter nie allein liegen will und ich sie alle 30 Sekunden auf den Arm nehmen muss.. Auch essen kann ich nicht vernünftig, manchmal komme ich zu nichts. Ich weiß gar nicht wie ich so noch Karriere machen soll, da man mit Kindern nie Feierabend hat. Nach 8h Arbeit kann ich nicht mal eben kurz entspannen, zu Hause geht die Arbeit dann weiter. Ich muss auch noch erstmal mein Studium beenden. Keine Ahnung wie ich das alles schaffen soll. Ich fühle eine Mischung aus Überforderung und Langweile zugleich. Ich habe meine Tochter lieb, weine vor Rührung wenn sie herzhaft lächelt, tröste sie wenn sie weint etc. Trotzdem fühle ich mich unwohl. Vor allem dass ich jetzt mit einem Menschen kooperieren muss, den ich kaum kenne und der in einer anderen Liga spielt (der KV).
Ich finde das sooo schlimm. Manchmal wünsche ich mir, dass ich den Kontakt zu ihm abbrechen und neu anfangen kann, obwohl er mir nichts getan hat. Ich fühle mich einfach nicht wohl und möchte diese Verbundenheit zu ihm nicht, will frei sein. Ich bin zudem total durcheinander, eigentlich mag ich ihn total gerne aber manchmal meckere ich ihn auch extrem an. Wirklich extrem. Er verwirrt mich und ich frage mich ob das alles so richtig für mich ist, ich fühl mich nicht wohl. Meine Mutter meinte, dass sie meine Tochter wohl aufnehmen und adoptieren würde.
Dann müsste ich keinen Kontakt zum KV haben, könnte in eine kleine Studenten WG ziehen, studieren und nebenbei jobben, Leute in meinem Alter kennenlernen. Ich fühl mich nicht wohl neben einem super erfolgreichen Unternehmer mit zig Firmen. Und ob ich meiner Tochter was bieten kann daran zweifele ich auch. Ich hab das Gefühl sie braucht mich nicht und dass ich dem KV nur Ärger mache. Manchmal frag ich mich was ich damals für einen Mist gemacht hab, warum ich mich überhaupt mit ihm getroffen habe. Ich will mir erstmal selbst was erarbeiten und zu mir finden. Ich passe aktuell nicht zu so erfolgreichen Leuten. Am liebsten will ich sein Geld nicht mal!!
 
Dass Geld scheint dir der KV gerne zu zahlen.
Er hat genug Geld.
Da brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben.

Möchtest du denn das Kind behalten oder es deiner Mutter zur Adoption geben ?
Könnte denn deine Mutter das Kind öfter mal nehmen, um dich zu entlasten ohne Adoption ?
Du könntest das Kind auch in eine Kita oder zu einer Tagesmutter geben.
Ich würde mich auf jeden Fall auf eine Ausbildung oder Studium konzentrieren.

Wenn du mehr Kontakt zu Freunden und Gleichaltrigen hättest würde es dir vermutlich besser gehen.
Vielleicht findest du auch mal einen richtigen Partner für eine feste Beziehung.
 
Ich würde den Teufel tun, mein Kind meiner Mutter, mit der ich mich gerade erst wieder vertragen habe (!) zur Adoption zu überlassen!
Als du dich entschieden hast, deine Tochter zu behalten, musst du doch irgendeinen Plan für dich gehabt haben. Wie sah der denn aus?
 
niemand zwingt dich, in dieser Wohnung zu bleiben. Rede mit ihm, vielleicht erhöht er das, was er dir monatlich zahlt, um den Betrag für die Miete die er jetzt bezahlt, und dann suchst du dir mit deinem Kind was anderes.
Ich finde es gut, dass er die Verantwortung für das Kind übernimmt. Ich finde nicht gut, dass du dir dadurch so gefangen vorkommst.
Eine richtige Beziehung zu ihm scheint ausgeschlossen, oder?
 
Hallo,

bei dir sind gleich mehrere Dinge im Leben schiefgelaufen. Du bist einfach nicht alleine überlebensfähig und von all deinen Mitmensch_innen (M/W/D) abhängig. Du warst zunächst komplett von deinen Eltern abhängig, da du nicht einmal Führerschein und Auto besitzt und zusätzlich noch studierst.

Weil du dich mit ihnen zerstritten hast, bist du ausgezogen und ein Unbekannter hat dir eine Wohnung gegen Sex zur Verfügung gestellt. Jetzt hast du ein Kind, weil die Verhütung entweder nicht vorhanden oder nicht zuverlässig war. Ganz arg schlimm! So bist du nun von deinem unbekannten Sexpartner komplett abhängig, anstatt von deinen Eltern!

Du kannst froh sein, dass er zahlt und dass er dir die Bude finanziert. Bist aber absolut abhängig. Wenn er dir die Kohle abdreht, hast du ein großes Problem.

Was nun also tun? Ich würde an deiner Stelle das Studium so schnell wie möglich beenden. Dann würde ich untertauchen, einfach abhauen. Abhauen und in einer großen Stadt einfach noch einmal ganz von vorne anfangen. Wo dich niemand kennt, wo du von niemandem abhängig bist.

LG und alles Gute,
SFX
 
Ich denke, es ist wichtig, dass du unabhängig wirst - finanziell wie auch emotional.
Du könntest zum Beispiel sagen, dass du zwar Geld für deine Tochter annimmst, nicht aber für dich selbst. Wenn du dir selbst etwas erarbeiten musst, dir selbst etwas aufbaust, wirst du dich am Ende wahrscheinlich besser fühlen und selbstbewusster auf das blicken, was du erreicht hast.
Du könntest in eine WG mit einer anderen jungen Mutter ziehen und dir einen Minijob oder Teilzeitjob suchen.
Natürlich wäre das stressiger als deine aktuelle recht komfortable Lebenssituation, aber ich denke nicht, dass du in dieser ewigen Abhängigkeit auf Dauer glücklich werden wirst.
Außerdem trägst du die Verantwortung dafür, deine Tochter zur Selbstständigkeit zu erziehen. Wie soll das gehen wenn du selbst unselbständig bist und dich immer von anderen abhängig machst?
 
Wenn Kinder Kinder kriegen .....

Da ist ganz viel schiefgelaufen. Sicher hast du dir das alles toller vorgestellt, selbstständig zu leben mit einem Kind. Das selbstständige Leben heißt halt auch, dass man alles selbst machen muss. Und das Kind ist nicht nur süß, sondern auch anstrengend. Weg von den Eltern, die dir wahrscheinlich gesagt haben, du sollst dein Leben in den Griff bekommen - erst mal verlockend.

Ich fürchte, da musst du jetzt irgendwie durch. Du bist rechtlich gesehen erwachsen und musst Entscheidungen für dich und dein Kind treffen.

Du hast dich für das Kind entschieden, aber jetzt ist es nicht mehr so toll und du willst sie lieber an deine Eltern abgeben. Überleg dir das gut. Es muss ja nicht gleich Adoption sein. Wenn deine Eltern sich um dein Kind kümmern, bis du mit dem Studium fertig bist, du sie aber trotzdem regelmäßig siehst - wäre das eine Möglichkeit? Du suchst dir irgendwo in der Nähe eine Unterkunft und studierst weiter.

Ist der KV verheiratet? An deiner Stelle würde ich auch versuchen, mich unabhängig von ihm zu machen. Was nützt dir die tolle Wohnung, wenn du keinen wirklichen Partner, keine Kontakte oder sonstige Unterstützung da hast?
 

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