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sich selbst nicht ernst nehmen, in der Kindheit eingeübt....

Rascas

Aktives Mitglied
wieso neigen eigentlich manche Familien dazu die Konflikte totzuschweigen und zu denken wenn man über etwas nicht spricht gibt es das nicht.

Als ob Probleme nicht schwelen?

Am allerschlimmsten finde ich aber, wenn man die Gefühle anderer / der eigenen Kinder nicht ernst nimmt und nicht stehen lassen kann...

Genau das geschieht ja auch in meiner Beziehung.

Nehme ich die Gefühle meiner Frau ernst? Oder gehe ich einfach drüber indem ich was verlange..

Nehme ich meine Gefühle ernst? Oder lasse ich die anderen drüberlatschen weil es eventuell bequemer für mich ist....

Das sind die grundsätzlichen Überlegungen die ich im Moment anstelle...

Ich stelle das mal als seperates Thema ein.

ich würde sehr gerne die Überlegungen anderer dazu hören.

Wie wir in unserer Kindheit dazu gedrillt werden uns selber zu überhören um es anderen leichter zu machen...

Ich fand die Diskussion hier über das was Erziehung ist sehr spannend.

gerade die Aussage von Schmetterlingsflattern, das sie an ihren Kindern nicht ziehen möchte...
 
ich glaube du hast da einen weg vor dir,der dich zu dir selbst führt...
wenn d dich betrachtest..wie d bist und lebst, fürht das auch unweigerlich zu den warums...und zack biste bei den eltern,wo du nun bist...du kannst auch da aschuen,warum sind meine eltern so...warum nehemn sie mich nicht ernst. wenn du deren geschichte untersuchst,wirst du auch einiges brauchbares für dich daraus zeihen könenn und sie mehr und mehr verstehen.🙂
 
Das mit dem Tabuisieren, Verschweigen und Leugnen von Problemen in den Familien scheint so alt wie die Menschheit und weltweit verbreitet zu sein. Möchte mal wissen, ob die Leute wirklich glauben, dass auf die Weise alles gelöst wäre. Aber dieses Problem zu knacken scheint mir schwieriger als die Quadratur des Kreises.

Ob die Leute unfähig sind oder verlogen? Ob die wenigstens im Ansatz ahnen, was sie anrichten? Eine Seele, deren Gefühle verleugnet werden, ist lebendig begraben...
 
Tja...bei uns herrscht ne ganz offene Kultur über sehr sehr viele Themen.

Problem ist: Kind sagt manchmal erst was, wenn man massiv nachfragt- will sagen, das hängt auch entscheidend von der Persönlichkeitsstruktur des Kindes ab. Auch meins neigt gerne mal dazu, zu versuchen, es allen recht zu machen, obwohl das gar nicht von ihr verlangt wird. Und schweigt sich über manche Dinge zu Tode.

Und glaubt dann auch mal gerne, dass sie das schlechteste Kind der Welt ist, wir die doofsten Eltern überhaupt, dann mal überschäumend die Prinzessin vorm Herrn und mit Königen als Eltern. Es ist als Eltern gar nicht so einfach rauszufinden, was genau gerade fehlt. Man nimmt das schon alles ernst, aber es ist auch schwer, rauszufinden, was das Kind gerade willst. Klar wärs besser, man könnte das schon den Kids ordentlich beibringen. Probieren wir alle.

Schönes Them übrigens.

Deviance
 
also in meiner kindheit wars so,das gefühle der kinder oft überhört,übergangen wurden damit der haussegen nicht schief steht...und damit nichts verändert werden muss. es war ein in sich funktionierendes system der erwachsenen,wo man nicht dran rütteln durfte. die mutter hat eigene gefühle unterdrückt und konnte den gefühlen der kids keinen raum geben,weil sie dann hätte etwas ändern müssen, in ihrem leben und in beziehung zu den kids.

dabei wäre es oftmals auch schon gut gewesen für uns kids,hätten wir die gefühle einfach nur äussern dürfen...sie wurden oft weggewischt "ach du..geh spielen" hiess es oft,wenn man etwas erzählen wollte.
so lernte man nicht drüber zu reden.
ich war da eher schwieirg für meine eltern,weil ich nicht still blieb und weils mir wichtig war,mich zu äussern.

als ich alt genug war...pubertät,hatte ich genug mut und geng von meiner mutter so das ich mich abwendete,innerlich mich trennnte...ich wollte kiene mutter die sich ,ihre gefühle und meine gefühle nicht achtet.

im laufe der zeit habe ich gelernt zu mir zu stehen. mir ists wichtig,das ich lebendig sein darf,das ich fühlen darf, ohne wenn und aber. wenn das nicht möglich ist,mit anderen,dann gehe ich .
ich habe mich von meiner gesamten familie distanziert.
geht mir besser damit.
 
Ich denke, es gibt mehrere Ursachen für die Unterdrückung von Konflikten in manchen Familien. Meistens kennt man es seit der eigenen Kindheit nicht anders, d. h. man bekommt eingetrichtert, dass Gefühle und Wünsche nichts zählen und dann gibts natürlich Sanktionen, um das durchzusetzen. Das, was man wirklich fühlt, wird verdrängt. D. h. ich finde, es ist eine Art Gehirnwäsche, die betrieben wird - dass nur Leistung und die tolle Fassade zählt, dass Gefühle Gefahr bringen, dass die "Gemeinschaft" wichtiger ist als der Einzelne, dass das Anstreben von Perfektion normal ist, d. h. es geht um bestimmte neurotische Normen in der Familie oder in der Mehrheit der Gesellschaft ... Notzeiten können manchmal solche Normen hervorbringen. Oder patriarchale Denkweisen und Strukturen der Gesellschaft ("Der Mann ist vernünftig, die Frau gefühlsbetont; zum materiellen und sozialen Überleben ist die Vernunft wichtig, Gefühle sind was für Weiber"). Oder die Eltern sind überfordert mit der Erziehung und unterdrücken die Gefühle der Kinder deshalb - weil sie zu stolz/neurotisch sind, um sich Hilfe zu holen. Oder weil es einfach keine Hilfe gibt. Oder Kinder gelten in einer Gesellschaft generell weniger als Erwachsene.
Ich finde, wenn Gefühle und Wünsche nicht ernst genommen werden, kann man auch nicht von Liebe sprechen. Weder sich selbst noch anderen gegenüber. Denn Gefühle und Wünsche sind das Lebendigste und Persönlichste am ganzen Menschen. Insofern bist du gerade am entscheidenden Punkt angelangt, Rascas. Ich nehme an, es ist eine spannende Zeit für dich, oder?
Bei uns in der Familie war es auch so. All die Konflikte wurden unter den Teppich gekehrt, die wahren Gefühle und Bedürfnisse waren egal. Die Erdbeben, die dann irgendwann kamen, waren dann natürlich entsprechend heftig.
Wir haben fast alle viel dazugelernt ... heute gehen wir ganz anders miteinander um. Aber es ist nach außen hin auch nicht zu übersehen, dass wir keine richtige Familie sind. 😀 Trotzdem, heute gehts allen besser als damals.
 
Zuletzt bearbeitet:
wieso neigen eigentlich manche Familien dazu die Konflikte totzuschweigen und zu denken wenn man über etwas nicht spricht gibt es das nicht.

Als ob Probleme nicht schwelen?

Am allerschlimmsten finde ich aber, wenn man die Gefühle anderer / der eigenen Kinder nicht ernst nimmt und nicht stehen lassen kann...

Genau das geschieht ja auch in meiner Beziehung.

Nehme ich die Gefühle meiner Frau ernst? Oder gehe ich einfach drüber indem ich was verlange..

Nehme ich meine Gefühle ernst? Oder lasse ich die anderen drüberlatschen weil es eventuell bequemer für mich ist....

Das sind die grundsätzlichen Überlegungen die ich im Moment anstelle...

Ich stelle das mal als seperates Thema ein.

ich würde sehr gerne die Überlegungen anderer dazu hören.

Wie wir in unserer Kindheit dazu gedrillt werden uns selber zu überhören um es anderen leichter zu machen...

Ich fand die Diskussion hier über das was Erziehung ist sehr spannend.

gerade die Aussage von Schmetterlingsflattern, das sie an ihren Kindern nicht ziehen möchte...

Jepp..
Das ist schon der erste richtige Schritt in eine "neue" Zukunft..
Auch ich bin so "erzogen" worden.. über Jahre hinweg habe ich das so ausgeübt.. ich als einziges Kind von vieren..
Auf Dauer macht es traurig..
ZG hatte ich irgendwann einmal die Erkenntnis gewonnen.. dass meine Umwelt nur so auf mich reagiert.. wie ich es vorgebe..
Seitdem spiele ich nicht mehr die von anderen mir zugeteilte Rolle..
Ich denke.. vor allem für meine Mam ist es schwer.. aber ich weiss auch.., dass sie daran selbst wachsen kann.. alle um mich herum können das..

Ich fühle mich in mir super wohl.. weil ich endlich MICh gefunden habe.
 
Ja, viele Eltern wollen funktionierende Kinder, die möglichst wenig Probleme bereiten, das wird gerne dadurch erreicht, indem man Kindern eintrichtert, dass sie nicht auf ihre Gefühle hören sollen, das ist dann nämlich schon zu anstrengend, oder die Zeit fehlt, darauf einzugehen.

Sie könnten sich sonst als wichtig nehmen und erkennen, dass sie das auch sind, dann müssten sich die Eltern aber selbst zurücknehmen, was solche Menschen aber grundsätzlich nicht wollen oder können, oder selbst zu große Probleme haben und die Kinder dadurch in den Hintergrund rücken.

Einen Partner würde ich grundsätzlich auch zu nichts zwingen oder einen Kompromiss einfordern.
 

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