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Sich selbst lieben?

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xx(w)

Mitglied
Hallo,
Nein ich liebe mich nicht selbst. Aber ich habe mich mal selbst geliebt und mich nun entschieden alles zu tun damit ich es wieder kann.
Ich habe bestimmte Werte, die ich an Menschen schätze und andere Dinge, die ich verachte- solange ich diese Werte erfülle, liebe ich mich.
 
G

Gast

Gast
Sich selbst lieben. Ich denke die wenigsten Menschen tun das wirklich.
Doch warum eigentlich?
Ich denke da an meine Zeit zurück:
In der Schule war ich sehr sehr schüchtern, das dazu geführt hat das ich gemobbt wurde. Jeden Tag aufs Neue wurde mir eiskalt ins Gesicht gesagt wie hässlich ich doch sei. Das war auch mein tiefster Punkt im Leben. Klar wurde ich depressiv und weinte nur noch. Bis zu dem Zeitpunkt wo mir klar wurde dass das so nicht weitergehn kann.
Jeder kann selbst für sich entscheiden wie man sein mag und mit der Zeit muss man einfach lernen sich selbst zu lieben denn das ist auch einfach das wichtige im Leben. Sei so wie du sein magst! Du allein entscheidest das. Wenn dir das mal klar wird, wirst du es auch schritt für schritt lernen und glücklich sein.
 

tulpe

Sehr aktives Mitglied
Charlie Chaplin Selbstliebe


Als ich anfing, mich selbst zu lieben,
habe ich erkannt, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich
sind, wenn ich gegen meine eigene Wahrheit lebe.
Heute weiß ich: Das ist AUTHENTIZITÄT.

Als ich anfing, mich selbst zu lieben,
habe ich verstanden, wie sehr es jemanden verletzen kann, wenn ich versuche,
diesem Menschen meine Wünsche aufzunötigen, obwohl ich wusste, dass die Zeit
nicht reif und dieser Mensch nicht bereit war und selbst wenn ich selbst dieser
Mensch war.
Heute nenne ich es RESPEKT.

Als ich anfing, mich selbst zu lieben, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und ich konnte sehen, dass alles um mich herum eine Einladung zum Wachsen war.
Heute nenne ich es REIFE.

Als ich anfing, mich selbst zu lieben,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen
Zeit am richtigen Ort bin und alles genau im richtigen Moment passiert.
So konnte ich gelassen sein.
Heute nenne ich es SELBSTVERTRAUEN.

Als ich anfing, mich selbst zu lieben,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben, und ich habe aufgehört, weiter grandiose
Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich mehr das, was mir Spaß und Freude macht, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen
bringt. Ich mache es auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute nenne ich es EINFACHHEIT.

Als ich anfing, mich selbst zu lieben,
habe ich mich von allem befreit, was weniger gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen
und Situationen und von ALLEM, das mich immer wieder hinunterzog und weg von
mir selbst. Anfangs nannte diese Einstellung „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich: Das ist SELBSTLIEBE.

Als ich anfing, mich selbst zu lieben,
habe ich aufgehört, immer Recht haben zu wollen. Seitdem habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich entdeckt:
Das ist BESCHEIDENHEIT.

Als ich anfing, mich selbst zu lieben,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu
sorgen. Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet.
So lebe ich heute jeden Tag, Tag für Tag, und ich nenne es ERFÜLLUNG.

Als ich anfing, mich selbst zu lieben,
erkannte ich, dass mein Denken mich durcheinander bringen und krank machen kann.
Als ich es jedoch mit meinem Herzen verknüpft habe, bekam mein Verstand einen wertvollen Verbündeten.
Heute nenne ich diese Verbindung HERZENSWEISHEIT.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Streit, Konfrontationen und jeglichen Problemen mit uns selbst
und anderen zu fürchten. Sogar Sterne kollidieren manchmal und aus ihrem Zusammenprall entstehen neue Welten.

Heute weiß ich: DAS IST LEBEN!

Ich denke, dieser Text sagt es irgendwie ganz gut: Selbstliebe ist eine Reifeprozess, der andauert. Ich glaube nicht, dass man mal einfach auf die Schnelle lernen kann, sich selbst zu lieben (wenn man es nicht tut), sondern dass es ein langer Prozess ist, der über viele Jahre dauert und man es irgendwann geschafft hat.

Ich liebe mich nicht selbst, aber ich glaube, ich bin heute schon ein paar Schritte in dem Prozess dahin weiter, als vor 10 Jahren und zwar weil ich mich mit mir selbst, meinem Leben bzw. dem Leben überhaupt auseinandergesetzt habe und jeden Tage dazu lerne (also fast jeden, man muss ja auch mal Entspannen ;) )
 
G

Gelöscht 58773

Gast
Nein ich liebe mich (noch) nicht. Dürfte auch schwer sein, wenn man, wie in meinem Fall, sein ganzes Leben lang nie wirklich gemocht/geliebt wurde. Denn das Leben wird erstmal immer von den äußeren Einflüssen bestimmt, bzw das Leben hängt erstmal drastisch davon ab, dass man von außen geliebt und gemocht wird.

Mit der Zeit sollte man dann aber erkennen, dass der wichtigste Mensch der dir Anerkennung schenkt, der zufrieden mit dir sein sollte, du selbst bist. Denn du lebst 24h täglich mit dir. Außerdem vereinfacht es das Leben ungemein.

Ganz wichtige Zwischenschritte dafür sind, dass man sich Fehler verzeiht, dass man Nachsicht mit sich hat und dass man sich erstmal akzeptiert
 

Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Hallo, Alice,

bei der Antwort zu Deiner Frage hilft mir die Überlegung, wie ich mir einen wirklich guten Freund wünsche. Über ihn würde ich sagen: "ich liebe diesen Freund"

Und wenn ich dann so bin, wie ich mir einen guten Freund wünsche, dann liebe ich auch mich.

LG, Nordrheiner
 
G

Gelöscht 58773

Gast
Hallo, Alice,

bei der Antwort zu Deiner Frage hilft mir die Überlegung, wie ich mir einen wirklich guten Freund wünsche. Über ihn würde ich sagen: "ich liebe diesen Freund"

Und wenn ich dann so bin, wie ich mir einen guten Freund wünsche, dann liebe ich auch mich.

LG, Nordrheiner
Ich glaube, dass dieses Denken ziemlich fatal sein kann. Denn erstens geht es um das Wort wünschen und wünschen kann ich mir echt viel. Man kann nichtmal 1% von dem erfüllen, was man sich so wünschen kann. Zudem wäre ich auch vorsichtig mit Freund. Selbst wenn ich mir einen Freund wünsche, der realistisch ist, kann der noch meilenweit davon entfernt sein, von dem was ich eigentlich bin. Ich kann mir einen Freund wünschen, der total extrovertiert ist, ich selbst bin es aber nicht und ich mag eigentlich auch meine ruhige Art.

Ich verstehe den übertragenen Sinn, wenn man das aber wörtlich nimmt, kann das in die Hose gehen.
 

Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Ich glaube, dass dieses Denken ziemlich fatal sein kann. Denn erstens geht es um das Wort wünschen und wünschen kann ich mir echt viel. Man kann nichtmal 1% von dem erfüllen, was man sich so wünschen kann. Zudem wäre ich auch vorsichtig mit Freund. Selbst wenn ich mir einen Freund wünsche, der realistisch ist, kann der noch meilenweit davon entfernt sein, von dem was ich eigentlich bin. Ich kann mir einen Freund wünschen, der total extrovertiert ist, ich selbst bin es aber nicht und ich mag eigentlich auch meine ruhige Art.

Ich verstehe den übertragenen Sinn, wenn man das aber wörtlich nimmt, kann das in die Hose gehen.
Ja, da hast Du völlig Recht. Beim Verfassen meines Textes habe ich nur an meine Vorstellungen gedacht, ohne diese näher zu beschreiben. Wenn ich mir z.B. einen Freund wünschte, der alles richtig macht und überall der Beste ist, bei jedermann beliebt, dann hätte ich ziemlich schlechte Karten.

Vielleicht sollte ich zu meinem Freund ergänzen: Ich muß mit seinen Fehlern gut klar kommen und Seine Stärken weiß ich zu schätzen. Wir beide wissen was Lob ist und können mit Kritik umgehen, ohne uns zu verletzen. Wir muntern uns gegenseitig auf und treten uns in den A.... wenn Nachlässigkeit die Toleranzgrenze überschreitet. Und wenn wir meinen, an bestimmten Eckpunkten wäre zu feilen, dann wird auch das gemeinsam angegangen. Wir können uns Fehlverhalten verzeihen und sind auf unsere guten Leistungen auch ein bißchen stolz. Wir können in dem einen Moment alleine sein und sind sofort - wenn es sein muß mitten in der Nacht - füreinander da, wenn wir uns brauchen.

Besonders wichtig wäre mir bei diesem Freund, dass er mir seine Freundschaft auch hör- und fühlbar zeigt. Als Freund macht es mir Freude, ihm eine Freude zu machen. Einfach so. Er muß sich mein Wohlwollen nicht verdienen.

Ich meine, wenn ich mit einem Menschen gerne befreundet wäre, der so wäre wie ich, dann kämen wir beide sehr gut miteinander aus, ohne dass einer von uns perfekt sein muß. Würde einer von uns gefragt, warum er denn mit dem anderen befreundet sei, dann würden wir sagen: Weil ich ihn liebenswert finde, so wie er ist.

Sich selbst lieben hat viel damit zu tun, dass man einen Menschen lieben würde, der so ist, wie man selbst ist. Du schreibst eine Beschreibung von Dir und überlegst Dir, wie Du mit einem Menschen umgehen würdest, der zufällig genau so wäre.
Du solltest ihn nicht ablehnen, weil er Schwächen hat. Und Du brauchst ihn nicht vergöttern, weil er einiges echt gut kann. Du solltest ihn lieben, auch wenn er nicht immer so funktioniert, wie Du es Dir wünschst. Auch mein Freund ist auch nur ein Mensch.

----------------

ist es so annehmbar, verständlich?

LG, Nordrheiner

Ich denke, wir haben Probleme mit der Selbstliebe,
... wenn wir nur unsere Schwächen sehen,
... wenn wir Anforderungen an uns stellen, die wir nicht (so schnell) erfüllen können
... wenn wir uns nur dann lieben, wenn wir gut funktionieren
... wenn wir unsere Liebe von Erfolgen abhängig machen,
... wenn wir nur dann uns lieben können, wenn Dritte dieser Liebe zustimmen, wenn Anerkennung bei anderen Menschen eine Rolle spielt.
 
D

Dr. Rock

Gast
Hi.

Folgende Frage:

Liebt ihr Euch Selbst?

Wenn ja/nein, war es immer so? Oder was hat sich geändert?

Und die wichtigste Frage: Wie liebt man sich selbst?
Uff...ich formuliere es für mich mal so, ich akzeptiere und nehme mich, wie ich bin, aber ob ich mich wirklich liebe, weiß ich nicht zu beantworten, vielleicht ja, vielleicht nein, weiß nicht woran ich das festmachen kann bzw. soll.

Hängt es davon ab, wie ich mich behandle und mit mir umgehe, was ich mir zumute? Dann könnte ich durchaus mit "ja" antworten.

Grundsätzlich hat sich mein Selbstbild wesentlich verbessert, durch bedingungslose Selbstannahme, auch derjenigen Anteile von mir die vielleicht nicht unbedingt das Gelbe vom Ei sind, aber man kann sich bemühen und erkennen dass auch solche Anteile irgendwo (früher mal) ihre Notwendigkeit besaßen und ebenso Teil der Persönlichkeit sind.

Und dann nähert man sich einem selbst immer mehr an.
 

Adria78

Aktives Mitglied
Jein....

Vor einigen Jahren war ich noch voller Selbsthass. Der ging soweit, das ich mein eignes Spiegelbild von mir nicht ansehen mochte. Das hing mit meiner Vergangenheit zusammen.

Durch eine Hypnosetherapie wurde dieser Selbsthass abgebaut. Ich emfpinde mich auch als selbstbewußter als damals. Das Leid ist nicht mehr so da.

Aber richtige Selbstliebe und Respekt vor mir selbst habe ich noch nicht entwickelt. Da arbeite ich im Moment in einer Therapie dran. Das geht aber nur Schritt für Schritt.

Solche Sachen wie die Zitate von Chaplin sind ja im Prinzip richtig. Aber sie sind... auch eine Belastung. Weil sie Druck aufbauen. So nach dem Motto: "Wenn Du Dich nicht selbst liebst, dann ist das falsch. Dann bist Du verkehrt. Ein schlechter Mensch, der auch nicht gut für andere ist...."

Man soll sich selbst lieben, gerecht zu sich und anderen sein, Mitleid empfinden und und und. Und wehe man kann das nicht! Dann ist man "nicht richtig".

Das führt dazu, das jemand der sowieso wenig Selbstliebe empfindet, noch weniger hat. Weil es einfach nicht zu schaffen ist, dieses angestrebte Ideal zu erreichen. Ein Paradox.

Mir ist es so gegangen, wirklich.

Stattdessen finde ich es besser von Selbst-Akzeptanz zu sprechen. Also auch seine Fehler anzunehmen. Und nicht zu versuchen der "perfekte" Mensch zu werden. Und dazu gehört dann manchmal auch sich selbst zum kotzen zu finden. Wieder ein Paradox. Akzeptiert man seine Fehler, auch mal sein "sich selbst zum kotzen finden", dadurch entsteht die Selbstliebe.
 

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