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Sexuelle Unlust wegen psychischer Probleme/Angststörung

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Rockville

Mitglied
Hallo alle zusammen,

ich habe mal eine Frage...
Wie in meinen anderen Threads ja schon gelesen, leidet meiner Frau seit Jahrzehnten schon an Angststörungen, Depressionen, etc. Zwischendurch wurde es mal besser, dann aber wieder extrem schlechter (Geburtstrauma bei der Geburt meines Sohnes). Sie nimmt auch Medikamente ein (die aber nicht auf die Libido drücken)...

Wir sind Ende/Anfang 30, seit 7 Jahren verheiratet und haben ein Kind.
Ich weiß, dass ihr alles schwer fällt... überhaupt auch den Alltag zu "überstehen" und so...

Ich habe aber nunmal auch Verlangen nach Sex... Es geht mir nicht um die Ejakulation, sondern um das Gefühl der intimen Zweisamkeit. Also die körperliche Anziehung, Sinn-Explosion, etc. spielen bei mir/uns eine große Rolle!

Ich fühle mich schlecht mit diesen Gedanken, dass von "ihr verlangen zu wollen", aber ich habe auch Bedürfnisse... ich stelle sie schon echt zurück, aber nach einer längeren Zeit (im Moment 6 Monate), kann ich das einfach nicht mehr unterdrücken...
Wir sprechen darüber, jeder versteht jeden (daran scheitert es echt nicht), aber ändern kann sich dadurch natürlich auch nichts... Es gibt nur: Sie macht es, obwohl sie es garnicht kann/will - ich tue es nicht, obwohl ich es wirklich möchte.

Wie gesagt, ich verstehe Sie vollkommen... wollte nur mal nachhören, ob das hier vllt. auch jemand kennt, oder so...

LG
 
Danke dir für deine schnelle Antwort 🙂

Also die Medikamente, die sie nimmt, hemmt nicht ihre Lust - an den Medis liegt es nicht...


Das Thema ist halt bei ihr ganz weit untergeordnet, weil es halt "größere" Sachen zu bewältigen gibt... das kann ich auch nachvollziehen - rein objektiv betrachtet.

Wir hatten auch schonmal ein Stück tantrische Übungen gemacht und das war auch super - aber seit langer Zeit besteht überhaupt das Problem der "Lust" bzw. Bereitschaft, sich da überhaupt hinzubegeben...
 
Rockville,

woher weisst Du denn dass sich die Medis nicht auf die Libido auswirken? oft tritt die libidovermindernde Wirkung auch stark verspätet ein - auch die Pille (falls Deine Frau diese nimmt) wirkt sich fast immer stark libidohemmend aus. Falls beides zutrifft ( oder auch nur eins): Medikamente wechseln, Pille gegen andere Verhütung tauschen.
Es kann auch eine Hormonfrage sein. Wenig Östrogen= wenig Verlangen. Auch den Hormonstatus würde ich mal checken lassen.

Und Angst und Depressionen, ja, das kann dazu führen, dass man gar nicht mehr möchte - und je mehr einem bewusst wird dass der Partner möchte, desto mehr kann es dazu führen, dass man sich dahin gedrängt fühlt, und sich dann innerlich dagegen wehrt. (auch wenn Du sie nicht drängen willst und auch wenn Du Verständnis hast)

Deiner Frau würde ich empfehlen, erstmal nicht mehr zu masturbieren, das wird ihr Verlangen auf Sex mit Dir automatisch steigern. Auch Pornos zu zweit gucken könnte (im späteren Verlauf !) vielleicht helfen.
 
Sie mag grundsätzlich nicht intim werden?
Wie ist es denn mit körperlicher Nähe, wie: sich küssen, streicheln?
Magst Du noch auf die Frage eingehen, wie es mit ner Sexualberatung aussieht?
Ja, sie mag grundsätzlich nicht in die Richtung Sex-Intim werden (auch nicht mit sich selbst). Körperliche Nähe, Küssen, Streicheln ist alles kein Problem... nur kommt halt auch nicht so oft vor, weil sie dann immer Angst hat, dass "ich darauf anspringe und mehr will"... was auch vorkommt... Ein Teufelskreis...

Das mit der Beratung würde ich mir mal durch den Kopf gehen lassen... andererseits möchte ich Sie jetzt nicht noch zu einem anderen Therapeuten "hinschleppen"... sie hat ja schon ihre "normale" Psychotherapie.

vienna meinte:
woher weisst Du denn dass sich die Medis nicht auf die Libido auswirken? oft tritt die libidovermindernde Wirkung auch stark verspätet ein - auch die Pille (falls Deine Frau diese nimmt) wirkt sich fast immer stark libidohemmend aus. Falls beides zutrifft ( oder auch nur eins): Medikamente wechseln, Pille gegen andere Verhütung tauschen.
Weil sie es mir ganz klar sagt: Sie hatte die Medis früher schonmal genommen, da hat es sich darauf ausgewirkt, jetzt aber nicht (so wie sie sagt, denn sie hat immerhin Gedanken an Sex, etc. was sie vorher nicht hatte).

Die Pille nimmt sie nicht mehr seit 3 Jahren.

vienna meinte:
Deiner Frau würde ich empfehlen, erstmal nicht mehr zu masturbieren, das wird ihr Verlangen auf Sex mit Dir automatisch steigern. Auch Pornos zu zweit gucken könnte (im späteren Verlauf !) vielleicht helfen.
Sie masturbiert nicht...
 
Mir würde ehrlich gesagt jetzt aus dem Stegreif kein Psychopharmaka einfallen, dass nicht Libidoverlust als Nebenwirkung haben kann und i.d.R. ist das tatsächlich sogar eine der besonders häufigen Nebenwirkungen.
Medikamente dieser Art sollten aber sowieso eher begleitend zur Therapie eingenommen werden, wenn eine gewisse Stabilität für eben diese sinnvoll ist z.Bsp. Von langfristiger, rein medikamentösen Therapie halte ich persönlich gar nichts und Ursachen bekämpft damit ja auch nicht.
In wie weit ist denn bereits eine Aufarbeitung mit psychotherapeutischer Hilfe erfolgt bei deiner Partnerin? Das wäre u.a. bei traumatischen Erfahrungen ja verdammt wichtg.
 
Ja, sie mag grundsätzlich nicht in die Richtung Sex-Intim werden (auch nicht mit sich selbst). Körperliche Nähe, Küssen, Streicheln ist alles kein Problem... nur kommt halt auch nicht so oft vor, weil sie dann immer Angst hat, dass "ich darauf anspringe und mehr will"... was auch vorkommt... Ein Teufelskreis...

Das mit der Beratung würde ich mir mal durch den Kopf gehen lassen... andererseits möchte ich Sie jetzt nicht noch zu einem anderen Therapeuten "hinschleppen"... sie hat ja schon ihre "normale" Psychotherapie.


Weil sie es mir ganz klar sagt: Sie hatte die Medis früher schonmal genommen, da hat es sich darauf ausgewirkt, jetzt aber nicht (so wie sie sagt, denn sie hat immerhin Gedanken an Sex, etc. was sie vorher nicht hatte).

Die Pille nimmt sie nicht mehr seit 3 Jahren.


Sie masturbiert nicht...

Was ich Dir noch raten kann: Nimm sie öfter mal in den Arm, halte sie fest, und dann lass sie wieder los, ohne auf Sex hinauszuwollen. Wenn ihr im Bett liegt, umarme sie, OHNE in Richtung Sex zu steuern. Wenn ihr Fernsehen guckt, massiere ihr mal die Füße, oder den Nacken, oder frag sie ob sie ein Glas Wein möchte. Nimm ihr einfach mal das Kind ab, ohne dass sie darum bittet, und ohne dass Du das groß thematisierst, damit sie Zeit für sich hat.

Mach das eine ganze Weile. Übertreib es nicht ( also nicht auf einmal Blumen schenken oder Essen kochen, wenn Du das sonst nicht machst). Es ist sehr wichtig, dass Du sie umarmst, ihr über die Haare streichelst oder sonstiges, ohne auf Sex hinauszuwollen!! Also auch nicht die Finger zu den erogenes Zonen wandern lassen. Einfach nur mal halten, oder in den Arm nehmen. Etwas für sie tun.

Sexuelles Verlangen bei Frauen hat oft mit Geborgenheit zu tun, mit dem Gefühl, angenommen zu werden. Wenn man länger zusammen ist und bereits oft Sex hatte, neigt man dazu, sich nur noch dann anzufassen oder zu umarmen, wenn Sex angesagt ist. Das würde ich an Deiner Stelle ändern, denn bei ihr entsteht dann vielleicht das Gefühl, Sex haben zu müssen (zumindest irgendwann wieder einmal), und dann fragt sie sich vielleicht, warum sie überhaupt Sex haben MUSS,und dann wehrt sie sich dagegen. Die Art wie sie bei Berührung bereits jetzt reagiert, zeigt mir, dass es schon soweit ist.

Für Dich heisst das: Disziplin. Lass sie von sich aus kommen. Stell Dir vor ihr seid wieder Teenager und Du weisst nicht wie weit Du überhaupt bei ihr gehen darfst. Deswegen: nur lieb sein. Und: nimm es nicht persönlich. Es ist NICHT gegen Dich gerichtet! Wenn Du ihr Geborgenheit gibst und liebevoll zu ihr bist, ohne dass Sex im Raum steht, wird sie wieder auf Dich zukommen. Kann aber was dauern.
 
Mir würde ehrlich gesagt jetzt aus dem Stegreif kein Psychopharmaka einfallen, dass nicht Libidoverlust als Nebenwirkung haben kann und i.d.R. ist das tatsächlich sogar eine der besonders häufigen Nebenwirkungen.
Medikamente dieser Art sollten aber sowieso eher begleitend zur Therapie eingenommen werden, wenn eine gewisse Stabilität für eben diese sinnvoll ist z.Bsp. Von langfristiger, rein medikamentösen Therapie halte ich persönlich gar nichts und Ursachen bekämpft damit ja auch nicht.
In wie weit ist denn bereits eine Aufarbeitung mit psychotherapeutischer Hilfe erfolgt bei deiner Partnerin? Das wäre u.a. bei traumatischen Erfahrungen ja verdammt wichtg.

Ja, wir wissen, dass jedes Psychopharmaka diese Nebenwirkung besitzt... aber bei der jetzigen Einnahme ist das nicht der Fall. Meine Frau kennt sich da ganz gut aus und kann sehr gut auf ihren Körper hören ;-)

Sie werden ja auch begleitend zur Stabilisierung im Alltag zur Therapie eingenommen. Sie sollen den Alltag etwas erleichtern, damit sie weiter an sich "arbeiten" kann.

Sie ist insgesamt schon ca. 16 Jahre in Behandlung... aber wegen Trauma jetzt knapp 2 Jahre... vorher halt Panikattacken, Angststörung, etc.

Kimi Onawa meinte:
ist (wenn alles so weiter läuft, wie bisher) eine zunehmende Frustration beiderseits vorprogrammiert. Wenn schon körperliche Nähe, Küssen...angstbesetzt ist - nicht mehr genossen werden kann.

Du kannst ja erst einmal (?) alleine zu nem Beratungsgespräch und schauen, ob sich für Dich etwas Hilfreiches auftut.

Je nachdem, wie aufgeschlossen und flexibel ihr mit ihrer Unlust/Deiner Lust umgehen könnt, gibt es x Möglichkeiten.
Ja, ich werde das auf jeden Fall mal in Betracht ziehen und ggf. ausprobieren.
 
Was ich Dir noch raten kann: Nimm sie öfter mal in den Arm, halte sie fest, und dann lass sie wieder los, ohne auf Sex hinauszuwollen. Wenn ihr im Bett liegt, umarme sie, OHNE in Richtung Sex zu steuern. Wenn ihr Fernsehen guckt, massiere ihr mal die Füße, oder den Nacken, oder frag sie ob sie ein Glas Wein möchte. Nimm ihr einfach mal das Kind ab, ohne dass sie darum bittet, und ohne dass Du das groß thematisierst, damit sie Zeit für sich hat.

Mach das eine ganze Weile. Übertreib es nicht ( also nicht auf einmal Blumen schenken oder Essen kochen, wenn Du das sonst nicht machst). Es ist sehr wichtig, dass Du sie umarmst, ihr über die Haare streichelst oder sonstiges, ohne auf Sex hinauszuwollen!! Also auch nicht die Finger zu den erogenes Zonen wandern lassen. Einfach nur mal halten, oder in den Arm nehmen. Etwas für sie tun.

Sexuelles Verlangen bei Frauen hat oft mit Geborgenheit zu tun, mit dem Gefühl, angenommen zu werden. Wenn man länger zusammen ist und bereits oft Sex hatte, neigt man dazu, sich nur noch dann anzufassen oder zu umarmen, wenn Sex angesagt ist. Das würde ich an Deiner Stelle ändern, denn bei ihr entsteht dann vielleicht das Gefühl, Sex haben zu müssen (zumindest irgendwann wieder einmal), und dann fragt sie sich vielleicht, warum sie überhaupt Sex haben MUSS,und dann wehrt sie sich dagegen. Die Art wie sie bei Berührung bereits jetzt reagiert, zeigt mir, dass es schon soweit ist.

Für Dich heisst das: Disziplin. Lass sie von sich aus kommen. Stell Dir vor ihr seid wieder Teenager und Du weisst nicht wie weit Du überhaupt bei ihr gehen darfst. Deswegen: nur lieb sein. Und: nimm es nicht persönlich. Es ist NICHT gegen Dich gerichtet! Wenn Du ihr Geborgenheit gibst und liebevoll zu ihr bist, ohne dass Sex im Raum steht, wird sie wieder auf Dich zukommen. Kann aber was dauern.

Das mache ich auf jeden Fall schon so... mir fällts halt dann nach einer längeren Zeit schwer, nicht in die sexuelle Richtung zu gehen (und das noch nicht mal "gewollt")... aber ich werde es auf jeden fall nochmal intensivieren.

Wir sind so sehr körperlich und liebevoll miteinander im Umgang (vor allem im Alltag), aber sobald es halt abend ist oder so, dann wirds was schwieriger...

Danke für die ganzen Anregungen!
 
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