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Sexuelle Handlungen bei mir als Kind

  • Starter*in Starter*in Traumakindheit
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T

Traumakindheit

Gast
Hallo,

ein Freund meiner Mutter hat damals öfter auf mich aufgepasst, wenn meine Mutter bei einem Verwandten im Krankenhaus war, der Krebs hatte.

Dieser Mann massierte mich immer und fing dann irgendwann an, an meinen damals, mit 12, wenig vorhandenen Brüsten zu spielen. Ich habe mich damit unwohl gefühlt, weiß aber nicht wieso. Ich trug damals auch oft nur eine Schlafanzugshose und ein Unterhemd. Konnte das alles also nicht einordnen.

Heute habe ich Probleme damit, mich von "übergriffigen" Männern abzugrenzen und neige dazu, diese zu idealisieren, was sich dann nach und nach auflöst und in Ekel umwandelt...ich verstehe das nicht. Ich habe leider auch feine Antennen dafür, was andere Männer brauchen und daraus ergeben sich seltsame Dynamiken.

Damals habe ich meine Mutter darüber in Kenntnis gesetzt, was dieser Freund gemacht hat. Sie meinte, ich würde lügen und selbst wenn, dann wäre es meine Schuld gewesen, weil ich mich von ihm habe massieren lassen...

Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte mir weder etwas selbst diagnostizieren, noch möchte ich, das Leid vieler traumatisierter Menschen herunterspielen, aber könnte es sein, dass ich traumatisiert bin? Ich kann es absolut nicht einschätzen.
 
Vielleicht kann Dir eine Traumdeutung, Schlaftherapie, sowas in der Art helfen. um das Erlebte noch mal hervorzubringen und zu verarbeiten. Mir fällt jetzt der Fachbegriff nicht ein. Einfach mal mit einem Arzt sprechen, der kann Dir eine Überweisung zum Psychologen fertigmachen, Antrag bei der Krankenkasse stellen, dann werden die Kosten übernommen.
 
Auf jeden Fall blieb dieses Ereignis nicht ohne Folgen, wobei die Reaktion deiner Mutter wahrscheinlich sogar noch schädlicher war als der eigentliche Missbrauch. Leider ist es nicht so selten, dass Mütter die Triebtäter schützen, wenn sie mit denen zsm sind und dafür ihre Kinder zum Fraß vorwerfen...
 
Heute habe ich Probleme damit, mich von "übergriffigen" Männern abzugrenzen und neige dazu, diese zu idealisieren, was sich dann nach und nach auflöst und in Ekel umwandelt...ich verstehe das nicht. Ich habe leider auch feine Antennen dafür, was andere Männer brauchen und daraus ergeben sich seltsame Dynamiken.
Ich würde dir empfehlen dies mal mit einem Therapeuten zu besprechen. Hier kann und sollte dir niemand eine Traumatisierung attestieren. Aber es ist wichtig, dass du lernst dich zu schützen bevor es einmal sehr schief geht.
 
Ich könnte mir gut vorstellen, dass du traumatisiert bist. Suche dir eine Therapeutin, die EMDR macht. Mit der Behandlung kann das Trauma aufgelöst werden. Die Erinnerung verschwindet nicht, die bleibt, aber das eigene Verhalten ändert sich. Dass du dich unwohl gefühlt hast ist völlig normal.der Grund dafür ist, dass du von einem Mann befummelt worden bist, an Stellen, die die Intimität betreffen.
Mir ist so was im Aler von ca. 5 Jahren passiert. Habe die EMDR-Therapie gemacht, mein Verhalten hat sich geändert, allerdings ist der Ekel vor Männern geblieben. Was mich nicht stört, ich habe kein Interesse an einer Beziehung.
Im Internet gibt es eine Liste, wo du sehen kannst, in welchem Ort es die Therapeuten gibt.
Die Behandlung wird von den Krankenkassen bezahlt.
 
Wie kann eine Mutter so verständnislos und fies reagieren...
Es waren andere Zeiten damals. Hat der Lehrer eine Strafarbeit aufgegeben, hieß es damals von Seiten der Eltern: "Das wird wohl seine Richtigkeit haben." Während heute die Eltern beim Lehrer auf der Matte stehen und sich beschweren.
Genauso konnte sich niemand vorstellen, dass ein Priester übergriffig werden könnte. Ein Diener Gottes! Das kann ja gar nicht sein!
Und genauso waren bei solchen Vorwürfen die Eltern eben geneigt, eher dem Erwachsenen zu glauben als dem Kind. Das hat sich diesen Unsinn sicher nur ausgedacht.
Ich mache den damaligen Eltern keinen Vorwurf. Das war damals eben so. Man ist damals davon ausgegangen, dass man es durchweg mit anständigen und vernünftigen Menschen zu tun hat. Heute hat sich das ins gegenteilige Extrem verkehrt, sogar noch schlimmer.
 
Es gab auch damals Eltern, welche ihr Kind schützten und es gibt auch jetzt noch Eltern, welche nur autoritätsgläubig den Erwachsenen glauben.

Insgesamt gebe ich deinem Beitrag auf jeden Fall recht, wenn man die Mehrheit betrachtet.....damals war noch vieles ganz anders als jetzt.
 
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