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Sex und Fetisch - Ziemliche Unterschiede

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dropster

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Hallo! Mich beschäftigt folgendes Problem. Ich führe mit meiner Freundin eine an sich glückliche Beziehung (Sind jetzt 1,5 Jahre zusammen), nur im sexuellen Bereich liegen wir schon ziemlich weit auseinander. Das war im Grunde schon am Anfang so, also auch in der ärgsten Verliebtheitsphase. Meine Freundin hatte vor mir nur Partner, die kaum Interesse an Sex hatten, und entsprechend wenig Erfahrung. Außerdem hat sie kein einwandfreies Verhältnis zu ihrem Körper, mag ihre Beine und Brüste nicht. Ich finde sie aber sehr attraktiv und sexy, sage ihr das auch oft. Sie liebt mich, ist sehr zärtlich und aufmerksam, aber Sex ist ihr nicht so wichtig. Nun bin und war ich immer schon sexuelle sehr aktiv. Meine Freundin reicht es oft nur zu kuscheln, ich will dann doch meistens mehr. Ergebnis: Entweder sie macht es nur für mich oder gar nicht. Beides eher unbefriedigend. Ich hab sie schon oft nach ihren Wünschen gefragt, um sie mehr einzubinden, aber sie zählt dann nur Dinge auf, die nichts mit Sex zu tun haben. Der Sex, den wir haben, ist schon gut, aber mich stört ihre Passivität, fühle mich körperlich nicht begehrt von ihr als Mann.

Problem Nr.2: Ich habe einen ziemlich ausgeprägten Pinkelfetisch. Jetzt nicht gleich erschrecken, nichts mit anpinkeln usw., mich erregt es einfach, ihr dabei zuzusehen (besonders draußen). Außerdem finde ich es spannend, weil es ganz anders als bei uns Männlein funktioniert. Von der Vorliebe weiß sie und es stört sie nach eigener Aussage auch nicht, mich ab und an daran teilhaben zu lassen, obwohl es ihr selber wiederum nichts gibt. Was ich nicht ganz verstehe ist, dass sie potentielle Situationen vom Gefühl her dann trotzdem eher meidet bzw. wenn, dann so pinkelt, dass ich nichts sehen kann. Interessant wird das ja nur aus sehr geringer Entfernung. Nun kann ich natürlich nicht erwarten, dass sie so eine Vorliebe teilt, und muss wohl dankbar sein, dass ich sie überhaupt in Ansätzen leben kann, trotzdem bleibt auch hier das Gefühl zurück, dass mir etwas entgeht, das ich sooo gerne öfter genießen würde.

Nun ist es natürlich so, dass das Leben nicht nur aus Sex besteht und andere Teile der Beziehung (Freizeitgestaltung, Vertrauen, Gespräche, Zärtlichkeit) auch sehr gut klappen. Ich liebe sie auch sehr und möchte sie nicht verlieren, versuche, auch meine Gedanken von Sex und Fetisch wegzubringen, aber sie kehren immer wieder dorthin zurück. Wie kann ich hier eine Lösung finden ohne mich gleich zu trennen? Ich kann meinne Sexualtrieb nicht steuern und auch diesen komischen Fetisch nicht kontrollieren. Fremdgehen ist aber kein Thema, und Internet-Bildchen will ich ehrlich gesagt auch keine anschauen.

Lg, dropster
 
Hallo dropster: Vielleicht wäre es für Dich interessant, mal die Meinung der "anderen Seite" zu hören. Ich selber bin mit einem Fetischisten zusammen: Zwar ein anderer Fetisch, aber eben dennoch ein Fetisch (Schuhe, die ich tragen soll).
Das ganze ist an sich nicht schlimm- warum sollte man nicht gewisse Schuhe dem Partner zuliebe anziehen? Auch mal im Bett wäre das an sich nicht schlimm.
Aber ich leide dennoch massiv darunter, so dass der Fetisch unserer Beziehung kaputt machen wird.
Warum?
Weil der Fetisch zu wichtig für ihn ist. Irgendwann fühlt sich fast jede Frau von einem Fetischisten ausgenützt. Die Frage: Bin jetzt ICH wichtig, oder ist es eigentlich der Fetisch (bei dem ICH ersetzbar wäre)?
Leider tun die meisten Fetischisten wenig dazu, der Partnerin dieses Gefühl zu nehmen, weil es eben be vielen leider so ist: Die Frau ist- zumindest in der konkreten Fetischsituation- im Hintergrund und der Fetisch ist das wichtigste.
Wenn Du wirklich was gutes für Deine Freundin tun willst, so lasse das nie so weit kommen. SIE muss im Mittelpunkt sein- Du darfst bei allem was Du tust ihre Interessen nicht außer Acht lassen.
Sex ist für die meisten Menschen nicht schön, wenn sie nicht sicher sein können, dass SIE der Grund sind, warum der Partner erregt ist. Verstehst Du, was ich meine: Willst Du Sex nur, weil Du eh grad scharf bist und Druck ablassen willst? Dann wird das ganze sie nicht besonders anmachen. Wenn sie aber spürt, dass Du scharf AUF SIE! bist, dann wird sie eher mitziehen.
Genauso ist es beim Fetisch.
Eine wichtige Sache noch: So wie sich Dein Fetisch liest, sehe ich schon Probleme vorprogrammiert: Und zwar fangen die da an, wo Sexualleben und Alltag zu sehr ineinander vermischt werden. Wenn sie gerade eh garkein Interesse an Sex hat und einfach mal muss und Du aber unbedingt zuschauen willst, dann geb ich Dir Brief und Siegel: Das wird sie nerven. Es nervt, wenn man plötzlich alltägliche Dinge nicht mehr tun kann, ohne dass man gleich den sabbernden Partner😉 an der Backe hat. Verstehst Du, was ich meine? Stell DIr vor, sie würde darauf stehen, zuzuschauen, wenn du Dir die Zehennägel schneidest: Eigentlich nicht schlimm, aber was, wenn sie Dich dann dauernd dazu anhalten würde, doch bitte die Nägel zu schneiden und dann auch Sex wollen würde, auch wenn Du gerade keinen Bock auf Sex hast.
Dazu kommt, dass es für sie sicher eine große Überwindung ist. Sie schämt sich sicher dabei und macht es nur dir zu liebe. Bitte vergiss das nicht- Du tust ihr damit keinen Gefallen, also versuche ihr im Gegenzug so viel Rücksicht wie möglich entgegenzubringen, wenn sie Dir zuliebe mitmacht.
Vielleicht kannst Du mit meinem Post was anfangen.
 
Nein, das sehe ich anders: Wenn man ansonsten harmoniert, dann solte man einer Beziehung immer eine Chance geben. Wenn beide aufeinander eingehen können, passt man sexuell mit fast jedem zusammen- wenn man nicht bereit ist auf seinen Partner einzugehen, dann passt man mit NIEMANDEM sexuell zusammen.
Das ist der entscheidende Punkt: In wie weit kann ich mich mit meinem Partner "zusammenraufen" ohne dass einer zu kruz kommt.
 
Nein, das sehe ich anders: Wenn man ansonsten harmoniert, dann solte man einer Beziehung immer eine Chance geben. Wenn beide aufeinander eingehen können, passt man sexuell mit fast jedem zusammen- wenn man nicht bereit ist auf seinen Partner einzugehen, dann passt man mit NIEMANDEM sexuell zusammen.
Das ist der entscheidende Punkt: In wie weit kann ich mich mit meinem Partner "zusammenraufen" ohne dass einer zu kruz kommt.

nach deiner antwort zu urteilen, bist du doch das beste Beispiel, dass es nicht passt.
 
Dankie Violetta und Pepita für eure Worte.

@Pepita: Welche Frau würde ich denn dann deiner Meinung nach brauchen? Ich bin an sich kein wilder Typ, war noch nie im Bordell, in keinen einschlägigen Clubs unterwegs und hatte in meinem Leben - ungelogen - noch keine Affäre. Nur den Sexualtrieb und den Fetisch, die hab ich eben, vielleicht auch gerade weil ich eher wenig Beziehungserfahrung habe (Meine aktuelle Freundin ist die dritte, bin 36. Mit ihren Vorgängerinnen konnte ich sexuell übrigens alles ausleben, inkl, Fetisch, dennoch hielten die Beziehungen nicht, allerdings aus anderen Gründen).

@Violetta: Natürlich geht es mir in erster Linie um SIE. Was den Fetisch betrifft (Ist das überhaupt einer? Immerhin hatten wir nach dem Pinkeln - Erregung hin oder her - noch nie Sex), habe ich auch klar gesagt, dass ihr Schutzbedürfnis immer im Vordergrund steht. Also, wenn sie Angst hat, dass jemand kommt, schaue ich nicht und pass auf, dass niemand kommt usw. Stecke hier schon sehr viel zurück. Ich schaue auch keinen anderen Frauen beim Pinkeln zu, noch nicht mal im Internet, weil ich es am liebsten nur mit ihr teile. Aber ja, ist natürlich schwer zu vermitteln und nicht jedermanns Sache. Überwindung kostet es sie inzwischen nicht mehr, da wir auch aufgrund unserer Hobbys sehr viel in der Natur unterwegs sind, die Situation also oft auftritt. Ich brauch das auch nicht immer. Speziell zu Hause, im Alltag, begleite ich sie eigentlich nie ins Bad. Das ist mir schon klar, dass das total nervt, wenn ich ihr da ständig an der Backe kleben würde. Mit Sex hat es für sie allerdings nichts zu tun. Es erregt sie nicht, kostet sie aber auch keine Überwindung, wie sie selber sagt (Sie ist am Land mit vielen Geschwistern aufgewachsen, Männlein wie Weiblein, und hat das oft gesehen). Aber entgegenkommen will sie mir da irgendwie auch nicht oder einen Schritt weiter gehen.

Beim Sex mache ich ihr schon viele Komplimente, aber sie muss sie halt auch annehmen. Ich kann ihr 10x sagen, dass ich ihre Beine sexy finde, wenn sie selbst ein Problem damit hat, glaubt sie mir nicht.

Hm, was soll ich tun? Trennung wegen sowas ist doch absurd. Sicher ist es wichtig, aber eine Beziehung besteht doch aus so viel mehr.

lg

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nach deiner antwort zu urteilen, bist du doch das beste Beispiel, dass es nicht passt.
Ja, ich bin ein Beispiel dafür, was passiert, wenn die Kommunikation nicht stimmt. Dann geht es nicht. Das heißt aber nicht, dass das bei allen so sein muss.
Aber natürlich: Gerade besondere sexuelle Wünsche erfordern eben mehr Kommunikation (nicht nur verbal!) als andere Beziehungen.
Ich denke, gerade ein Fetischist muss besondere "Antennen" für die Wünsche seiner Partnerin entwickeln und muss eben ganz speziell auf Signale achten, was sie genau belastet (was ist das belanstende Moment und was ist OK). Und er muss lernen, schnell zu erkennen, wann schluß ist.


Hm, was soll ich tun? Trennung wegen sowas ist doch absurd. Sicher ist es wichtig, aber eine Beziehung besteht doch aus so viel mehr.
Sehe ich auch so: Ein Fetisch kann ein Problem sein, aber er muss es nicht. Hängt eben von euch beiden, aber in erster Linie von Dir ab.
redet ihr denn offen? Was sagt sie so? Was wäre für sie schön? Was stört sie? Ihr müsst euch da quasi gemeinsam weiterentwickeln.

Natürlich geht es mir in erster Linie um SIE. Was den Fetisch betrifft (Ist das überhaupt einer? Immerhin hatten wir nach dem Pinkeln - Erregung hin oder her - noch nie Sex), habe ich auch klar gesagt, dass ihr Schutzbedürfnis immer im Vordergrund steht. Also, wenn sie Angst hat, dass jemand kommt, schaue ich nicht und pass auf, dass niemand kommt usw.
Ich weiß nicht recht, ob Du das nachvollziehen kannst...ich sag Dir einfahc mal, wie ich sowas empfinden würde. Vielleicht ist es bei Deiner Freundin anders, aber Du kannst das ja mal abchecken:
Ich würde befürchten, dass Du eben nicht deine Partnerin erregend fndest, sondern den bloßen Vorgang. Auch wenn es Dir wichtig ist, IHR (als individuelle Person) dabei zuzuschauen, bist Du während dessen ja nur auf den Vorgang beschränkt.
Würdest Du ganz sicher wahrnehmen, wie sie sich genau in diesem Moment fühlt?

Mit Sex hat es für sie allerdings nichts zu tun. Es erregt sie nicht, kostet sie aber auch keine Überwindung, wie sie selber sagt (
Naja, dass sie es auch erregt, hättest Du ja auch nicht erwartet- das wäre schon ein mega Zufall. Aber immerhin ist es keine Überwindung- das ist schon mal ne Menge. Ehrlich gesagt: ICH persönlich könnte das nicht. Auf keinen Fall! Also in sofern hast Du schon ne Menge Glück.
Beim Sex mache ich ihr schon viele Komplimente, aber sie muss sie halt auch annehmen. Ich kann ihr 10x sagen, dass ich ihre Beine sexy finde, wenn sie selbst ein Problem damit hat, glaubt sie mir nicht.
Das ist gut, dass Du auf sie eingehst. Ich bin sicher: Deine Komplimente sind nicht folgenlos: Vielleicht kann sie sie nicht so annehmen, aber sie gehen nicht ohne Folgen an ihr vorrüber: Sie bewirken sicher gutes in ihr.
Also weiter so!

Hast Du eigentlich mit ihr klar mal über euer beider Wnsche geredet? Was wünschst Du Dir? Weißt Du das überhaupt genau?- oft weiß man das nämlich selber nicht so). Und was möchte sie? Was würdest Du vermuten, dass sie sich am meisten von Dir wünscht?
 
@Violetta:

Sehe ich auch so: Ein Fetisch kann ein Problem sein, aber er muss es nicht. Hängt eben von euch beiden, aber in erster Linie von Dir ab.
redet ihr denn offen? Was sagt sie so? Was wäre für sie schön? Was stört sie? Ihr müsst euch da quasi gemeinsam weiterentwickeln.

Sie beschreibt es ähnlich wie du. Zentral ist für sie das Gefühl, nicht als "Lustobjekt" betrachtet zu werden. Das gelingt vor allem dann, wenn ich in anderen Bereichen der Beziehung sehr auf sie eingehe. Ein Problem sehe ich hier in einem möglichen Ungleichgewicht: Sie ist (nicht nur in sexuellen Dingen) ein sehr anpassungsfähiger Mensch, mir fällt es leichter Grenzen zu setzen. Das wirft sie mir dann indirekt auch manchmal vor. Hier besteht durchaus Konfliktpotential.

Ich würde befürchten, dass Du eben nicht deine Partnerin erregend fndest, sondern den bloßen Vorgang. Auch wenn es Dir wichtig ist, IHR (als individuelle Person) dabei zuzuschauen, bist Du während dessen ja nur auf den Vorgang beschränkt.
Würdest Du ganz sicher wahrnehmen, wie sie sich genau in diesem Moment fühlt?

Das ist sehr schwierig, zumal der Fokus in den 10 sek. (mehr sind es ja meist nicht) tatsächlich auf meinem Lusterleben liegt. Deshalb habe ich sie gebeten, hier so viel wie möglich zu kommunizieren. Wann passt es für sie und wann nicht, was wünscht sie sich von mir usw. Das fällt ihr nicht leicht (siehe oben), aber sie will es versuchen. Zum konkreten Pinkel-Fetisch hat sie mir allerdings noch einmal versichert, dass es in der Regel egal ist, ob ich neben ihr bleibe oder nicht, wenn sie sich mal kurz in die Wiese hockt, da es für sie ein neutraler, natürlicher Vorgang ist und wir uns inzwischen auch genügend lang kennen, um zu wissen, wie unsere jeweiligen Körper aussehen. Nur in Notsituationen, etwa wenn sich kein gutes Versteck anbietet, soll ich brav bleiben und Wache schieben.

Naja, dass sie es auch erregt, hättest Du ja auch nicht erwartet- das wäre schon ein mega Zufall. Aber immerhin ist es keine Überwindung- das ist schon mal ne Menge. Ehrlich gesagt: ICH persönlich könnte das nicht. Auf keinen Fall! Also in sofern hast Du schon ne Menge Glück.

Das ist mir klar. Deshalb bin ich auch vorsichtig, das gleich aufs Spiel zu setzen, wenn nicht alles zu 100% passt. Wer weiß, ob ich mit einer neuen Partnerin überhaupt so viel davon leben könnte? Das sind ja nicht Themen, nach denen man den Partner primär wählt bzw. die man in der Kennenlernphase erwähnt.

Zum Thema Sex habe ich allerdings noch keine Lösung gefunden. Sie sagt, die Frequenz ist ihr zu hoch.

LG,

dropster
 
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