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Gast
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Liebes Forum,
ich (29) habe als Kind eine selbstunsichere Persönlichkeitsstörung entwickelt.
Abgelehnt wurde ich immer. Schon von meinen Eltern denen sicher früh bewusst war daß ich anders war als die Kinder in der Verwandtschaft und im Bekanntenkreis. Anders war ich mit Sicherheit nur wegen ihrer Lieblosigkeit und Kälte...
Ich tat mich mit allem schwer. Lernte spät laufen und Fahrrad fahren. Ich fiel und stürzte wann immer sich eine Gelegenheit bot. :-(
Im Kindergarten hatte ich Angst vor den anderen Kindern. Ich traute mich nicht mit ihnen zu reden und schenkte ihnen Süßigkeiten um mit ihnen in Kontakt zu kommen.
Kinder hatten sehr schnell raus daß ich gut auszunutzen war. Sie taten so als wollten sie meine Freunde sein damit ich ihnen was schenkte. Ich tat es, aber ohne Gewinn...
Ich war schüchtern und unsicher. Typisch für die selbstunsichere Persönlichkeitsstörung ist aber auch das gegenteile Verhalten. Ich war schnell gereizt und reagierte aggessiv wenn ich gehänselt wurde.
Ich machte also schon sehr schnell negative Erfahrungen mit anderen außerhalb des Elternhauses.
Wenn ich mich in der Schule daneben benommen hatte, brüllten meine Eltern mich zusammen und manchmal gab es auch Schläge.
Darüberhinaus bemühten sie sich darum daß ich mich sozial integrierte. Ich wurde in eine Ballettschule gesteckt, wo ich wegen meiner Unsportlichkeit und Steifheit fehl am Platz war.
Eine Freundschaft mit einem Mädchen aus dem Bekanntenkreis wurde organisiert obwohl mich das Mädchen überhaupt nicht schätzte. Ich denke mal die Freundschaft hielt ein paar Jahre weil sie bei uns zu Hause lecker zu essen und zu trinken bekam. Es nervte sie daß ich ängstlich war und nicht mit auf Bäume klettern wollte. Dafür hatte ich für wirklich reale Gefahren kein Gespür. Kaum konnte ich schwimmen schwam ich im Meer so weit alleine raus daß ich fast ertrunken wäre. Mein Vater hat mir dafür den Hintern versohlt.
Zum Spaß legte ich mich auch mal auf Bahngleise bis eine wütende Durchsage kam daß ich verschwinden sollte.
Auch in eine Jugendgruppe musste ich. Dabei passte ich gar nicht darein.
Im Laufe meiner Jugend versuchte ich oft um Nettigkeiten und Anerkennung zu kämpfen, aber das war vergeblich.
Ich wurde nirgendwo akzeptiert weil ich so still, unsicher und naiv war. Bei Provokationen wurde ich frech und warf meinen Klassenkameraden Schimpfworte an den Kopf. Ich war hilflos und überfordert mit meiner Umwelt.
Wenn ich mit meinen Eltern Verwandte oder Bekannte besuchte, zog ich mich nach einer Weile immer in einen anderen TEil der Wohnung oder in den Garten zurück wo ich mich allein beschäftigte.
Die Ablehnung meiner Person setzte sich im Berufsleben fort. Vielfach wurde immer zwei bestimmte Adjektive mit mir in Verbindung gebracht. Das waren die Worte "langweilig" und "uninteressant".
Kollegen machte es Spaß mich böse zu provozieren. Einmal sagte ein Kollege, er würde gleich einen "dicken Gelben" in die Pflanze im Büro geben. Als ich ihn böse anguckte, sah ich den Hass in seinen Augen als er meinte, ob ich denn jetzt etwa beschämt wäre!
Da die in der Firma wussten daß ich keinen Freund hatte, fragte man mich wie ich es denn dann treiben würde.
Es machte mich wütend und ich antwortete daß ich es mit einer Flasche machen würde. Danach war ich ganz unten durch!
Ich hatte oft das Bedürfnis mich zu wehren, tat das aber nicht auf angemessene Art, sonderen undiplomatisch.
In Wikipedia habe ich gelesen daß selbstunsichere Persönlichkeiten oft nicht unbeliebt sind weil sie leicht zu gängeln sind und nicht nein sagen können.
Was bei mir nur bedingt zutrifft. Ich war zwar teilweise leicht zu gängeln und hatte oft keinen eigenen willen, war aber trotzdem nie beliebt.
Heute ist es so daß ich mich mit Leuten die ich näher kenne, gut unterhalten kann.
Wenn ich aber auf fremde treffe, z.B. wenn mich Bekannte mitnehmen, bin ich stumm wie ein Fisch.
Das liegt aber nicht daran daß ich mich nicht traue, sondern nichts zu sagen weiß, wenn Leute mir fremd sind.
Ich weiß daß ich sehr steif und hölzern wirke.
Aufgrund meines lieblosen Elternhauses habe ich auch nie gelernt Mitgefühl mit anderen zu entwickeln.
Unglück und Traurigkeit lässt mich nicht kalt aber es geht alles über meinen Verstand daß ich jetzt was tröstendes sagen und mifühlen sollte.
Mein EQ ist sehr niedrig.
Ich habe kein Gespür für Menschen.
Ich kann nicht nur schlecht Mitgefühl haben, ich kann mich allgemein nicht in andere reinversetzen. Oft beharre ich auf meiner Sichtweise.
Ich kann mich überhaupt nicht gegen andere durchsetzen. Daher nimmt mich niemand ernst.
Ich kann die Absichten anderer nur schwer erkennen.
Wie kann ich mich verändern?
Ich habe es vor zwei Jahren mit einer Verhaltenstherapie versucht, die ich aber nach ein paar Monaten abgebrochen habe. Ich kam nicht damit klar daß die Therapeutin teilweise eine völlig andere Sichtweise als ich hatte. Sie sprach schon davon, daß ich ihr Beleidigungen an den Kopf geknallt hätte!
Ich möchte so nicht weitermachen!
Ist die selbstunsichere persönlichkeitstörung überhaupt "heilbar"?
ich (29) habe als Kind eine selbstunsichere Persönlichkeitsstörung entwickelt.
Abgelehnt wurde ich immer. Schon von meinen Eltern denen sicher früh bewusst war daß ich anders war als die Kinder in der Verwandtschaft und im Bekanntenkreis. Anders war ich mit Sicherheit nur wegen ihrer Lieblosigkeit und Kälte...
Ich tat mich mit allem schwer. Lernte spät laufen und Fahrrad fahren. Ich fiel und stürzte wann immer sich eine Gelegenheit bot. :-(
Im Kindergarten hatte ich Angst vor den anderen Kindern. Ich traute mich nicht mit ihnen zu reden und schenkte ihnen Süßigkeiten um mit ihnen in Kontakt zu kommen.
Kinder hatten sehr schnell raus daß ich gut auszunutzen war. Sie taten so als wollten sie meine Freunde sein damit ich ihnen was schenkte. Ich tat es, aber ohne Gewinn...
Ich war schüchtern und unsicher. Typisch für die selbstunsichere Persönlichkeitsstörung ist aber auch das gegenteile Verhalten. Ich war schnell gereizt und reagierte aggessiv wenn ich gehänselt wurde.
Ich machte also schon sehr schnell negative Erfahrungen mit anderen außerhalb des Elternhauses.
Wenn ich mich in der Schule daneben benommen hatte, brüllten meine Eltern mich zusammen und manchmal gab es auch Schläge.
Darüberhinaus bemühten sie sich darum daß ich mich sozial integrierte. Ich wurde in eine Ballettschule gesteckt, wo ich wegen meiner Unsportlichkeit und Steifheit fehl am Platz war.
Eine Freundschaft mit einem Mädchen aus dem Bekanntenkreis wurde organisiert obwohl mich das Mädchen überhaupt nicht schätzte. Ich denke mal die Freundschaft hielt ein paar Jahre weil sie bei uns zu Hause lecker zu essen und zu trinken bekam. Es nervte sie daß ich ängstlich war und nicht mit auf Bäume klettern wollte. Dafür hatte ich für wirklich reale Gefahren kein Gespür. Kaum konnte ich schwimmen schwam ich im Meer so weit alleine raus daß ich fast ertrunken wäre. Mein Vater hat mir dafür den Hintern versohlt.
Zum Spaß legte ich mich auch mal auf Bahngleise bis eine wütende Durchsage kam daß ich verschwinden sollte.
Auch in eine Jugendgruppe musste ich. Dabei passte ich gar nicht darein.
Im Laufe meiner Jugend versuchte ich oft um Nettigkeiten und Anerkennung zu kämpfen, aber das war vergeblich.
Ich wurde nirgendwo akzeptiert weil ich so still, unsicher und naiv war. Bei Provokationen wurde ich frech und warf meinen Klassenkameraden Schimpfworte an den Kopf. Ich war hilflos und überfordert mit meiner Umwelt.
Wenn ich mit meinen Eltern Verwandte oder Bekannte besuchte, zog ich mich nach einer Weile immer in einen anderen TEil der Wohnung oder in den Garten zurück wo ich mich allein beschäftigte.
Die Ablehnung meiner Person setzte sich im Berufsleben fort. Vielfach wurde immer zwei bestimmte Adjektive mit mir in Verbindung gebracht. Das waren die Worte "langweilig" und "uninteressant".
Kollegen machte es Spaß mich böse zu provozieren. Einmal sagte ein Kollege, er würde gleich einen "dicken Gelben" in die Pflanze im Büro geben. Als ich ihn böse anguckte, sah ich den Hass in seinen Augen als er meinte, ob ich denn jetzt etwa beschämt wäre!
Da die in der Firma wussten daß ich keinen Freund hatte, fragte man mich wie ich es denn dann treiben würde.
Es machte mich wütend und ich antwortete daß ich es mit einer Flasche machen würde. Danach war ich ganz unten durch!
Ich hatte oft das Bedürfnis mich zu wehren, tat das aber nicht auf angemessene Art, sonderen undiplomatisch.
In Wikipedia habe ich gelesen daß selbstunsichere Persönlichkeiten oft nicht unbeliebt sind weil sie leicht zu gängeln sind und nicht nein sagen können.
Was bei mir nur bedingt zutrifft. Ich war zwar teilweise leicht zu gängeln und hatte oft keinen eigenen willen, war aber trotzdem nie beliebt.
Heute ist es so daß ich mich mit Leuten die ich näher kenne, gut unterhalten kann.
Wenn ich aber auf fremde treffe, z.B. wenn mich Bekannte mitnehmen, bin ich stumm wie ein Fisch.
Das liegt aber nicht daran daß ich mich nicht traue, sondern nichts zu sagen weiß, wenn Leute mir fremd sind.
Ich weiß daß ich sehr steif und hölzern wirke.
Aufgrund meines lieblosen Elternhauses habe ich auch nie gelernt Mitgefühl mit anderen zu entwickeln.
Unglück und Traurigkeit lässt mich nicht kalt aber es geht alles über meinen Verstand daß ich jetzt was tröstendes sagen und mifühlen sollte.
Mein EQ ist sehr niedrig.
Ich habe kein Gespür für Menschen.
Ich kann nicht nur schlecht Mitgefühl haben, ich kann mich allgemein nicht in andere reinversetzen. Oft beharre ich auf meiner Sichtweise.
Ich kann mich überhaupt nicht gegen andere durchsetzen. Daher nimmt mich niemand ernst.
Ich kann die Absichten anderer nur schwer erkennen.
Wie kann ich mich verändern?
Ich habe es vor zwei Jahren mit einer Verhaltenstherapie versucht, die ich aber nach ein paar Monaten abgebrochen habe. Ich kam nicht damit klar daß die Therapeutin teilweise eine völlig andere Sichtweise als ich hatte. Sie sprach schon davon, daß ich ihr Beleidigungen an den Kopf geknallt hätte!
Ich möchte so nicht weitermachen!
Ist die selbstunsichere persönlichkeitstörung überhaupt "heilbar"?