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Selbsthass, Verzweiflung, alles geht kaputt....

BlackCapricorn

Neues Mitglied
Liebe Alle, ich habe mich hier registriert, weil ich nicht mehr weiß, wie ich mit meiner Miesere umgehen soll. Vielleicht kann mir ja irgendwer noch irgendwas sagen, auf das ich selber noch nicht gekommen bin....

Ich bin 28, weiblich, höhere Schulbildung, guter Job mit gutem Einkommen, mache erfolgreich Sport auf Amateur-Turnierniveau und habe seit 3 Jahren einen festen Partner. Soweit so gut, das ist die objektive Gegenwart...

Leider kann ich das Leben nicht genießen. Die Vergangenheit sitzt mir immer zu im Nacken.... Ich war als Kind absolut unbeliebt und war 10 Jahre das beliebteste Mobbingopfer meiner Schulkameraden. Ich habe eine ausgewachsene Essstörung und viele Suizidgedanken hinter mir... Ich dachte eigentlich ich hätte das alles überwunden, nachdem ich aus der Schule raus war und endlich mein Leben ohne die Feindseligkeit meiner Mitschüler genießen konnte.... doch leider hat es das Schicksal nicht sehr gut mit mir gemeint. Vor 5 Jahren wurde ich Opfer eines tätlichen Angriffs von einem sehr guten Freund von mir, der mich während einer Psychose erwürgen wollte. Die kostenlose psychologische Betreuung nach diesem Vorfall war nach 3 Terminen erschöpft und zu allem Überfluss wurde ich noch angezeigt, weil ich meinem Angreifer die Nase gebrochen hatte.... (Ich hatte damals keine Anzeige erstattet, er ging aber ins Krankenhaus und es wurde eine Pflichtanzeige gemacht...) Danach hatte ich lange mit Panikattacken und selbstgemachter sozialer Isolation zu kämpfen und habe es vermieden, aus dem Haus zu gehen. Auch aus diesen Ängsten habe ich mich herausgekämpft. Danach schien alles ganz gut zu laufen, endlich eine vernünftige Beziehung, ein guter Job... Doch ich wurde überraschend gekündigt, weil man mit meiner Leistung nicht zufrieden war und schon war ich wieder drin in meinem Loch und der Spirale aus Selbsthass und sich selbst im Weg stehen. Und ich komme da einfach nicht mehr raus! Zu allem Überfluss ist mein über alles geliebtes Pferd im Juni 2015 nach 16 gemeinsamen Jahren gestorben und ich konnte mich nicht mal mehr verabschieden und kurz darauf erkrankte meine Mutter, mein größter Halt und Fels in der Brandung, an einem Gehirntumor. Sie war schwer pflegebedürftig und Ende Mai 2016 ist auch sie verstorben mit 62 Jahren.

Seither bin ich nur noch am Kämpfen. Mit allem. Um für meinen Vater besser dasein zu können habe ich mir einen Job in der Nähe gesucht (vorher bin ich täglich 70 km gependelt), doch das war auch die falsche Entscheidung. Im neuen Job werde ich gemobbt. Meine Arbeitskolleginnen sind alle wesentlich älter und erfahrener und auch schon viel länger in der Firma und sie geben mir keine Chance ein Teil des Teams zu sein. Ich werde weder begrüßt noch darf ich an Gesprächen teilnehmen. Wenn ich es doch mache werde ich einfach ignoriert. Nur mein Chef gibt mir Rückhalt.... Ich fühle mich aber wieder genauso klein und hilflos wie als Kind in der Schule. Häufig leide ich unter Magenschmerzen, muss erbrechen wenn ich nach Hause komme oder habe höllische Kopfschmerzen.... Ich habe darüber hinaus das alles überschattende Bedürfnis mich dafür zu bestrafen wer ich bin und ich verachte meine Persönlichkeit und mein Dasein, mein Aussehen und meinen bisherigen Weg. Ich will mich in Luft auflösen. Mein Partner leidet sehr unter meinem Leiden und ich denke nicht, dass die Beziehung noch lange gut geht. Häufig gebe ich ihm die Schuld, denn er ist für mich wenig Stütze, denn er verlässt sich auf mich.... Ich bin in unserer Beziehung eigentlich immer die Starke, die alles im Griff hat (nach außen hin) aber die Fassade bricht zusammen und ich kann schön langsam nicht mehr. Ich habe Angst, dass mich irgendwann tatsächlich vor den Zug werfe, an Tagen an denen ich wieder besonders down bin.... Eine Therapie beim Wahlarzt kann ich mir nicht leisten und Kassenplätze gibt es nur Vormittag und solche Arztbesuche sind bei mir in der Firma ein Kündigungsgrund.

Hat irgendwer eine Idee, wie man lernen kann sich selbst zu mögen wenn einen schon sonst keiner mag? Ich habe so Bock drauf mich selbst zu runieren, alles hinzuwerfen und einfach auf meiner Couch zu verrotten, ohne das es jemand mitkriegt... Ich habe dazu schon einige Bücher gelesen, aber mein Hass ist so tief verwurzelt, ich kann diese Übungen "Ich mag mich selbst" und "schreib auf was toll an dir ist" nicht machen, da mir dabei das Kotzen kommt. Es gibt auch keine Freunde, die mich hier unterstützen würden. Sind hauptsächlich oberflächliche Bekanntschaften. die meisten Freunde haben sich abgewandt, nach dem ich ohnehin nur mit mir selbst beschäftigt bin. 🙁 Bitte entschuldigt den Roman....
 
Hat irgendwer eine Idee, wie man lernen kann sich selbst zu mögen wenn einen schon sonst keiner mag? Ich habe so Bock drauf mich selbst zu runieren, alles hinzuwerfen und einfach auf meiner Couch zu verrotten, ohne das es jemand mitkriegt... Ich habe dazu schon einige Bücher gelesen, aber mein Hass ist so tief verwurzelt, ich kann diese Übungen "Ich mag mich selbst" und "schreib auf was toll an dir ist" nicht machen, da mir dabei das Kotzen kommt. Es gibt auch keine Freunde, die mich hier unterstützen würden. Sind hauptsächlich oberflächliche Bekanntschaften. die meisten Freunde haben sich abgewandt, nach dem ich ohnehin nur mit mir selbst beschäftigt bin. 🙁 Bitte entschuldigt den Roman....

Liebe BlackCapricorn,

Deine Mutter ist gestorben und Du leidest darunter. Deine Freunde sind eigentlich nur oberflächliche Bekanntschaften und Du leidest unter ihrem Mangel an Interesse an Dir. Und Dein Partner bietet Dir zu wenig Halt und Unterstützung, im Gegenteil, er erwartet Halt und Unterstützung von Dir - und so leidest Du auch unter einem Mangel an Unterstützung und Halt. Und dann - als ob das alles nicht genug wäre - arbeitest Du auch noch in einer Dir feindlich gesinnten Umgebung.

Aber der Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, der interessiert sich für Dich. Er kennt Dich, Er liebt Dich und will Dir Halt und Orientierung sein. Du kannst Dich 10 mal selbst hassen - Er liebt Dich und wendet sich nicht von Dir ab, im Gegenteil.

Alles Gute, Nordrheiner
 
Moin Black Capricorn

ich versuch mich mal ... ich glaube ich habe eine Idee
Ich bin 28, weiblich, höhere Schulbildung, guter Job mit gutem Einkommen, mache erfolgreich Sport auf Amateur-Turnierniveau und habe seit 3 Jahren einen festen Partner. Soweit so gut, das ist die objektive Gegenwart...
das ist nicht die objektive Gegenwart, dass ist dein Außenbild und die Differenz zum Innenbild erschreckt dich - was für mich vollkommen nachvollziehbar ist.

Die Vergangenheit sitzt mir immer zu im Nacken.... Ich war als Kind absolut unbeliebt und war 10 Jahre das beliebteste Mobbingopfer meiner Schulkameraden.
das kann - ohne wirkliche Analyse auch eine absolute Fehlinterpretation des Geschehens sein, DU fühlst dich so, das heißt nicht dass es dich so geformt hat.
Ich habe mich als Kind auch häufig so gefühlt und noch im Erwachsenenalter war dieses Bild ganz fest in mir ...
bis ich dann während meiner Therapie herausgefunden habe, dass ich als Kind eine "schlichte" Depression auf Grund einer traumatischen Erfahrung hatte...
mit diesem "neuen" Bild von mir lebt es sich viel einfacher ;-), ich kann vieles in mir besser verstehen und viel viel viel gelassener mit mir umgehen.

Kinder können grausam sein, JA - aber meist suchen sie sich ein "Opfer" das sich als Opfer anbietet .. so schlimm das auch ist.

Ich habe eine ausgewachsene Essstörung und viele Suizidgedanken hinter mir...
Du hast Dich also über Jahre selbst therapiert -- oder verstehe ich das falsch?


Seither bin ich nur noch am Kämpfen.
und wie wäre es "aufzugeben" -- mal nicht mehr zu funktionieren sondern nur noch für DICH da zu sein?

Mein Partner leidet sehr unter meinem Leiden und ich denke nicht, dass die Beziehung noch lange gut geht.
DU erwartest aber auch ziemlich viel von ihm -- etwas in Dir gibt Eure Beziehung auf und dann soll er Dich unterstützen, lieb haben ?

Kassenplätze gibt es nur Vormittag und solche Arztbesuche sind bei mir in der Firma ein Kündigungsgrund.
hast Du denn schon mal versucht einen Termin "außerhalb" Vormittags zu bekommen...
also ich hatte meine Therapie immer deutlich nach 16.00 --- aber ich weiß auch nicht wo Du lebst.
Was wäre so schlimm daran wenn die Firma dir kündigt.
Wohl fühlen tust Du dich da auf jeden Fall nicht ....


Hat irgendwer eine Idee, wie man lernen kann sich selbst zu mögen wenn einen schon sonst keiner mag?
naja -- keiner mag finde ich schwer übertrieben..
Dein Chef scheint dich zu mögen, dein Partner wird wohl kaum mit dir zusammen sein ohne dich zu mögen.
Und dein Vater scheint dich ja auch zu mögen oder warum kümmerst Du dich um ihn ?

ich kann diese Übungen "Ich mag mich selbst" und "schreib auf was toll an dir ist" nicht machen, da mir dabei das Kotzen kommt.
och die mochte ich auch nie ...
wichtiger ist für mich Dinge zu tun, die mir selbst gut tun...
Sport machst Du ja schon - was ist mir Ruhezonen, was ist damit ein "Ichgefühl" zu entwickeln ...

Es gibt auch keine Freunde, die mich hier unterstützen würden.
DAS liegt aber hauptsächlich an dir selbst ....
Du suchst Dir oberflächliche Bekannte damit dein Selbstbild schön erhalten bleibt

viele Grüße
die olle Landpommeranze
 
Hallo BlackCapricorn,

ich denke du hast wie die meisten Menschen das Problem, dass sie sich an ihre negativen Erinnerungen regelrecht klammern. Da hilft es bewusst die positiven Seiten im Leben stärker zu reflektieren um aus diesem Selbsthass wieder heraus zu kommen. Stell dir bewusst die Fragen, Woher dieses Gefühl kommt, was der Anlass dafür ist, auch wenn es schmerzhaft ist wirst du merken sobald du dich mit dir konfrontierst werden diese Gedanken weniger.

Außerdem kannst du dich fragen, wofür dich andere Menschen schon alles gelobt haben, dass kann auch sehr aufschlussreich sein, wo deine Talente liegen und die kannst du dir in Momenten des Selbsthasses immer wieder vor Augen führen.

Der chinesische Bauer ist hier ein sehr schönes Sprichwort, was es auf den Punkt bringt mit dem Glück und Unglück im Leben: http://www.institut-berlin.de/filea..._chinesische_Bauer_-_eine_alte_Geschichte.pdf

LG
Garen
 
Hallo;

ICH würde an deiner Stelle zum Hausarzt gehen,und Ihn kurz schildern ,das NIX mehr geht.
Dich krank schreiben lassen und so schnell wie Möglich in eine "Psychosomatische Klinik" einweisen.

DORT findest Du die RUHE und den HALT den Du gerade so brauchst.
Dort bekommst du eine Psychologin für zwei-Augen Gespräche und Gruppen Therapie.

Dort wirst Du erkennen,was Dir fehlt und warum dein Körper so Reagiert.

Dein Verzweifelung richtet sich GEGEN DICH,weil DU niemand anderes hast auf den DU Wütend sein kannst,niemand den du Schuld geben möchtest und die Traurigkeit die sich immer mehr in dich hinein frisst.

Ich glaube das es schnellstens Notwendig (die Not wendet) ist.
Erzähle deinem Arzt auch von deinen "nicht mehr Leben wollen Gedanken" es EILT..ABER sage auch das Du es NIE machen würdest.
Dann bekommst Du eine Überweisung/Einweisung.
Schau welche Klinik in deiner Nähe wäre.Rufe Dort an und sage das du eine Einweisung hast.
DANN schaut Sie wann ein Bett FREI wird oder DU kommst auf die Warte-LISTE.
Erkläre auch dort wie Dringend es für Dich ist,sobald ein bett Frei wird,wirst du vielleicht gleich da zwischen geschoben.
Die KUR wird erstmal für 6 Wochen bewilligt,wie ich finde ist es eine kurze Zeit.Aber je nach dem wie es Dir ergeht,kann man die auch bis zu 3 Monaten verlängern.
Die ersten 4 Wochen ist KEIN Besuchsrecht.Auch keine Wochen-ende Gänge nach Hause.
Dann darfst Du auch Besuche Empfangen oder man kann sogar den Partner bitten oder Vater an einer Therapie Sitzung teil zu nehmen ,wenn es für Dich Wichtig wäre,damit dieser auch Versteht wie es Dir geht.
Es sind dort auch liebe Menschen die ähnliche Probleme haben wie Du,oder gar andere..es tut GUT in einer Gemeinschaft zu sein und trotzdem bleibt Dir genug Zeit für Dich alleine.
Auch wird mit Morgen Gymnastik,Kneip Kur,künstlerische Gestaltung viel zum Vorschein kommen,was Du die Zeit gar nicht sehen konntest.Ein Arbeiten an Sich.NUN ist ZEIT für DICH.

Ich würde Dir DAZU Raten,weil ich damit selber GUTE Erfahrung gemacht habe,gerade wenn man so auf Limit lebt.

Ich wünsche Dir ganz viel gute Stunden um deine Probleme zu reflektieren.
Oft hilft die Erkenntnisse schon sehr viel weiter ,es klärt sich alles etwas auf und Du lernst dich selber und die Lebensmuster besser zu verstehen,.auch wenn es das geschehene nicht ändern kann,so kannst DU dort Kraft schöpfen und es wird Dir geholfen.
Es tut auch wirklich GUT,das es andere Menschen um einen KÜMMERN und die sind noch vom Fach,also Ausgebildet dafür und nicht vor eingenommen^^.

Lieben Gruß und alles GUTE.
 
Danke euch erstmal für eure ausführlichen Kommentare. Gott ist mir wenig Stütze, der hat sich noch nie um mich gekümmert 😉

Du hast Dich also über Jahre selbst therapiert -- oder verstehe ich das falsch?

Da liegst du absolut richtig, ich habe mich selbst zerstört und im Anschluss daran wieder therapiert, ein Traum, so geht das schon 15 Jahre... Und ich habe keine Lust mehr.

und wie wäre es "aufzugeben" -- mal nicht mehr zu funktionieren sondern nur noch für DICH da zu sein?

das ist wirklich unvorstellbar für mich! Mein Vater würde mich nicht mehr respektieren, denn in unserer Familie hat das Schicksal schon öfter hart zugegriffen. Mein ältester Bruder ist im Alter von 8 Jahren verstorben, mein anderer Bruder nach einem Unfall querschnittgelähmt. Doch der hat nie aufgegeben und sein Leben wunderbar auf die Reihe bekommen und auch meine Eltern haben nie aufgegeben und immer weiter gekämpft. Ich hingegegen bin gesund und habe alle Voraussetzungen ein normales Leben zu führen und ich kann einfach nicht. Das ist so grauenhaft!


DU erwartest aber auch ziemlich viel von ihm -- etwas in Dir gibt Eure Beziehung auf und dann soll er Dich unterstützen, lieb haben ?

Auch das hast du sehr richtig erkannt, ich weiß sehr wohl, das ICH Schuld daran bin und nicht er.... Aber ich kann da nicht mehr raus aus meiner Spirale, meine Gedanken sind so gefangen 🙁.


hast Du denn schon mal versucht einen Termin "außerhalb" Vormittags zu bekommen...
also ich hatte meine Therapie immer deutlich nach 16.00 --- aber ich weiß auch nicht wo Du lebst.
Was wäre so schlimm daran wenn die Firma dir kündigt.
Wohl fühlen tust Du dich da auf jeden Fall nicht ....

Ja hab ich schon versucht, aber Wartezeiten unendlich. Die Arbeit wäre wunderbar, leider sinds die Kolleginnen nicht... Ich hoffe halt noch immer, dass sie kündigen oder in eine andere Abteilung wechseln, aber das wird leider nicht passieren, ganz realistisch gesehen.


naja -- keiner mag finde ich schwer übertrieben..
Dein Chef scheint dich zu mögen, dein Partner wird wohl kaum mit dir zusammen sein ohne dich zu mögen.
Und dein Vater scheint dich ja auch zu mögen oder warum kümmerst Du dich um ihn ?

Seit meine Mama nicht mehr lebt hab ich ein tolles Verhältnis zu meinem Vater aufgebaut. Früher hatten wir ein sehr distanziertes Verhältnis... Der Chef ist halt professionell und macht keinen Unterschied, solang es fachlich passt... mein Partner mag mich, ja, was ich so gar nicht verstehen kann eigentlich....

Es liegt alles an mir, ja, aber ich kann nicht anders.... 😕
 
Liebe Black Capricorn

jetzt erst einmal ganz kurz -- später mehr

ich glaube Schokoschnute hat den richtigen Weg für Dich beschrieben -- aber wenn DU noch nicht soweit bist, dann bist du noch nicht soweit...

Ich hab einen Kalenderspruch vor mir hängen - "Heilung ist erst dann möglich, wenn Du dazu bereit bist" ;-)

und damit Du dahin kommst von mir erst einmal etwas, das mir aufgefallen ist..

Du aggierst sehr intensiv mit dem Begriff "Schuld" - auch wenn es um Deine Beziehung geht.
A) gehören zwei dazu um Tango zu tanzen, es ist immer einer der macht und ein anderer der es zulässt
und
b) glaube ich nicht, dass DU dich hingestellt hast und gesagt hast "ICH WILL SO SEIN"..
ganz im Gegenteil - dein Leben hat dich zu dem jetzt geführt, Du kannst die Verantwortung dafür übernehmen (was nichts mit Schuld zu tun hat) .. das ist alles was DU tun kannst ...
wie das aussehen könnte und was dich vielleicht dahin führt ...

bis denn
die olle Landpommeranze
 
HI Blackcapricorn...

so nun zu dem Rest


Gott ist mir wenig Stütze, der hat sich noch nie um mich gekümmert 😉
auch wenn das jetzt seltsam klingt.. DU dich aber auch nicht um ihn ...
ich hatte in meiner ganz schlimmen Zeit immer die Vorstellung mich posternierend vor einen Altar in einer Kirche werfen zu wollen .. diese Ruhe und auch diese Demut "auftanken" zu können war für mich eine der wenigen schönen Vorstellungen..
und ich glaube eine dergestalte Form der inneren Ruhe würde auch Dir gut tun..
man kann das auch Meditation nennen ....
es ist in beiden Formen soetwas wie das "innere Licht" finden .. den Punkt in Dir an dem es ausschließlich hell und geborgen ist ...

Mein ältester Bruder ist im Alter von 8 Jahren verstorben, mein anderer Bruder nach einem Unfall querschnittgelähmt. Doch der hat nie aufgegeben und sein Leben wunderbar auf die Reihe bekommen und auch meine Eltern haben nie aufgegeben und immer weiter gekämpft. Ich hingegegen bin gesund und habe alle Voraussetzungen ein normales Leben zu führen und ich kann einfach nicht. Das ist so grauenhaft!
und daran hast Du selbst herumtherapiert.. :wein:
WAS erwartest DU denn von Dir ???????????????

vorne habe ich etwas von
eine ausgewachsene Essstörung und viele Suizidgedanken
und woher kommt die wenn Du "gesund" bist ????
Deine Seele/Psyche - wie auch immer du das bezeichnen willst schreit nach Hilfe/Aufmerksamkeit und kann sich nicht anders ausdrücken aus gegen dich selbst aggressiv zu sein....
und dann meinst DU -- warum auch immer
das du das "allein" schaffen kannst.
Liebe Capricorn
Du hast immer weiter funktioniert und dich am funktionieren gehalten und irgendwann holt es Dich massiv ein...
DU BRAUCHST PROFESSIONELLE HILFE um den ganzen Sums aufzuarbeiten, das ist zuviel ..
vor allen Dingen zuviel für die kleine Capricorn und an die solltest DU auf gar keinen Fall allein herangehen!
Das ist dann wirklich gefährlich ..



Da liegst du absolut richtig, ich habe mich selbst zerstört und im Anschluss daran wieder therapiert, ein Traum, so geht das schon 15 Jahre... Und ich habe keine Lust mehr.
siehe im Absatz vorher


das ist wirklich unvorstellbar für mich! Mein Vater würde mich nicht mehr respektieren,
das glaube ich nicht ......
eine kranke Psyche ist ähnlich eines Beinbruches -- das braucht Zeit und etwas professionelle Hilfestellung und ist absolut nichts ehrrühriges...

Ich habe in meinem Leben absolut viel Bockmist gebaut und mit mir veranstalten lassen und auch wenn weder mein Vater noch meine Mutter mit dem einverstanden waren -- ich weiß heute (das war nicht immer so), dass sie mich liebten weil ich ICH bin und nicht weil ich irgendetwas leisten "musste"...
WEnn Du heute so ein schönes Verhältnis zu deinem Vater hast, dann rede doch einmal mit ihm darüber wie es Dir heute geht.....
ich bin der festen Überzeugung, dass Du überrascht sein wirst.




Ja hab ich schon versucht, aber Wartezeiten unendlich.
besser in einem halben Jahr anfangen als garnicht anfangen..
die Verantwortung übernehmen um nichts anderes geht es 🙂

mein Partner mag mich, ja, was ich so gar nicht verstehen kann eigentlich....
weil Du dich selbst nicht magst ..
vielleicht wäre es eine Erleichterung für Dich mit ihm einmal über deine "Jetztgefühle" zu reden...
wirklich in der Form "Ich fühle mich"..
das hilft manchmal - aber erwarte keine Wunder und komm ihm bitte auch nicht mit "DU Weißt doch wie es mir geht .. deshalb erwarte ich"...


Es liegt alles an mir, ja, aber ich kann nicht anders.... 😕
ich bin mir sicher, dass Du anders kannst
wenn DU dir helfen lässt herauszufinden wie das für DICH (für niemand anderen) möglich ist.


ich glaube hier sind viele gern bereit Dir zuzuhören
vielleicht fällt auch dem ein oder anderen etwas dazu ein..
aber das bitte nur zur Überbrückung bis ein Fachmann mit dir arbeiten kann.

Liebe Grüße
die olle Landpommeranze
 

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