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Seit Samstag hab ich Todesangst!!!

Hallo ihr,

ich muss meinen Ängsten endlich Luft machen, ich hoffe ihr könnt mir helfen. Und zwar würde es mir helfen, wenn ihr mir ähnliche Fälle erzählt, damit ich mich etwas beruhigen kann. (Ich bin nämlich schon in Therapie und weiss das ich professionelle Hilfe brauche)

Am Samstag abend, mein Freund und ich langen im Bett und schauten irgendeine Sendung, da schoss mir plötzlich wieder ein grausamer Gedanke durch den Kopf. Urplötzlich, wie aus dem Nichts. In meinem Kopf war nur der eine Satz: "Du stirbst bald!"

Das war der Horror! Ich fing heftig an zu zittern, in meinem Kopf kribbelte es, ich fühlte wie mir schwarz vor Augen wurde (bemühte mich extra nicht zu schnell zu atmen, so bewahrte ich mich vor einer Ohnmacht.) Ich konnte kaum sprechen, bat meinen Freund zitternd, den Notarzt zu rufen. Irgendwas passierte da mit mir. Mein Arm wurde taub und verkrampfte sich. Das alles war so schrecklich (ich rufe sonst keinen Notarzt, aber in dieser Situation dachte ich, Hilfe, ich brauch hilfe!!!) Mein Freund blieb gott sei dank ruhig und seine Ruhe beruhigte auch mich etwas. Trotzdem zitterte ich weiter und dachte jeden Moment bin ich weg... dann sterbe ich und wache nie wieder auf.

Der Notarzt kam auch und nahm mich mit ins Krankenhaus. Sie schlossen mich ans EKG an und fragten mich nach Symptomen. Sie konnten nichts feststellen. Das war mir so peinlich... (Ich wusste ja, dass ich eine Panikattacke hatte, doch ich konnte ihr einfach nicht mehr Herr werden.) Ich durfte nach ein paar Untersuchungen wieder nachhause.

Seit diesem Tag allerdings kreisen meine Gedanken nur um eins: "Sterbe ich bald?" Dann muss ich aufpassen, dass ich nicht wieder Panik bekomme. Es ist schlimm. Und grade eben überfiel mich wieder dieses Gefühl. In meinem Bauch durchzuckt es mich wie ein Blitz und der Kopf wird wieder taub.. Ich habe von Leuten gehört, die den Tod sozusagen "voraus geahnt und gefühlt haben". Mache ich mich deshalb so verrückt???

Habt ihr ähnliches durchgemacht??? Ich denke immer, wenn ich nach einem gewissen Zeitraum noch lebe, dann hat mir doch nur mein Verstand einen bösen Streich gespielt. Aber grade ist es einfach nur der Horror... Ich habe Angst!! Meine Psychologin kommt erst in einem Monat wieder aus dem Urlaub zurück. Bin ein Nervenbündel.

Könnt ihr mir eine ähnliche situation schildern, in der ihr euch aber auch hinterher bewusst wart, es ist nichts passiert, es war alles nur Einbildung? Weiss langsam nicht mehr weiter, dabei war das davor nie so schlimm mit dieser Angst...

Ich will nicht verrückt werden, aber den Eindruck hab ich langsam.

Ich danke euch schon mal im Voraus. 🙁

 
ui das hört sich echt schlimm an 🙁 tut mir leid dass es dir so schlecht geht.

ich denke es gibt so sachen in die man sich einfach übermäßig reinsteigert... ich hatte es ähnlich wie du in der zeit in der es meinem dad ganz schlecht ging... da hab ich immer darüber nachgedacht dass meine eltern bald sterben und ich dann allein bin. da konnte ich mich so drin reinsteigern dass ich nächtelang nicht geschlafen hatte, schweißaussbrüche etc. hatte.

dass die im krankenhaus nix finden konnten muss dir nicht peinlich sein... eine psychische erkrankung oder eine panikattake ist nichts wofür man sich schämen muss.

aus meinem beruf weiß ich dass es vieele viele menschen gibt denen es ähnlich geht wie dir. nur dass es nicht der satz ist "ich sterbe bald" sondern dass die sich schmerzen einbilden.

es gibt menschen die steigern sich so drin rein dass sie schmerzen z.B. im kiefer haben (kein arzt findet was, keine entzündungen etc. ) dass sie sich alle zähne ziehen lassen....

versuch dich einfach ein bisschen zzu entspannen. wenn du dich jetzt verrückt machst aus angst vor der nächsten panikattake wird das vielleicht nur noch schlimmer. versuch runterzukommen und leg dieses gefühl von peinlichkeit ab

ich hoff dass es dir bald besser geht.
 
Hallo Sterndal,

deine Situation ist schlimm und du kannst an nichts anderes denken. Aber die Wahrheit hast du ja bereits erkannt: du hast Panickattacken und diese haben nichts mit dem realen Leben zu tun.

Hast du in letzter Zeit mit dem Tod zu tun gehabt? Ist ein Verwandter oder Freund gestorben?.........Dem Tod kannst du nicht entrinnen, das sollte dir klar sein. Niemand kennt seine letzte Minute......Versuch es mal mit Yoga, autogenem Training, positiven Gedanken.

Kannst du derweil mal mit Freund oder Eltern drüber sprechen? So lange halt bis dir deine Therapeutin helfen kann. Aber ich denke, auch dies geht nicht von heute auf morgen, wenn dieser Gedanke sich mehr und mehr in deinem Kopf verankert.

Versuche einfach dein Leben zu genießen. Genieße den Moment. Spüre das Leben wie es ist. Alles Gute!
 
Hallo sterndal.

Danke für deine Antwort. Ich habe im Internt ein bisschen über ähnliches recherchiert. Eigentlich bin ich eine Person die sonst immer rational denkt. aber jetzt, es geht einfach nicht. Mein kopf ist so leer und komisch...

Ich weiss dass ich mich beruhigen muss. Versuche mich auch echt mit allem was ich nur denken kann abzulenken. Die Gedanken schleichen sich aber immer wieder durch. Ich bin so müde von all dem. Am Schlimmsten ist es, wenn ich allein bin (das bin ich zur zeit) Nur abends ist es ok. Dann ist mein Freund da.

Fühle mich gar nicht mehr gut. Ich war sonst, trotz meiner psychischen Vorgeschichte noch nie so drauf wie jetzt. Das ist echt das schlimmste was ich je hab durchmachen müssen.


Du hast erzählt, dass es Menschen gibt, die sich Schmerzen einbilden und dann tatsächlich bekommen. Und ich habe jetzt tierisch angst, dass ich mir einbilde zu sterben, und dann mein Körper auch darauf reagiert, und sozusagen "aufgibt" oder "den Betrieb einstellt" Sozusagen suggeriert sich mein Körper dass er sterben wird. Ich weiss, das klingt total verrückt, daber genau das sind meine Gedanken! Einfach nur schlimm...

Ich danke dir sehr für deine aufmunternden Worte und deine Antwort. Es ist dennoch so schwer sich abzulenken und positiv zu denken.
 
Danke auch Dir, Suchende.

Ja mit meinem Freund und meinen Eltern kann ich gut darüber reden. Ich meine, klar weiss man nie wann sein letztes Stündchen geschlagen hat. Und im Prinzip war mir das auch immer egal, weil ich dachte, ich kriege das dann sowieso nicht mit. Aber seit dieser Panikattacke ist es ganz anders...


Nein ich habe niemanden verloren, aber ich reagiere ganz extrem auf Horrorfilme (weshalb ich meinen Freund auch gebeten habe, keine mehr zu schauen wenn ich da bin)


Habe nämlich die grausamsten Alpträume und das jede Nacht. Und jede Nacht sterbe ich oder ein Familienmitglied in diesen Träumen. Diese Träume lähmen mich den ganzen Tag. (ich weiss es ist nur ein Traum, doch diese Sequenzen zu sehen schockt mich im Schlaf so sehr, dass ich am andern Tag wie traumatisiert bin...)


Danke aber für deine antwort.... es hilft schon allein darüber zu reden...
 
Du hast erzählt, dass es Menschen gibt, die sich Schmerzen einbilden und dann tatsächlich bekommen. Und ich habe jetzt tierisch angst, dass ich mir einbilde zu sterben, und dann mein Körper auch darauf reagiert, und sozusagen "aufgibt" oder "den Betrieb einstellt" Sozusagen suggeriert sich mein Körper dass er sterben wird. Ich weiss, das klingt total verrückt, daber genau das sind meine Gedanken! Einfach nur schlimm.


wir haben definitiv schon die erfahrung gemachtr dass sich versicherte schmerzen einbilden und sich dann kaputtbehandeln lassen. das heißt, sich z.B. alle zähne ziehen zu lassen weil man sich schmerzen im kiefer einbildet etc.

allerdings denke ich dass es medizinisch nicht möglich ist, dass der körper den betrieb einstellt weil sich jemand einbildet bald zu sterben. du hast ja jetzt durch diese vorstellung keine schmerzen oder ähnliches... da ist das "sich krankheiten und schmerzen" einbilden meiner meinung nach schon ein ganz anderes paar schuhe.

sprich einfach mal mit deine rtherapeutin darüber!
 
Hallo!

http://www.hilferuf.de/forum/gesund...erde-verrueckt-panikattacken.html#post1255749
in dem thread habe ich mal ein paar sachen aufgelistet, die mir bei panikattacken geholfen haben.

Symptome
das durchzulesen kann auch helfen, den angst-kreislauf zu durchbrechen.
man lernt, wenn man seine symptome kennt, diese als (harmlose) angst-symptome zu erkennen, und interpretiert sie nicht als zeichen eines körperlichen problems.
das mit dem kribbeln im kopf kenn ich übrigens selber. das ist, wenn sich dir die haare aufstellen; während der angst fühlt man das halt stärker.... ist aber auch nichts gefährliches.

Wenns dazu fragen gibt, oder du einfach drüber reden magst kannst dich auch gerne per pn bei mir melden.

ach ja, und kopf hoch.... oft hat man ne weile lang panikattacken, und nach kurzer zeit verschwinden sie wieder so plötzlich, wie sie gekommen sind...
 
Ich habe auch schon davon gehört, dass Menschen sich schmerzen einbilden.

Ich selbst habe keine Schmerzen. (Eigentlich geraten die Meisten ja erst in Panik aufgrund irgendwelcher Schmerzen oder Vermutungen sie hätten Krebs oder ähnlich schlimmes.)

Bei mir ist das aber nicht ganz so.

Auf jeden Fall sehr unangenehm diese Gedanken. Meine Familie hat schon viel mitmachen müssen wegen meiner Persönlichkeitsstörung und den Panikattacken. Da ist es mir umso peinlicher ihnen schon wieder Kummer zu machen. Zumal ich mir albern vorkomme. Grade gegenüber den Ärzten. Kaum hatte ich die 10 Euro Behandlungsgebühr bezahlt, ließen sie mich allein. Dabei bekam ich während des Aufenthalts im KH noch drei Panikattacken. Keiner war da! Das war enttäuschend...
 

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