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Seit kurzem arbeitslos. Extremes Schamgefühl

Cherrybl0som

Mitglied
Hallo ihr Lieben,
ich bin nun seit ca. 3 Tagen arbeitslos. Vorher habe ich erfolgreich eine Ausbildung absolviert. Der Ausbildungsbetrieb hat mich nicht übernommen. An meiner Arbeitsqualität lag dies aber nicht. Nun aber zum Problem:
Ich schäme mich extrem dafür, dass ich momentan arbeitslos bin. Obwohl ich schon seit Wochen, Bewerbungen herausschicke und mich kümmere. Habe in den nächsten Wochen auch Vorstellungsgespräche anstehen.

Das Ganze geht sogar soweit, dass ich mich am Liebsten auch nicht mehr mit Freunden treffen will, denn ich fühl mich schlecht als Untätiger ohne eine Tätigkeit, der ich nachgehe. Und man könnte ja, über Freunde auch Fremde kennenlernen, mit denen man dann ins Gespräch kommt und die Fragen einem dann, was man beruflich macht etc. Da müsste ich sagen, dass ich arbeitslos bin und das ist mir unangenehm.

Alleine rausgehen ist kein Problem, da wird man ja in der Regel nicht angesprochen. Ich treffe da auch selten jemanden, den ich kenne.

Ausbilder, Kollegen, Freunde haben mir in der Vergangenheit alle gesagt, dass ich es locker nehmen soll. Ich werde garantiert schnell eine neue Arbeitsstelle finden und vorher kann ich doch die freie Zeit einfach genießen.

Ich kann das aber nicht genießen.
Ich habe schon drüber nachgedacht einen Minijob aufzunehmen als Überbrückung.

Was meint ihr? Was soll ich tun ? Wie soll ich mir der Situation umgehen?
 
Du bist aktuell nicht arbeitslos sondern nach eigener Schilderung arbeitssuchend.

Das erste finde ich so ..naja.., das zweite komplett in Ordnung.

Ich kann nicht mehr arbeitslos werden, war es aber früher auch schon mal.
Leider hat die Zeit überhaupt nicht ausgereicht um all das zu erledigen, was ich mir vorgenommen hab - aber sie hat etwas geholfen.
 
Wir leben in einer Zeit, in denen wir über materielle Dinge definiert werden, also jedenfalls vielfach.

Leider erwische ich mich auch oft dabei, wenn ich Leute kennenlerne, zu fragen, was sie beruflich machen. Aber heute arbeitssuchend sein....finde ich kein Problem. Erst recht nicht kurz nach der Ausbildung. Du hast doch was in der Tasche, also aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, ist es gut, dass du woanders weiter machst, als im Ausbildungsbetrieb. Denn dort wärest du vielleicht versackt und nicht mehr raus gekommen aus der Komfortzone.
 
Hi du,

woran lag es denn, dass du nicht übernommen wurdest?

Wenn deine Arbeitsleistung gut war solltest du entsprechende Zeugnisse vorweisen können.
Ich habe auch verstanden, dass du deine Ausbildung abgeschlossen hast - das ist ein fettes Pfund, denn du bist damit nicht ungelernt.

Fakt ist auch, dass sich die Zeiten geändert haben. Selbst Menschen mit sehr guter Ausbildung kann passieren, dass sie plötzlich ohne Job sind. Die wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen ist im Moment einfach sehr schlecht. Aber wir leben in Deutschland - ich bin (allen Miesmachern zum Trotz) felsenfest davon überzeugt, dass sich die Zeiten auch wieder zum Guten ändern werden.

Also: Deine Lage ist keine Schande und überhaupt nichts, wofür du dich schämen musst. Dein Gedanke, die Zeit sinnvoll zu überbrücken, finde ich sehr gut. Ob du das mit Hilfe eines Minijobs machen solltest oder vielleicht einer Maßnahme, mit der du dich fachlich weiterqualifizierst, würde ich mir gut überlegen. Vielleicht gibt es da ja etwas, was dir sogar das Jobcenter finanzieren würde; leider schreibst du nicht, welche Ausbildung du hast.

Dass du konkrete Vorstellungsgespräche vor der Nase hast zeigt doch auch, dass Unternehmen Interesse an dir haben. Ich sehe wirklich keinen Grund für Scham. Gehe mit deiner Situation offen um und zieh dich bloß nicht aus dem sozialen Leben zurück. So etwas kann sich schnell verselbständigen und dann gerätst du womöglich in eine Abwärtsspirale, die nun wirklich nicht sein muss.

Bau dir stattdessen lieber ein Netzwerk auf; knüpfe neue Kontakte. Nicht selten werden Jobs über Vitamin B vergeben. Sei offen und neugierig - das wird!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
hast Du den sprichwörtlichen "goldenen Löffel" geklaut und wurdest deshalb nicht übernommen? Ich vermute, nein. Also gibt es eigentlich keinen Grund, sich zu schämen. Ich kann Dein Gefühl allerdings gut nachempfinden. Ich kam mir damals auch irgendwie "nutzlos" vor, als ich zu Hause war, auch wenn bei mir der Fall etwas anders gelagert war.
Du schreibst Bewerbungen, kümmerst Dich. Überlegst, wie Du die Zeit überbrücken kannst. Das machen viele Menschen nicht. Darauf kannst Du ruhig ein bisschen stolz sein. Arbeitslos kann jeder werden. Und gerade nach der Ausbildung ist das wirklich kein Beinbruch und auch nicht unüblich.
Versuche der ganzen Sache etwas Positives abzugewinnen. Nutze die freie Zeit sinnvoll. Freue Dich auf deinen zukünftigen Job, denn der wird kommen, da bin ich mir sicher.
Wichtig fände ich für Dich, dass Du Dich aufgrund der Situation nicht zurückziehst und Dich von Deinen Freunden abkapselst. Pflege Deine sozialen Kontakte und behalte sie unbedingt bei.
Und noch ein kleiner Nachsatz für die nächsten Wochen: Selbst wenn es mal mit einer Bewerbung nicht klappt, nur nicht den Mut verlieren und den Kopf in den Sand strecken. Das wird schon.
Sei nicht so streng mit Dir selbst.
Ich wünsche Dir alles Gute und viel Glück bei der Jobsuche!
 
Hii Cherrybl0som,
sehe mich selbst in deiner jetzigen Situation wieder.
War auch für Monate arbeitslos und habe mich geschämt, ich hatte paar Probleme in meinem Betrieb nach der Ausbildung und habe gekündigt, ohne einen Plan B zu haben.
Die Zeit habe ich genutzt um einen Neuanfang zu machen.
Ich habe sehr wenig Bewerbungen geschrieben, da ich unsicher war was ich überhaupt will, ich wusste es selbst nicht.

Du brauchst dich nicht dafür zu schämen, ich denke jeder kommt mal in diese Situation, aktuell sind auch viele arbeitslos, du bist nicht allein und solltest dich dafür nicht runter machen.
Jeder hat seine eigenen Gründe dafür, manche können auch nichts für die Arbeitslosigkeit, du strengst dich an mit Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen und das ist doch schonmal gut.

Erstmal ein Minijob ist doch eine gute Idee, oder Branchenwechsel, probiere bisschen was aus.

Ich selbst schäme mich bis heute noch, meine Arbeitslosigkeit zu erwähnen, aber ich hatte meine Gründe dafür, das gleicht sich dann aus, wenn ich die gewissen Probleme von damals mit erwähne schäme ich mich auch nicht mehr dafür.

Das genießen ist so eine Sache, die ersten Wochen waren echt in Ordnung, danach wurde der Druck immer größer, ich habe aber auch neue Hobbys währenddessen angefangen und vorallem mehr mit Freunden gemacht.
Wenn es Freunde sind, dann unternehmen sie auch was mit dir selbst wenn du arbeitslos bist, sie sollten doch in allen Problemlagen an deiner Seite sein.
Du solltest dich nicht vor deinen Freunden scheuen mit dem Thema, lenke dich ab und unternehme etwas, das bringt dich auf andere Gedanken.

Ich wünsche dir viel Erfolg weiterhin.
 
Ich sehe es ebenso, dass Scham nicht angebracht ist.

Ein Unternehmen, welches für mich wie meine Familie war wurde geschlossen und mir ging es nicht gut. Aber weder Du noch ich haben Unternehmensstrategien in der Hand. Am allerwenigstens jetzt, bei hohen Energiekosten, wo viele Unternehmen nicht wissen wie es für das Unternehmen weitergeht.

Du solltest auch bei Bewerbungen nicht das Problem bei Dir oder Deiner Arbeitsleistung sehen: das Unternehmen konnte keine Auszubildenden übernehmen. So entfällt schon die Diskussion "warum wurden Sie nicht übernommen?"

Kommst Du mit ALG klar?! Wichtig ist, dass Du krankenversichert bist, da in Deutschland Versicherungspflicht besteht!

Toi toi toi wünscht Grisu
 

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