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Seit Ausbildungsbeginn kaum noch Zeit für mich :(

M

Mira_20

Gast
hallo, ich (20, w) habe am 1. august eine ausbildung zur justizfachangestellten begonnen und leide schon jetzt enorm darunter. es belastet mich extrem dass ich kaum noch freizeit habe, ich weiß das klingt nach einem trotzigen kind, aber wenn ich mir so mein umfeld anschaue, hab ich es wirklich nicht sehr gut getroffen.

vor 17 uhr komme ich nie aus der kanzlei und habe dann noch einen zweistündigen nachhauseweg. auto oder eine wohnung in der nähe meiner ausbildungsstätte kann ich mir derzeit nicht leisten, das ganze letzte geld ging für meinen führerschein drauf, den ich erst vor einigen monaten gemacht habe.

von montag bis freitag habe ich quasi GAR NICHTS von meinem feierabend. es ist immer dasselbe, 17 uhr schluss, gegen 19 uhr zuhause, essen und dann todmüde ins bett fallen. mein leben zieht an mir vorbei, meine freunde melden sich schon gar nicht mehr, weil sie wissen dass ich eh keine kraft mehr habe, unter der woche mit ihnen wegzugehen.

freitagabends bin ich genauso geschlaucht von der woche wie die tage davor, sodass ich meist schon um 9 im bett liege. samstag schlafe ich natürlich lange und dann ist der halbe tag auch schon rum.

alle reden immer davon man solle sich seine zeit doch einfach besser einteilen, aber bei mir gibt es halt nichts einzuteilen. ich komme vor 19 uhr nicht nachhause und dann bin ich total platt von dem anstrengenden job-tag und den langen zugfahrten. und so soll das jetzt mein ganzes leben aussehen? 🙁
 
Hey,
so ein 12-13 Stunden Tag ist echt übel. Die habe ich auch einige Male pro Woche. Ich bin jetzt seit einigen Monaten fest im Job und mein Körper und ich gewöhnen uns so langsam dran. Wenn ich am Wochenende zu KO bin um viel zu unternehmen, versuch ich zumindest telefonisch mit den Menschen die mir wichtig sind in Kontakt zu bleiben. Diese Einschränkungen nehme ich vorerst aber gerne in Kauf.
Leider muss ich mit dem Auto zur Arbeit, der Vorteil der Öffentliche ist, dass du dort die Reisezeit noch sinnvoll nutzen kannst, vll. bekommst du dort alle "Haus"aufgaben geschafft, sodass du am WE entspannen kannst.
Verständliche Grüße von mir!
 
Hallo Mira,

habe auch eine ausbildung angefangen, und mir gings am anfang ähnlich.
und nein es klingt sicherlich nicht wie ein troziges kind. auch wenn das viele so sehen.
das bedürfniss nach freizeit ist völlig natürlich und jeder hat anspruch darauf. hat nix mit kindisch zu tun...

ich musste morgens um 5:30 mit dem bus los, um 6:30 in der arbeit zu sein.
nachmittags war ich oft auch erst um 17uhr zuhause.

ähnlich wie bei dir sehr lange fahrzeiten. seit einem halben jahr fahre ich mit dem auto hin. da spare ich pro tag ganze 2 stunden. macht sich viel angenehmer.
leg dir so schnell wie möglich ein wagen zu. mit zug und bus ist keine dauerlösung für 3 jahre.
bis 17 uhr zu arbeiten ist natürlich auch blöd. da dir ja fast nix vom tag bleibt. aber das ist denke ich in diesem beruf (wie bei den meisten bürojobs) so.
villeicht kannst du ja mit deinem vorgesetzten aushandeln 1h weniger zu arbeiten ? oder eher anfangen und damit auch eher gehen ?

wenn gar nix geht, kannst du dich auch nach einer anderen ausbildungsstelle in deiner näheren umgebung mit evtl. anderen arbeitszeite umsehen. villeicht hast du glück und findest was anderes.

wenn du freitag abends oder sonst sehr geschafft bist, empfehle ich kaffe. hat mir sehr geholfen.
auch ich habe das bedürfniss nach sehr viel freizeit, weshalb bei mir der schlaf auf der strecke blieb. mit kaffe habe ich es geschafft mich daran zu gewöhnen pro tag nur 5-6h zu schlafen und trozdem wunderbar über den tag zu kommen.
kann aber ggf. gesundheitliche auswirkungen haben...

Achja da fällt mir noch eine möglichkeit ein: wenn du nen freund hast, könntest du schwanger werden und damit durchsetzen deine ausbildung in Teilzeit zuende zu bringen 😉 ...

naja wünsche dir viel erfolg.
 
Ja, dass ist echt stressig...zur Zeit noch. Das ist die Umstellung.
Dein ganzes Leben wird das nicht so gehen. Jede Ausbildung ist mal zu ende🙂.
Kopf hoch, du schaffst das. Kannst du nicht ein wenig Geld beiseite legen für ein kleines Auto?

Es gibt viele die bis 20 Uhr oder 22Uhr arbeiten müssen. Je nach Öffnungszeiten der Geschäfte.
Alles eine Sache der Gewohnheit.
 
Mit dem Auto würde es deutlich schneller gehen?
Wenn ja, dann setz dir einen Termin zu dem du dir ein Auto kaufen willst und dann fang an auf alle nur erdenklichen Methoden Geld zu sammeln. Verkaufe alles was du nicht unbedingt brauchst. Spare wo du kannst. Schnorre jeden an, von dem was zu holen ist. Leih dir was zusammen; wenn du die Ausbildung fertig hast, verdienst du genug um es alles zurück zu zahlen.
Für 2000-3000 Euro bekommt man schon ein brauchbares Auto.
Also, Kopf hoch, das Ziel anvisieren und los!😀
 
Wieso hast du die Stelle dann überhaupt angenommen?

Ich meine, du wusstest doch bestimmt wie lange du für den Weg brauchst.🙄
Und wenn du wirklich darunter leidest kannst du doch einfach abbrechen?!

Ich würde das auch nicht aushalten.
 
Hm, das ist eine schwere Situation.
Ich kenne sie grundlegend von einer Freundin, die auch drei Jahre lang eine halbe Ewigkeit zu ihrem Gymnasium fahren musste. Für JEDEN ist das am Anfang sau schwer. Nur wenige können sich mit der Zeit dran gewöhnen. Das ist einfach ne Persönlichkeitsfrage.
Ich würde es an deiner Stelle noch eine Weile mitmachen. Beobachte dich selbst, wie es dir mit der Zeit geht. Und du damit einfach nicht leben kannst, dann lass es, ohne dich dabei schlecht zu fühlen. Nicht jeder Mensch kann das gleiche leisten und nur, weil du damit nicht umgehen konntest, bist du nicht gleich ein schlechter, nicht leistungsfähiger Mensch.
Vielleicht wäre die Option mit dem Auto ja dann doch noch was. Mach dir doch nochmal Gedanken darum, dann hast du vielleicht auch ein Ziel vor Augen, bis wann das ganze spätestens gehen soll...

Ich wünsche dir, dass du die richtigen Entscheidungen triffst und dich nicht unterkriegen lässt!
 
Gibt es die Möglichkeit, eine Fahrgemeinschaft zu bilden?
Vielleicht kommt jemand aus deiner Firma aus deiner Ecke und könnte dich mitnehmen.

Kannst du dir ein Auto leihen, z.B. von den Eltern oder Verwandten? Muss ja nicht jeden Tag sein... vielleicht 2x die Woche. Dann hast du an diesen beiden Tagen etwas mehr Zeit für dich.


Sieh es mal so:
Du machst eine Ausbildung, und das noch nicht sehr lange.
Dein Körper muss sich auch erst noch umstellen. Halte durch, denn irgendwann

- kannst du dir ein eigenes Auto leisten
- wirst du am Wochenende weg gehen können - mit eigener Kohle in der Tasche!
- hast eine Ausbildung, verdienst mehr Geld, eigene Wohnung wäre in Sicht.
- kannst du dich auf deinen Urlaub freuen!

Langfristig gesehen wäre es einfach unklug, sich wegen einer (temporären) Befindlichkeit alles zu verbauen.

Und wenn du wirklich darunter leidest kannst du doch einfach abbrechen?!
<--- Das halte ich für einen denkbar SCHLECHTEN Vorschlag!!
 
Also ich verstehe nicht, was an den geschilderten Umständen so schlimm sein soll. Ich bin auch jeden Tag bis von 8h bis 18h im Büro und bin erst um 19.30h zu Hause. Während der Zugfahrt kann ich aber ganz gut entspannen, manchmal lese ich Akten, die ich mir mitgenommen habe. Dass ich richtig kaputt bin, kommt eher selten vor.
Ich glaube, es ist einfach eine Frage der Gewöhnung (oder auch eine Typfrage). Und dass man unter der Woche eben hauptsächlich mit der Arbeit beschäftigt ist - das ist halt das Berufsleben.
Aber in der Anfangszeit ist es natürlich hart, das gebe ich zu. Vor allem wenn man gerade von der Schule kommt - da ist es natürlich schon ungewohnt, den ganzen Tag am Arbeitsplatz zu sein und unter der Woche kaum noch Freizeit zu haben (da sieht man mal, wie gut man es als Schüler gehabt hat).
Aufgeben ist aber sicherlich die falsche Wahl, da kann ich mich den anderen nur anschließen!
 
Also ich verstehe nicht, was an den geschilderten Umständen so schlimm sein soll. Ich bin auch jeden Tag bis von 8h bis 18h im Büro und bin erst um 19.30h zu Hause. Während der Zugfahrt kann ich aber ganz gut entspannen, manchmal lese ich Akten, die ich mir mitgenommen habe. Dass ich richtig kaputt bin, kommt eher selten vor.
Ich glaube, es ist einfach eine Frage der Gewöhnung (oder auch eine Typfrage). Und dass man unter der Woche eben hauptsächlich mit der Arbeit beschäftigt ist - das ist halt das Berufsleben.
Aber in der Anfangszeit ist es natürlich hart, das gebe ich zu. Vor allem wenn man gerade von der Schule kommt - da ist es natürlich schon ungewohnt, den ganzen Tag am Arbeitsplatz zu sein und unter der Woche kaum noch Freizeit zu haben (da sieht man mal, wie gut man es als Schüler gehabt hat).
Aufgeben ist aber sicherlich die falsche Wahl, da kann ich mich den anderen nur anschließen!

Ist richtig, bei Vollzeitanstellung (bei mir z.B. im Büro) fliegt die Woche einfach vorbei. Seit Ausbildung und Berufstätigkeit ist es immer wieder der gleiche Alltagstrott, man schafft nach der Arbeit nichts was man sich vorgenommen hat und dann geht das ganze am nächsten Tag von vorne los... dabei hab ichs mit den Arbeitszeiten in diesem Berufsfeld ja noch vergleichsweise gut erwischt, verglichen mit Krankenschwestern etc...
Vor der Ausbildung hatte man sogar mal ein bisschen Zeit für ein Computerspiel oder einfach im Garten rumzuhängen, obwohl andererseits, wenn ich mich an meine Zeit erinnere...da saß ich den Großteil der Stunden nach der Schule an den Hausaufgaben! Von wegen viel Freizeit, nicht für jeden war das so 😉
 

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