C
Chris_HA
Gast
Liebes Forum,
durch Zufall bin ich hierüber gestolpert und hoffe, hier durch Außenstehende etwas Einsicht und Ordnung in meine eigenen Gedanken zu bekommen. Leider ist mir das ohne fremde Hilfe scheinbar nicht mehr möglich.
Gleich vorweg: die Namen sind frei erfunden, helfen aber bei der Übersichtlichkeit.
Vor einem halben Jahr habe ich mich von meiner Freundin Birgit getrennt. Wir waren zu diesem Zeitpunkt dreieinhalb Jahre zusammen. Als ich sie kennen gelernt habe, war ich recht schnell in sie verliebt und habe einiges an Durchhaltevermögen und Rückschlägen (inkl. zwei Körben und eine Beziehung ihrerseits) verkraftet, bevor sie sich für mich entschieden hat. Ab dann war ich der glücklichste Mensch, während sie erst langsam in die Beziehung "hereingewachsen" ist.
Nach eineinhalb Jahren sind wir zusammengezogen, in meine damalige Wohnung. Obwohl ich nicht wußte, wie das Zusammenleben sein sollte, habe ich zugestimmt, hatte aber schon damals Befürchtungen, mich zu sehr einschränken zu müssen. Auch und weil Birgit ein Mensch ist, der sich nicht gut selbst beschäftigen kann und nicht allein sein kann. Hobbies und dergleichen hat sie eigentlich kaum.
Aus diesen Ängsten heraus, war ich damals mit einer anderen Frau aus, was an einem Abned auch zu Küssen und Petting geführt hat. Sofort danach hab ich den Kontakt abgebrochen und mir schwere Vorwürfe gemacht. Mit dem Einzug begannen auch kleinere Streitigkeiten, die bei einer so engen Beziehung aber wohl normal sind.
Nach und nach aber kam die Situation, daß ich froh war, wenn ich nach der Arbeit und meinem Sport alleine war und Birgit nicht zu hause saß. Dort war ich dann wieder in der Pflicht, sie quasi zu "beschäftigen", was ich auch anfangs gern gemacht habe, aber nach einiger Zeit eben auch Vorschläge zur Freizeitgestaltung ihrerseits erwartete. Diese kamen aber nicht mit dem Hinweis, ich sei der kreativere von uns beiden.
Immer mehr kamen auch bestimmte Verhaltensweisen und Muster an den Tag, die mich nervten, obwohl sie nach Ansprache viel geändert hat.
Gleichzeitig wurde der Sex immer monotoner. Zwar hatten wir in etwa den gleichen sexuellen Appetit, aber meine Phantasien waren etwas vielschichtiger als Birgits. Nach eigenen Angaben hat sie gar keine, sondern war mit dem "Minimum" zufrieden, was dazu führte, das das Ganze eher vorhersehbar und langweilig wurde. Auch Gespräche haben daran nichts geändert.
Aus diesen Gründen habe ich mich vor einem Jahr von ihr getrennt und war danach wie gelähmt. Nach zwei Wochen bat ich sie, zu mir zurück zu kommen, um gemainsam an der Beziehung zu arbeiten. Das war schwer, hat aber am Anfang funktioniert. Nach und nach kamen aber die gleichen Probleme wieder auf. Hat Birgit mir gesagt, daß sie mich liebte, schnürte es mir die Kehle zu und ich wollte am liebsten allein sein.
Auf der Arbeit lernte ich eine Kollegin namens Nicole kennen, die mich sehr interessierte, ich ließ es aber nie über einen Flirt hinauskommen. Auf dem Gipfel der gegenseitigen Unzufriedenheit mit Birgit, habe ich eine Affäre mit Nicole begonnen und einen Tag später mich von Birgit getrennt, erst auf Probe auch ohne Kontakt zu Nicole, dann endgültig.
Die neue Beziehung mit Nicole lief gut, bis ich nach einem Monat wieder von Birgit hörte. Ab dann konnte ich keine Gefühle mehr zu Nicole zulassen, da ich von Selbstvorwürfen und Selbsthaß zerfressen wurde (und auch heute noch werde). Immerhin liebt mich Birgit auch heute noch so sehr wie ich sie am Anfang und ich beraube sie ihrer Zukunft und des gemeinsamen Glücks, das aber schon nicht mehr da war.
Es wurde ein Auf und Ab, da ich immer, wenn die Beziehung intensiver wurde, dachte, daß ich das hätte mit Birgit machen müssen, damit die Beziehung funktioniert hätte. Vor vier Wochen haben Nicole und ich uns in gegenseitigem Einverständnis getrennt, da ich ihr nicht die gleichen Gefühle entgegenbringen kann.
Sehe ich sie jetzt auf der Arbeit, habe ich ein heftiges Stechen im Herzen und bin den Rest des Tages ernsthaft depremiert.
Inzwischen bin ich soweit, Nicole sagen zu können, was ich für sie empfinde und damit einen Neuanfang der Beziehung zu starten. Sobald ich dann aber wieder an Birgit denke, empfinde ich tiefe Trauer, diese Liebe verloren zu haben und bin der Meinung, etwas funktionierendes mit Nicole nicht verdient zu haben bzw. es erst gar nicht aufbauen zu können. Lese ich Birgits Briefe und schaue mir Photos heute an, breche ich jedes mal in Tränen aus und fühle mich emotional einfach nur noch leer, wie ein trockener Schwamm!
Meine größte Angst ist es, die Liebe meines Lebens verloren zu haben und derart intensive Gefühle nie mehr erleben zu können. Vielleicht war es in jüngeren Jahren auch nur einfacher als es das jetzt ist, aber das weiß ich nicht.
Kennt jemand diese Situation und/oder hat konkrete Möglichkeiten, da rauszukommen?
Vielen Dank erst mal an alle, die es geschafft haben, diesen langen Post zu verfolgen und besonderen Dank an die, die mir antworten weden.
Liebe Grüße
-Chris-
durch Zufall bin ich hierüber gestolpert und hoffe, hier durch Außenstehende etwas Einsicht und Ordnung in meine eigenen Gedanken zu bekommen. Leider ist mir das ohne fremde Hilfe scheinbar nicht mehr möglich.
Gleich vorweg: die Namen sind frei erfunden, helfen aber bei der Übersichtlichkeit.
Vor einem halben Jahr habe ich mich von meiner Freundin Birgit getrennt. Wir waren zu diesem Zeitpunkt dreieinhalb Jahre zusammen. Als ich sie kennen gelernt habe, war ich recht schnell in sie verliebt und habe einiges an Durchhaltevermögen und Rückschlägen (inkl. zwei Körben und eine Beziehung ihrerseits) verkraftet, bevor sie sich für mich entschieden hat. Ab dann war ich der glücklichste Mensch, während sie erst langsam in die Beziehung "hereingewachsen" ist.
Nach eineinhalb Jahren sind wir zusammengezogen, in meine damalige Wohnung. Obwohl ich nicht wußte, wie das Zusammenleben sein sollte, habe ich zugestimmt, hatte aber schon damals Befürchtungen, mich zu sehr einschränken zu müssen. Auch und weil Birgit ein Mensch ist, der sich nicht gut selbst beschäftigen kann und nicht allein sein kann. Hobbies und dergleichen hat sie eigentlich kaum.
Aus diesen Ängsten heraus, war ich damals mit einer anderen Frau aus, was an einem Abned auch zu Küssen und Petting geführt hat. Sofort danach hab ich den Kontakt abgebrochen und mir schwere Vorwürfe gemacht. Mit dem Einzug begannen auch kleinere Streitigkeiten, die bei einer so engen Beziehung aber wohl normal sind.
Nach und nach aber kam die Situation, daß ich froh war, wenn ich nach der Arbeit und meinem Sport alleine war und Birgit nicht zu hause saß. Dort war ich dann wieder in der Pflicht, sie quasi zu "beschäftigen", was ich auch anfangs gern gemacht habe, aber nach einiger Zeit eben auch Vorschläge zur Freizeitgestaltung ihrerseits erwartete. Diese kamen aber nicht mit dem Hinweis, ich sei der kreativere von uns beiden.
Immer mehr kamen auch bestimmte Verhaltensweisen und Muster an den Tag, die mich nervten, obwohl sie nach Ansprache viel geändert hat.
Gleichzeitig wurde der Sex immer monotoner. Zwar hatten wir in etwa den gleichen sexuellen Appetit, aber meine Phantasien waren etwas vielschichtiger als Birgits. Nach eigenen Angaben hat sie gar keine, sondern war mit dem "Minimum" zufrieden, was dazu führte, das das Ganze eher vorhersehbar und langweilig wurde. Auch Gespräche haben daran nichts geändert.
Aus diesen Gründen habe ich mich vor einem Jahr von ihr getrennt und war danach wie gelähmt. Nach zwei Wochen bat ich sie, zu mir zurück zu kommen, um gemainsam an der Beziehung zu arbeiten. Das war schwer, hat aber am Anfang funktioniert. Nach und nach kamen aber die gleichen Probleme wieder auf. Hat Birgit mir gesagt, daß sie mich liebte, schnürte es mir die Kehle zu und ich wollte am liebsten allein sein.
Auf der Arbeit lernte ich eine Kollegin namens Nicole kennen, die mich sehr interessierte, ich ließ es aber nie über einen Flirt hinauskommen. Auf dem Gipfel der gegenseitigen Unzufriedenheit mit Birgit, habe ich eine Affäre mit Nicole begonnen und einen Tag später mich von Birgit getrennt, erst auf Probe auch ohne Kontakt zu Nicole, dann endgültig.
Die neue Beziehung mit Nicole lief gut, bis ich nach einem Monat wieder von Birgit hörte. Ab dann konnte ich keine Gefühle mehr zu Nicole zulassen, da ich von Selbstvorwürfen und Selbsthaß zerfressen wurde (und auch heute noch werde). Immerhin liebt mich Birgit auch heute noch so sehr wie ich sie am Anfang und ich beraube sie ihrer Zukunft und des gemeinsamen Glücks, das aber schon nicht mehr da war.
Es wurde ein Auf und Ab, da ich immer, wenn die Beziehung intensiver wurde, dachte, daß ich das hätte mit Birgit machen müssen, damit die Beziehung funktioniert hätte. Vor vier Wochen haben Nicole und ich uns in gegenseitigem Einverständnis getrennt, da ich ihr nicht die gleichen Gefühle entgegenbringen kann.
Sehe ich sie jetzt auf der Arbeit, habe ich ein heftiges Stechen im Herzen und bin den Rest des Tages ernsthaft depremiert.
Inzwischen bin ich soweit, Nicole sagen zu können, was ich für sie empfinde und damit einen Neuanfang der Beziehung zu starten. Sobald ich dann aber wieder an Birgit denke, empfinde ich tiefe Trauer, diese Liebe verloren zu haben und bin der Meinung, etwas funktionierendes mit Nicole nicht verdient zu haben bzw. es erst gar nicht aufbauen zu können. Lese ich Birgits Briefe und schaue mir Photos heute an, breche ich jedes mal in Tränen aus und fühle mich emotional einfach nur noch leer, wie ein trockener Schwamm!
Meine größte Angst ist es, die Liebe meines Lebens verloren zu haben und derart intensive Gefühle nie mehr erleben zu können. Vielleicht war es in jüngeren Jahren auch nur einfacher als es das jetzt ist, aber das weiß ich nicht.
Kennt jemand diese Situation und/oder hat konkrete Möglichkeiten, da rauszukommen?
Vielen Dank erst mal an alle, die es geschafft haben, diesen langen Post zu verfolgen und besonderen Dank an die, die mir antworten weden.
Liebe Grüße
-Chris-