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Seelische Gewalt Sekte/dogmatische Antroposophie

G

Gelöscht 134837

Gast
Hallo zusammen,
Hat noch jemand Erfahrungen mit dogmatischer Erziehung ob jetzt im religiösen Sinn oder geprägt durch schädliche Weltanschauungen?

Ich komme aus einem dogmatisch Antroposophischen Haushalt und merke erst jetzt, wie die Vernachlässigung meiner Eltern mit Aussagen wie "jeder sucht sich seinen Weg vor der Geburt aus was dir passiert hast du dir selber ausgesucht" und das freilassen welches damit einher ging ohne, dass ich als Kind/jugendliche merkte wie gefährlich und schädlich dies für mich war. Erst jetzt als Erwachsene hat sich meine Traumakiste geöffnet und ich sehe alles ungeschöhnt wie es hätte sein müssen/sollen. Was mir alles passiert ist. Auch bei wirklich schlimmen Sachen hatte ich keinerlei Hilfestellung niemand ging mit mir zur Polizei. Ich war nächte lang mit Erwachsenen junkies unterwegs niemand wusste wo ich war. Ich wurde mit Erwachsenen alleine gelassen die man selber nicht kannte weil ich als jugendliche sicher die emotionale und geistige Reife hatte mich gegen diese zur Wehr zu setzen....surprise natürlich nicht!

Was sind so eure Gedanken/Erlebnisse?
 
Hallo,

ja, in gewisser Weise hat jede_r (m/w/d) von uns sein Schicksal selbst in der Hand! Und nur allzu gerne sucht man sich Schuldige aus, um sie für eigenes Fehlverhalten verantwortlich machen zu können. Den Fehler bei sich selbst zu suchen bedeutet schließlich einige unbequeme Antworten an sich selbst liefern zu müssen.

Also dein Text lässt jetzt zu viel Interpretationsspielraum zu. Welche Schuld gibst du deinen Eltern? Weshalb warst du bei der Polizei, was wolltest du dort anzeigen? Weswegen warst du als Jugendliche_r mit drogensüchtigen Pennern unterwegs? Warst du eine_r von ihnen? Fragen über Fragen…

LG,
SFX
 
Hallo Emma79,
ja, ich habe da auch eigene Erfahrungen ... und ich denke im Rückblick, sie haben mich gestärkt, haben meinen Horizont erweitert und mich auch in gewisser Weise "immunisiert", wie eine Art Impfung.

Das ist mir allerdings erst aufgefallen, als ich mich intensiv mit der Weltanschauung meiner Eltern auseinandergesetzt, die Schwachstellen gefunden und mich dann Schritt für Schritt in Richtung eigener Wert und Vorstellungen entwickelt habe.

Ich werfe meinen Eltern hier nichts vor – sie haben mir ihr Bestes mitgegeben, dachten ja, das sei "die Wahrheit" und natürlich muss man seinen Kindern diese erkannte Wahrheit weitergeben, alles andere wäre ja lieblos. Sie waren also selbst Opfer (einer dogmatischen Ideologie) und Täter – aber deshalb muss ich ja kein Opfer bleiben, sondern kann mich selbst retten; im konkreten Fall mit etwas Hilfe, wofür ich dankbar bin! Meinen Eltern und auch den Leuten in der "Sekte" habe ich das verziehen, ich bin da nicht nachtragend – ich hoffe auch, dass mir diejenigen verzeihen, die durch mich in dieser Weltsicht bestärkt wurden.

Man kommt ja im Leben oft nur irrend vorwärts ...

Hast du denn etwas Positives aus dieser Lebensphase mitgenommen?
 
Hallo,

ja, in gewisser Weise hat jede_r (m/w/d) von uns sein Schicksal selbst in der Hand! Und nur allzu gerne sucht man sich Schuldige aus, um sie für eigenes Fehlverhalten verantwortlich machen zu können. Den Fehler bei sich selbst zu suchen bedeutet schließlich einige unbequeme Antworten an sich selbst liefern zu müssen.

Also dein Text lässt jetzt zu viel Interpretationsspielraum zu. Welche Schuld gibst du deinen Eltern? Weshalb warst du bei der Polizei, was wolltest du dort anzeigen? Weswegen warst du als Jugendliche_r mit drogensüchtigen Pennern unterwegs? Warst du eine_r von ihnen? Fragen über Fragen…

LG,
SFX
Ganz erhlich ich brauche mich vor dir nicht rechtfertigen! Eltern haben eine Aufsichtspflicht ihren Kindern gegenüber und das ist durch nichts zu entschuldigen! Ich habe durch dieses Fehlverhalten was hätte verhindert werden können eine K-ptbs und muss in Klinische Behandlung. Auf die Details möchte ich offensichtlich nicht eingehen. Hauptsächlich geht es mir hierbei darum andere zu treffen denen es ähnlich gegangen ist. Dogmatische Antroposophie ist gefährlich genau wie jede fantatisch gelebte Weltanschauung/religion es sein kann.
 
Das eine Problem mit dem Fanatismus ist ja , dass die Fanatiker der Meinung sind , es würde stimmen , was sie für wahr halten.
Das andere Problem ist, das sie verlangen, dass die anderen das auch müssen.

Tun sie es nicht werden sie sozial gemieden da wird ganz klar Gruppenzwang ausgeübt ....
das Problem liegt meiner Meinung nach, nicht in der abstrusen und realitätsfremden Einstellung, sondern in der fanatischen Behandlung der eigenen Kinder und Mitmenschen.

Meiner Meinung nach müsstest Du das differenzieren, einmal die Glaubenssätze genau untersuchen und dann die Art und Weise des Umgangs oder das Umgehens Deiner Person.

Stellst Du dann fest , die haben ihr bestes getan und die Wissenschaft kann erst heute den Fehler erkennen, wie hätten sie ihn erkennen können ?
Stellst Du fest ungerechte und kaltherzige Menschen, die anderen was für wahr verkaufen, was sie bestenfalls selbst nur glauben können, gab es zu jeder Zeit der wissenschaftlichen Entwicklung in der Menschheitsgeschichte, dann weißt Du warum es das Sprichwort gibt
Familie kann man sich nicht aussuchen.

Aber man kann lernen, sich zu sehen wo man ist, ohne sich ein festes Bild zu machen, gut wenn die Eltern es erlauben.
 
Dogmatisch war meine Erziehung nicht. Ich hatte nur genau gar keine, was in gewisser Weise auf dasselbe hinaus kommt, denn ich konnte immer machen, was ich wollte. Interessanter Weise kenne ich den Ausspruch, dass sich jeder seine Eltern oder sein Schicksal selbst aussucht auch von meiner Mutter und ich habe mich lange deswegen schuldig gefühlt, da ich mir das ja ausgesucht hatte.
 
Ich denke, so viele Eltern geben aus ihrer Sicht das "Beste" was sie für ihr Kind tun können.
Ob das dann für das Kind wirklich gut ist oder nicht, steht auf einem anderen Blatt.

D.h. ich würde versuchen zu reflektieren, ob sie nach ihren Ansichten das Beste für dich getan haben oder ob sie dich vernachlässigt haben, weil du sie nicht interessiert hast.
Das Ergebnis kann manchmal das gleiche sein. Aber die Absicht dahinter macht den Unterschied aus.
 

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