Seele
Liebe Monika,
danke für Dein Vertrauen, Du hast bisher mit Deinen Texten, von Dir oder von anderen Autoren, uns soviel Deines Leids anvertraut. Du sollst wissen, daß ich alles was Du bisher geschrieben hast mit offenem Herzen gelesen habe. Mir tut nur so weh, daß ich garnicht weiß wie ich Dir mein Gefühl mitteilen und Dir damit ein wenig helfen kann. Ich hab es mal versucht, und Du darfst auch ruhig wissen daß ich schon sehr lange daran sitze, ob es nun gut ist oder weniger gut, was solls, es sind meine Gedanken, beim Lesen Deiner Zeilen.
"Einfach stille sein und hören,
Klänge leis und mild,
Sprache ungesprochen, zwischen den Zeilen stehend,
Klage, Trauer weinend dargebracht,
Freude, nicht zu wild und heftig,
doch aus tiefstem Herzen kommend....
Nun ist ist's fast schon wieder heimelig,
und die Seele kann zurück;
Zum Wohlgefühl fehlt jetzt noch Liebe.
Ohne sie erstarrt die Seele...
erstarrt langsam... Stück um Stück
im Chaos der Gefühle, Worte, Schreie, lieblos hingeworfen.
Und jedesmal gibts einen Schmerz;
Zunächst nur kurz, nur ein kleiner Stich...
doch bald schon quillt er auf,
wie eine Faust sitzt er in Deiner Brust...
nimmt der Seele jeden Raum...
Schrei auf, singe, rede, schreibe...
befreie sie von diesem Schmerz, von dieser Enge,
laß sie nicht langsam sterben...
bereit ihr wieder diesen Raum,
so liebevoll und heimelig...
...Einfach stille sein und hören,
Klänge leis und mild,
Sprache ungesprochen,
zwischen den Zeilen stehend,
Klage, Trauer weinend dargebracht,
Freude, nicht zu wild und heftig,
doch aus tiefstem Herzen kommend..."
Sei lieb umarmt und gegrüßt von
Georg