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Schwierige Klinikwahl

jens_g

Neues Mitglied
Hallo zusammen,

ich habe eine schwere Depression, soll stationär.
Es gibt ein Angebot in der Nähe (Pfaffenhofen) psychodynamisch, 12 Wochen, kann am WE heim, Wartezeit kurz
Oder weiter weg (Rechts der Isar, Simbach, Windach)
psychosomatisch, 6 Wochen, Wartezeit ca 4-6 Wochen

Dann gibt es noch CBASP, bei mir in der Nähe aber nur als Tagesklinik.

Ich hatte vor 5 Jahren schon eine Verhaltenstherapie. War ok aber nicht nachhaltig - ich schaffe es nicht, die Skills umzusetzen, wenn es mir schlecht geht. Ausserdem lebe ich fast nur im Kopf und hab eine schlechte Körperwahrnehmung.
Ziel wäre, Umgang mit Krankheiten, Selbstwertgefühl, wieder Freude empfinden. Ich löse Probleme auf der körperlichen Ebene - das soll aufhören.

Ich wäre sehr dankbar für paar Erfahrungen oder Tipps.

vlg
Jens
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei Deinen Problemen würde ich Dir zu einer voll stationären Klinik raten, also keine WE Besuche zu Hause.
Aus meiner Sicht ist es wichtig, Dich aus Deinem Umfeld zu lösen, um Dich uneingeschränkt auf die Therapie einzulassen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und alles Gute.
Danke dir - ich hatte vor paar Jahren auch eine Reha 5,5 Wochen und das Gefühl unter der Käseglocke habe ich sehr genossen. Ich wurde stabilisiert, aber war nicht stabil. Die neue Energie hab ich gleich in die Arbeit gesteckt.
Ich werde immer wieder krank, hauptsächlich Infekte - hab schon regelrecht Panik davor, denn dann sitze ich immer auf der Ersatzbank.
Jedenfalls, man steht mit seinem Werkzeugkoffer nach der Reha da aber ich hatte keine Nachsorge. Das Nein sagen funktionierte besser, führte zu vielen Kämpfen, was auch wieder müde macht.
Es ist was in mir drin, das mich sabotiert, mir sagt wie wertlos ich bin, wenn ich nicht funktioniere.
 
Niemand ist wertlos!
Ich kann Dein Problem ein klein wenig nachvollziehen, ich hatte ein großes Teil meines Lebens mit Erkältungskrankheiten zu tun, über viele Jahre war ich oft das halbe Jahr erkältet, häufig sehr heftig.
Da kommt schon Panik auf, wenn man ein Kratzen im Hals verspürt.
Deutlich besser wurde es, nachdem ich mit meiner Psyche weitgehend im Einklang bin.

Vielleicht kannst Du nach der stationären Reha zu einer Selbsthilfegruppe für psychosomatische Erkrankungen gehen, erkundige Dich doch bitte ab es so etwas in Deiner Umgebung gibt.
 
Hallo zusammen,

ich habe eine schwere Depression, soll stationär.
Es gibt ein Angebot in der Nähe (Pfaffenhofen) psychodynamisch, 12 Wochen, kann am WE heim, Wartezeit kurz
Oder weiter weg (Rechts der Isar, Simbach, Windach)
psychosomatisch, 6 Wochen, Wartezeit ca 4-6 Wochen

Dann gibt es noch CBASP, bei mir in der Nähe aber nur als Tagesklinik.

Ich hatte vor 5 Jahren schon eine Verhaltenstherapie. War ok aber nicht nachhaltig - ich schaffe es nicht, die Skills umzusetzen, wenn es mir schlecht geht. Ausserdem lebe ich fast nur im Kopf und hab eine schlechte Körperwahrnehmung.
Ziel wäre, Umgang mit Krankheiten, Selbstwertgefühl, wieder Freude empfinden. Ich löse Probleme auf der körperlichen Ebene - das soll aufhören.

Ich wäre sehr dankbar für paar Erfahrungen oder Tipps.

vlg
Jens
eine nähere klinik hat schon vorteile was die nachsorge betrifft. auch die 12 wochen klingen für mich durchaus attraktiver. am wochenende wieder zurück in die eigenen 4 wände zu kommen, kann hilfreich sein oder auch weniger hilfreich. das ist halt doch recht individuell.
 
eine nähere klinik hat schon vorteile was die nachsorge betrifft. auch die 12 wochen klingen für mich durchaus attraktiver. am wochenende wieder zurück in die eigenen 4 wände zu kommen, kann hilfreich sein oder auch weniger hilfreich. das ist halt doch recht individuell.
Bei sowas geht man normal in die "Nachtbelastung", hatte ich bei meiner 12 Wochen DBT-Therapie. Das ist eine Belastungserprobung, die man aber auch ausfallen lassen kann, wenn man sich nicht stabil fühlt. Bei mir wurde Freitags immer im Ärztegespräch gefragt wie es mir geht und ob ich Fr auf Sa oder Sa auf So heim will.
Bei normaler medizinischer Reha nur für Depression, ist man Vollzeit in der Klinik.

@jens_g
Ich weiß leider nicht was der Unterschied bei psychodynamisch und psychosomatisch ist und was besser geeignet ist...muss erstmal googeln...hast du denn eine Therapeutin/en die/den du fragen kannst, was besser passt?
Bei den 12 Wochen scheint ja die "Nachtbelastung" mit drin zu sein, ist auch nicht verkehrt, wenn man sich testen will und in der Klinik erlerntes Zuhause/unterwegs ausprobieren?
 
Ich hatte vor 5 Jahren schon eine Verhaltenstherapie. War ok aber nicht nachhaltig - ich schaffe es nicht, die Skills umzusetzen, wenn es mir schlecht geht. Ausserdem lebe ich fast nur im Kopf und hab eine schlechte Körperwahrnehmung.
Ziel wäre, Umgang mit Krankheiten, Selbstwertgefühl, wieder Freude empfinden. Ich löse Probleme auf der körperlichen Ebene - das soll aufhören.

Hatte das auch erst so verstanden, das es auf Wartezeit und ob es in der Nähe ist ankommt.
Die zwei Kliniken scheinen aber unterschiedliche Therapien anzubieten.
Mach dich da doch nochmal bei Fachpersonal schlau, was in deiner Situation eher Erfolg verspricht. 🤔
Hier steht zwar das psychodynamisch sehr erfolgsversprechend ist, es aber auf den Fall (also nicht immer hilft) ankommt und man das im Vorgespräch klärt.
Da müsstest du hier im Forum schon Glück haben, dass jemand hat was du hast oder sich auskennt.
Im Zweifelsfall mal bei beiden Kliniken anrufen und nachfragen?

Bei Skills ist es so, das man die auch regelmässig in normalen/leicht angespannten Situationen üben muss, damit sie im Ernstfall helfen, da dann das Gehirn wegen der Anspannung aussetzt und so kann man trotzdem darauf leicht zurück greifen, weil man es geübt hat.
Rückschläge sind ganz normal, einfach wieder anfangen.
Zumindest bei mir so, ich hab vermutlich ne andere Diagnose, aber vlt. ist es bei Skills ähnlich.
 
Niemand ist wertlos!
Ich kann Dein Problem ein klein wenig nachvollziehen, ich hatte ein großes Teil meines Lebens mit Erkältungskrankheiten zu tun, über viele Jahre war ich oft das halbe Jahr erkältet, häufig sehr heftig.
Da kommt schon Panik auf, wenn man ein Kratzen im Hals verspürt.
Deutlich besser wurde es, nachdem ich mit meiner Psyche weitgehend im Einklang bin.

Vielleicht kannst Du nach der stationären Reha zu einer Selbsthilfegruppe für psychosomatische Erkrankungen gehen, erkundige Dich doch bitte ab es so etwas in Deiner Umgebung gibt.
Danke - genau so fühle ich mich - tut so gut, wenn das jemand nachvollziehen kann, mir kommen gerade die Tränen. Wenn der Körper zuckt, das sich etwas ankündigt, bekomme ich Panikattacken, weil ich dann nicht mehr funktionieren kann und mich wertlos fühle.
 
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