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Schwierige Familienverhältnisse

Petra10

Mitglied
Hallo an Euch,

Ich habe dieses Forum gefunden und möchte mich kurz vorstellen.

Ich bin 63 Jahre, seit 43Jahren mit dem selben Mann verheiratet und unser größtes Glück waren unsere 2 (Wunsch)Kinder.

Ich bin seit 13Jahren wegen Depressionen vorzeitig berentet, war in psychosom. Kliniken und habe ambulante Therapien gemacht.
Also, ich habe an mir gearbeitet und Dank der Möglichkeiten, die mir geboten wurden und die ich genutzt habe, konnte ich mein Verhalten ändern und habe die Depressionen ganz gut im Griff.

Jedoch ist es so, daß ich mit meinem Verhalten früher sehr viel in meinem Umfeld "zertrampelt" habe.
Auch in Bezug zu unseren Kindern habe ich endlos viel falsch gemacht.

Die Folge daraus ist, daß sich unsere Kinder teilweise von uns abgewendet haben.

Unsere Tochter hat uns aber mit einbezogen, ihre beiden Kleinen heran wachsen sehen zu dürfen.
Ansonsten war sie sehr distanziert....bis vor 2 Jahren. Dann veränderte ihre schlimme Krebserkrankung das Leben ihrer kleinen Familie und auch unser Leben..
Ich war in der Zeit ihre Bezugsperson.
Ihr Mann konnte das nicht alleine schaffen und ihre Kinder sind noch klein.

Ich mußte schmerzhaft erfahren, wie sehr ich/ihre Mama ihr wahrscheinlich gefehlt habe.
Diese enge Zeit, die wir miteinander verbracht haben, war so traurig-schön.
Wir hätten uns Beide gewünscht, daß es immer so gewesen wäre....
Sie ist 4Tage nach ihrem 40.sten Geburtstag als Folge der Krankheit für immer eingeschlafen.

Unser Sohn, der auch verheiratet ist und 2 Mädels (die wir nicht kennen)hat, hat den Kontakt zu uns vollkommen abgebrochen.
Wir haben ihn im vergangenem Jahr im Mai zur Beisetzung seiner Schwester-nach 6Jahren das erstemal wieder gesehen.
Ich bin auf ihn zu gegangen und habe ihn umarmt..wollte mit ihm reden.
Er ist zu nichts bereit und hat sich seither auch nicht wieder gemeldet. Ich weiß, daß ich Fehler gemacht habe, aber daß er uns mit diesem Schmerz alleine läßt, das kann ich ihm wahrscheinlich nicht verzeihen.

Liebe Grüße an Euch,
Petra
 
Hallo Chu,

danke für Deine Meinung. Sie hilft mir sehr.

Unser Sohn hatte zu Lebzeiten unserer Tochter kaum Kontakt zu ihr, seitdem er verheiratet ist.

Entschuldigung dafür, daß ich mich ein bischen komisch ausgedückt habe. Mir war natürlich in dem Moment, als unser Kind beerdigt werden mußte-auch nicht zumute, andere Probleme zu wälzen.

Danke nochmal.


PS--ich kann hier sehr schlecht schreiben, weil die Tastatur in diesem Forum hakt. Sie ist aber in Ordnung. Woran kann das liegen?
Hat jemand, der hier zufällig liest, einen Rat?
Auch die Formatierungen gehen nicht..




Dein Sohn war ja schon weit vor der Beerdigung nicht in Kontakt mit euch. Erwartest du von deinem Sohn das er nun sofort dich in den Arm nimmt freude strahlend deine Ängste Sorgen und Probleme abarbeitet damit der Schmerz des Verlustes deiner Tochter in dir heilt?

Das war denke ich der falsche Moment mit deinem Sohn reden zu wollen. Auf einer Beerdigung wirkt das seltsam.

Auf einer Beerdigung wo ich selbst mit mir zu tun habe kann ich mir gut vorstellen das ich keine Nerven habe weiteres zu klären und es wäre auch unangemessen.
 
Hallo Petra,

es tut mir leid, dass du deine Tochter verloren hast.
Was deinen Sohn betrifft, so würde ich ihm an deiner Stelle einen Brief schreiben, in dem du ähnlich wie hier deine "Lebensgeschichte" schilderst und offen über deine Gedanken und Gefühle sprichst, ohne eine Erwartungshaltung an ihn zu richten.

Ich finde es gut, wie viel du für dich getan hast, und das sollte er erfahren. Mehr kannst du denke ich nicht tun. Er ist seinen Weg gegangen, weil es für ihn wohl der richtige war. Trotz allem kann es sein, dass er manches überdenkt - und vielleicht sogar verzeihen kann.

LG
 
Hallo Petra,

es tut mir leid, dass du deine Tochter verloren hast.
Was deinen Sohn betrifft, so würde ich ihm an deiner Stelle einen Brief schreiben, in dem du ähnlich wie hier deine "Lebensgeschichte" schilderst und offen über deine Gedanken und Gefühle sprichst, ohne eine Erwartungshaltung an ihn zu richten.

Ich finde es gut, wie viel du für dich getan hast, und das sollte er erfahren. Mehr kannst du denke ich nicht tun. Er ist seinen Weg gegangen, weil es für ihn wohl der richtige war. Trotz allem kann es sein, dass er manches überdenkt - und vielleicht sogar verzeihen kann.

LG

Hallo liebe Mac,

danke für Deine Antwort und Dein Mitgefühl.

Ja ich weiß, daß ich gegen den Kontaktabbruch nichts machen kann.:wein:

Ich würde es nur gern verstehen, warum er uns keine Chance gibt. Deshalb bin ich sehr dankbar für Meinungen. Auch, wenn sie so ausfallen wie die von Chu.
Ich habe durch ihn erkannt, daß ich unserem Sohn nun ebenfalls nichts verzeihen will und dafür meine Berechtigung habe.

Nach diesem Jahr, das sich dem Todestag seiner Schwester nähert, bin ich mir sicher, daß meine Tür für ihn verschlossen bleiben wird.

So wie er in solch einer schlimmen Situation zu uns steht-und auch zu der kleinen Familie, die nun ohne Mama weiter leben muß, möchte ich nun auch nicht mehr.

Wir haben mit unseren Kindern viele Fehler gemacht. Das tut mir auch unendlich Leid. Jedoch ist nichts vorgefallen, das solch ein Verhalten rechtfertigen könnte.

Danke noch einmal..

Liebe Grüße
Petra
 
Guten Morgen Petra,

kannst du denn nachempfinden, nachfühlen, wie es deinem Sohn ergangen ist mit euren Fehlern?
Was das mit ihm und in ihm gemacht hat?

Kannst du dir vorstellen, dass dein Sohn seine Herkunftsfamilie schon vor Jahren verloren hat? Er musste und muss vielleicht auch heute noch vieles verarbeiten.

Der Verlust deiner Tochter ist schlimm. Er hat dir sehr weh getan. Und nun wolltest du, dass ein Mensch, der zwar dein Sohn ist, aber durch jahrelang Abwesenheit auch ein Fremder, dich tröstet.
Du weißt nicht, wie es deinem Sohn mit dem Tod seiner Schwester ergangen ist.
Vielleicht braucht er nun noch mehr die Abgrenzung von euch.

Ich habe mit meinen Kindern auch immer mal wieder Zeiten der Distanz durchstehen müssen, aber, egal was war, die Tür war bei mir immer offen für sie.
 
Guten Morgen Petra,

kannst du denn nachempfinden, nachfühlen, wie es deinem Sohn ergangen ist mit euren Fehlern?
Was das mit ihm und in ihm gemacht hat?

Kannst du dir vorstellen, dass dein Sohn seine Herkunftsfamilie schon vor Jahren verloren hat? Er musste und muss vielleicht auch heute noch vieles verarbeiten.

Der Verlust deiner Tochter ist schlimm. Er hat dir sehr weh getan. Und nun wolltest du, dass ein Mensch, der zwar dein Sohn ist, aber durch jahrelang Abwesenheit auch ein Fremder, dich tröstet.
Du weißt nicht, wie es deinem Sohn mit dem Tod seiner Schwester ergangen ist.
Vielleicht braucht er nun noch mehr die Abgrenzung von euch.

Ich habe mit meinen Kindern auch immer mal wieder Zeiten der Distanz durchstehen müssen, aber, egal was war, die Tür war bei mir immer offen für sie.

Hallo Momo,

danke für Deine Antwort.

Unser Sohn hat seine Herkunftsfamilie nicht verloren, sondern er hat sie verlassen-oder anders ausgedrückt, hat er das Interesse an uns verloren-einschließlich an seiner Schwester. Sie haben sich ebenfalls Jahrelang nicht gesehen.
K....hat mehrmals versucht, Kontakt zu ihm zu bekommen-leider aussichtslos. So hat sie mir das immer wieder mal erzählt.

Unsere Tochter hat vor 3Jahren die Diagnose -Krebs- erhalten. Wir haben ihn das wissen lassen und wir haben ihm auch ans Herz gelegt, zur Krebsvorsorge zu gehen, weil Darmkrebs bei unseren Vorfahren aufgetreten ist.
Es gab keine Reaktion von ihm.
Es sind nicht nur alleine unsere Fehler in der Erziehung ursächlich für sein Verhalten. Ihm war es auch egal, wie es seiner Schwester ging-oder er wollte dem Leid aus dem Weg gehen. Keine Ahnung.

Wir haben eigentlich garnicht damit gerechnet, daß er zur Beisetzung seiner Schwester erscheint. Unser Schwiegersohn hat ihm den Termin mit geteilt.
Er wohnt mit seiner kleinen Familie weiter weg von uns allen.

Ich wollte nicht von ihm (und seiner Frau) getröstet werden. Ich wollte ganz einfach, daß wir eine Möglichkeit finden würden, zueinander zu kommen.

Nicht nur wir Eltern machen Fehler, sondern auch die Kinder machen nicht immer alles richtig.

Ich muß für mein damaliges Verhalten die Konsequenzen tragen.

Nun muß er für sein Verhalten ebenfalls die Folgen tragen. Auch ich kann nicht aus meiner Haut....

Ich kann das nicht verzeihen-zumindest zum jetztigen Zeitpunkt ist das für mich unmöglich.
Ich habe mir bisher gesagt, daß das so nicht geht. Ich kann doch nicht einfach meinen Sohn aus meinem Herzen entlassen. Egal, was er tut-es ist und bleibt mein Sohn...

Nun bin ich zu der Meinung gelangt, daß das doch geht. Genauso, wie es schlechte Eltern gibt-so gibt es auch schlechte Kinder.

kannst du denn nachempfinden, nachfühlen, wie es deinem Sohn ergangen ist mit euren Fehlern?
Was das mit ihm und in ihm gemacht hat?

Kann unser Sohn denn nachfühlen, was sein Verhalten mit --uns-- macht...und wie es --uns-- geht?

Er ist jetzt nicht besser als wir...

LG
Petra
 

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