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Schwiegervater verstorben - Ehe in Gefahr

Pandabärchen

Neues Mitglied
Die Verzweiflung wächst von Tag zu Tag und es gibt keinen Lichtblick am Ende des Tunnels.
Mein Schwiegervater ist vor 10 Monaten mit Anfang 60 plötzlich an einem Herzinfarkt gestorben. Es war und ist die Hölle. Mein Mann und ich sind seit fast 5 Jahren verheiratet und seit fast 17 Jahren zusammen. Ich dachte immer wir schaffen alles und werden in " guten sowie in schlechten Zeiten " alles durchstehen. Aber die letzten Monate lassen alles bröckeln.
Als mein Schwiegervater verstarb nahmen wir seine Mutter ( Hausfrau, 59 Jahre, keine Freunde, sie hat mich jahrelang gemobbt ) für fast 3 Wochen bei uns auf, obwohl ihr Zuhause nur 12 Kilometer entfernt ist. Nachdem sie dann wieder bei sich eingezogen war, ist mein Mann täglich, von Montag bis Sonntag zu ihr gefahren und nur noch zum Essen und Schlafen nach Hause gekommen. 10 Wochen lang. Anfangs haben wir jeden Sonntag etwas mit meiner Schwiegermutter unternommen um sie abzulenken. Was mich wiederrum sehr verletzt hat, da mein Mann ansonsten ein Unternehmungsmuffel ist und mit mir nicht gerne etwas unternimmt. Ich habe das auch alles soweit mitgemacht und nie was dazu gesagt. Sie blieb auch des Öfteren über Nacht. Am Wochenende sowie unter der Woche, so daß ich sie morgens, vor der Arbeit, nach Hause gefahren habe. Ich habe alles mitgemacht und mich nie beklagt. Nach 3 Monaten konnte ich allerdings nicht mehr. Ich sagte meinem Mann daß es so nicht weitergehen kann. Daß er mir fehlt und ich auch noch da bin. Ich war ja gerne bereit MAL mit meiner Schwiegermutter etwas zu unternehmen und ich bin wochenlang auch 1 mal wöchentlich zu ihr zum Kaffee gefahren, und wenn ich koche gibt es immer eine Portion für sie extra. Aber unsere Beziehung leidet seitdem sehr. Mein Mann wirft mir vor, daß ich ihn alleine lasse und ihm keinen Rückhalt gebe in seiner Trauer. Er hatte ein sehr gutes Verhältnis zu seinem Vater. Aber ich lasse ihn nicht alleine, bin ja immer da, wenn er dann irgendwann mal nach Hause kommt. Ich habe auch immer versucht mit ihm zu reden, wenn ich merkte, es geht ihm schlecht, wollte ihn trösten. Aber er wollte nicht reden. Ich weiß einfach nicht wie ich ihm helfen soll und kann und wie er sich diesen Rückhalt vorstellt ?! Seine Mutter wird nie meine beste Freundin werden und ich springe jedesmal über meinen Schatten wenn ich zu ihr fahre oder etwas mit ihr unternehme, lasse sie daß aber nicht merken. Sie tut mir ja auch wirklich leid, aber, aber....! Daraus resultieren dann Streitgespräche mit meinem Mann, die damit enden, das wir wochenlang kaum miteinander sprechen und jeder sein Leben alleine lebt. Er spricht in seinen täglichen, meist mehrstündigen, abendlichen Telefonaten mehr mit seiner Mutter als mit mir in einer Woche.
Ich frage mich täglich, was mache ich verkehrt, was HABE ich falsch gemacht, war/bin ich zu egoistisch, zu ungeduldig, habe ich kein Verständnis ???
Ich weiß einfach nicht mehr weiter und habe bei Gesprächen mit Freunden und Familie auch keine Lösung gefunden.
Vielleicht finde ich ja hier jemanden der mir die andere Seite ( die meines Mannes ) erklären kann und gibt mir einen Tipp wie ich unsere Ehe noch retten kann ???
 
Wow, 10 Monate sind eine ganz schön lange Zeit um das alles mitzumachen.

Ist ja absolut verständlich daß deine Schwiemu und dein MAnn um ihren Mann/Vater trauern, aber irgendwann sollte jeder wissen daß das Leben für einen selbst nunmal weitergeht und man sich nicht nur auf den Sohn stützen darf.

Vor allem deine Schwiegermutter scheint es zu geniessen ihren Sohn wieder so viel für sich zu haben und merkt gar nciht daß er seine eigene Famlie, sprich dich, dadurch komplett vernachlässigt bzw. es ist ihr egal. GAnz schön egoistisch das Verhalten von ihr, sorry. Zumal ihr sie ja nicht komplett links liegen lasst, sondern mit ihr was unternimmt, zu euch einlädt etc pp.

ICh fürchte damit dein MAnn aufwacht musst du TAcheless mit ihm reden, sag ihm daß du gerne weiterhin was zu dritt unternehmt und sie 1 x pro Woche zum Essen kommen kann- ABer den Rest muss er auch Zeit für dich erübrigen und sich nicht nur auf seine mum konzentrieren. Wenn er möchte daß du ihn unterstützt und für ihn da bist, muss er sich dir auch öffnen ( können ). Zeigt er vor dir wenn's ihm schlecht geht, weint er sich mal aus oder frisst er alles in sich rein und beschwert sich dann daß du nicht für ihn da bist ?

MAch ihm deutlich daß eure Ehe ernsthaft in Gefahr ist wenn er sich nicht etwas mehr auf dich bze. euch konzentriert. Er soll und darf seine Mutter ja nicht fallenlassen, aber nach 10 Montaten sollte sie ihr Leben und sich wieder einigermassen selbst im Griff haben daß sie ihn nicht mehr jeden Tag sehen und hören muss; Wenn nicht sollte sich sich evtl. mal ärztlich beraten lassen; MAnche machen es sich auch verdammt einfach nache inem Todesfall und lassen sich total gehen und fangen an zu klammern- dem müsst ihr wenn, entgegenwirken.
 
Mein Vater ist vor 9 Monaten gestorben. Ich bin sehr traurig. Habe meinen ersten Geburtstag ohne ihn verlebt. Wenn mein Partner sich so über meinen Kummer äußern würde wie du, würde ich ihn rausschmeißen. Er wäre dann schlichtweg die falsche Besetzung.
Hoffentlich hast du einen empathischeren Menschen an deiner Seite, wenn du mal in seiner Lage bist.
 
Wir wissen alle nicht wie die Beziehung zur Schweigermutter vor dem Tod des Schwiegervaters war, aber laut TE zumindest nicht besonders gut ( Mobbing ) . Sie schreibt ja auch daß sie dennoch sie 3 Wochen bei sich haben wohnen lassen, sie auch danach oft bei ihnen zum essen ist oder sie ihre Schwiegermutter besucht hat- also unempathisch finde ich die TE nicht.
KLar befinden sie sich in einer Ausnahmesituation und daß der Sohn die erste Zeit viel bei und mit seiner mUtter verbracht hat ist auch absolut richtig , dafür sind sie eine Familie- aber es ist dennoch bereits 10 Monate her. Daß die TE irgendwann mal wieder die AUfmerksamkeit von ihrem MAnn möchte verstehe ich schon- sie schieben die Mutter ja nicht ab sondern sie besucht sie weiterhin, unternehmen etwas miteinander.

Mein VAter starb vor 9 JAhren plötzlich und unerwartet und ich als einziges KInd war natürlich auch für meine Mutter da. Ich war die ersten Wochen 3-4 x die Woche bei ihr, habe täglich mit ihr telefoniert da sie in ein totales Loch gefallen ist und ich wirklich ANgst hatte daß sie da nicht mehr raus kommt. Sie hat es aber geschafft, hat sich Hobbys gesucht und ist heute wieder gut dabei. ICh hatte damals aber schon ein schlechtes Gewissen daß mein Mann immer zurückstecken musste, alleine daheim war und auf mich gewartet hat. Er hat sich nie beschwert, im Gegenteil, wo es ging hat er gehoilfen und unterstützt, aber dies als selbstverständlich anzusehen finde ich nicht okay.

Ich denke doch daß die zwei Redebedarf haben, wenn's ist auch zusammen mit der Schwiegermutter / Mutter ist. AUf die Dauer müssen sie eine Lösung für sich finden
 
Darum geht es ja...
man kann und sollte meiner Meinung nach/Erfahrungen heraus eben Nichts einklagen, in solch einer Ausnahmesituation...

denn, so nämlich...entfernt man sich viell. immer nur noch mehr, bis nachher die Luft ganz raus ist, wenn sie es nicht schon vorher sowieso schon war.


Hmm Spoony, wirklich einklagen tut die TE doch nichts, zumindest in meinen Augen. Einklagen wäre für mich wenn sie zu ihrem Mann sagen würde: Entweder deine Mutter oder Ich- DAS wäre gemein und umempathisch, SIe unterstützt ihn weiterhin,ist für ihn da und trifft sich ja auch noch mit ihrer Schwiemu zum KAffee trinken.
Sie macht hier im Foum ihrem Herzen Luft weil sie Angst um ihre Ehe hat.
Wie würdest du denn nach 10 Monaten reagieren, würde sich deine Frau so extrem viel um ihren VAter kümmern und dich dabei vernachlassigen ? Wärst du nach so langer Zeit noch so geduldig spreche ich dir wirklich meinen Respekt aus und das meine ich ganz ernst. 10 Monate können sehr lange sein und ich könnte für mich nicht sagen daß meine Geduld solange andauern würde; Mag aber auch in meiner Erziehung liegen: mir wurde beigebracht daß eine Familie zwar zusammenhalten muss, im Endeffekt aber jeder für sein Leben selbst verantwortlich ist und das Leben, egal welcher Schicksalsschlag einen trifft weitergeht und man weiterleben muss. Aufgeben und Rumjammern gab es bei uns nie und wurde auch nicht geduldet.- mein VAter wurde noch nur durch Schläge erzogen, Widerworte wurden nicht gestattet und die Zähne hatte man gefälliigst zusammenzubeissen. Ich fürchte ein Teil davon wurde auf mich übertragen...
 
als meine mutter im sterben lag, es ist 5 jahre her, gab ich meinem partner zu verstehen, dass er jetzt eben nicht (mehr) die hauptperson ist... er hat das verstanden, ohne groll, ohne wut, ohne "eifersucht" (doofes wort, ich weiß). wir haben uns viele wochen nicht gesehen, da ich daheim war, bei meiner sterbenden mutter und meinem überforderten, hilflosen vater...
und es war gut so!!

ich finde deine gedankengänge, liebe TE, egoistisch und unbedacht...
wir hier wissen z.b. nicht, ob deine eltern noch leben... falls ja, WIE wirst du dich verhalten, wenn ein elternteil verstirbt??
 
Also ich finde es unfair, der TH-Stellerin mangelnde Empathie vorzuwerfen. Sie hat bis jetzt durchgehalten, aber wenn kein Ende dieser Situation abzusehen ist, würde ich mich auch irgendwann fragen, wie es denn weiter gehen soll. Irgendwann muß auch seine Mutter ihr eigenes Leben wieder aufnehmen und das gleiche auch ihrem Sohn zugestehen. Die TH-Stellerin unterstützt ihren Partner seit 10 Monaten. Irgendwann muß das normale Leben wieder
einkehren. Er kann sich ja weiter um seine Mutter kümmern und dagegen wird die Threadstellerin sicher nichts haben. Aber in diesem Umfang geht es ja wirklich über das normale Maß und wird irgendwann auch der Beziehung schaden.
 
Also ich finde es unfair, der TH-Stellerin mangelnde Empathie vorzuwerfen.

Das sehe ich auch so. Dieser Thread ist mal wieder ein Beispiel, wo das Anliegen einer Threaderstellerin nicht ernst genommen wird. Statt ihr zu helfen, muss sie sich auch noch Vorwürfe anhören.

Im übrigen: ich persönlich werde von meinem Partner NICHT verlangen, dass er sich komplett und über einen langen Zeitraum unterordnet, wenn ich einen Todesfall in meiner Familie haben werde. Denn ist nicht der Partner ähnlich wichtig wie die Familie? Sollte man ihm nicht nach einiger Zeit auch wieder Zuwendung schenken? Das Leben soll ja weitergehen, und zwar nicht nur mit der Familie, sondern auch mit dem Partner.
 
Das sehe ich auch so. Dieser Thread ist mal wieder ein Beispiel, wo das Anliegen einer Threaderstellerin nicht ernst genommen wird. Statt ihr zu helfen, muss sie sich auch noch Vorwürfe anhören.

Im übrigen: ich persönlich werde von meinem Partner NICHT verlangen, dass er sich komplett und über einen langen Zeitraum unterordnet, wenn ich einen Todesfall in meiner Familie haben werde.



Yeep, das ist auch meine Sichtweise. Toll wenn man 10 Monate lang vom Partner unterstützt wird, aber das als gegeben und normal vorauszusetzen finde Ich egoistisch
 
Ich kann es gut verstehen, daß man auch nach 10 Monaten (und mehr) trauert. Kann gut verstehen, daß Dein Mann seiner Mutter zur Seite stehen will. Daß er in der ersten Zeit ausschließlich für sie da war, auch gut. Aber immer noch in diesem Umfang, dieser Ausschließlichkeit?
 

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