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Schweigen

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nachdenklich

Gast
Hallo allerseits,
möchte mich nur kurz vorstellen_
- bin weiblich , 44 jahre alt
-seit 16 Jahren verheiratet ( + 7 Jahre vorheriges Zusammenleben)
- habe eine 15 jährige Tochter ( pupertierend)
- bin ganztags berufstätig (kaufm. Bereich)
habe einen gutaussehenden Mann (jugendliebe)

Problem:
vor 4 Jahren hatte mein Mann eine enorme Mittliefekrises( Diskotheken zum Wochenende nur mit Singletypen oder Problemtypen, regelmässige Mallorcabesuche zur Septemberzeit für 5 Tage) na ja, halt amuessieren, Spaß haben und Selbstbestätigung holen)

Ist nicht mein Ding!!!!
Aber ich habe ihn gelassen, bis dass das Faß übergelaufen ist und zwar mit abendlichen Ausgängen inkl. Condom.
Wir haben Eigentum, wollten verkaufen, es fanden sich keine Kaeufer.

Vor 4 Jahren haben wir uns wieder zusammengerauft. Wir hatten eine 11jährige Tochter.


Im Zuge der Zeit oder Eintönigkeit hat sich das Problem wieder eingeschlichen.
Träge vor dem Fernseher zu liegen, nichts zu unternehmen, eine 15 jährige, die jedesmal sagt:" Mamma lass dich scheiden"! Uns wird es dann finanziel besser gehen.
Mein Problem ist: ich liebe "glaube ich" meinen Mann, trotz ich mich genau immer wieder aufs Neue erinnern kann, wie ich ihn vor 4 Jahren gehaßt habe, als er mir respektlosigkeit und desinteresse entgegengebracht hatt.


Nun fängt es wieder an.....................
Wir reden nicht miteinander.....................
Ich versuche weiterhin stark zu sein, trotz mich das so ziehmlich erschütter:
"Er" ein Egoist, grösseres Auto, groesseres Motorrad als ich. Trotz ich mehr Knete verdiene, die allerdings auch für meine Tochter ausgebe.Ich bin eher die Sparsame.

Wir schweigen weiter..................
Ich will das Eigentum nicht verkaufen....................
Ich möchte nur Ruhe, die mein ewig mekernder- ordnungsliebender, sauberkeitsfimdelnder Mann, mir nicht geben kann.

Meine Wünsche:
Theather, Galeriebesuche, Musicals, aber mein Mann sagt: Dafür habe ich kein Geld.
Ich habe alles getan um weiterhin Gemeinsamkeiten mit ihm zu haben, aber...... er findet das toll, jedoch wird auf meine Interessen nicht eingegangen.
Das spürt meine Tochter: " Mamma lass dich scheiden, dann geht es uns besser.

Mein Mann sagt,unsere Tochter will uns gegeneinander ausspielen...................

Ich stehe zwischen zwei Stühle................und ich denke mein Mann vermutet, dass ich mich für meine Tochter entscheiden werden.

Bloss, es wird weiter geschwiegen, keiner macht den Anfang.
Würde mich freuen, von Leuten Tipps zu erfahren oder austauschen zu können, die ähnliche Probleme haben.

Liebe Grüße
weiterhin
nachdenklich
 

Hallo nachdenklich,

schau mal hier: Schweigen. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Willkommen "nachdenklich",

Jedes neu zu uns kommende Schicksal findet hier genug Parallelen. Ich stelle langsam fest, dass es wirklich alles gibt, auch ewnn man sich's kaum vorstellen kann.

Es ist immer wieder das gleiche Zögern, der gleiche Schmerz, die Unsicherheit, die uns am Handeln hindern.

Nachdenklich, die Lösung liegt vor deiner Nase.
Auch wenn Deine Tochter gerade pubertiert, oder gerade weil....., hast Du eigentlich gar keine echte Wal mehr. Es sind keine Kinder da, die ein Nichthandeln entschuldigen können, weil man ihretwegen zusammenbleibt.
Deine Tochter sagt es immer wieder: Mamma, lasst Euch scheiden!

Es ist nicht leicht, das Altgewohnte loszulassen. Aber meinst Du nicht, dass du anfangen solltest etwas für Dich zu tun, denn Du bist verantwortlich für Dein Leben, nicht Dein Mann, nicht Deine Tochter, sie gibt Dir nur dauernd einen Schubs in die richtige Richtung. Das große Schweigen wird im Laufe der Jahre nicht kleiner, es kommt nur öfter.
Was ich nicht ganz begreife, das Argument Deines Mannes, es sei kein Geld da, damit Du Deine Wünsche erfüllen kannst, wie sind denn dann die finanziellen Dinge bei Euch geregelt. Kommt Euer Geld auf ein gemeinsames Konto, für das nur Dein Mann den Zugang hat? Anders kann ich mir es nicht erklären, warum Du, wenn Du eh mehr verdienst, nicht ihn ein bißchen kürzer treten läßt und dir deine Wünsche erfüllst.

Abgesehen von Zweifeln, ob eine Trennung richtig ist (wie gesagt das Loslassen der (un-)geliebten Gewohnheiten), solltest Du unbedingt auch an Deine Tochter denken. Es ist für eine Pubertierende noch schwieriger zu ertragen, wie die Mutter mit sich umspringen lässt und ewig eine unzufriedene Mama zu haben, und in einer eisigen Athmosphäre des schweigens zu leben. Was glaubtst Du, wie lange sie da noch mitspielt, und dann plötzlich immer seltener zuhause sein wird, und wenn sie da ist aufmüpfig und renitent wird, weil sie langsam die Achtung ffür ihre Mutter verliert, die sich klaglos so behandeln lässt.

Liebe Nachdenklich, ich spreche als 57 jährige Mutter, die 2 pubertierende Töchter hatte, wovon die Jüngste mit 14 das Problem auf ihre Art löste: Sie beschuldigte meinen Lebensgefährten, der Jahrelang ihr Papi war, plötzlich ser sexuellen Belästigung und schon war dass lästige Problem für sie aus der Welt geschafft. Du als Mutter hast Dir dann aber die Hölle auf Erden beschert, denn Du wirst bis an Dein Lebensende nicht wissen, ob die Tochter die Wahrheit gesagt hat. Als gute Mutter, wirst Du Dich sofort auf die Seite der Tochter stellen und wenn möglich den Mann rausschmeissen, oder sofort selber mit Tochter das Haus verlassen. Aber Du wirst niemals erfahren, ob Du dem Mann nicht vielleicht unrecht getan hast.
Als gute Mutter wirst Du Dein Kund niemals spüren lassen, dass du innerlich zerrissen bist.

Gott bewahre, dass Du jemals als Mutter in diesen Konflikt kommst, oder jemals Dein Kind einer solchen Konfliktsituation ausgesetzt wird, weil sie sich nicht anders zu helfen wußte, um endlich eine Lösung herbeizuführen.

Ich bitte, wer auch immer außer Nachdenklich diese Geschichte liest, soll nicht denken, dass gerade ich, die sich so für unsere wirklich Betroffenen einsetzt plötzlich so gefühllos und kalt mit dem Thema umgehe.

Es ist nur so, dass es leider vereinzelt immer wieder Fälle gibt, wo pubertierende Mädchen, die den Vater aus dem Haus haben möchten, zu so drastischen Mitteln greifen. Deshalb haben Menschen wie unser Angel es dann so furchtbar schwer, dass der Täter bestraft wird.

Ich habe die Geschichte nur erzählt, weil sie bereits seit 1O Jahren mein Leben zerstört, und die Ausgangsbasis ganz ähnlich war wie bei Dir, liebe Nachdenklich. Deshalb bitte ich Dich, denke wirklich nach, sprich mit Deiner Tochter darüber wie Euer Leben im Falle einer Scheidung aussehen würde, sprich offen und ehrlich mit ihr über Deine Gefühle und Zweifel, damit sie erkennt, dass Du serwohl auch ihre Wünsche in Deine Lebensplanung mit einbeziehst.

Aber ich denke, Du wirst handeln müssen, denn dieser Schwebezustand wir für Euch alle immer unerträglicher werden.

Wenn Du weißt, wie wirklich Betroffene leiden, dann merkst findet man schon mit der Zeit heraus, ob die eigene Tochter die wahrheit gesagt hat oder nicht. Meine Tochter hat zu der Zeit gelogen, dass sich die Balken bogen, also habe ich mich zwangsläufig immer wieder gefragt, ob sie da nicht auch gelogen hat, um ihren Kopf durchzusetzten. Aber im Grunde spielt es keine Rolle, ob wahr oder nicht wahr, es ist in jedem Fall ein Hilferuf an die Mutter etwas zu tun, zu handeln, und die Tochter ernst zu nehmen und ihr ein Leben zu ersparen, dass sie unerträglich findet.

Nachdenklioch, bitte verstehe meine Worte richtig, ich möchte Dir nur zeigen, was geschehen könnte, wenn man aus welchen Gründen auch immer, zulange zögert.

Ich weiß wirklich, was in Dir vorgeht, denn ich habe 3x vor dieser Entscheidung gestanden. Beim 2. Mal habe ich zwar dann nach meinen wünschen gelebt, aber es war nicht halbes und nichts ganzes. Bevor die Phase des Hasses und der Abneigung einsetzt, sollte man versuchen einen sauberen Strich zu ziehen. Oft gelingt dann sogar eine Trennung in beiderseitigem Einvernehmen.

Ich wünsche dir Kraft und WEisheit, die richtige Entscheidung zu treffen.

Ich denke an Dich und drücke Dir ganz fest die Daumen.
Liebe Grüße
Luiserl
 

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