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Schwarze Schaf der Familie?

Cinderella

Mitglied
Hallo ihr Lieben,

ich weiß zwar nicht wie ich anfangen soll, aber ich schreib mal drauf los....... Ich bin schon Ü50 und verarbeite nun glaube ich, meine Kindheit und Teenager-Zeit bei meinen Eltern. Ich wuchs bei meiner Mutter und Stiefvater auf. Die beiden haben noch ein gemeinsames Kind, meine Halbschwester. Ich habe sie bis vor einigen Tagen noch geliebt und niemals für all das verurteilt.
Sie wurde bevorzugt. Ich bin mit 18 Jahren zu meinen Freund gezogen, der ca. 700km von meinem Zuhause entfernt lebt. Das war eine gute Entscheidung, denn er war der einzige der mich verstand und liebte.
Ab dem Zeitpunkt meines Auszugs, war ich auf einmal die "Tochter" für meinen Stiefvater... Ich wurde 18 Jahre geschlagen, beschimpft auch von meiner Mutter. Verbal hatte sie kein Blatt vor dem Mund genommen. Ordinär und und Vulgär war sie.
Mein Stiefvater hatte mich ignoriert und die letzten Jahre fast nichts mit mir gesprochen. Das hat ganz schön gezerrt und machte mich kaputt. Diese Ignoranz - Schrecklich wenn ich daran zurückdenke.
Ich versuche nun den Kontakt abzubrechen - von meinen Eltern und meiner Schwester. Warum? Es hat mir gereicht. Sie zeigten mir, vorletztes Jahr im August deutlich, wie wichtig ich ihnen bin..... Es stand der Geburtstag meiner Eltern an. Mein Stiefvater, hatte eine Woche vor meiner Mutter Geburtstag. Nun, ich dachte, dass die Geburtstage wieder gemeinsam gefeiert werde und ging davon aus, dass diese am Geb.tag meiner Mutter stattfindet und nahm mir frei, sowie meine erwachsenen Kinder und mein Mann... Wir hielten uns diese Tage frei weil wir..... Es kam anders als gedacht.
Ich habe mitbekommen, dass der Geb.tag meiner Eltern eine Woche vorgefeiert wurde. Uns hatte man diesmal nicht informiert...
Als ich meine Mutter darauf ansprach warum man uns nicht Bescheid sagen konnte, kam nur die Antwort, dass es keine Feier war, nur ein "Essengehen" mit allen.... sehr witzig dachte ich mir.... natürlich log sie. (Ich hatte einige Tage später Fotos gesehen, wie sie sich alle fein gemacht haben, Torten hatte ich gesehen und Geschenke.... alle waren da, nur wir nicht.... und dann soll das keine Feier gewesen sein)
Da ich aber bereits die Tage frei gehalten hatte, fuhren wir dennoch am Geb.tag meiner Mutter zu ihnen - ganze Familie - und überraschten sie, d.h. dann eine Woche später und meine Vermutung war richtig, wie sie schwärmte von diesem Tage und die neue Frau an der Seite meines Neffens hatte ich leider auch nicht kennengelernt, da sie zu dem Zeitpunkt als wir kamen schon im Urlaub waren........
Lange Rede, langer Sinn..... Sie tun es so ab, als wäre ich die jenige, die sich nicht gemeldet hatte und es ko.....t mich an, wie sie meine Schwester immer noch bevorzugen.... ach ich könnte hier alles sprengen mit meinen Erzählungen.... Es macht mich fertig deren Verhalten und ich habe keinerlei Interesse mehr auf irgendwas, was sich mir schreibe zu antworten.....
Seit über einem Jahr frage ich meine Mutter, warum sie uns ausgrenzten.... keine Antwort..... dann schrieb ich ihr heuer einen kurzen Brief, dass ich es genauso handhaben werde und auf keinerlei Nachrichten mehr reagieren werde..... 3 Monate kam nichts... Vor 3 Tagen kam Post von ihr, da ich Geb.Tag hatte.... ich rührte den Brief nicht an und warf ihn in die Ecke......
Ich frage mich auch nur, warum ich nun diese Zeit verarbeite... mit Ü50....? Denkt man da über sein Leben nach.....

Liebe Grüße
Cinderalla
 
Deine Mutter ist sich keiner Schuld bewusst.
Wie auch?
Die Vorwürfe die du ihr machst, solltest du dir selbst machen. Du bist die, die nicht bzw. erst auf dem letztem Drücker gefragt hat, was und wie nun mit ihrem Geburtstag geschieht.
Du bist einfach von dir aus ausgegangen, dass es immer so sein wird wie all die Jahre zuvor. War es nun aber leider nicht und nun ärgerst du dich. Aber du hättest doch schon mal viel eher das Thema ansprechen könne, z.B. zum Zeitpunkt als du dir exte frei genommen hast, da hättest du dich doch schon mal rückversichern können ob das Datum denn auch passt. Wahrscheinlich hat deine Mutter darauf gewartet, dass du dich mal bei ihr meldest. Und nun sitzt du da und ärgerst dich. Natürlich schiebst du alle Schuld in die Schuhe der anderen, aber so wie du es hier darstellen versuchst sehe ich es ganz und gar nicht.
Dass deine jüngere Schwester immer bevorzugt wurde ist ebenfalls deine eigene Wahrnehmung.
Sie mag auch berechtigt sein, aber du hast sehr zeitig das Elternhaus verlassen, und somit hat das Kind welches bleibt eine engere Bindung zu den Eltern aufgebaut, das liegt auf der Hand.
Wenn du jedoch nicht in der Lage bist Objektivität im Umgang mit deinen Eltern walten lassen zu könne, weil dich noch heute Szenen aus der Vergangenheit belasten, solltest du versuchen deine Erlebnisse mit Hilfe von Therapeuten zu verarbeiten.
Hm, normalerweise frage ich nicht, sondern wir fahren einfach... und das hatte bis jetzt immer gepasst und nun hatten sie die Geburtstage etwas verschoben und uns nicht Bescheid gesagt.
Therapie habe ich hinter mir. Danke. Du solltest meinen ganzen Bericht lesen...
 
Hm, normalerweise frage ich nicht, sondern wir fahren einfach... und das hatte bis jetzt immer gepasst und nun hatten sie die Geburtstage etwas verschoben und uns nicht Bescheid gesagt.
Therapie habe ich hinter mir. Danke. Du solltest meinen ganzen Bericht lesen...
Da ich nicht Ü50 bin, weiß ich nicht ob es damit zu tun hat, dass du deine Erlebnisse überdenkst.
Es kann doch auch einfach sein, dass die aktuellen Geschehnisse alles wieder hoch geholt haben.

Es tut mir sehr leid für dich was du erlebt hast.

Sie haben dich ausgeschlossen, so lese ich das.
Buhle nicht um Anerkennung, das geht immer nach hinten los. Du machst es richtig, dass du dich zurückgezogen hast.
Nehme nur noch Kontakt auf, wenn du es willst, aber nicht um jeden Preis und nicht wenn man dich kalt behandelt.

Wäre es deiner Mutter ernst sich mit dir auszusprechen hätte sie unabhängig von deinem Geburtstag dir einen Brief geschrieben und versucht Kontakt aufzunehmen.
Ich kann mir vorstellen, dass die Karte ein schlechtes Gewissen ihrerseits bedeutet , aber es bringt alles nichts, wenn sie ihre Fehler, die sie gemacht hat nicht sieht.

Alles Gute zum Geburtstag nachträglich 🌻 🐞 🌈 🍀 💫
 
Les mal den atec

Da ich nicht Ü50 bin, weiß ich nicht ob es damit zu tun hat, dass du deine Erlebnisse überdenkst.
Es kann doch auch einfach sein, dass die aktuellen Geschehnisse alles wieder hoch geholt haben.

Es tut mur sehr leid für dich was du erlebt hast.

Sie haben dich ausgeschlossen, so lese ich das.
Buhle nicht um Anerkennung, das geht immer nach hinten los. Du machst es richtig, dass du dich zurückgezogen hast.
Nehme nur noch Kontakt auf, wenn du es willst, aber nicht um jeden Preis und nicht wenn man dich kalt behandelt.

Wäre es deiner Mutter ernst sich mit dir auszusprechen hätte sie unabhängig von deinem Geburtstag dir einen Brief geschrieben und versucht Kontakt aufzunehmen.
Ich kann mir vorstellen, dass die Karte ein schlechtes Gewissen ihrerseits bedeutet , aber es bringt alles nichts, wenn sie ihre Fehler, due sie gemacht hat nicht sieht.

Alles Gute zum Geburtstag nachträglich 🌻 🐞 🌈 🍀 💫
Liebe Bücherpuppe, erstmal vielen lieben Dank für die Glückwünsche.
Danke für deine Zeilen. Ich denke auch, dass der Rückzug richtig war, denn ich hatte keine Lust mehr von meiner Mutter beschimpft zu werden über alles mögliche... Unser letztes Telefonat... ich rief sie an, letztes Jahr im November und freute mich irgendwie "trotzdem" die Beiden zu sehen über die Cam... aber dann kam sie mit allen möglichen Sachen und beschimpfte mich... wurde laut.. ich legte auf und weinte nur........
 
Du hast nur die Aufgabe nach dir zu schauen und deiner eigenen kleinen Familie.
Wenn du sie hast und einen Halt, dann ist das schonmal viel wert.

Überleg dir ganz in Ruhe, ob du überhaupt nochmal Kontakt zu deiner Mutter möchtest.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie sich ändert.
Versuche dich nicht verpflichtet zu fühlen.
Du hast es verdient, dass man dich gut behandelt und die Menschen, die es nicht tun sollten keinen Platz in deinen Leben einnehmen.

Und selbst, falls es zu einem erneuten Kontakt kommen sollte, stecke keine Erwartungen rein.
 
Du hast nur die Aufgabe nach dir zu schauen und deiner eigenen kleinen Familie.
Wenn du sie hast und einen Halt, dann ist das schonmal viel wert.

Überleg dir ganz in Ruhe, ob du überhaupt nochmal Kontakt zu deiner Mutter möchtest.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie sich ändert.
Versuche dich nicht verpflichtet zu fühlen.
Du hast es verdient, dass man dich gut behandelt und die Menschen, die es nicht tun sollten keinen Platz in deinen Leben einnehmen.

Und selbst, falls es zu einem erneuten Kontakt kommen sollte, stecke keine Erwartungen rein.
Ja, ich bin froh, meine kleine Familie zu haben. Ich liebe sie über alles und ich geben meinen Kindern alles was ich nicht bekommen hatte von meiner Familie und noch viel mehr. Sie sind mein Leben. Niemals würde ich meine Kinder so behandeln...!!!
Ein bisschen fühle ich mich dennoch verpflichtet. Sie ist alt und sollte mich eigentlich um sie kümmern, auch wenn ich weit weg wohne... das sind meine Gedanken. Aber sie tut mir nicht gut....
 
Du bist die, die nicht bzw. erst auf dem letztem Drücker gefragt hat, was und wie nun mit ihrem Geburtstag geschieht.
Wieso sollte sie? Der, der feiert, lädt ein, da fragt man doch nicht nach 🤔


Dass deine jüngere Schwester immer bevorzugt wurde ist ebenfalls deine eigene Wahrnehmung.
Das beziehst Du worauf? Und woher weißt Du, dass es nicht so war?

---

@Cinderella : ich weiß nicht, warum Du gerade jetzt so sehr darüber nachdenkst. Bei mir war es früher, aber trotzdem lange nach dem Auszug. Es kam einfach. Ein kleiner Auslöser war es bei mir, der dann genau der eine Ticken zu viel war und dann habe ich für mich nochmal Alles Revue passieren lassen, alles Positive allem Negativen gegenüber gestellt und dann die Konsequenz daraus gezogen. Ich denke, letztlich ist es egal, wie alt Du bist. Jetzt ist der Zeitpunkt, an dem Du eine Entscheidung treffen konntest und damit ist es der richtige Zeitpunkt.
Und nach dem, was Du hier alleine schon angedeutet hast, denke ich, war es nicht nur der richtige Zeitpunkt, sondern auch die richtige Entscheidung.

Ich wünsche Dir viel Kraft, das auch durchzuhalten!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein bisschen fühle ich mich dennoch verpflichtet. Sie ist alt und sollte mich eigentlich um sie kümmern, auch wenn ich weit weg wohne... das sind meine Gedanken. Aber sie tut mir nicht gut....

🙂
Es wird für sie gesorgt, es kümmert sich jemand um sie und du bist raus, sagt der liebe Herrgott zu dir.

Bei meiner Verwandtschaft ist ungewollt eine Distanz aufgekommen, Corona hat da auch dazu beigetragen. Mir kommt vor, ab jetzt sind wir wirklich befreit. Wir haben diese Gefühlsebene nicht mehr, wie wir sie gehegt und gepflegt haben- jeder fühlte sich für jeden verantwortlich und verpflichtet.
Jetzt kommt so ein Feeling auf, als ob wir gute Bekannte wären, nicht mehr. Das fühlt sich toll an. Es fehlt die kindliche Sentimentalität auf einmal und diese ewige Rührseligkeit und Trauer über zugefügte Schmerzen, die ja als Kind ganz oft zu spüren war, die ist auch weg. Wie wenn ich jetzt erst registriert hätte, dass ich ja raus bin aus dieser Zeit.
Vielleicht kannst du das auch so machen, es ist Zeit für Fortschritt. Keine rührseligen Telefonate mehr, keine zwingenden Rituale mehr, das ist ab jetzt eine Frau, die dort ihre Pfleger hat und du hast den Job beendet, wo du dich kümmern musstest um das auch noch. Hast genug anderes zu tun. Bist praktisch los, was eh zu schwer war immer und nicht wirklich dein Ding.
 
Ich frage mich auch nur, warum ich nun diese Zeit verarbeite... mit Ü50....? Denkt man da über sein Leben nach.....
Nun, die Eltern sind jetzt so um die 80 und können sich nicht mehr wehren.
Da holt man schon mal eher aus als mit 30.
Wenn der Kontakt dir schadet, breche ihn ab.
Sobald deine Eltern tot sind, wirst du deine Kraft für einen unerfreulichen Erbstreit mit der Halbschwester brauchen.
Vergeude sie nicht.
 

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