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Schwanger & ärger in der Ausbildung! Was tun???

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Hallo!

Ich bin 20 Jahre alt, Lerne als Gärtnerin im Gemüsebau und habe fast mein 2. Lehrjahr hinter mir. Momentan bin ich Schwanger davon weiß mein Chef und meine Ausbilderin von Anfang an! Ab Montag bin ich nun im 5. Monat!
Eine Freundin hat vor kurzem dieses sogenannte "Beschäftigungsverbot" angesprochen und ich wollte wissen ob ich das machen kann?
Da ich als Gärtnerin Arbeite ist meine Arbeit schon sehr anstrengend ich war sogar schon im Krankenhaus weil ich durch die schwere Belastung so starke Bänderschmerzen hatte und ich nicht wusste was es ist. Meine Frauenärztin sagte mir das es auch von der schweren Arbeit kommmt. Im moment verstehe ich mich auch nicht besonderst gut mit meiner Ausbilderin und meinem Chef! Ich bekomme ständig druck, traue mich weil ich ärger habe nicht mehr auf die Arbeit mache mir schon Samstag sorgen wegen Montag, komme täglich weinend von der Arbeit (hat bestimt AUCH was mit der Schwangerschaft zu tun aber doch NICHT nur!)muss arbeiten machen bei denen ich früh schon Schmerzen im Unterleib habe.
Es fängt damit an das eigentlich keinerlei rücksicht auf das Kind genommen wird und sich eigentlich gar nicht an das Mutterschutzgesetz gehalten wird ( Meiner Meinung nach). Z.B. muss ich 3-4 Stunden im Regen stehen. Ich durfte ca 5 Stunden lang heute Pflanzen und das heißt dauerntes Bücken und wieder aufstehen ich darf mich nicht mal zwischendruch mit einem Knie abstützen und muss in der Hocke bleiben. Ich wurde auf die Leiter gezwungen (hab ich sonst immer gemacht aber da unser Boden relativ sandig ist habe ich im Moment Angst das ich von der Leiter fallen könnte!) als ich sagte das ich das bitte nicht machen möchte da ich Angst habe wegen diesen Unebenen und nur teilweise festen Boden von der Leiter zu fallen wurde ich gleich angemeckert ob ich eine Arbeitsverweigerung machen möchte...
Ich wurde von meiner Ausbilderin gefragt ob ich unsere Pflanzenmittel spritzen darf (ich denke nicht - hab ich zumindest so im Mutterschutzgesetz gelesen!). Ich muss am Wochenende zum Gießen obwohl ich nicht einmal weiß ob ich Überstunden machen darf?! Und wenn ich mehr als 5 kg hebe werde ich wieder angemeckert dabei weiß ich nicht mal ob ich das andere darf! Und meine Frauenärztin ist im Urlaub also muss ich warten.. im moment habe ich totale schmerzen von dieser Pflanzerrei -> hocke - hoch - hocke - hoch immerzu!
Könnt ihr mir vielleicht helfen oder sagen wie weit sie gehen dürfen und wie genau das mit diesen Beschäftigungsverbot ist? Vielleicht hat ja irgendein Azubi schon erfahrung!? Oder bin ich momentan einfach nur zu Empfindlich oder Vorsichtig? Ich traue mich halt nicht viel zu sagen oder zu fragen was ich darf oder was nicht weil ich immer dachte meine Ausbilderin oder mein Chef müssen sowas wissen!

Ich hoffe auf eine Hilfende antwort!!!
 
Ich glaube, das hier hilft dir schon am meisten weiter:

"Sind laut ärztlichem Attest Leben oder Gesundheit von Mutter und Kind bei Fortdauer der Beschäftigung gefährdet, erteilt der/die Arzt/-in ein Beschäftigungsverbot. Dauer und Gründe hierfür müssen konkret bezeichnet sein und es muss zusätzlich erläutert sein, welche Arbeiten noch verrichtet werden können. Die betreffende Mitarbeiterin darf nicht zu einer Arbeit herangezogen werden, die ihre Leistungsfähigkeit übersteigt.

Der Arbeitsplatz und Arbeitsablauf sind so zu gestalten, dass Gefahren für Leben und Gesundheit der werdenden oder stillenden Mutter und des Kindes vermieden werden, d. h. es müssen Gelegenheit zum Ausruhen geschaffen werden, wenn ständiges Stehen oder Gehen erforderlich sind. Wenn eher im Sitzen gearbeitet wird, müssen Bewegungsmöglichkeiten geschaffen werden.

Schwere körperliche Arbeiten und Arbeiten, bei denen schädliche Einwirkungen von gesundheitsgefährdenden Stoffen gegeben sind, (Strahlen, Staub, Gase oder Dämpfe, Hitze, Kälte oder Nässe, Erschütterungen oder Lärm), Akkord- oder Fließbandarbeit mit vorgeschriebenem Arbeitstempo, Mehrarbeit, Sonn- und Feiertagsarbeit sowie Nachtarbeit in der Zeit von 20 bis 6 Uhr (mit Ausnahmen) sind für Schwangere und stillende Mütter verboten."

Heißt im Klartext: Geh zum Arzt, berichte ihm davon und lass dir ein Attest schreiben. Sollte dein Chef/Ausbilder trotzdem kein Verständnis haben, gehst du am besten einfach nicht mehr hin und wendest dich an jemanden, der dagegen was machen kann. Wer genau weiß ich jetzt auch nicht.
 
OKay danke erstmal für deine Hilfe!!! Mehrarbeit sind also Überstunden sehe ich ja richtig oder?
Dürfen die einfach so "tun" als ob sie das Mutterschutzgesetz nicht kennen?!
Ich werde gefragt ob ich das machen darf dabei bin ich doch der Meinung die müssten das wissen ich hab mal irgendwo gelesen das bei dauerhaft mehr als 3 Weibliche Arbeitnehmerinnen ein Mutterschutzgesetz da sein muss. Ist aber nicht so bei uns!
Dabei sind wir ca. 7 Frauen und 1 Mann.


Trotzdem nochmal vielen dank für deine Hilfe!!!
 

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