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Schulwechsel anderes Bundesland, sollich es gestatten?

C

Caro

Gast
Hallo Ihr Lieben, muß wohl etwas weiter ausholen, aber vielleicht macht Ihr Euch die Mühe und könnt mir ein paar Tip´s bzw. Anregungen geben.

Also, meine Tochter neigt dazu viele Dinge anzufangen und nicht´s zu beenden.
Als Grundschüler Segeln, Kampfsport etc. Alles abgebrochen. Seit der 3. Klasse macht sie Musik.(Klavier und Gesang) Wollte sie zwischenzeitlich ca. 5.-6. Kl.auch hinschmeißen, aber da habe ich ´nen Riegel vorgeschoben, da der Zeitaufwand nur 30 Minuten täglich war. Danach kam der Wunsch Musikgymnasium. Da daran Internat gekoppelt ist, habe ich gesagt erst mit der 11. Klasse da gehen andere auch aus dem Haus. Als ich sie vor 2 Jahren fargte, ob sie denn immer noch den Wunsch hegt, bejahte sie dies. So daß ich anfing mich kundig zu machen, da daran ja Extraunterricht gekoppelt ist. Ergebnis: einzige Möglichkeit Aufnahmeprüfung zur 9. Klasse, 11. würde sie nicht schaffen, da sie den laufenden Stoff nicht mehr nacharbeiten könnte. (Sie war zu dem Zeitpunkt 2. Halbjahr 8. Klasse). Ich teilte ihr dieses mit. Ihr Kommentar, dann jetzt sofort. Sie mußte um die Prüfung zu schaffen binnen 2 Monaten neben ihrem normalen Gymn.-Stoff 3 Jahre Musikgymnasium nacharbeiten. Hat és geschafft. Erste Aufnahmeprüfung in unserem Bundesland bestanden.
Konnte doch nicht anfangen, weil falsche Zweitfremdsprache. Nächste
Aufnahmeprüfung in anderem Bundesland! Bestanden und angenommen.
Ich habe eingehendst über diese Umstellung mit ihr gesprochen und das
Freizeit kpl. passee und nur alle paar Wochen zu Hause usw.. Sie hat sich
durchgesetzt und ist gegangen. Es gab dann im normalen Unterrichtsstoff
massive Probleme, wegen der unterschiedlichen Lehrpläne. Aber sie hat
es nachgearbeitet. Im Frühsommer mußten wir uns schulbedingt mit Ihren
Studienwünschen beschäftigen. Ihr Ziel Musiktherapeut aber über die Schiene Psycholgie. Knackpunkt: nc unter 1,8 Dann eventuell nur 1 Jahr Wartezeit.
Sie steht aber derzeit 2,7. Da kam ihr die "glorreiche Iddee" Ich gehe mit
11. Klasse wieder auf "normal" Gymnasium. Dann kann ich den zusätzlichen
Zeitaufwand (Musik) für ´s Pauken der naturwissensch. nehmen. Musik soll
in kleinerem Rahmen aber trotzdem weitergemacht werden.(Ist mit erheblichen
Fahrtaufwand verbunden). Sie meint sie würde dann Ruckzuck auf 1,8 und besser kommen. Ich sehe aber wieder das Problem Lehrpläne. War heute bei
Ihrer ehemaligen Rektorin, habe diesbezüglich mit Ihr gesprochen. Sie war
entgegen meiner Erwartung sofort der Meinung, sie solle zurückkommen.
Lehrpläne hin und her. Nur solle sie die 10. Klasse da unten fertig machen,
da hier oben die Prüfungsvorbereitung laufen und sie diesen Abschluß an
ihrer Schule geschenkt also ohne Prüfung bekommen würde. Sie wäre herzlichst willkommen. Als ich mit der Rektorin über eine eventuelle Rückstufung also Wiederholung der 10. Klasse sprach (um den angestrebten Leistungsdurchschnitt zu erreichen), teilte sie mir nur mit, da´wäre völlig ungerechtfertigt bei ihrem derzeitigen Notenstand. und sie würde ja auch in ihre alte Klasse zurückkommen und das würde schon gehen. Ich muß dazusagen, meine Tochter war Einzelgängerin (auch durch ihre Musik und sie
hält nichts von den sogenannten Partygilrls´, Disco etc.) Mittlerweile ist sie
sehr Selbnstbewußt und selbstständig geworden, aber ihre Abneigungen sind
geblieben, eher noch mehr ausgeprägt.
Was soll ich tu´n?, ich befürchte nämlich, daß ihr Notendurchschnitt weiterabfällt, zumal sie am Musikgymnasium eh´nur noch 2 Jahre hat und
in der 12. die außerschulischen Musikaufgaben ca. 6-8 Stunden die Woche
nicht mehr wahrnehmen muß, sich also voll auf ihr Abi konzentrieren kann.

Hatte auch schon überlegt ob eventuell Heimweh dahintersteht? Aber wir hatten erst kürzlich wieder heiße Diskussion über 1 Jahr Schule in England.
Kann ich mir aber nicht leisten! und laut ihrer Aussage geht es nur um die
Verbesserung ihrer Schulnoten, damit sie die Studienzulassung bekommt.


Übrigens wenn´s nur nach mir gänge, wäre sie gar nicht erst gegangen.
Denn zum einen fehlt sie mir sehr und zum anderen ist ihr frühes aus dem
Haus gehen für mich emotional und auch finanziell sehr belastend.
Es geht mir nur um ihre Zukunft. Was ist richtig, was ist falsch. Könnte mir da eventuell jemand raten.
LG Caro
 
hallo, caro!

hmmm... ganz leicht fällt es mir ja nicht, dir was zu raten.
aber wenn es der innige wunsch deiner tochter ist, aufs musikgym. zu gehen, dann wird sie das schon schaffen. tiefphasen hat jeder mal. ich kenne viele, die diese vor allem in der 8/9. Klasse hatten (einschl. mich).
Da mit den Lehrplänen find ich nicht so wild. ich hatte auch mal für ein Jahr die schule gewechselt. als ich auf die "neue" kam, war es schon ziemlich hart, aber als ich dann wieder in meine "alte" klasse kam, hatte ich den stoff ruckzuck nachgearbeitet. am besten fängt man dann (ausser vielleicht bei mathe) mit dem aktuellsten an und arbeitet sich nach hinten durch. so hab ich das jedenfalls geschafft.

"Übrigens wenn´s nur nach mir gänge, wäre sie gar nicht erst gegangen.
Denn zum einen fehlt sie mir sehr und zum anderen ist ihr frühes aus dem
Haus gehen für mich emotional und auch finanziell sehr belastend."

Das ist jetzt nicht bös gemeint, aber kann es sein, dass du jetzt ein bisschen fixiert darauf bist, dass sie zurück kommt und dir deswegen so große sorgen macht?
ich kenn das von meiner mama: als ich ausgezogen bin (und das nur nach nebenan) kam sie uns jeden tag bis zu 5 Mal am tag besuchen, wegen so sachen wie "braucht ihr noch Milch?", "Geht ihr heute noch einkaufen?", "Was macht ihr denn gerade so?".
das ist denk ich ganz normal, aber ich finde, du solltest ein wenig mehr loslassen. So wie sich das anhört, brauchst du dir ja wegen drogen, sex, party u.s.w. bei deiner tochter keine sorgen machen!
lass einfach ein bisschen los, aber unterstütze sie auch weiterhin!

so, ich hoffe, dass du tipps von einem grünschnabel wie mir annimmst und dass ich dir etwas helfen konnte?!? ;-)

Liebe Grüßr, Ich halt
 
Hallo ich halt, was heißt hier Grünschnabel. Ich freu´mich gerade diesbezüglich über Antworten junger Leute. Das Problem ist nur, daß sie mit 14 Jahren also vor 2 Jahren an das Musikgymnasium gegangen ist und jetzt zurück will. Das ich sie
bei mir nicht anbinden kann weiß ich. Ich bin schon froh, daß sie nicht so ein Wandervogel ist, wie ich es mal war. Ich mach mir nur halt nur Sorgen, daß sie
wenn sie wirklich nach Hause zurückkommt ihr Ziel nicht erreicht. Zumal sie ja die Musik trotzdem weitermachen will und da sind 2 Tage die Woche ebnso im Eimer. Und als sie damals auf das M.G. gegangen ist, mußte sie mal ebenso nebenher 1 Jahr Chemie nacharbeiten, da dies hier erst später unterrichtet wird.
Sie hat ebenso in Vorbereitung auf ihren Studienwunsch LK angewählt. wird hier am Gymnasium nicht als Leistungskurs gegeben. Von allen anderen Lehrplanunterschieden abgesehen.
LG Caro
 

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