Solange du dich finanziell abgrenzt ist eine Trennung auch gar nicht nötig. Sollte er weiterhin auf zu hohem Fuß leben, kannst du dich immer noch trennen, aber so lange du aufpasst, dass er dich nicht finanziell ausnutzt, spricht ja nix dagegen, ihm jetzt erst mal ne Zeit lang ne Chance zu geben.
Wichtig ist nur, dass du ihm weiterhin nichts gibst und auch sonst nicht zu großzügig Kosten übernimmst. Das Ganze muss ihm jetzt weh tun. Und zwar so weh, dass er den Gedanken, neue Schulden zurückzahlen zu müssen schlimmer findet, als eine Sache, die er unbedingt haben will, zu besitzen bevor er das Geld zusammengespart hat. Sollte er also unter der Geldnot leiden: nicht weichklopfen lassen. Das muss so sein, nur dann tritt ein Lernprozess ein.
Helfen kannst du ihm, indem du ihm beim Haushaltsbuch hilfst, ihn regelmäßig dazu ermunterst, Sache xy erst dann zu kaufen, wenn der Dispo (und ggf. vorhandene andere Schulden) abbezahlt sind. Und wenn es dann so weit ist, vielleicht auch dazu, monatlich 200€ auf ein Tagesgeldkonto zu überweisen, wo es dann auch bleibt. Wenn er dann irgendwann stolzer Besitzer eines netten Sümmchens ist, macht ihm das Sparen vielleicht sogar von alleine Spaß.
Aber für den Moment muss er noch den schmerzhaften Weg des Verzichts gehen.