S
Sunline
Gast
Hallo Ihr Lieben,
hiermit möchte ich euch einen kleinen Einblick in meinem Leben verschaffen,mit all den Hürden die es im Verlauf meiner Schulzeit zu überwältigen galt.Ich schreibe diesen Artikel unter anderem,um Erfahrungen auszutauschen und erhoffe mir genügend Zuschriften von Menschen,die gleiches oder ähnliches erlebt haben.
Hier erstmal meine Geschichte!
Geboren und aufgewachsen bin ich in den neuen Bundesländern,charakteristisch würde ich mich als hilfsbereite,ehrgeizige,aber auch sehr sensible und nachdenkliche Person einschätzen.Diese Züge meiner Persönlichkeit waren im Verlauf meines Lebens nicht wirklich von Vorteil,im schulischen Bereich war ich bis zur vierten Klasse sehr zielstrebig,mein Notendurchschnitt betrug sich bei 1,7 eigentlich ausreichend fürs Gymnasium worauf ich auch hinarbeitete,aber es sollte nicht so sein,aus finanziellen Gründen beschlossen meine Eltern für mich einen Realschulabschluss und so begann auch der Anfang vom Disaster.All meine Freunde sah ich nach den Sommerferien nicht wieder,sie wechselten von der Grundschule aufs Gymnasium,nur ich blieb zurück und versuchte mich meinem Schicksal zu beugen,die neue Klasse war unerträglich laut,mir viel es schwer vernünftig zu arbeiten,da gerade wo ich saß,die meisten Stöhrungen hervorkamen.Mein Klassenlehrer war nicht wirklich daran interessiert für Ruhe zu sorgen und meine Bitte auf einen Platztausch stieß auf ignoranz und desinteresse,also mußte ich es wieder so hinnehmen und verschlechterte mich,da ich täglich damit beschäftigt war,mich zu wehren.Aus meiner Lust und Freude am lernen wurde Frust,ich fühlte mich alleingelassen und hilflos,niemand nahm meinen Abstieg ernst,niemand bemerkte wie unglücklich ich darüber wurde,aber es sollte noch schlimmer kommen!Ende des Schuljahres war mein Zeugniss dementsprechend,zwar musste ich das Jahr nicht wiederholen,aber mein Direktor und mein Klassenlehrer beschlossen für mich einen noch schlimmeren Weg.Nach den Sommerferien sollte ich die Hauptschulklasse besuchen,wovon ich aber erst erfuhr als man mich mitten im Schuljahr aus dem Realschulbildungsgang herausnahm,laut Aussage meines Klassenlehrers und meinem Direktor wurde ich vergessen,die Leistungen die ich während der Realschulzeit erbrachte zählten nicht mehr,für diese Leute war ich ein klarer Fall von Hauptschule!!!Diese Klasse in die ich gesteckt wurde übertraf meine Vorstellungskraft,mit mir waren wir fünf Mädchen,die Anzahl der Jungen dominierte.Direkt am ersten Tag bekam ich den Ernst der Lage zu spüren.Mobbing,Gewalt und Gruppenzwang war dort an der Tagesordnung.Ruhige und friedliche Schüler wurden wie Sklaven behandelt,gedemütigt,systematisch fertiggemacht.In diese Kategorie viel ich unter anderen auch,angefangen von Kaugummi in die Haare werfen,anspucken,Erpressungen bis hin zu Beleidigungen erlebte ich alles täglich mit.Aus Frust wurde Angst,jeden Morgen quälte mich der Gedanke zur Schule zu müssen,jeden Tag die selbe Hoffnung,die schlimmsten Schüler würden schwenzen.Jeden Tag die Hoffnung man würde in Ruhe gelassen werden.Dieses Jahr war für mich die Hölle,ich veränderte mich,wurde selbst agressiv und verweigerte die Schule,all meine Hoffnungen verwandelten sich in Ziellosigkeit,mein Ehrgeiz wurde erdrückt von Resignation.Niemand machte sich auch nur im geringsten die Mühe mein Verhalten zu hinterfragen,stattdessen fiehl ich immer tiefer ins Bodenlose,ich gab mir größte Mühe sitzenzubleiben um dieser Hölle zu entkommen.Schon im alter von zwölf Jahren war ich geprägt vom Leben,ich lernte,den Mund zu halten,denn egal was ich sagte,es wurde nicht gehört,Hilfeschreie wurden ignoriert,ein Schulwechsel kam auch nicht in Frage,denn mein Vertrauen Lehrern bzw.Erwachsenen gegenüber ging im Laufe der Zeit verloren.Ich fing an mir Schutz bei älteren Jugendlichen zu suchen,diese waren meine sogenannten Waffen gegen all diese,die mir das Leben schwer machten.Meine wahre Identität blieb im Hintergrund,mein freundliches Wesen verschwand hinter eine Fassade von Frust,Angst und Hoffnungslosigkeit.
Mittlerweile gehörte Schule schwenzen und Rückzug zu meinem Alltag,was dazu führte,dass ich erneut die Klasse Sieben wiederholen musste.Nach zwei Jahren Klasse Sieben,in denen ich unterdrückt und schikaniert wurde,hatte ich in der dritten Klasse Sieben endlich Glück,ich hatte zur Klassenlehrerin und zu Mitschülern das erste mal wieder guten Kontakt,was dazu führte,dass meine Leistungen sich erheblich verbesserten und ich auch wieder gern und einigermaßen regelmäßig zur Schule ging.Ich nahm meine sogenannte letzte Chance wahr,auch meine Lehrerin setzte sich für mich ein,vergeblich!!Zwei Tage vor Zeugnissausgabe ließ mein Direktor verkünden,dass er mich auf der Schule nicht länger fördern möchte,ich war entsetzt und enttäuscht denn meinen Leistungen konnte man auch meinen Willen entnehmen.Ich wehrte mich dagegen nicht,wie auch(allein gegen diese Schule?),ich nahm mein Abgangszeugniss entgegen und meldete mich auf der Berufsschule an,dort traf ich das an,was ich auch die letzten Jahre erfahren hatte,trotz öfteren Fehlen hatte ich einen Notendurchschnitt von 2,4. Zum Abschluss eine Bitte an alle Eltern!!!! Nehmen sie Veränderungen bei ihren Kindern ernst,nicht immer sind pubertäre Phasen die Ursache für Verhaltensauffälligkeiten,reden sie über den Schulalltag und holen sie sich bei Schulwechselentscheidungen eine zweite Meinung ein.Beobachten sie ihr Kind Auffälligkeiten wie Nägelkauen,Agression,Rückzug oder Sensibelität bei Kritik,Bettnässen etc.sollten sie unbedingt von einem Fachmann auf Ursachen überprüfen lassen.Lassen sie ihre Kinder nicht im Stich,kleine Seelen sind empfindlich und brauchen den Schutz und vorallem die Fürsorge Erwachsener!!!! Alles Liebe Sunline
hiermit möchte ich euch einen kleinen Einblick in meinem Leben verschaffen,mit all den Hürden die es im Verlauf meiner Schulzeit zu überwältigen galt.Ich schreibe diesen Artikel unter anderem,um Erfahrungen auszutauschen und erhoffe mir genügend Zuschriften von Menschen,die gleiches oder ähnliches erlebt haben.
Hier erstmal meine Geschichte!
Geboren und aufgewachsen bin ich in den neuen Bundesländern,charakteristisch würde ich mich als hilfsbereite,ehrgeizige,aber auch sehr sensible und nachdenkliche Person einschätzen.Diese Züge meiner Persönlichkeit waren im Verlauf meines Lebens nicht wirklich von Vorteil,im schulischen Bereich war ich bis zur vierten Klasse sehr zielstrebig,mein Notendurchschnitt betrug sich bei 1,7 eigentlich ausreichend fürs Gymnasium worauf ich auch hinarbeitete,aber es sollte nicht so sein,aus finanziellen Gründen beschlossen meine Eltern für mich einen Realschulabschluss und so begann auch der Anfang vom Disaster.All meine Freunde sah ich nach den Sommerferien nicht wieder,sie wechselten von der Grundschule aufs Gymnasium,nur ich blieb zurück und versuchte mich meinem Schicksal zu beugen,die neue Klasse war unerträglich laut,mir viel es schwer vernünftig zu arbeiten,da gerade wo ich saß,die meisten Stöhrungen hervorkamen.Mein Klassenlehrer war nicht wirklich daran interessiert für Ruhe zu sorgen und meine Bitte auf einen Platztausch stieß auf ignoranz und desinteresse,also mußte ich es wieder so hinnehmen und verschlechterte mich,da ich täglich damit beschäftigt war,mich zu wehren.Aus meiner Lust und Freude am lernen wurde Frust,ich fühlte mich alleingelassen und hilflos,niemand nahm meinen Abstieg ernst,niemand bemerkte wie unglücklich ich darüber wurde,aber es sollte noch schlimmer kommen!Ende des Schuljahres war mein Zeugniss dementsprechend,zwar musste ich das Jahr nicht wiederholen,aber mein Direktor und mein Klassenlehrer beschlossen für mich einen noch schlimmeren Weg.Nach den Sommerferien sollte ich die Hauptschulklasse besuchen,wovon ich aber erst erfuhr als man mich mitten im Schuljahr aus dem Realschulbildungsgang herausnahm,laut Aussage meines Klassenlehrers und meinem Direktor wurde ich vergessen,die Leistungen die ich während der Realschulzeit erbrachte zählten nicht mehr,für diese Leute war ich ein klarer Fall von Hauptschule!!!Diese Klasse in die ich gesteckt wurde übertraf meine Vorstellungskraft,mit mir waren wir fünf Mädchen,die Anzahl der Jungen dominierte.Direkt am ersten Tag bekam ich den Ernst der Lage zu spüren.Mobbing,Gewalt und Gruppenzwang war dort an der Tagesordnung.Ruhige und friedliche Schüler wurden wie Sklaven behandelt,gedemütigt,systematisch fertiggemacht.In diese Kategorie viel ich unter anderen auch,angefangen von Kaugummi in die Haare werfen,anspucken,Erpressungen bis hin zu Beleidigungen erlebte ich alles täglich mit.Aus Frust wurde Angst,jeden Morgen quälte mich der Gedanke zur Schule zu müssen,jeden Tag die selbe Hoffnung,die schlimmsten Schüler würden schwenzen.Jeden Tag die Hoffnung man würde in Ruhe gelassen werden.Dieses Jahr war für mich die Hölle,ich veränderte mich,wurde selbst agressiv und verweigerte die Schule,all meine Hoffnungen verwandelten sich in Ziellosigkeit,mein Ehrgeiz wurde erdrückt von Resignation.Niemand machte sich auch nur im geringsten die Mühe mein Verhalten zu hinterfragen,stattdessen fiehl ich immer tiefer ins Bodenlose,ich gab mir größte Mühe sitzenzubleiben um dieser Hölle zu entkommen.Schon im alter von zwölf Jahren war ich geprägt vom Leben,ich lernte,den Mund zu halten,denn egal was ich sagte,es wurde nicht gehört,Hilfeschreie wurden ignoriert,ein Schulwechsel kam auch nicht in Frage,denn mein Vertrauen Lehrern bzw.Erwachsenen gegenüber ging im Laufe der Zeit verloren.Ich fing an mir Schutz bei älteren Jugendlichen zu suchen,diese waren meine sogenannten Waffen gegen all diese,die mir das Leben schwer machten.Meine wahre Identität blieb im Hintergrund,mein freundliches Wesen verschwand hinter eine Fassade von Frust,Angst und Hoffnungslosigkeit.
Mittlerweile gehörte Schule schwenzen und Rückzug zu meinem Alltag,was dazu führte,dass ich erneut die Klasse Sieben wiederholen musste.Nach zwei Jahren Klasse Sieben,in denen ich unterdrückt und schikaniert wurde,hatte ich in der dritten Klasse Sieben endlich Glück,ich hatte zur Klassenlehrerin und zu Mitschülern das erste mal wieder guten Kontakt,was dazu führte,dass meine Leistungen sich erheblich verbesserten und ich auch wieder gern und einigermaßen regelmäßig zur Schule ging.Ich nahm meine sogenannte letzte Chance wahr,auch meine Lehrerin setzte sich für mich ein,vergeblich!!Zwei Tage vor Zeugnissausgabe ließ mein Direktor verkünden,dass er mich auf der Schule nicht länger fördern möchte,ich war entsetzt und enttäuscht denn meinen Leistungen konnte man auch meinen Willen entnehmen.Ich wehrte mich dagegen nicht,wie auch(allein gegen diese Schule?),ich nahm mein Abgangszeugniss entgegen und meldete mich auf der Berufsschule an,dort traf ich das an,was ich auch die letzten Jahre erfahren hatte,trotz öfteren Fehlen hatte ich einen Notendurchschnitt von 2,4. Zum Abschluss eine Bitte an alle Eltern!!!! Nehmen sie Veränderungen bei ihren Kindern ernst,nicht immer sind pubertäre Phasen die Ursache für Verhaltensauffälligkeiten,reden sie über den Schulalltag und holen sie sich bei Schulwechselentscheidungen eine zweite Meinung ein.Beobachten sie ihr Kind Auffälligkeiten wie Nägelkauen,Agression,Rückzug oder Sensibelität bei Kritik,Bettnässen etc.sollten sie unbedingt von einem Fachmann auf Ursachen überprüfen lassen.Lassen sie ihre Kinder nicht im Stich,kleine Seelen sind empfindlich und brauchen den Schutz und vorallem die Fürsorge Erwachsener!!!! Alles Liebe Sunline