P
Porcelina
Gast
Hallo,
bin gerade ziemlich durcheinander und würde mich über eure Meinungen zu meiner Situation freuen! Ich versuch mal, mich kurz zu fassen, wenn etwas zu knapp ist, fragt!
Ich war mit meinem Freund gut 2 Jahre zusammen, diesen Sommer hatte ich Schluss gemacht, weil ich unsere Streits nicht mehr aushalten konnte. Es spielte sich eigentlich immer so ab: Ich wurde traurig, entweder weil er etwas sagte, das mich kränkte oder wegen etwas, was mit ihm nichts zu tun hatte. Daraufhin wurde er ärgerlich. Das machte mich noch trauriger, weil ich mir Verständnis und Trost wünschte. Daraufhin wurde er immer wütender. Das ging manchmal soweit, dass ich heulte, nicht mehr ansprechbar war und mich selbst verletzte (ca 3x in 2 Jahren, keine starken Verletzungen, aber schockierend für meinen (Ex-) Freund)
Er wollte nicht akzeptieren, dass ich mich trenne, also sagte ich, ich gebe uns noch eine Chance, wenn wir eine systemische Paartherapie anfangen. Ich wollte ja eigentlich auch bei ihm bleiben, wenn die Streits mich nicht so fertig gemacht hätten.
In letzter Zeit sagte er dann häufiger, dass ich eine Einzeltherapie machen muss (hab ich schon mal, damals war es aber auch nötiger, weil ich nicht nur Beziehungsprobleme hatte, sondern mit mir selbst auch unglücklich war, was jetzt nicht mehr der Fall ist).
Jetzt waren wir zum 2. Mal bei der Therapeutin, und sie sagte, sie kann uns nicht helfen, solange er daran festhält, dass uns eh nur geholfen werden kann, wenn ich eine Einzeltherapiemache, und ich darauf bestehe, dass ich keine brauche.
Gestern am Telefon habe ich ihn gefragt, wie er das jetzt sieht, ob er glaubt, es reiche, wenn wir weiterhin zur Paartherapie gehen. Und irgendwie verlief das Gespräch dann wieder in die Richtung, dass er keine Schuld hat an den Streits, und dass ich in meiner gestörten Welt sowieso nichts objektiv sehe. Er wurde wieder wütend, zynisch, und meinte er macht das nicht mehr mit. Er: Ich brauch ne Beziehungspause, meld Dich, wenn Du wieder normal bist.
Ich: Alles klar, ich werde zum nächsten Termin bei der Therapeutin gehen, entweder Du bist da, oder das war’s dann.
Er: Geh da mal schön alleine hin, hast es nötig.
Ich: Ja, dann war’s das wohl.
Er: Ja, das war’s. – Aufgelegt.
Und jetzt bin ich irgendwie erleichtert, dass dieser Kampf vorbei ist, aber auch traurig, dass es daran scheitert musste, dass er mich allein verantwortlich macht. Ich hab immer gesagt, dass es an uns beiden liegt, dass wir nicht schuld sind, aber irgendwie lernen müssen, uns richtig zu streiten. Aber er sagt, er macht alles richtig, und meine Störung ist Schuld.
Was ich noch dazusagen wollte: Er war sonst ein toller Freund, hat mir viele kleine Liebesbeweise gebracht, und so. Deshalb dachte ich auch, er könnte der richtige sein. Außerdem fand ich ihn klug und attraktiv, was ich einem Mann gegenüber selten empfinde.
Auf der anderen Seite hat er mit 32 Jahren immer noch nicht sein Studium zu Ende gekriegt, was mich störte, und war extrem eifersüchtig.
Und jetzt frag ich mich, ob man sich an so was stören sollte? Jeder hat doch irgendwelche Macken…
Aber die Überlegung ist ja auch hinfällig, weil ich ihn nur zurückbekäme, wenn ich sage, ich mach ne Therapie, weil es meine Schuld war. Und das werd ich auf keinen Fall.
Und jetzt befürchte ich, dass er, wie beim letzten Mal, als schluss war, wieder ständig anruft, und mir Vorwürfe macht, und dass ich dann wieder schwach werde. Und ich weiß nicht, was die richtige Entscheidung ist...
So, das ist jetzt doch länger geworden, danke für’s lesen!
bin gerade ziemlich durcheinander und würde mich über eure Meinungen zu meiner Situation freuen! Ich versuch mal, mich kurz zu fassen, wenn etwas zu knapp ist, fragt!
Ich war mit meinem Freund gut 2 Jahre zusammen, diesen Sommer hatte ich Schluss gemacht, weil ich unsere Streits nicht mehr aushalten konnte. Es spielte sich eigentlich immer so ab: Ich wurde traurig, entweder weil er etwas sagte, das mich kränkte oder wegen etwas, was mit ihm nichts zu tun hatte. Daraufhin wurde er ärgerlich. Das machte mich noch trauriger, weil ich mir Verständnis und Trost wünschte. Daraufhin wurde er immer wütender. Das ging manchmal soweit, dass ich heulte, nicht mehr ansprechbar war und mich selbst verletzte (ca 3x in 2 Jahren, keine starken Verletzungen, aber schockierend für meinen (Ex-) Freund)
Er wollte nicht akzeptieren, dass ich mich trenne, also sagte ich, ich gebe uns noch eine Chance, wenn wir eine systemische Paartherapie anfangen. Ich wollte ja eigentlich auch bei ihm bleiben, wenn die Streits mich nicht so fertig gemacht hätten.
In letzter Zeit sagte er dann häufiger, dass ich eine Einzeltherapie machen muss (hab ich schon mal, damals war es aber auch nötiger, weil ich nicht nur Beziehungsprobleme hatte, sondern mit mir selbst auch unglücklich war, was jetzt nicht mehr der Fall ist).
Jetzt waren wir zum 2. Mal bei der Therapeutin, und sie sagte, sie kann uns nicht helfen, solange er daran festhält, dass uns eh nur geholfen werden kann, wenn ich eine Einzeltherapiemache, und ich darauf bestehe, dass ich keine brauche.
Gestern am Telefon habe ich ihn gefragt, wie er das jetzt sieht, ob er glaubt, es reiche, wenn wir weiterhin zur Paartherapie gehen. Und irgendwie verlief das Gespräch dann wieder in die Richtung, dass er keine Schuld hat an den Streits, und dass ich in meiner gestörten Welt sowieso nichts objektiv sehe. Er wurde wieder wütend, zynisch, und meinte er macht das nicht mehr mit. Er: Ich brauch ne Beziehungspause, meld Dich, wenn Du wieder normal bist.
Ich: Alles klar, ich werde zum nächsten Termin bei der Therapeutin gehen, entweder Du bist da, oder das war’s dann.
Er: Geh da mal schön alleine hin, hast es nötig.
Ich: Ja, dann war’s das wohl.
Er: Ja, das war’s. – Aufgelegt.
Und jetzt bin ich irgendwie erleichtert, dass dieser Kampf vorbei ist, aber auch traurig, dass es daran scheitert musste, dass er mich allein verantwortlich macht. Ich hab immer gesagt, dass es an uns beiden liegt, dass wir nicht schuld sind, aber irgendwie lernen müssen, uns richtig zu streiten. Aber er sagt, er macht alles richtig, und meine Störung ist Schuld.
Was ich noch dazusagen wollte: Er war sonst ein toller Freund, hat mir viele kleine Liebesbeweise gebracht, und so. Deshalb dachte ich auch, er könnte der richtige sein. Außerdem fand ich ihn klug und attraktiv, was ich einem Mann gegenüber selten empfinde.
Auf der anderen Seite hat er mit 32 Jahren immer noch nicht sein Studium zu Ende gekriegt, was mich störte, und war extrem eifersüchtig.
Und jetzt frag ich mich, ob man sich an so was stören sollte? Jeder hat doch irgendwelche Macken…
Aber die Überlegung ist ja auch hinfällig, weil ich ihn nur zurückbekäme, wenn ich sage, ich mach ne Therapie, weil es meine Schuld war. Und das werd ich auf keinen Fall.
Und jetzt befürchte ich, dass er, wie beim letzten Mal, als schluss war, wieder ständig anruft, und mir Vorwürfe macht, und dass ich dann wieder schwach werde. Und ich weiß nicht, was die richtige Entscheidung ist...
So, das ist jetzt doch länger geworden, danke für’s lesen!