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Schlechtes Verhältnis zu den Eltern

Aus irgendeinem Grund sind deine Eltern nicht in der Lage, dir die Aufmerksamkeit, Fürsorge oder Liebe so zu zeigen und geben, wie du es dir wünscht.

Je eher du bereit bist, dich dieser Realität zu stellen, umso eher findest du den Ausweg. Du kannst natürlich weiter (auf verlorenem Posten) kämpfen und deine Kraft darauf verwenden, zu versuchen deine Eltern zu ändern oder ihnen zu erklären, was dir fehlt.

Aber wichtiger wäre es, deine Energie auf dich selbst zu konzentrieren und zu akzeptieren, dass deine Eltern nicht in der Lage sind, sich anders zu verhalten.

Wenn es um dein eigenes Seelenheil geht, musst du auf andere Menschen bauen. Meine persönliche Erfahrung ist, dass es Menschen gibt, die da sind und unterstützen. Oftmals lässt man das aber gar nicht zu, weil man sooo sehr damit beschäftigt ist, enttäuscht und traurig zu sein, dass diejenigen, von denen man sich diese Zuneigung erhofft, auf Tauchstation gehen.
 
Ja, natürlich - vor allem, weil es nach 12 Jahren der Abwertung und des Kleinmachens Zeit wird, sich wieder zu vertragen.

Scheint zwar manchmal nötig zu sein, sich abzugrenzen, aber kann man das Leben nennen sich ständig in den Haaren zu haben, mal mehr, mal weniger eventuell? Will man das wirklich? Hat man selbst was davon? Klar, manchmal ist sowas wie ein Streit umumgänglich, aber übertrieben vielleicht? Und nur der Eine oder mehrere wollen als Gewinner dastehen? Und alle zwei, drei Menschen oder mehr kriegen sich nicht mehr ein, oder wieviele beteiligt sein können manchmal? Und alle fühlen sich verletzt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Will man das wirklich? Hat man selbst was davon? Klar, manchmal ist sowas wie ein Streit umumgänglich, aber übertrieben vielleicht?
Nein, ich vermute, das will niemand.
Jeder möchte einfach gern gesehen werden in seiner gesamten Persönlichkeit.

Aber manchmal geht das einfach nicht, weil das Gegenüber dafür nicht zur Verfügung steht. Es ist einfach eine Tatsache, dass es schlechte Eltern gibt und dass nicht alle Eltern ihre Kinder lieben.

Dann ist es fürs eigene Seelenheil gesünder, wegzugehen statt sich ewig daran aufzureiben, der Anerkennung nachzulaufen und doch keine zu bekommen.
 
Hallo Liz,
die Probleme der Teeniezeit sollten irgendwann mal vom Tisch sein, denn mit 28 Jahren sollte man allmählich einen veränderten Blick auf das eigene Verhalten damals haben.
Für Deine Gesundheit muss sich niemand interessieren, nur Du selbst und ggf. Dein Arzt.
Erst einmal erscheint Eure Eltern-Kind Beziehung recht empathielos, um das allerdings wirklich einschätzen zu können, müsste man beide Seiten hören, nicht nur Dich.
Wie eigenständig bist Du? Kannst Du Dein Leben unabhängig führen?
Wenn Dein Vater Dir Geld gibt, warum ist das eine Abwertung für Dich? Könnte man darin nicht auch eine Empathie erkennen, weil er Dir eine Unabhängigkeit dadurch gewährleistet, weil Du es alleine nicht kannst?
Warum hast Du Deinen Eltern diese Ablehnung Deinerseits gezeigt? Unreife, Trotz, „nicht zuhören Wollen“? Eltern dürfen konstruktiv kritisieren, wenn sich die Kinder auf dem Holzweg befinden, man sollte daraus lernen und Lebenserfahrung sammeln. Das ist, pe se, keine Abwertung, sondern ein Schutzversuch. Wenn Du dem nur negativ begegnest, dann musst Du Dich über eine gewisse Distanziertheit nicht wundern, das Leben besteht aus gegenseitiger Toleranz, bringst Du diese nicht auf für Eltern, Verwandte, Familie, dann wirst Du sie auch nicht dauerhaft bekommen.

Eine Schuld auf andere zu schieben und sich selbst dabei zu bemitleiden als unschuldiges Opfer, das hat noch nie geklappt, denn für ein zerrüttetes Verhältnis sind immer beide Seien verantwortlich, das wird Dir auch in jeder Therapie gesagt werden, die Du dringend machen solltest, ansonsten wirst Du keine emotionale Bindung erfahren, nicht in der leiblichen Familie und nicht auf einer Partner- oder freundschaftlichen Ebene. Partner-/Freundschaften fussen nicht auf Krisengebieten, erst wenn sie stabil und wahrhaftig empfunden sind, können Krisen bewältigt werden zusammen, aber nicht, wenn das Krisengebiet bereits im Fundament festgesetzt ist, das funktioniert nicht. Partner-/Freundschaften dürfen nie Therapie sein, allenfalls nur in Form von gelegentlicher Unterstützung und positiver Rückbestätigung und das gibt es erst, wenn man es sich verdient hat und nicht als Vorschusslorbeeren.
 
Ich spiele immer wieder mit den Gedanken, den Kontakt abzubrechen oder zu reduzieren, weiß aber einfach nicht wie ich dass machen soll. Dazu habe ich große Angst vor Kritik und Vorwürfen.
Aber ich merke einfach wie sehr mich dieser Kontakt immer mehr belastet und mich runter zieht, und ich langsam einfach kp mehr habe wie ich damit noch umgehen soll.

Du könntest zu dir sagen, ich komme jetzt ohne sie zurecht, ich streite mich mit ihnen nicht mehr, ihre Vorwürfe und ihre Meldungen übergehe ich, überhöre ich.
Dann hab einfach keine Zeit, falls sie dich anrufen, sag, ich rufe zurück und dann rufe nicht zurück, klingelt es wieder, zeig sie nicht an deshalb, sie hören mit dem eh bald auf, weil du nichts auf ihre Vorwürfe antwortest, für ihre Kritik nicht mehr zur Verfügung stehst. Das mach mal, sie müssen hinnehmen, dass du viel zu tun hast und "gerade Besuch" hast, oder zu kaputt bist, um zu quatschen...ich melde mich, falls es sich ausgeht. So entwöhnst du sie am einfachsten.
Auch Eltern wollen Zuwendung, wenn nicht machbar ist im Guten, dann ziehen sie andere Seiten auf, Hauptsache der Kontakt wird gehalten. Das werden sie kaum merken, dass der immer weniger wird, das ist wie langsam ein Medikament absetzen.

Ich wünsch dir jedenfalls gute, leichte Zeiten und wenig Kummer. Wenn euch schon nicht gelingt, euch zu mögen, dann ist ein gesundes Egalgefühl immer noch besser, als sich dauernd das Leben schwer zu machen.
 
Spätestens, wenn man selber Kinder hat relativiert sich viel, was alleine schon das Wort Zuwendung betrifft. Bei eigenen Kindern sieht man das oft erst, was es ein Kind aufziehen alles braucht. Ich frag mich oft, wie unsere Mutter das geschafft hat mit sieben Kindern fünf mal am Tag abfüttern alleine schon.

Dann, das war schon immer so, dass bei den meisten mit etwa Vierzehn Entfremdung stattfindet, Eltern mit Kindern, Kinder mit Eltern schwer haben- das hat die Natur so eingerichtet, damit sie leichter voneinander loslassen. (Pubertät...)

Nichts mehr mit der früheren Gruppe zu tun haben wollen, das kommt doch auch häufig vor.

Was auch vorkommt, das ist Abhängigkeit in die Länge ziehen, indem man nicht Selbstständigkeit unterstützt und fördert, sondern klein macht. Das kann hier erklären, wieso man erst mit 25 auszieht und mit 28 noch so unsicher ist.
 

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