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Schiffbruch

  • Starter*in Starter*in Captain Daydream
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C

Captain Daydream

Gast
Vorsicht, Text!!! (fehlerhaft, grammatikalisch bedenklich, pathetisch, unausgegoren, und doch mit Wahrheitsgehalt und wichtig, aber halt zu lang und wirr; Autor übernimmt keine Haftung für den inhalt, ist traurig, weil wo man hinkotzt da wächst auch was)

Ein Dokument über den Versuch, Tagebuch zu führen.

Heute ist der 29te November?

Morgen fahr ich nach hause, was ist das?
Werde am Samstag für ein Konzert meines Vaters Podeste schleppen und am Abend Ausschank machen.

Liebes Tagebuch,
Es ist 02:25 und ich habe, bis auf einen Schluck, zehn Bier getrunken. Einfach so. Weil, was sonst.
Werde Morgen um 14.00 Uhr zu mir kommen, mich S**** fühlen und möglichst spät zu meinen Eltern fahren. Womöglich noch weggehen, um mit einer Person die mich noch als Saufkumpel akzeptiert den Abend vernichten.
Aber halt! Muss ja Samstag um 10.00 Uhr bereit stehen, für die Podeste, das hab ich zugesagt.
Also morgen abend kein Besäufnis, schade ohne Alk ist alles so, realistisch.
Also zuhause zusaufen und Samstag irgendwie aufstehen, mein Vater schafft das.
Ich werde als Gepäckträger funktionieren. Wenn ich zuhause bin, werd ich mich zurückziehen und, keine Ahnung was! Machen. Bis dann der Abend kommt dann werd ich mitfahren um alles vorzubereiten und den Ausschank zu machen. Der liebe Sohn sein. Die Leute werden lachen.
Wenn das rum ist brauch ich definitiv Zerstreuung, also werd ich mich mit X-beliebigen Menschen betrinken. Das ist ein bischen besser als allein zu trinken.
Am Sonntag werd ich dann bei diesen Menschen gepennt haben, oder besser, nach Hause gefahren worden sein. Der Sonntag ist dann lethargisch, bis ich meine Wäsche gemacht habe und nach zwei Bier aufbreche, um nach fünf Bier hier wieder anzukommen, um noch 3 Bier oder 5 zu trinken. Der Montag wird dann desaströs sein, wie die folgenden Tage, bis ich wieder zu meinen Eltern fahre, diesmal ohne Ausschank und Podesten, dafür mit einem weiteren sinnfreien Tag.
Das 10te Bier ist übrigens vernichtet..
Hoffnungslos im A****,
Dein guter Freund.(punkt)

Nachtrag, elftes Bier und Gespräch mit einem echten Kumpel hat mir geholfen:
Studium, ich kündige!! und zwar fristlos.
Ich will selbst bestimmen, tut mir leid, aber du bestimmst über mich, und zwar auf Ewigkeit, das hab ich nun bald zwei Jahre erfahren.
Ich werd mit dir nicht glücklich. Es steht gar nicht zur Debatte, Du oder jemand anders.
Nur nicht du! Das ist schonmal genug für den Anfang, dann werd ich sehen.
Du übst einen schlechten Einfluss auf mich aus, den Guten suche ich vergeblich.
Alles was du mit mir machst ist S****. Wir haben keine glücklichen Momente miteinander. Das ist Fakt.
Du hast mir nichts gebracht, als Kummer. Du vereinnahmst mich und spendest mir nichts. Das ist kein Zustand, das ist Selbstaufgabe, meinerseits. Entweder du treibst mich in den Wahnsinn, oder ich hab nochmal ne Chance auf ein gutes Leben, ohne dich.
Fu**, jetzt begreife ich erst, dass du nur zum kotzen für mich bist. Ich hasse dich nicht, aber ich kann dich einfach gar nicht gebrauchen, und beweisen muss ich mir mit dir auch nichts, das isses nicht wert.
Fu** so engstirnig dich als Lebenssinn zu betrachten, wo uns doch gar nichts verbindet. Wie närrisch von mir.
Du bist ein Phantom, dem ich nachjage, um mich selbst nicht erkennen zu müssen. Du bist ein Hirngespinnst, das mich hoffen lässt jemand anderes sein zu können.
Sollte ich aber nicht wollen, von daher auch: Schluss.
Sollte ich nicht wollen...ts...will scheinbar dein Opfer sein, will von dir geknechtet sein.
Das scheinst mir immer noch die bessere Whl zu sein, als Verantwortung zu übernehmen.
Aber damit muss jetzt schluss sein.
Zumindest werd ich mich nicht mehr mit dir vor meiner Verantwortung drücken, für mein Glück zuständig zu sein. Da muss mir schon was besseres einfallen.
Du und deine Professoren, ihr seit für mich ein abstraktes Wesen, ich verstehe euch nicht und will mir ehrlich gesagt auch nicht die Mühe machen. Ihr kommt null-komma-strich auf mich zu, also warum sollte ich auf euch zukommen, hab was besseres, oder zumindest was anderes verdient, sorry.
Yo sorry!
Mehr fällt mir dazu nicht ein.
Sorry dass du mich nicht überzeugen konntest, dass du mir außer masochismus nichts zu bieten hast. Tut mir echt leid, sorry.
Sorry für die vergeudete Zeit.



Aber du bist nicht das Erste, was mich so fühlen lässt.
Schule war schon immer uninteressant für mich, was parallel dazu lief, hat mich interessiert. Nur irgendwann hab ich mich selbst verloren und dann in der Schule versagt.
Foltermäßig hab ichs dann noch zum Abi gebracht. Man musste mich echt dazu zwingen.
Aber ich Idiot wollte den Zwang nicht sehen. Hab mir immer eingeredet: Das muss sein.
Ok, ich hab es überlebt, und es hat mir was gebracht, hab zumindest ein Abi!
Yo hab ein Abi!
Mehr aber auch nicht.
Meine Lebenserfahrung beschränkt sich auf Schule/Studium und Kindheit.
Kindheit war super, aber ist dann halt auch irgendwann vorbei.
Vorallem dann, wenn man sich verliebt hat und sich am Misserfolg mißt, dann isses mit der Kindheit vorbei, dann fangen die Zweifel an, wenn die Hoffnung gestorben ist, und das tut sie, irgendwann einmal, irgendwo. Dann heißt es, sich ducken, sich Zuneigung erschleichen, hintersinnig zu sein. Dann hat man sich aufgegeben. Dann funktioniert man, und zwar bis heute.
Yo wenn man merkt, nicht mehr zu lenken, egal was da komme, sondern gelenkt zu werden, dann ist die Selbstachtung über Bord, weil keine Freude mehr am Leben.
Was bleibt ist beschiss.

Nur Beschiss. Und zwar endlos!
Resultat: Zynismus, Resultat: Eisblock.
Emotionales, selbstbezogenes, gefühlloses Wrack von S****, das bleibt über.
In sich gekehrter, sich selbst verblendender Jokus.
Manchmal Selbstgefällig, manchmal Selbsthassend. Aber nie Zufrieden.

Ein psychisches wie emotionales Wrack von einem Boot, das üppig beladen war, aber dessen Tragfähigkeit nicht dazu reichte, den immer wiederkehrenden Schlägen der Wellen standzuhalten. Ein Boot das sich von der Oberfläche verabschiedete, das langsam beschloss zu kentern, für den moment zwar unmerklich, weil nur ein paar Bruchteile von Neigunsgrad zusätzlich, aber dann im Untergang, doch spürbar. So saß man dann auf dem Wrack, nicht tot weil Metaphern führen nicht zum Ersticken, aber auch nicht lebendig, weil wie gesagt, Schiff auf Grund, keine Antriebsmöglichkeiten mehr, das Maul aufreisst, und hofft, dass die Strömung genug Kleintier hineintreiben wird, das aber nie sättigt. So verharrt man mit offenem Mund, schluckt und schluckt und bleibt so am Leben, die Oberfläche jedoch ist Vergangenheit, schliesslich wenn man sich nicht bewegt und das Maul offen hält, überlebt man auch.
Will heißen, wenn man die ganze heiße Luft rauslässt, dann klappts auch mit dem Druckausgleich, dann steigt man eben zur Oberfläche auf und schwimmt halt ohne Boot darauf los, wird schon ne Kokosnuss kommen, mit feiner Milch und Fruchtfleisch, und wenn man die hat, findet sich auch ne Insel wo man die knacken kann, und wenn man dann davon gegessen hat, dann will man auch weiter davon essen, heisst, mehr kokosnüsse.
Aber halt Druckausgleich machen, sonst wird das nichts, die Last vom (gewrackten) Bord werfen, quasi die Ketten lösen von den Steinen die ans Wrack binden, und dann halt Druckausgleich weil sonst kann vor lauter unüberlegtem auch die Lunge explodieren. Was auch immer das heissen mag, aber sagt sich so schön.
Also wie auch immer, Ein Schiff am Grund muss nicht heissen, Seemann tot.
Seemann kann auch neues Schiff finden, oder Freischwimmer machen, wie es beliebt.
Hauptsache Seemann sagt nicht, wenn das Boot untergeht, dann geh ich mit unter, weil er zu feige ist sich die Niederlage einzugestehen, und dann lieber am Grund als Planktonschlucker weiterzumachen, statt die dicken Fische aus dem Wasser zu ziehen. Und dann noch jammern, also was würdeloseres gibt’s nimmer aber auch immer. Kann klug klingen, isses aber nicht.
In diesem Sinne, Druckausgleich, oder mit anderen Worten, nimmer dieses Studium, whatever.
 

Hallo Captain Daydream,

schau mal hier: Schiffbruch. Hier findest du vielleicht was du suchst.

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