Hallo zusammen,
irgendwie weiß ich langsam nicht mehr weiter. Ich war schon immer irgendwie introvertiert und habe außerhalb der alltäglichen Verpflichtungen, die man halt so hat, nicht viel unternommen.
Zu Schulzeiten war es schon so, dass ich nach dem Unterricht nach Hause bin und nichts mit Freunden unternommen habe. Am Wochenende war es genauso. Ich war dennoch kein wirklicher Außenseiter. Ich hatte drei gute Freunde (bzw. ich habe drei gute Freunde, daran hat sich bis heute nichts geändert) und bin auch ansonsten mit jedem in meinem Jahrgang sehr gut klargekommen.
Bis heute hat sich daran eigentlich nicht viel geändert. Mittlerweile studiere ich fern der Heimat und lebe alleine in einer kleinen Wohnung. Ansonsten besteht die einzige Veränderung darin, dass ich halt nicht zur Schule, sondern zur Uni gehe und daneben die ein oder andere Alltagsverpflichtung habe, die früher meist meine Eltern übernommen haben - Einkaufen zum Beispiel.
Ich lebe jetzt fast drei Jahre hier, habe mir aber leider noch immer kein soziales Umfeld aufgebaut. Ich habe wie gesagt noch Kontakt zu meinen Schulfreunden, aber wir leben mittlerweile zerstreut in ganz Deutschland, sehen uns also maximal einmal im Jahr rund um Weihnachten, wenn alle in der Heimat sind.
Ich habe immer geglaubt, dass sei so auch in Ordnung für mich, aber mittlerweile bin ich mir nicht mehr so sicher, ob ich das wirklich geglaubt oder mir eher eingeredet habe. Ich gehöre zu den Menschen, die in sozialen Interaktionen eher Energie verlieren, als dazu zu gewinnen. Was nicht heißt, dass ich grundsätzlich nicht gerne mit anderen Menschen zusammen bin. Es wird mir nur schnell etwas zu viel, wenn ich mit vielen Menschen umgeben bin, die ich nicht kenne und nicht einzuschätzen weiß.
Was mich mehr besorgt ist, dass ich mich in der Öffentlichkeit immer sehr schäme - für alles mögliche. Ich habe ständig das Gefühl, dass andere Menschen irgendwie nur darauf warten, dass ich etwas peinliches mache oder mich blamiere. Ich weiß natürlich, dass ich den meisten Menschen egal bin, aber diese rationale Perspektive hilft mir in der Situation nie wirklich weiter. Wenn ich zum Beispiel mit der Bahn fahre, mache ich mir ständig Gedanken darüber, ob meine Haltung gerade irgendwie blöd aussieht. Wenn ich auf eine grüne Fußgängerampel zu laufe, habe ich Angst, dass sie genau in dem Moment rot wird, in dem ich gerade die Straße queren will. Bevor ich die Haustür aufschließe, gehen mir Gedanken durch den Kopf, wie peinlich es wäre, wenn ich dabei dreimal das Schloss verfehle, sollte mich dabei im Haus gegenüber jemand vom Balkon aus beobachten. Es gibt noch so viele weitere Beispiele.
Ich denke, das ist einer der Gründe, warum ich so viel zu Hause bin. Hier gibt es niemanden außer mir selbst, also muss ich mir hier auch keine Gedanken darüber, was andere Leute von mir denken könnten.
Früher dachte ich immer, diese Unsicherheit in der Öffentlichkeit würde verschwinden, wenn ich abnehme. Ich war schon in der Kindheit übergewichtig und habe dann vor 1,5 Jahren mit dem Abnehmen begonnen. Mittlerweile bin ich von 130kg auf 84kg runter. Leider hat das an dem ständigen Schamgefühl in der Öffentlichkeit nichts geändert. Ich habe mich im letzten Jahr immer wieder an den Strohhalm geklammert, dass sich das schon alles bessern würde, wenn ich nur noch ein paar Kilo abnehme, aber mittlerweile schwindet dieser Glaube.
In anderen Situationen ist es natürlich noch schlimmer. Ich war bisher auf zwei Partys in meinem Leben. Nach dem zweiten Mal habe ich mir geschworen, nie wieder zu einer zu gehen, weil ich mit der Situation völlig überfordert war und aufgrund der oben beschriebenen Schamgefühle überhaupt nicht aus mir rauskommen konnte.
Naja… Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, warum genau ich das hier jetzt geschrieben habe. Irgendwie musste ich mal meine Gedanken irgendwo abladen, vermute ich.
Bitte entschuldigt meinen chaotischen Text und habt noch einen schönen Tag!
irgendwie weiß ich langsam nicht mehr weiter. Ich war schon immer irgendwie introvertiert und habe außerhalb der alltäglichen Verpflichtungen, die man halt so hat, nicht viel unternommen.
Zu Schulzeiten war es schon so, dass ich nach dem Unterricht nach Hause bin und nichts mit Freunden unternommen habe. Am Wochenende war es genauso. Ich war dennoch kein wirklicher Außenseiter. Ich hatte drei gute Freunde (bzw. ich habe drei gute Freunde, daran hat sich bis heute nichts geändert) und bin auch ansonsten mit jedem in meinem Jahrgang sehr gut klargekommen.
Bis heute hat sich daran eigentlich nicht viel geändert. Mittlerweile studiere ich fern der Heimat und lebe alleine in einer kleinen Wohnung. Ansonsten besteht die einzige Veränderung darin, dass ich halt nicht zur Schule, sondern zur Uni gehe und daneben die ein oder andere Alltagsverpflichtung habe, die früher meist meine Eltern übernommen haben - Einkaufen zum Beispiel.
Ich lebe jetzt fast drei Jahre hier, habe mir aber leider noch immer kein soziales Umfeld aufgebaut. Ich habe wie gesagt noch Kontakt zu meinen Schulfreunden, aber wir leben mittlerweile zerstreut in ganz Deutschland, sehen uns also maximal einmal im Jahr rund um Weihnachten, wenn alle in der Heimat sind.
Ich habe immer geglaubt, dass sei so auch in Ordnung für mich, aber mittlerweile bin ich mir nicht mehr so sicher, ob ich das wirklich geglaubt oder mir eher eingeredet habe. Ich gehöre zu den Menschen, die in sozialen Interaktionen eher Energie verlieren, als dazu zu gewinnen. Was nicht heißt, dass ich grundsätzlich nicht gerne mit anderen Menschen zusammen bin. Es wird mir nur schnell etwas zu viel, wenn ich mit vielen Menschen umgeben bin, die ich nicht kenne und nicht einzuschätzen weiß.
Was mich mehr besorgt ist, dass ich mich in der Öffentlichkeit immer sehr schäme - für alles mögliche. Ich habe ständig das Gefühl, dass andere Menschen irgendwie nur darauf warten, dass ich etwas peinliches mache oder mich blamiere. Ich weiß natürlich, dass ich den meisten Menschen egal bin, aber diese rationale Perspektive hilft mir in der Situation nie wirklich weiter. Wenn ich zum Beispiel mit der Bahn fahre, mache ich mir ständig Gedanken darüber, ob meine Haltung gerade irgendwie blöd aussieht. Wenn ich auf eine grüne Fußgängerampel zu laufe, habe ich Angst, dass sie genau in dem Moment rot wird, in dem ich gerade die Straße queren will. Bevor ich die Haustür aufschließe, gehen mir Gedanken durch den Kopf, wie peinlich es wäre, wenn ich dabei dreimal das Schloss verfehle, sollte mich dabei im Haus gegenüber jemand vom Balkon aus beobachten. Es gibt noch so viele weitere Beispiele.
Ich denke, das ist einer der Gründe, warum ich so viel zu Hause bin. Hier gibt es niemanden außer mir selbst, also muss ich mir hier auch keine Gedanken darüber, was andere Leute von mir denken könnten.
Früher dachte ich immer, diese Unsicherheit in der Öffentlichkeit würde verschwinden, wenn ich abnehme. Ich war schon in der Kindheit übergewichtig und habe dann vor 1,5 Jahren mit dem Abnehmen begonnen. Mittlerweile bin ich von 130kg auf 84kg runter. Leider hat das an dem ständigen Schamgefühl in der Öffentlichkeit nichts geändert. Ich habe mich im letzten Jahr immer wieder an den Strohhalm geklammert, dass sich das schon alles bessern würde, wenn ich nur noch ein paar Kilo abnehme, aber mittlerweile schwindet dieser Glaube.
In anderen Situationen ist es natürlich noch schlimmer. Ich war bisher auf zwei Partys in meinem Leben. Nach dem zweiten Mal habe ich mir geschworen, nie wieder zu einer zu gehen, weil ich mit der Situation völlig überfordert war und aufgrund der oben beschriebenen Schamgefühle überhaupt nicht aus mir rauskommen konnte.
Naja… Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, warum genau ich das hier jetzt geschrieben habe. Irgendwie musste ich mal meine Gedanken irgendwo abladen, vermute ich.
Bitte entschuldigt meinen chaotischen Text und habt noch einen schönen Tag!