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Raus aus dem Handwerk ... aber wie?!?

S

Sponski

Gast
Hi zusammen!

Ich habe da folgendes Problem: Ich bin zurzeit noch als Elektromechaniker beschäftigt, möchte aber - weil zum einen die wirtschaftliche Lage meines Arbeitgebers nicht mehr die beste ist, und zum anderen ich absolut keine Lust mehr auf diesen Job habe - unbedingt den Beruf wechseln. Am liebsten möchte ich dem Handwerk den Rücken kehren. Und da ich Hobbyautor bin und im Zuge dessen für die Homepage eines Freundes Konzertberichte und dergleichen verfasse, würde ich mir vielleicht etwas Journalistisches wünschen. Das Problem ist, dass ich weder Abi noch sonst irgendwas habe, außerdem meine Wohnung bezahlen muss und fast 30 bin. Soll heißen: Ein Studium kommt für mich bestimmt nicht mehr in Frage ...

Jetzt meine Frage: Hat irgend jemand hier Ideen, wie ich das anstellen könnte bzw. ähnliches erlebt?

Freue mich über jede Antwort!
 
Hi Sponski,

ich gehöre also zu der Fraktion, die berufliche Wechsel durchaus empfiehlt, wenn sie denn wirklich gut überlegt sind. Hauptsächlich möchte ich Dir aber was über die journalistische Branche erzählen. Das schlimmste was Dir nämlich passieren kann, ist dass Du mit falschen Hoffnungen auf den Weg gehst.

Die Tätigkeiten:
Sind grandios, spannend, abwechslungsreich, die Mentalität von Redaktionskollegen "irgendwie anders" - oft offener eben als woanders.

Was man selber mitbringen muss:
Flexibilität, was Arbeitszeiten, teilweise auch Orte angeht, gutes Händchen für Menschen, die Fähigkeit nicht nur einen Schreibstil anwenden zu können, Improvisationstalent, daraus folgernd natürlich das passende Maß an Kreativität und ganz ganz wichtig: persönliche Kontakte und Job muss man von Minute zu Minute wechseln können. Soll heißen, dass diese Arbeit oft Teamwork erfordert, zwei Stunden geht es recht ruhig von der Hand, dann kommt eine Änderung / ein Problem - da kann der Tonfall schlagartig anders werden, mehrere Stunden arbeiten unter Hochdruck, immensem Stress und auch Worten, die vielleicht nicht gerade höflich sind. Ist der Stress vorbei, sitzen oft wieder alle beim Kaffee zusammen, da geht es nicht um "Worte verzeihen" oder schmollen, da ist klar, dass alles eben so richtig gelaufen ist. Wer das nicht kann, gehört da nicht hin.
(Anmerkung zu Stress-Situationen: Das ist je nach Redaktion, ob Fernsehen, Radio, Zeitung, auch in Abhängigkeit vom Redaktionsleiter aber sehr unterschiedlich)

Die Chancen:
... da reinzukommen... schlecht. Einen gesicherten Weg gibt es kaum. Selbst wer Germanistik / Medienwissenschaften studiert lebt praktisch nur von einem Haufen (!) Praktika, Arbeitsproben oder Vitamin B. Das faszinierende aber ist, dass viele Redakteure tatsächlich gar keine journalistische Ausbildung besitzen. Hier kommt der Knackpunkt - wenn man nicht gerade zu den Studis mit den haufenweisen Praktikas und viel viel Ehrgeiz gehört, ist fast das einzige das Vitamin B. Kontakte, Kontakte, Kontakte, Praktika, Praktika, Praktika, viel mehr Chancen hast Du nicht. Selbst bei ausgeschriebenen Praktika werden häufig ausschließlich Studenten oder Menschen mit genügend Arbeitsproben genommen.

Was ich Dir sagen will:
Ich wünsche Dir wirklich, dass Du Deinen Weg findest, aber wenn Du in diese Sparte möchtest, verliere nie die Durchhaltekraft, verzweifle nicht an Absagen, nimm jedes kleines Angebot, das sich Dir bietet, um Referenzen zu haben. Eine Möglichkeit, die mir da gerade einfällt, da Du Elektromechaniker bist: Melde Dich bei Fachzeitschriften und versuche dort etwas nebenher machen zu können. Da die ja dann auch gerne wieder Arbeitsproben hätten, kannst Du auch (wenn Du keine hast) einen fingierten Text, eine Reportage, eine Produktbewertung, ein How-to aus dem Fachbereich der Zeitschrift verfassen, dass sie sehen, wie Du mit der Thematik und dem zielgruppengerechten Schreiben umgehst.

ich wünsch Dir viel Glück!

Gel06
 
warum so weit weg...vielleicht wäre ja auch die möglichkeit durch eine weiterbildung in technischer redakteur oder vergleichbares beruf und hobby sinnvoll zu verbinden?
 

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