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R.I.P. Whitney Houston

Nun, ich war auch betroffen, als ich heute mittag in der Bahn die Nachricht las. Whitney Houston war zwar eine Mainstream Soul Sängerin, aber eine, deren Stimme mich früher unglaublich berührte. Diese Stimme konnte bei mir Gänsehaut verursachen und ich habe einige CD´s von ihr.

Als sie vor wenigen Jahren ihre Comeback Tournee startete war ich arg am überlegen ob ich ins Konzert gehe.... irgendwie war sie aber die Stimmdiva vergangener Tage, die ja zwischendurch leider mit Drogenexzessen mehr von sich reden machte, als mit ihrer Gesangskunst. Instinktiv hatte ich ein "ungutes" Gefühl, was mich erwartete, ich hatte schon so ein unbestimmtes Gefühl, dass es ein evtl. ein niederschmetterndes Ereignis werden könnte und entschied mich dagegen. Irgendwann las ich.dass es eine absolute Desaster Tournee geworden ist und schaute und hörte auf You tube in Konzertausschnitte rein. Was ich da sah und vorallem hörte, hat mich tief erschüttert! Es war so grausam, sie traf keinen Ton, ihre Stimme versagte teilweise vollends und sie benahm sich völlig desorientiert auf der Bühne. Sie war total aufgeschwemmt und für ihre Verhältnisse dick. Es war so deprimierend! Im Grunde ist sie schon da m.e., diese einst schöne Frau mit dieser glasklaren, wunderbaren Stimme, ein Stück weit gestorben...

Hier merkte jemand an, dass ihre Familie ja hätte helfen müssen/können... sowas kann nur jemand sagen, der noch nie an einem nahestehenden Suchtkranken dran war, der das nie miterleben musste, die Hilflosigkeit, die Verzweifelung, die Angehörigen auch angetan wird. DER Kranke selber MUSS wollen und kämpfen -- das Umfeld kann niemand gegen seinen Willen retten. Jemand der die Verantwortung bei der Familie sucht, weiss nicht wovon er spricht.

Ich habe das Ganze bis zum Sterben begleitet, war selber am Rande des Wahnsinns, so irre verzweifelt, dass ich manchmal dachte, ich muss endlos meine Verzweifelung rausschreien. Und man kann auch die andere Seite betrachten: Ein Mensch, der Angehörige um sich rum hat, die ihn lieben, tut ALLES dafür um von dem Sch.. los zu kommen, auch für diese Menschen! Whitney Houston hatte eine Tochter --- sie hat die Verantwortung einst übernommen für einen, von ihr abhängigen Menschen, diesem den bestmöglichen Start ins Leben zu bereiten....Und?

Gruss
Nachtblume
 
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es tut mir leid ...
man kann nur spekulieren, warum sie gestorben ist.

...auf jeden Fall viel zu jung...

...solche Stars wie sie ... - ja,
sie haben viel erreicht ... doch am Ende wissen sie vielleicht nicht mehr um ihre wahren Freunde-

...gibt es die überhaupt?

Solche Talente wie sie - sind oft ein Leben lang auf der Suche...
nach was?
Ich vermute mal nach Anerkennung ihrer selbst wegen...

...um diese scheinbare Anerkennung zu bekommen-
möchten sie immer noch besser sein-
immer noch höher hinaus...

...und am Ende drohen sie, sich selbst zu verlieren...

Ich wünsche ihr, dass sie nun ihren Platz hoch heroben gefunden hat...

...hinter jeder Sucht steckt eine Sehnsucht-

...es stimmt, Omana...

jeder muss sich helfen lassen wollen....

...man muss aber auch einen Sinn darin sehen-
sein Leben nicht einfach wegzuwerfen....

JEDER der es schafft, von den Drogen loszukommen-
darf stolz auf sich sein...

...und ich wünsche jedem Einzelenen einfach darin-
einen Sinn zu sehen- einfach weiterzumachen-
clean zu bleiben, was auch immer...

...einen Sinn dafür gibt es immer-
man findet ihn bei sich selber und den Menschen, die einem wichtig sind und auch geworden sind.

Vielleicht hat Whitney Housten sich so gesehen-
wie andere sie gesehen haben-
als "Diva" und großartigen Star....

...die einfach funktionieren muss- um bestehen zu können...

vielleicht hätte sie sich aber dann vielmehr gewünscht- auch als Mensch mit Fehlern und Schwächen gesehen zu werden....

...denn jeder Star ist in erster Linie auch Mensch....

Möge sie dort wo sie jetzt ist-
das finden, was sie ihr Leben lang gesucht hat....

Ruhe in Frieden!!!!
 
...eine stimme wo man sich wohl fühlte.....songs die einen zu herzen gingen....wie auch immer...sie war etwas ganz besonderes....
 
@primavera

nun ja wenn es dir so ergeht, dann muss das nicht auf alle zutreffen, bei uns wird Familie noch in ihrer Rolle wahrgenommen, aber wir mögen uns auch alle - es hat etwas mit Respekt und Anerkennung zu tun.

und nicht DIE Menschen sind so, sondern einige. Und das hat dann auch noch mit uns selbst zu tun.
Sehr lobenswert, falls du mit "Familie" nicht nur deine Frau und deine Nachkommen, Eltern und Schwiegereltern meinst, sondern dir auch Zeit etwa für alleinstehende Nichten und Neffen, Vettern und Cousinen nehmen würdest, falls diese etwa belastende, noch dazu völlig unverschuldete Probleme und Sorgen hätten. Oder mal von dir aus dort anrufst und fragst, wie es denen geht. Ich will mal zu deinen Gunsten unterstellen, dass du es genau so meinst. 😎

Es gibt aber auch Menschen, die kann man noch so sehr "respektieren" und "anerkennen" und um die kann man sich noch so sehr bemühen, sie sind so egozentrisch und materialistisch oder auch hedonistisch eingestellt, dass einfach nichts zurück kommt. Und das hat dann nicht das Geringste mit einem selbst zu tun. Man ist nicht immer "selber schuld", wenn andere Menschen sich gleichgültig verhalten, es gibt auch einfach Menschen, die sind eben so oberflächlich.

Meine Eltern haben sich zeitlebens nicht nur für ihre eigenen Kinder, sondern auch für ihre Nichten und deren Familien interessiert, an freudigen und traurigen Ereignissen Anteil genommen; es sind auch Geldscheinchen in hinreichender Menge zu besonderen Anlässen geflossen. Auch ich bin dem guten Beispiel meiner Eltern gefolgt. Was besagte Verwandte nicht daran hindert, jetzt, nach dem Tode meiner Eltern (und auch schon in den letzten Lebensjahren meiner Mutter), mir bestenfalls mal 'ne Weihnachts- oder Urlaubskarte zu schicken, aber jeden persönlicheren Kontakt zu vermeiden. Könnte ja sein, dass sie in irgendwelche Unannehmlichkeiten hineingezogen würden, da kümmert man sich doch lieber um seine Enkelkinder, protzt mit den Begabungen/Erfolgen seiner Kinder und Schwiegerkinder (die von entfernteren Verwandten werden demonstrativ ignoriert) und gönnt sich im Urlaub "Erholung pur". 🙄

Wer nicht zum engsten Familienkreis gehört, der kann sehen, wo er bleibt. Für den tut man nur das Allernötigste, was sich nicht umgehen lässt, will man nicht als grob unhöflich gelten.
So sind heute die allermeisten Menschen.

Und von daher kann ich mir lebhaft vorstellen, dass auch Whitney Houston zwar auf dem Papier eine "Familie" hatte, aber niemand darunter war, der wirklich für sie da gewesen wäre... 😎
 
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