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Psychologin und Psychiater gleichzeitig?

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Gast

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Hallo,

ich hab mal eine Frage und auf die Schnelle hab ich da im Internet leider keine Antwort gefunden. Ich mache seit Anfang dieses Jahres eine Psychotherapie bei einer Psychologin. Manchmal hab ich das Gefühl, es hilft, manchmal denke ich, nichts, aber auch gar nichts hat sich geändert (einige Symptome sind u. A. depressive Stimmung, Antriebslosigkeit, Zukunftsangst und Perspektivlosigkeit, Sozialängste, etc.). Heute ist wieder so ein Tag, an dem ich mir denke, dass alles doch irgendwie keinen Sinn macht, dass ich mich kein Stück weiterentwickelt habe seit Therapiebeginn, dass ich einfach nur alles hinschmeißen will, abhauen, aussteigen aus diesem jetztigen Leben und komplett neu anfangen will. Ich fühle mich einsam und unverstanden und hab gerade einfach Probleme, denn Sinn hinter alldem zu finden. Ich möchte nicht einfach aufgeben und etwas ändern, jedoch fehlt mir bisher der Antrieb und gerade auch die Hoffnung. Jetzt habe ich mich gefragt, ob es Sinn macht, neben der Psychologin auch mal einen Psychiater aufzusuchen (hab ich noch nie gemacht). Schließlich wäre das a) vielleicht eine zweite Meinung, daher vielleicht auch eine zweite Chance und b) kann ja nur dieser auch medikamentös behandeln (ich weiß nicht, ob ich das wollen würde, aber da ich gerade nicht weiter weiß, denke ich, dass ein "Sich-mal-informieren" ja auch nicht schaden kann).
Jetzt ist die Frage: geht denn überhaupt beides gleichzeitig oder gibt es da Konflikte? Würde z.B. die Krankenkasse beides zahlen (da sich das Behandlungsfeld ja schon stark überschneidet)? Und macht das überhaupt Sinn, oder besteht Konfliktgefahr (z.B. dass beide unterschiedliche Diagnosen stellen und ich nur noch verunsicherter bin)? Hat jemand damit Erfahrung gemacht, mal beides gleichzeitig in Ansprcuh genommen? Müsste/Sollte ich dann meiner Therapeutin davon erzählen?
Falls jemand davon Ahnung hat, wäre ich über Tipps und Infos sehr dankbar!
 
Es ist so, dass der Psychiater eher auf körperlicher Ebene therapiert. Wenn Du der Meinung bist, dass Deine Beschwerden einen körperlichen Ursprung haben, dann solltest Du Dich vielleicht erst noch einmal einem Arzt vorstellen und Dich gründlich durchchecken lassen. Insbesondere dann, wenn Du Deine persönliche Vergangenheit so bewertest, dass Du aufgrund von körperlichen Beschwerden sozial an den Rand gerutscht bist. Es wäre vielleicht ganz gut das mit Deiner Therapeutin zu besprechen. Sie kann Dir bestimmt helfen das entsprechend zu sortieren.

Manche Psychologen haben auch eine heilpraktische Zusatzausbildung und können hier mit pflanzlichen Antidepressiva arbeiten, die deutlich sanfter sind. weniger Nebenwirkungen haben, aber mindestens genauso gut wirken. Es gibt hierzu sehr viele Studien. Wenn Deine Therapeutin das nicht kann, dann könntest Du sie fragen, ob sie einen Arzt kennt, der sich in der Hinsicht auskennt. Der Vorteil ist, dass die Krankenkasse hier zumindest die Kosten übernimmt für das Gespräch mit dem Arzt. Pflanzliche Antidepressiva kann man sich dagegen oft rezeptfrei holen. Vielleicht hat der Arzt auch ein besonderes Gespür, um Mangelzustände zu erkennen und kann hier auch nochmals therapieren, um für ein besseres Wohlbefinden zu sorgen.

Ich würde es auf jeden Fall erst einmal damit probieren und gleichzeitig die Therapie aufrecht erhalten. Ab von den geringeren Nebenwirkungen kommst Du so weiterhin in den Genuss einer psychologischen Unterstützung, die Du bei einem Psychiater eventuell so nicht haben wirst.
 
Oh, ich wußte nicht das da Unterschiede gibt. Hab erstmal geschaut ich bin bei einem Psychologen (Verhaltenstherapeut)! Ich habe jetzt meinen 3 Termin und ich weiß auch nicht ob es was bringt, aber ich denke das ich es jetzt durch ziehen muß. Auf deine Frage habe ich da auch keinen Rat, kontaktiere doch einfach die Krankenkasse.
 
Hallo Gast,

also erst mal, die Krankenkasse bezahlt Beides gleichzeitig. Es ist schon so, wie Ginga geschrieben hat. Der Psychiater behandelt eher Krankheiten (sollte es zumindest), die durch z.B. einen gestörten Stoffwechsel ausgelöst werden. Bei Depressionen gibt es verschiedene Arten.

Hast du denn erst mal deinen Hausarzt nach Antidepressiva gefragt? Der könnte da schon auch weiter helfen.

Natürlich kannst und solltest du das deiner Therapeutin sagen. Nicht, weil es Interessenkonflikte gibt. Vielleicht kann sie dich einfach unterstützen oder dir noch genauere Erklärungen (das kann sie sicher 🙂 ) geben.

Psychiater reagieren aber schon auch mal mit der chemischen Keule. Da wäre ich eher zurückhaltend und vorsichtig.

Oh, ich wußte nicht das da Unterschiede gibt. Hab erstmal geschaut ich bin bei einem Psychologen (Verhaltenstherapeut)! Ich habe jetzt meinen 3 Termin und ich weiß auch nicht ob es was bringt, aber ich denke das ich es jetzt durch ziehen muß
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Gast Sally, wenn du dich bei deinem Psychologen erst mal so weit gut fühlst, dann bleibe doch. 'Durchziehen' musst du nichts. So weit ich weiß, hast du das recht 5 mal zu jeweils 5 Therapeuten zu gehen, damit du rausfinden kannst, ob die Chemie stimmt. Das bezahlt die Kasse ohne Antrag. Allerdings bin ich mir nicht sicher, wie das jetzt ist von wegen Überweisungen. Aber das ist ab Januar (zum Glück) eh vorbei.

Aber du musst auch keine Stunden wahrnehmen. Du kannst auch absagen. Klar.

Lieben Gruß
Fragende
 
Vielen Dank für die Antworten. Das ist es eigentlich auch ein bisschen, weshalb ich mir überlegt habe, doch auch mal einen Psychiater aufzusuchen: ich wurde noch nie wirklich auf körperliche Ursachen für meine Beschwerden durchgecheckt. Mein Hausarzt hat damals einfach den Konsiliarbericht unterzeichnet, er hat zwar ein paar Fragen gestellt, aber mich nicht untersucht. Ich hatte auch mal wegen andauernder Müdigkeit ein Blutbild bei ihm machen lassen (schon vorher), bei dem kam aber nur raus, dass alle Werte okay sind (Eisen auch im grünen Bereich, aber Tendenz eher zu niedrig). Das wars aber, so richtig habe ich mich da also noch nie untersuchen lassen. Mir ist zwar klar, dass einige Ursachen meiner Stimmung und Beschwerden sicher psychischer Natur sind, vielleicht kommt aber ja auch was physisches verstärkend dazu?! Jedenfalls denke ich nach euren Antworten, dass ich den Psychiaterbesuch dann doch mal in Anspruch nehmen werde. Danke für eure Infos und Hilfe!
 

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