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Pseudo. und Maskenbeziehungen?

frankys2907

Aktives Mitglied
Hallo!
Aus dem I net habe ich folgenden Text gelesen:
Süchtige, benutzen einen anderen Menschen, den Partner, um in "Pseudobeziehungen" oder "Maskenbeziehungen" vor sich selbst zu fliehen.
So wird die Flucht vor der Nähe zu sich selbst zur Flucht vor der Nähe des Partners.
Was sind Pseudobeziehungen und Maskenbeziehungen?
Würde bedeuten dass, Süchtige keine Chance auf echte funktionierende Partnerschaft haben. Sich also selbst was vormachen!?
Denn:
"Wollen wir einem anderen Menschen nahe sein, müssen wir zunächst einmal wissen, wer wir sind, was wir fühlen, was wir denken, wo unsere Stärken liegen und was uns wichtig ist. Wenn wir all das für uns selber nicht wissen, wie sollen wir dann einen anderen Menschen daran teilhaben lassen"?
 
Ich habe diese Begriffe auch noch nie gehört... aber deine beiden Zitate würde ich aus dem Bauch heraus mal arg hinterfragen. Vielleicht habe ich ein etwas idealistisches Bild von der Liebe, aber man hört doch häufig Geschichten, wie Menschen gerade durch den richtigen Partner zu sich selbst gefunden haben... Es kann sein, dass man ganz allein nicht genug Kraft dazu hat und dann jemand kommt, der den guten Kern sieht und in der Lage ist, einem auf die Sprünge zu helfen.

Zu "schlechten" Beziehungen kann es natürlich trotzdem kommen, aber das ist nicht nur bei Menschen mit einer Sucht der Fall möchte ich behaupten 🙄

Nein, diese Zitate klingen für mich nach Schwarz-Weiß-Denken...
 
Das ist doch wieder das alte Lied "Man muss sich erst selbst lieben, bevor man eine funktionierende Partnerschaft führen kann". Was dann heisst, ich werde es nie können. Und ich wette, es gibt genug Leute mit Partnern, die sich genauso wenig selbst lieben, sich selbst gefunden haben und weiss der Kuckuck was noch alles.
 
Ich denke, dass das was hier gesagt wird tiefer geht. Denn bei Menschen die süchtig sind hängt ja oft ein Rattenschwanz an Problemen mit dran.

Ein Problem: Die Sucht finanzieren.

Wenn jemand süchtig ist geht meistens das gesamte Geld nur für die Sucht drauf. Egal, ob es sich dabei um Alkoholismus, Drogen, Spielsucht oder Kaufsucht handelt.

Der Partner wird meistens benutzt, um die eigene Unzulänglichkeit mit zu tragen und zu kompensieren. So muss der Partner seine eigenen finanziellen Ressourcen zur Verfügung stellen, um das Leben des Süchtigen mit zu tragen: Miete, Strom, Telefon, Nahrung, Kleidung und und und.

Eine Partnerschaft bietet dem Süchtigen einen Vorteil, den er alleine nicht hätte. Und der Partner muss sich um den physischen und psychischen Mangel kümmern. Der Partner übernimmt hier Verantwortung für den Süchtigen, den der Süchtige nicht mehr alleine tragen kann und abgibt. So kann sich der Süchtige in den Bereichen die abgegeben wurden um seine Sucht kümmern.

Wäre kein Partner vorhanden, dann würde diese Verantwortung zurück auf den Süchtigen fallen und er müsste sich der Eigenverantwortung vor der er flieht bewusst werden.

Mit anderen Worten: Sein Leben eigenmächtig in die Hand zu nehmen.

Das ungesunde an solchen Beziehungen ist, dass es sich dabei in gewisser Weise um "Versorger-Beziehungen" handelt. Der eine versorgt. Der andere fällt in kindliche Muster zurück.

Wer das genauer betrachtet, der muss dem Zustimmen, dass es sich hierbei um eine "Pseudobeziehung" handelt, die auf egoistischen Motiven beruht. Gedealed wird hier mit Emotionen. So halten sich dann beide möglichst klein, um den anderen unter Kontrolle zu haben.
 
Ich denke, dass das was hier gesagt wird tiefer geht. Denn bei Menschen die süchtig sind hängt ja oft ein Rattenschwanz an Problemen mit dran.

Ein Problem: Die Sucht finanzieren.

Wenn jemand süchtig ist geht meistens das gesamte Geld nur für die Sucht drauf. Egal, ob es sich dabei um Alkoholismus, Drogen, Spielsucht oder Kaufsucht handelt.

Der Partner wird meistens benutzt, um die eigene Unzulänglichkeit mit zu tragen und zu kompensieren. So muss der Partner seine eigenen finanziellen Ressourcen zur Verfügung stellen, um das Leben des Süchtigen mit zu tragen: Miete, Strom, Telefon, Nahrung, Kleidung und und und.

Eine Partnerschaft bietet dem Süchtigen einen Vorteil, den er alleine nicht hätte. Und der Partner muss sich um den physischen und psychischen Mangel kümmern. Der Partner übernimmt hier Verantwortung für den Süchtigen, den der Süchtige nicht mehr alleine tragen kann und abgibt. So kann sich der Süchtige in den Bereichen die abgegeben wurden um seine Sucht kümmern.

Wäre kein Partner vorhanden, dann würde diese Verantwortung zurück auf den Süchtigen fallen und er müsste sich der Eigenverantwortung vor der er flieht bewusst werden.

Mit anderen Worten: Sein Leben eigenmächtig in die Hand zu nehmen.

Das ungesunde an solchen Beziehungen ist, dass es sich dabei in gewisser Weise um "Versorger-Beziehungen" handelt. Der eine versorgt. Der andere fällt in kindliche Muster zurück.

Wer das genauer betrachtet, der muss dem Zustimmen, dass es sich hierbei um eine "Pseudobeziehung" handelt, die auf egoistischen Motiven beruht. Gedealed wird hier mit Emotionen. So halten sich dann beide möglichst klein, um den anderen unter Kontrolle zu haben.

Dem kann ich voll und ganz zustimmen.
Mein Mann ist seit 2007 trocken und er versucht nach wie vor Dinge auf mich abzuschieben die ich für ihn erledigen soll. Weigere ich mich, wird er wütend auf mich und droht mir mit irgendwas. Aber das funktioniert bei mir nicht mehr, er ist alt genug, er kann seine Angelegenheiten selber regeln, auch wenn ihm das nicht passt.
 
Dem kann ich voll und ganz zustimmen.
Mein Mann ist seit 2007 trocken und er versucht nach wie vor Dinge auf mich abzuschieben die ich für ihn erledigen soll. Weigere ich mich, wird er wütend auf mich und droht mir mit irgendwas. Aber das funktioniert bei mir nicht mehr, er ist alt genug, er kann seine Angelegenheiten selber regeln, auch wenn ihm das nicht passt.

Und mit dem bist Du noch zusammen ? Sowas läßt Du Dir gefallen?
 
"Zusammen" würde ich es nicht nennen.

Der Tag wird früher oder später kommen an dem ich ihn verlassen werde.
 
"Zusammen" würde ich es nicht nennen.

Der Tag wird früher oder später kommen an dem ich ihn verlassen werde.

wenn er nun drogenfrei lebt ist das doch ein guter weg, den er einschlägt. ist doch ganz klar, das er erstmal lernen muss, nun andere wege zu gehen als bisher.
wenn man trocken oder clean ist heisst das nicht das man von da an, ganz normales verhalten eines erwachsenen annimmt. man hat die bisherigen verhaltensweisen ja für sich gespeichert. die umspeicherung bedarf oftmals eines langen weges.
dessen sollte sich auch jeder partner klar sein.
wenn man sich mit sucht beschäftigt,bekommt man eine menge an nfos,aufgrund dessen man auch für sich eine entscheidung treffen kann, ob man den weg mit dem ex-süchtigen gehen will und auch kann.😉
 
Hallo!
Aus dem I net habe ich folgenden Text gelesen:

Was sind Pseudobeziehungen und Maskenbeziehungen?
Würde bedeuten dass, Süchtige keine Chance auf echte funktionierende Partnerschaft haben. Sich also selbst was vormachen!?
Denn:


die begriffe kenne ich so auch nicht.
habe aber erfahrung zum thema sucht.

ich sehe das so,solange die suchtmittel noch im leben sind, ist keine wirkliche beziehung möglich,erst wen wer clean ist,kann man eine beziehung aufnehmen.
denn süchtige nutzen die drogen/alk um die gefühle die sie haben zu umgehen. dadurch haben sie selbst kaum eine beziehung zu sich selbst,kennen sich nicht oder wollen sich nicht kennen lernen,oder aber sie mögen das was sie kennen,nicht.

deshalb ists auch nicht möglich eine beziehung zu süchtigen zu haben...also eine die auf grundehrlichkeit und persönlickeit geschaffen sein soll. denn sowas leben die süchtigen nicht.

wie kann man zu einem anderen menschen wirkliche gefühle aufbauen und zulassen, wenn man seine eigenen wegsäuft? 😉
 
wenn er nun drogenfrei lebt ist das doch ein guter weg, den er einschlägt. ist doch ganz klar, das er erstmal lernen muss, nun andere wege zu gehen als bisher.
wenn man trocken oder clean ist heisst das nicht das man von da an, ganz normales verhalten eines erwachsenen annimmt. man hat die bisherigen verhaltensweisen ja für sich gespeichert. die umspeicherung bedarf oftmals eines langen weges.
dessen sollte sich auch jeder partner klar sein.
wenn man sich mit sucht beschäftigt,bekommt man eine menge an nfos,aufgrund dessen man auch für sich eine entscheidung treffen kann, ob man den weg mit dem ex-süchtigen gehen will und auch kann.😉

Ich habe uns eine Chance gegeben nach seiner Therapie, da habe ich noch an einen Neuanfang geglaubt.
In einer Suchtberatungsstelle habe ich für mich viele Gespräche über einen längeren Zeitraum in Anspruch genommen, in deren Verlauf mir einiges über mich klar geworden ist. Dadurch habe ich mich verändert, angefangen an mich zu denken.
Ich habe mich dazu entschieden das ich nicht weiterhin darauf warten werde das es vielleicht irgendwann mal möglich sein wird mit meinem Mann eine Beziehung zu haben. Ich sehe in seinem Verhalten keine Veränderungen mehr, außer das er nicht wieder trinkt, vermute aber das er eines Tages wieder anfangen wird.
Ich fühle nichts mehr für ihn, ich bin ausgebrannt. Von daher "erlaube" ich mir es sein zu lassen und mich um mich selbst zu kümmern.
 

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