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Prüfung-und ich kann nicht lernen

  • Starter*in Starter*in Gebriela
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G

Gebriela

Gast
Hallo!

Ich studiere zwar nicht sondern mache eine Ausbildung, aber ich hoffe ich bin hier trotzdem richtig. Bin 22 und Ende des 2ten Jahres von 3. Hab gerade Zwischenprüfung, heut und morgen. Die Arbeit hat mich krank gemacht in den letzten Monaten, ich bin den unmenschlichen Anforderungen zum Teil einfach nicht gewachsen. Meine Arbeit liebe ich...die Kollegen, die mich beurteilen sind es, deren Willkür und Egoismus mich so fertig machen. Habe seit März depressive Symptome entwickelt, die sich wieder gebessert haben, aber ich bin immernoch sehr angespannt und emotional empfindlich. Ich hab definitiv keine ausgewachsene Depression, aber Anteile sind schon da. Das verrät ja schon einiges über meine Persönlichkeitsstruktur. Ich hab einige Fehltage gesammelt, seid es mir richtig schlecht ging, war auch kurz in einer Klinik, was mir echt geholfen hat, einfach mal da weg zu sein, und nehme seit einiger Zeit ein Medikament. Ich müsste gerade dringend noch für morgen lernen, aber ich kann mich einfach nicht konzentrieren. Hatte gestern abend auch noch eine Migräneattacke, zum Glück hat mir ein Freund noch Medis besorgt, sonst hätt ich die Prüfung heut knicken können. Ich kann meine Gedanken einfach nicht auf den Stoff konzentrieren. Ich will meine Arbeit nicht aufgeben, der Job ist das richtige. Ich befürchte auch, mir würde es wo anders nicht besser gehen. Ich verfall einfach in Panik, wenn mir einer nur über die Schulter guckt. Jede Macke vom Kollegen ist gleich Kritik in meinen Ohren, niemandem kann ich es Recht machen und somit auch nie das richtige tun. Ich will nicht aufgeben, aber ich will auch nicht meine Gesundheit ruinieren. Mir wird das alles echt zuviel. Ich würd so gern einfach mal die Zeit anhalten und tief durchatmen. Ich strampel mich ab, arbeite an mir, meine Arbeit macht Spaß und ich denke es läuft gut...und über kurz oder lang bekomm ich wieder einen übergebraten. Dabei versteh ich auch echt nicht, wo das Problem eigentlich genau liegt. Ich nehme mich ganz anders war als die Kollegen. Ich hoffe ich steh das eine Jahr noch durch. Zumindest hab ich eine ganz liebe Mit-Auszubildende und Freundin dort, die mich oft auffängt, aber den Schmerz über mein Unvermögen mildert das leider nur wenig. So, jetzt ist es mal raus, vielleicht kann ich jetzt etwas arbeiten.
Liebe Grüße,Gebriela
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Gebriela,

kann es sein, daß du Prüfungsangst hast und Dir deswegen alles zuviel wird?
Eine Lehre ist echt nicht einfach, das weiß ich.
Ein vielleicht dummer Vorschlag, aber wie wäre es mit Baldrian?
Es ist doch schön, daß Dein Freund und Deine Mitauszubildende zu Dir stehen, so bist Du nicht ganz allein und wirst, wie Du auch schreibst, aufgefangen.
Ich drück dir ganz fest die Daumen 🙂
 
Hallo Gebriela!

Darf ich fragen, was für eine Ausbildung Du machst?

... Ich will meine Arbeit nicht aufgeben, der Job ist das richtige. ...Ich will nicht aufgeben, aber ich will auch nicht meine Gesundheit ruinieren. ... aber den Schmerz über mein Unvermögen mildert das leider nur wenig. ...

Von was für einem Unvermögen sprichst Du?

Gesundheit hat fast immer eine höhere Priorität. Da gebe ich Dir Recht.

Ganz klar ist mir Deine Situation noch nicht. Es scheint mir letztendlich eine Abwägungsfrage zu sein, ob Du durchhälst.
 
Ich bin Azubi Kinderkrankenschwester. Ich habe definitiv keine Prüfungsangst. Ich mag Prüfungen zwar nicht, aber mit schriftlichen hab ich kein besonderes Problem. Ich bin einfach so dauerhaft angespannt gewesen in den letzten Monaten, dass bei vielen unangenehmen Kleinigkeit und erst Recht bei der Prüfung meine Toleranzgrenze einfach überschritten wurde. Ich lasse mich einfach von jeglicher Kritik stark verunsichern, ob gerechtfertigt oder nicht, ob fachlich oder persönlich, ich fühle mich viel zu häufig als Person missverstanden, in Frage gestellt und auch abgelehnt. Ich versuche eben immer wieder stark zu sein, mir Mut zuzureden im Sinne von: ich kann das, ich bin wer, ich schaff das. Leider nehmen, wie gesagt, Kollegen mich anders wahr als ich selbst und meinen ich hätte "Angst" oder keinen Spaß an meiner Arbeit. Das ist jedoch nicht richtig, ich mag nur einfach keine offensichtliche Beobachtung und bin leicht unsicher, aber eben auch nur bedingt in Bezug auf meine Arbeit, sondern immer in Bezug auf meine eigene Person. Ich hoffe es wird etwas klarer, worum es mir geht.
 
hallo gabriela;

ich hab selber depris und kenne dieses procedere....

was kritik betrifft, so rate ich dir, mal eine aufstellung zu machen, von dem was du bereits erreicht hast, von dingen, auf die du stolz sein kannst.
und frage mal familie und freunde (ggf. den partner), warum sie dich schätzen.....
du wirst ja auch deine stärken und fähigkeiten haben....
wenn dir diese stärken bewusster werden, dürfte auf deine kritiktoleranz steigen.....

sport oder besser gesagt bewegung im allgemeinen ist ein gutes mittel, um die erregungskurve zu 'glätten', d.h. du wirst in stresssituationen weniger angespannt sein, und in ruhigen situationen weniger müde.....
das kenne ich aus eigener erfahrung, auch wenn ich manchmal mit dem sport schludere😱

das waren mal so auf die schnelle meine 2 cent dazu - wenn du fragen hast, kannst du dich gerne bei mir melden.

lg
michael
 
Hi,

Ich lasse mich einfach von jeglicher Kritik stark verunsichern, ob gerechtfertigt oder nicht, ob fachlich oder persönlich, ich fühle mich viel zu häufig als Person missverstanden, in Frage gestellt und auch abgelehnt.

ich glaube, du solltest einfach jemanden suchen, mit dem du genau über diese Fragen mal offen reden kannst. Das kann dein Freund sein oder andere Freunde/-innen. Oder auch ein Außenstehender. Dann frag ihn/sie mal direkt: Wie siehst du mich? Was für einen Eindruck mach ich auf dich? Wie würdest du mich charakterisieren? Bin ich tatsächlich so, wie XY meint? Woran könnte es liegen, dass XY mich so sieht?

Das ist hart und ganz schön anstrengend, ich kenn das sehr gut. Aber es tut auch irgendwie gut, weil es ist wie in den Spiegel schauen. Das tust du doch sicher auch jeden Tag. Und ein Spiegel ist viel grausamer: Er zeigt dir immer alles, auch den kleinsten Pustel. Ein Freund oder eine Freundin kann dir (hoffentlich) so antworten, dass es für dich akzeptabel ist.

Otherland
 

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