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Probleme neue Leute/Freunde zu finden und Einsamkeit

leongant

Mitglied
Hallo zusammen,

kurz zu mir: Ich hatte vor einiger Zeit hier in dem Forum bereits Beiträge gepostet, zu dem Thema Schüchternheit und das ich nicht aus mir herauskomme. Allerdings habe ich in der Zeit auch viel probiert (Coaching, Psychologe, Bücher). Meine Probleme sind in erster Linie, dass mir oft die Lust fehlt, mit Menschen in den Kontakt zu kommen (ist Paradox, da ich mich auf der einen Seite einsam fühle und auf der anderen Seite nicht so viel Lust darauf habe). Wenn ich mit anderen rede, fühle ich mich oft unwohl und unsicher. In der Gruppe bemerke ich oft, dass es mir um einiges schwerer fällt mitzusprechen. Hier habe ich auch öfters gehört: "Du bist viel zu ruhig....", "Ohje, ich hoffe wir haben dich jetzt nicht überfordert...". Auf Dauer kann das schon nerven und erhöht nicht wirklich die Lust mehr davon zu haben. Momentan ist die Situation, dass ich sehr wenig Zeit und viel Stress habe. Januar des Jahres habe ich mit meiner Freundin Schluss gemacht. Ich mach neben meiner Arbeit (40h) zudem ein Masterstudium, welches auch bis zu 30 Stunden zusätzlich in Anspruch nehmen kann pro Woche. Nach der Trennung hatten wir 2 wirklich schwere Klausuren, die ich auch beide nicht bestanden habe und dann nachschreiben musste. Mein Projekt war gestorben und ich konnte somit mein Thema für meine geplante Masterarbeit nicht weiter verfolgen. Nun habe ich ein neues Projekt, habe die Klausuren jetzt alle Bestanden und bin auf der Suche nach einem Thema für die Masterarbeit. Mein Leben läuft so langsam wieder richtig positiv. Kurz: ich bin sehr oft zu Hause momentan, arbeite im Home Office und Studium findet auch zu 95% im Home Office statt und komme auch aktuell nur schwer unter Menschen.

Nun zu meinem Weg, was ich bis heute alles gemacht habe. Ich habe mich viel (sehr viel! 😀) mit der Thematik von oben beschäftigt. Zunächst habe ich einen Psychologen aufgesucht, der sich viel mit dem NLP beschäftigt hat. Mit diesem bin ich dann durch Hypnose zurück in meine Vergangenheit gegangen, um die möglichen Ursachen für meine Ängste zu finden. Hinterher hat er mir eine Methode beigebracht, mir jeden Tag 20 Minuten Zeit zu nehmen und mir das zu visualisieren, wie ich sehr locker und offen mit den Menschen rede. Hier wollte ich aber noch mehr. Irgendwann habe ich mich dazu entschieden ein Coaching zu starten. Dieses habe ich aktuell auch noch und ist bis jetzt echt gut. Hier habe ich dann u.a. kennengelernt, dass ich meine aktuelle Situation erstmal so akzeptieren/annehmen soll. Auch das es komplett normal ist, dass ich so bin wie ich gerade bin. Ich bin einfach viel zu selten unter Menschen, als das ich so locker und offen mit ihnen reden kann. Meine Jugend habe ich größtenteils verzockt oder war zu Hause. Viele Freunde hatte ich nie und ich war auch nie mit zu Feiern, war eher ein Einzelgänger. Wohl habe ich mich aber nicht dabei gefühlt und ich hätte mir sehr gerne Freunde gewünscht. Feiern sind aber generell nicht wirklich was für mich. In der Gruppe ist es das selbe. Ich habe nie wirklich oft in der Gruppe geredet, weswegen mir dieser Skill auch fehlt heute.

Nun kommen wir zum eigentlichen Thema. Mir fällt es immer noch sehr schwer neue Menschen kennenzulernen und vor allem eine Verbindung zu diesen aufzubauen, wenn ich so Ruhig und zurückhaltend bin. Oft ist es so, dass diese auf mich zukommen müssen. Und auch dann fühle ich mich unwohl und versuche der Situation zu entweichen. Die Gespräche enden dann oft auch sehr schnell. Das jemand auf mich zukommt ist jedoch auch sehr selten erst passiert. Es ist wirklich so jedes Mal, als wäre ich neu im Fitnessstudio und würde direkt mit 100 kg beim Bankdrücken anfangen. In meiner ganzen Schulzeit + Studium (ca. 18 Jahre), habe ich insgesamt 3 Freunde gefunden, mit denen ich auch heute noch Kontakt habe. Heute bin ich 25. Ich denke aber, auch wenn es mir schwer fällt und ich es ungerne mache aktuell, wünscht sich mein tiefstes Inneres, neue Leute kennenzulernen UND FREUNDE ZU FINDEN und auch viel locker im Umgang mit Menschen zu werden. Mit den 3 Freunden klappt dies sehr wohl. Hier bin ich verdammt locker, kann über alles sprechen, kann necken und albern sein. Es ist so, als wäre ich ausgetauscht. Liegt denke daran, dass ich diese Personen auch in und auswendig kenne und ich hier keine Ansprüche habe, irgendwie zu wirken. Ich denke meine Angst kommt daher, dass ich mich blamieren könnte und andere mich auslachen. Sobald ich unter Verwandten bin, Arbeitskollegen, Studiumkollegen bin ich wieder total unsicher und zurückhaltend. Rede nur sehr wenig. Wo ich wirklich locker bin, sind die 3 beschriebenen Freunde und meine Eltern. Jedoch sehe ich diese 3 Freunde auch nur selten. Aktuell ca. 1 mal im Monat, dass ich mit einen von denen was mache.
Meine Fragen sind jetzt, was ich aktiv tun kann, damit ich mehr unter neue Leuten komme? Und in erster Linie: Wie kann ich neue Freunde finden?
Was gibt es da für Möglichkeiten neue Menschen kennenzulernen? Vielleicht über das Internet, Coachings, Seminare, Kurse, Fitnessstudio. Was könnt ihr mir empfehlen? Wie kann ich mich selber motivieren neue Menschen kennenzulernen?

Eine andere Frage ist, wie ich evtl. meine sozialen Fähigkeiten verbessern kann? Klar gibt es da die Möglichkeit einfach öfters unter Menschen zu gehen. Aber vielleicht kennt ihr da ja Möglichkeiten, wie ich zusätzlich solche Fähigkeiten bei mir aufbauen kann und auch lockerer werde. Eine Möglichkeit, die ich wüsste wäre ein Nebenjob im Call-Center von zu Hause aus als Beispiel. Aber hier ist es ja auch kein direkter Kontakt?

Vielen Dank schonmal für die Unterstützung! 🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Zuerst würde ich von dem Gruppengedanken wegkommen. Du bist eben jemand für 1-zu-1-Treffen.

Mir liegt das auch mehr als Gruppen, ich fühle mich so wohler, warum also etwas anderes anstreben?
In Gruppen kann ich Gesprächen schlecht folgen, nicht gut filtern, es verschwimmt alles zu einem Geräuschbrei. Mich strengt das an und ich fühle mich gestresst.

Neue Leute habe ich u.a. bei Jobs, Nebenjobs, in Chats und Foren, bei QiGong-Kursen getroffen und dann kennengelernt. Wobei sich das durch Umzüge bei mir immer mal völlig erneuerte.
Selbst mit der Bäckereiverkäuferin, die ich dort regelmäßig sah und mit ihr ein paar nette Worte austauschte, traf ich mich auf einen Kaffee. Ok, passte nicht für mehr, aber war nett.

Aktuell - und das wird länger dauern - habe ich keine Energie frei für private Treffen, es werden also Freundschaften auf der Strecke bleiben.
Wenn ich weniger arbeite ändert sich das wieder und ich werde mich wieder umsehen.

Versuche es locker anzugehen und die Wichtigkeit und somit Bedenken aus dem Thema zu nehmen. Im Cafè, im Zug, im Supermarkt, überall kann man jemanden ansprechen, ein Kompliment machen, nach etwas fragen. Manchmal entsteht so ein Gespräch und dann kann man Kontaktdaten tauschen oder sich verabreden.

Ob du es glaubst oder nicht:
Ich bin sozial nicht sonderlich kompetent und war früher sehr schüchtern und gehemmt, an schlechten Tagen kommt das auch mal wieder hoch. Einfach anfangen und üben. Es wird immer leichter und selbstverständlicher. Learning by doing.
 
Da du ein Mann bist, habe ich einen ganz unkonventionelle Vorschlag für dich --> NoFap/Semen Retention. Einfach im Internet danach googlen.
Das hört sich seltsam ab, aber versuche es mal für 100 Tage. Schaden wird es nicht und wenn es keinen Effekt hat, dann nimm es als Erfahrung mit.
Du wirst automatisch weniger scheu, deine Sozialängste nehmen ab und du entwickelst das Bedürfnis mit anderen Menschen zusammen zu sein.
 
@Weltkind
Mir geht es ziemlich genau so, wie du es beschrieben hast, wenn ich unter Menschen bin. Ich bin schnell überfordert. Aber auch merke ich, dass ich in der Gruppe viel mehr Angst habe, etwas falsches zu sagen und dann so schlecht rüber zu kommen und von anderen ausgelacht zu werden. (ich weiß auch, dass sowas eher weniger passiert, aber die Angst ist trotzdem da) Viele Möglichkeiten habe ich aktuell leider nicht, da ich ziemlich voll bin mit Aufgaben. Aber auch wie du beschrieben hattest fehlt mir die Energie um neue Leute kennenzulernen. Auf der einen Seite wünsche ich mir natürliche neue Freunde, andererseits habe ich oft auch gar keinen Bock mehr am Wochenende was zu machen, wenn ich die Woche fast jeden Tag bis spät Abends arbeite. Samstags kommen ca. alle 2 Wochen auch Vorlesungen dazu. Von den Vorlesungen bin ich dann zum Glück ab Oktober von ab und kann mich dann auf Masterarbeit und Arbeit konzentrieren.

@Uwe91
Deine Idee hatte ich auch seit längeren Mal. Ich glaube, dass mir sowas tatsächlich auch helfen könnte. Richtig probiert habe ich es aber noch nie, aber werde es mal testen!
 

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