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Probleme mit Nachbarn

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Gast

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Ich, und auch ein zweiter Anwohner haben Probleme mit einem unserer Grundstücksnachbarn.
Und zwar haben wir beide ein sehr gepflegets Grundstück und einen schönen Rasen, wie nahezu alle in unserer Gegend. Nur unser Nachbar hat ein mehr als verwildertes Grundstück wo alle Sorten von Unkraut wachsen.

Das führt zu zwei Problemen, einerseits ist es deutlich erkennbar dass in der Nähe der Grundstücksgrenze auch auf meinem Rasen immer öfter Unkraut wächst, inzwischen muss ich schon jeden Tag durchgehen und Unkraut ausreissen weil immer irgendwas zu finden ist. Der zweite Punkt ist dass er auf seiner Seite ein paar Bäume gepflanzt hat wodurch immer wieder Laub auf meinen Rasen fällt und dadurch natürlich dieser auch wiederum geschädigt wird wenn man es nicht gleich beseitigt.

Er ist da absolut uneinsichtig und denkt nichteinmal daran aus seiner Unkrauthalde einen Rasen zu machen, wir hatten da schon öfter Streit darüber. Da ich nun nicht noch einen Sommer lang immer Ärger haben möchte überlege ich ihn zu verklagen damit er seinen Rasen besser pflegt, immerhin entsteht mir dadurch ziemlicher Zusatzaufwand wenn ich täglich Unkraut jäten muss. Zumindest dafür möchte ich eine Aufwandsentschädigung.

Jetzt habe ich mit zwei Anwälten gesprochen, der eine meinte ich hätte schon eine Chance Recht zu bekommen,der andere meinte ich würde damit nicht durchkommen. Wie hoch sind da wohl meine Chancen tatsächlich zu meinem Recht zu kommen?
 
Du willst also jemanden dazu zwingen auf seinem Grundstück etwas zu tun, was er nicht will? Was meinst du wie groß da der Erfolg sein wird?

Das Thema Nachbarschaftsstreit sollte dir auch ein Begriff ein. Sowas kann über Jahre gehen und meist gibt es nur ein Resultat, die Nachbarn führen Kleinkriege, da geht es richtig mit Auge um Auge zu 😱

Deine Lage ist ärgerlich, aber du kannst gegen natürliche Dinge nicht klagen. Durch sein Nichtstun führt er dir ja nicht direkt Schaden zu, sondern indirekt, weil sein ungepflegtes Grundstück dir schadet. Sein Unkraut und sein Laub verbreitet sich aufgrund von Wind auf deinem Grundstück, da er den Wind nicht erzeugt, hast du mMn nahezu keine Chance etwas gerichtlich zu bewirken. Vielleicht könntest du zumindest erreichen, dass sich kein Unkraut unmittelbar neben deinem Rasen befindet...
 
Ehrlich gesagt, glaube ich auch nicht, dass Du damit durchkommst. Wie kommt man eigentlich (vor allem in Deutschland?) immer auf die Idee, dass die eigenen Maßstäbe an Schönheit, Ordnung ect. auch für alle anderen zu gelten haben? Solange durch eine vermeintliche oder tatsächliche Verwahrlosung eines Grundstücks keine Gefahr für andere (etwa weil von einem total maroden Haus Ziegel auf den Bürgersteig stürzen könnten) besteht, wird nicht viel passieren.

Da weiß ich wieder, warum ein Reihenhaus für mich nie in Frage käme...dieses Dicht an Dicht mit vorzugsweise über-akkuraten Nachbarn, die am besten noch nachmessen, ob der Rasen auch die richtige Länge hat😉

Ist nicht so böse gemeint wie es klingt, aber mit sehr sehr ordentlichen und über-akkuraten Nachbarn hab ich auch so meine Erfahrungen. Daher weiß ich: es lebt sich besser ohne sie (nein, ich hab sie nicht um die Ecke gebracht, sondern bin einfach weggezogen🙂
 
Probleme mit dem Begreifen des Sinnes von GRENZEN -- gegenüber fremdem Recht

Dein Recht ist,Dich mit einem wesentlich engeren Maschendrahtzaun zu schützen---durch den kein einziges fremdes-feindlichgesinntes Samenkorn kommt.

Ich empfehle auch die Selbstschußanlage gen Himmel--denn fiese Vögel kacken oft,
zu oft was Samenkornhaltiges ...

Nur in Kleingartenanlagen gibt es "Vorschriften" zum "Bewuchs".

Der Nachbar darf Wiesenkräuter und heimische Flora wachsen lassen,wie es ihm LUSTIG ist.
((solange er nicht das jetzt noch verbotene Hanf anbaut))

Im Gegenteil: aus naturschutzrechtlicher Sicht sind "Rasen ohne blühende Kräuter"
landschaftskulturell völlig lebensraumverarmend,
bienen-und schmetterlingsfeindlich, Zeichen einer sehr eigentümlichen Auffassung von Wohnqualität---

und ZUM GLÜCK nicht in irgendeiner Weise "zwangsweise auf eine ganze Siedlung aufdoktrinierbar".
((DIESE ZEITEN SIND VORBEI!))

Brrr...WARUM dann überhaupt ein GrundStück mit ECHTER ERDE?

Dein Nachbar hätte evl.Anlaß,sich aufzuregen.

Allein das versuchte Beeinflussen ist für ihn als Eigentümer ziemlich belästigend...

Wer für SOLCHE PROBLEME Knete für Anwälte hat...
sollte sich ernsthaft Gedanken machen...über sich.

Frag mal "Deinen Rasen" --> er wird Dir flüstern,daß er lechzt nach ihn durchmischenden Kräutern--weil ihn das STABILER machen würde.

Warum dieses (aus meiner Sicht blamable) "Hilfe"Thema als "Gast" geschrieben wurde,
kann sich jeder überlegen. *hüstel-didüstel*

Kauf im nächsten Baumarkt paar Tüten "Wiesenkräuterblumensamen" und lerne dazu:

ein Garten soll LEBEN --sonst kann man doch gleich 'n Fuhre Fließestrich hinschütten und das hübsch grün anmalen...und ab und zu mit dem Karcher drüberpusten...

Darauf einen Eierlikör !

Micky
 
Ich fühlte mich an meinen Garten erinnert 🙂, dem ich - soweit er mich nicht behindert - seinen Willen lasse.

Aber ich kann verstehen, dass es einen sehr nerven kann, wenn man eine andere Vorstellung von einem schönen Garten hat.

Ich glaube aber auch nicht, dass Du vor Gericht Erfolg hättest. Eigentlich finde ich Deine Beschreibung sehr schön:

unser Nachbar hat ein mehr als verwildertes Grundstück wo alle Sorten von Unkraut wachsen.
Das ist ja ein richtiges Biotop! Vielleicht hat er auch Bärlauch, Löwenzahn, Gänseblümchen, Giersch, Brennessel (soll gesund sein!) oder sogar auch Holunder, Schlehe und Weißdorn.

Aber vielleicht eine konstruktive Idee: Kann man nicht eine Art Hecke aufrichten? Ich wette, dass so eine Hecke einiges im Zaum hält.

Und das mit den Blättern, die von seinen Bäumen auf Dein Grundstück fallen - ist das nicht etwas übertrieben? Wozu hat man denn einen Garten, wenn man dort nicht auch ein wenig Natur vorfindet? Entschuldige!

Ich würde versuchen, die Sache etwas lockerer zu sehen. Ich habe zB einen Stapel hinten im Garten, wo ich immer Äste drauf knalle. Mit der grünen Tonne komme ich gar nicht mehr mit. Sieht unordentlich aus. Aber seitdem ich ein Igelpärchen gesehen habe, das sich den Stapel als Wohnung genommen hat, freue ich mich mit den beiden. Vielleicht sehe ich ja noch den süßen Nachwuchs. Den Stapel lasse ich einfach verrotten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Gast,

Verzeihung, etwas musste ich schmunzeln, als ich deine Schilderung las. Und dennoch kamen bei mir auch unangenehme Erinnerungen auf, sehr unangenehme zum Teil.

Du kennst den Spruch "Es kann der Beste nicht in Frieden leben, wenn es dem lieben Nachbarn nicht gefällt."

Da ist was dran. Wer aber dann der jeweils liebe Nachbar ist und wer der Böse, liegt am jeweiligen Blickwinkel. Ich kaufte 1982 für mich und meine junge Famile ein Reihenhaus. Wir waren die ersten Erwerber, konnten uns also unsere Nachbarn nicht aussuchen. Wir beflanzten das Grundstück.

Irgendwann folgten die ersten Nachbarn. Schnell erhielten wir das Signal, dass man ja eine ordentliche Randbepflanzung brauche, damit man sich nicht immer gegenseitig auf die Grundstücke sehen konnten.

Unser Budget hatte sich inzwischen erholt, und wir pflanzten nach. Ob wir denn nicht wüssten, dass Birken schnellwachsend seien und Weiden ohnehin. Derer würden wir sehr bald kaum noch Herr werden, hörten wir aus der Nachbarschaft. Und dann diese Kompostkiste! Da würden sich doch bald unerwünschte Gäste einstellen.

In der Tat, die Birken waren nicht ohne, und die Weiden auch nicht. Eine Gartenbau-Firma rückte an, wirbelte für viel Geld Tage lang. Der Garten wurde wieder lichter, was wiederum...

Ich höre auf. Glücklicher Weise haben weder meine Nachbarn noch wir die Justiz bemüht. Unsere Nerven und unser Wohlbefinden litt dennoch.

Laub, verehrter Gast, hat keinen Besitzer. Und weise mal nach, ob es von deinen Nachbarn stammt oder doch von den Allee-Bäumen an der Straße.

Am Ende bringst Du dich nur um die Freude am eigenen Haus, dem eigenen Grundstück.

Dazu ist doch unser Leben viel zu kurz, oder?

Gruß

H.
 
Interessante Frage!

Ich habe nämlich vor, genau so einen Garten zu haben (sind gerade auf Haus- bzw. Grundstückssuche). Ich will den "Rasen" dauerhaft um die 20-30 cm hoch haben, mit allem was drauf wachsen will.
Birken, wo weniger das Laub als vielmehr die Blüten ein Problem sind, will ich auch. Das sind meine Lieblingsbäume.

Ich habe keinen Rasenmäher, sondern nur einen "Hasenmäher" mit 5 hungrigen Schlünden 😎

Also wäre wirklich mal interessant zu wissen, ob man gegen Wildgärten was ausrichten kann.
 
Ich habe keinen Rasenmäher, sondern nur einen "Hasenmäher" mit 5 hungrigen Schlünden 😎
Ich würde mir gerne mal Deinen Hasenmäher ausleihen 🙂. Mein Rasen sieht nämlich wieder ganz schön buschig aus. Einmal brauchte ich eine Motorsense. So weit will ichs diesmal nicht kommen lassen.
 

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