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Probleme in der Ausbildung

dogtag

Neues Mitglied
Hi!

Ich weiss gar nicht so recht, wo ich anfangen soll:

Bin 18 Jahre alt und machen seit September 04 eine Ausbildung als Bürokaufmann. Ich bin besonders gegenüber "Fremden" ein eher zurückhaltender Mensch und rede auch nicht so viel. Außerdem hab ich auch eigentlich nur einen "richtigen" Freund.

Am Anfang der Ausbildung war noch alles Ordnung, die Mitarbeiter waren alle nett und ich hab mich relativ wohl gefühlt. Fehler sind am Anfang natürlich oft passiert, was meine Ausbilder in den jeweiligen Bereichen (wechsle zwischen Personal, Einkauf und Empfang) auch nicht so eng gesehen haben. Beim Empfang lief am Anfang alles drunter und drüber, weil es schon ein sehr stressiger Arbeitsplatz ist, und man ständig an irgendetwas anderes denken muss. Nach 4 Wochen hab ich mich aber gefangen, und bin immer besser geworden. Seit dieser Woche bin ich nach längerer Zeit wieder dort und es war total schei**e! Mir sind ständig irgendwelche bescheuerten Fehler passiert, ich wurde immer unsicherer und irgendwie kam ich mit der ganzen Situation nicht mehr zurecht. Meine Kollegin nahm mich zur Seite und erzählte mir, wie unzufrieden sie mit mir sei, ob ich das alles überhaupt ernst nehme, warum ich so unsicher sei, wie ich mir das später in meinem Beruf überhaupt vorstellen könnte... etc.

ich hab jetzt schon Schiss davor in ein paar Monaten wieder dort hinzukommen. Es bringt ja nichts sich irgendwo zu beschweren oder ein Gespräch zu suchen, denn ich weiss ja, dass es an mir liegt. Aber ich kann mich aber auch nicht so einfach von einem Tag auf den anderen ändern und ein "besserer", auf das Berufsleben passender Mensch zu sein. Ich bin eigentlich immer zu allen Menschen nett gewesen und es kotzt mich einfach an, dass heutzutage solche Werte gar nicht mehr zählen, sondern man nur noch nach seiner achso tollen "Schlüsselqualifikationen" bewertet wird.

Vielleicht ist es auch ganz einfach der falsche Beruf für mich, aber ich hab auch Angst, dass es mir in jedem anderen auch so gehen würde.

Ich würde mich jegliche Art von Antworten sehr freuen und möchte diejenigen hier loben, die sich mit den Problemen Anderer befassen und versuchen wollen zu helfen

von euch bräuchte die Welt mehr!

DANKE
 
Hi dogtag!

Ich möchte dir mal eine Geschichte erzählen.
Ich hab 2000 die Schule mit der mittleren Reife abgeschlossen und hab mich irgendwo beworben. Am liebsten wäre mir ein Beruf im Grafischen Bereich gewesen, allerdings sollte das nicht passieren. Als ich schon fest damit gerechnet hatte das das eh nichts mehr wird, kam ein Anruf aus Hof zur Terminvereinbarung für ein Vorstellungsgespräch. Eine Woche später habe ich meinen Ausbildungsvertrag unterschrieben. Es war die Ausbildung zum Augenoptiker, und das mit 1. absolut keinen Plan von Mathe, geschweige denn Physik und ich hatte eine heiden Angst davor auf fremde Leute zuzugehen. Ich hab es nicht mal geschafft meinen damaligen Freund anzurufen.
Als die Ausbildung begonnen hatte, hatte ich es ziemlich schwer, meine Kolleginnen, besonders eine haben es mir echt schwer gemachht. Teilweise wurde ich mit Dingen überhäuft von den ich noch gar keine Ahnung haben konnte, wie auch? ich hatte es ja noch nicht gelernt, dementsprechend war auch das Ergebnis. Ich hab in dieser Zeit wirklich oft darüber nachgedacht ob es nciht besser wäre die Sache einfach hinzuschmeißen, aber auf der anderen Seite wollte ich das auch nicht abbrechen und meine Kollegin damit einen Triumph gönnen, also habe ich die Zähne zusammen gebissen und hab mich durchgekämpft. Irgendwann wurde es besser und ich kam richtig gut mit den Leuten aus. Damit aber nicht genug. Nun war da auf einmal reges Treiben in dem Geschäft und alles was Beine hatte musste Kunden betreuen oder bedienen, oder ihnen wenigstens die Wartezeit verkürzen. Und ich mit meiner Heidenangst davor hab gezittert das ich jeden Moment gedacht habe ich klapp um, aber ich hab mich wacker geschlagen und die Zähne zusammengebissen. Natürlich war mir da erstmal ziemlich übel nach diesem Tag, aber dann hab ich mir gesagt, das ist dein Job, gehört nun mal dazu also wirst du nicht drum herum kommen. was meinst du was geschehen ist?
Ich wurde immer sichere im Umgang mit fremden Menschen, irgendwann hat es mir richtig Spaß gemacht mit ihnen zu arbeiten und das hat sich auch bis in mein Privatleben ausgewirkt. Ich bin inzwischen nciht mehr ganz so schüchtern und gah hin und wieder mal auf andere zu, natürlich bin ich noch immer nervös und nicht ganz sicher ob ich evtl. nicht mehr alle Tassen im Schrank habe, aber es macht Spaß. Selbst den Beruf habe ich lieben gelernt auch wenn er am Anfang so gar nciht meiner Vorstellung entsprach.

Was ich damit sagen möchte ist, das du nichts überstürzen solltest. Setzt dir selber immer wieder ein paar kleine Ziele, z.B. heut ruf ich mal den und den Kunden an, oder ich begrüße sie wenigstens. Mit der Zeit wird es auch dir besser gehen glaub mir.
Ich wünsch dir ganz viel Glück und Erfolg
Jeanne
 

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