Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Privatuniversität - sinnvoll oder nicht?

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
G

Gast

Gast
Hallo,
ich habe gerde mein Abi gemacht und möchte nun studieren. Nun gibt es den Studiengang, den ich gern machen würde auch an einigen Privatuniversitäten. Mal abgesehen von den Gebühren, die ganz unterschiedlich sind, was bringt mir eine Privatuniversität? Habe ich danach besssere oder schlechtere Berufschanchen? Ich habe mal gehört, dass die ihre Firmen haben, an die die Absolventen vermittelt werden, aber das war es dann auch. Woanders hätte man keine Chance? Ist das so? kann mir da jemand weiterhelfen?
 
Von Privatunis und ihren Absolventen gibt es ganz unterschiedliche, durchaus gegensätzlich Meinungen.
Die einen meinen die Privatunis wären den öffentlichen Universitäten haushoch überlegen und dort würden ausschließlich Elitestudenten produziert.
Die anderen meinen auf die Privatunis gehen nur die Leute, welche ohne "extra Nachhilfe" und "wohlwollende Dozenten" ein Studium nicht packen würden und sich somit quasi einen Abschluss erkaufen.

Die Realität liegt wie so oft irgendwo dazwischen.
Fakt ist: viele Privatunis sind stärker als öffentliche Unis auf den Berufseinstieg fokussiert. Du bekommst dort bspw. automatisch Praktika vermittelt oder machst Ausflüge zu verschiedenen Firmen. Fakt ist aber auch: Auch als Student an einer öffentlichen Uni kannst grundsätzlich du viele Praktika finden oder bspw. ein Auslandssemester machen. Hier ist dann allerdings mehr Eigeninitiative gefragt.

Der einzige unbestreitbare Vorteil, welchen Privatunis gegenüber öff. Unis haben, ist das du dort die Chance hast Kontakte mit den Abkömmlingen der "Reichen und Mächtigen" zu knüpfen, die von ihren Eltern oft auf Privatunis geschickt werden. Je nach Branche bzw. Studiengang ist ein solches Networking extrem wichtig.
 
Der Vorteil von Privatuniversitäten ist, dass du gleich Kontakt zu den "Reichen und Schönen" bekommst. Du kannst dadurch vielleicht schon viele wichtige Kontakte knüpfen, ob dass die exorbitant hohen Kosten wert ist glaube ich eher nicht. Ich würde die staatliche Universität in 99% der Fälle vorziehen. Musst du aber wissen!
 
Im Grunde hängt es extrem von der Fachrichtung und der Uni selbst ab. Jura? Da wird man in Deutschland wohl kaum eine bessere Adresse finden als die Bucerius Law School - auch dank des für deutsche Verhältnisse herausragenden Partnerpools u. a. mit Georgetown, Cambridge und der NUS. Ganz klassisch BWL? Da führt (Mannheim ausgenommen) auch kein Weg an der WHU vorbei, wenn man in die Spitzengruppe strebt. Allenfalls noch St. Gallen auf der anderen Seeseite, wobei das auch nicht wirklich günstiger ist. Kulturwissenschaften? Da wird das Feld dann schon merklich breiter. Im Endeffekt ist der private Hochschulmarkt heiß umkämpft und neben einigen sehr guten und sehr profilierten Universitäten (die dann oftmals auch über den Universitäts- und nicht nur über den Hochschulstatus verfügen; die Zeppelin Universität und die Universität Witten-Herdecke seien hier beispielhaft genannt) gibt es natürlich auch eine ganze Reihe unbekannter und anspruchsloser Klitschen, mit denen man sich in den meisten Fällen ins eigene Bein schießt. Um besser auf die Frage eingehen zu können, wäre also eine nähere Beschreibung der verschiedenen existenten Optionen und des angestrebten Studien- und Karriereziels (Stichwort Anschlussfähigkeit für den Master, Universitätsreputation bei Unternehmen, Forschungsstärke etc.) hilfreich. Also: Um welche Uni(s) geht's denn bei dir?

Was nach meiner eigenen Erfahrung allerdings in jedem Fall zutrifft, ist die Fähigkeit einer (guten) Privatuniversität, die sonst üblichen Widrigkeiten moderner Hochschulbürokratie stark zu reduzieren und das Studium damit spürbar angenehmer zu gestalten. Sei es die Suche und Anerkennung von Praktika, die Bewerbung für ein Auslandssemester oder auch ganz banaler aber häufig eben unterschätzter Papierkram. In dem Fall gilt wirklich You get what you pay for. Die Klischees über einen gewissen Elitismus würde ich dagegen nicht allzu ernst nehmen - den gibt's zwar vereinzelt, aber den pflegt man in München oder Frankfurt mindestens genauso sehr wie etwa an der BLS. Da wird halt gerne übertrieben.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
V Soziale Arbeit Studium abbrechen oder nicht? Studium 30
S Prüfung endgültig nicht bestanden Studium 11
eternalsummer Kann nicht mehr! Studium 34

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben