Andreas900
Sehr aktives Mitglied
Wenn du selber WoW gespielt hast, weißt du ja das man gerade durch die Kontakte mit anderen Spielern (Gilde) nicht einsam ist. Er hat da sein soziales Umfeld. Trotzdem ist es natürlich schrecklich und tut mir sehr leid. Ich finde es gut, dass du an dich denkst und gehst. Er muss selber mit der Sucht aufhören wollen.
Ich glaube, das ist ein sehr wichtiger Punkt: Er ist nicht einsam. Er sieht das Problem nicht.
Man kann durchaus komplett online leben, hat dort soziale Kontakte, Herausforderungen, Ziele usw.
Nach meinem Empfinden (ich zocke auch gerne) sind Spiele nicht das Problem sondern ein Symptom. Der betroffene Mensch findet im realen Leben nicht den erhofften Erfolg und sucht sich als Ersatz ein Online-Leben. Das können Menschen sein, die in der Schule Außenseiter sind oder auf der Arbeit keinen sozialen Anschluss finden oder sonstwas.
Deswegen ist es vollkommen falsch diesen Menschen einfach die Spiele wegzunehmen oder wie hier vorgeschlagen wird "das Internet zu kappen". Vielmehr müssen diese Menschen eine Chance im realen Leben erkennen. Dazu kann es schon reichen, dass sie regelmäßig Kontakt mit Freunden oder Kollegen haben sowie eine Aufgabe neben dem PC, sei noch so nebensächlich wie es ein Haustier, Gartenarbeit oder Zeitung austragen.
Im Prinzip ist jeder Mensch ja gewillt sozial im Real Life zu interagieren und freut sich darüber. Eben nur im "eigenem Tempo". Es gibt Menschen (mich eingeschlossen) die gerne mal ne Stunde quatschen aber dann Erholung und Zeit für sich selber brauchen. Insofern geht es auch garnicht darum PC Spiele zu verteufeln, sondern darum sie als das zu begreifen, was sie sind: Spiele und Freizeitbeschäftigung, aber kein Ersatz für das echte Leben.